PIUS I., ca. 142 - ca. 155 Bischof v. Rom, nach dem Muratorischen Fragment (2. Jh.) ein Bruder des Hermas, der die Schrift »Der Hirte« verfaßt haben soll. In den ältesten römischen Bischofslisten (Irenäus; Hegesipp) ist P. als 9. Nachfolger des Petrus aufgeführt. Während seiner Amtszeit tobten Auseinandersetzungen mit Gnostikern, vor allem mit Valentin, Kerdo und Markion. Der antijüdisch gesinnte Markion wurde wahrscheinlich bei der römischen Synode im Jahre 144 exkommuniziert.
Quellen:
Muratorisches Fragment 2,74-77; Irenäus: Adv. haer. III 3,3; Eusebius: H.E. IV, 22,3.
Lit.:
Caspar I, 8-48; - EC IX, 1491 f.; - LThK VIII, 528; - Kelly: Reclams Lexikon der Päpste, 1988, 22.
Georg Denzler
Letzte Änderung: 15.11.2011