Verlag Traugott Bautz |
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QUIRINUS von Malmédy: Priester und Märtyrer, gest. im 4. Jh. unter Domitian (?). Fest: 11.10. - Nach der im 11. Jahrhundert verfassten Passio, die legendarischer Natur ist, kam er mit Nicasius, dem legendarisch ersten Bischof von Rouen, aus Rom nach Gallien, wo sie die Landschaft Vexin missionierten. Er soll unter Kaiser Domitian in Gasny enthauptet worden sein. Dieses Gasny liegt im Dep. Eure. Im Jahre 872 wurden die Reliquien des Quirinus und des Nicasius erhoben. Des Quirinus Gebeine kamen im 9. Jh. zum großen Teil nach Malmédy. Dort erhob sie Abt Poppo im Jahre 1042. Die Verehrung des Quirin ist nach Jakob Torsy besonders im Ardennen-Maas-Gebiet zwischen Malmédy und Huy wie in der Normandie verbreitet. Huy gehört zur Diözese Lüttich. In der Kunst wird er dargestellt im Meßornat mit abgeschlagender Schädeldecke, die er auf einem Buch trägt, auch mit einem Drachen an der Kette. Er wird auch genannt »Quirinus von Rouen«, oder »Quirinus von Vexin«.
Ekkart Sauser
Literaturergänzung:
1953
J. Torsy, Der Hl. Marschall Quirinus, Zur Geschichte seiner Verehrung, Ann. Bd. 153-154, (1953) 43 ff.; -
1983
Johann Weissensteiner, Tegernsee, die Bayern und Österreich. Studien zu Tegernseer Geschichtsquellen und der bayerischen Stammessage. Mit einer Edition der Passio secunda s. Quirini = Archiv für Österreichische Geschichte Bd. 133, Wien 1983.
Letzte Änderung: 09.04.2011