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Band VII. (1994) Spalten 1159-1166 Autor: Helmut Feld

RABELAIS, François, französischer Humanist; Franziskaner (Observant), Benediktiner, Weltpriester, Arzt, Kanoniker, Pfarrer; * 1483 oder (wahrscheinlicher) 1494 in Chinon; + 9.4. 1553 in Paris. Das Geburtsjahr ist in der Forschung umstritten; eindeutig schlüssige Beweise für das eine oder das andere Jahr konnten bislang nicht erbracht werden. R. ist vermutlich auf dem Hofgut seines Vaters La Devinière bei Chinon in der Touraine geboren. Der Vater, Antoine R., Lizentiat der Rechtswissenschaft, war Advokat in Chinon und bekleidete außerdem mehrere öffentliche Ämter. Die Familie war bürgerlich und wohlhabend. Über die Anfänge der Bildung von R. ist nichts Zuverlässiges bekannt. Nach einer freilich nicht gesicherten Tradition soll er 1511 in den Franziskaner-Konvent La Baumette bei Angers eingetreten sein. Am 4.3. 1521 schrieb er aus dem Konvent Saint-Martin in Fontenay-le-Comte an Guillaume Budé (1467-1540). In dem Brief, dessen Autograph sich noch in der Bibliothèque Nationale zu Paris befindet, sucht er Anschluß an den berühmten Humanisten und unterrichtet ihn vom Fortgang seiner Griechisch-Studien. Die Verbindung war durch Pierre Amy (Lamy), einen Mitbruder R.s' hergestellt worden, der ebenfalls ein begeisterter Gräzist war. Bei den Oberen des Minoriten-Ordens standen Griechisch-Studien jedoch im Geruch der Ketzerei, vor allem seit die Sorbonne gegen die Übersetzung des Neuen Testaments aus dem griechischen Urtext durch Erasmus von Rotterdam Stellung genommen hatte. Den beiden Brüdern wurden also ihre Bücher weggenommen. Zwar gab man sie ihnen nach einiger Zeit wieder zurück, doch R. kehrte dem Konvent und dem Franziskaner-Orden den Rücken. 1524 nahm ihn der Bischof Geoffroy d'Estissac in seine Abtei Saint-Pierre in Maillezais im Poitou auf, wo sich R. intensiven Studien widmen konnte. Daneben wurde er Erzieher des Neffen des Bischofs. Spätestens 1528 hat R. auch dieses Kloster verlassen und sich auf Reisen begeben. Kurz darauf begann er in Paris ein medizinisches Studium. Am 17.9. 1530 schrieb er sich in Montpellier ein; am 1.11. des gleichen Jahres wird er Baccalaureus der Medizin. Im Frühjahr 1532 läßt er sich als Arzt in Lyon nieder. Er verkehrt mit Étienne Dolet (1508-1546) und anderen Humanisten. Im Juni veröffentlichte er bei Sébastien Gryphe, einem schwäbischen Verleger, der seit 1523 in Lyon seine Offizin betrieb, den zweiten Band der »Epistres médicinales« von Jean Ménard (Manardi), einem Arzt aus Ferrara. Außerdem brachte er die »Aphorismen« des Hippokrates heraus, die er aus dem Griechischen ins Lateinische übertragen hatte. Am 1.11.1532 wird R. am Hôtel-Dieu de Notre-Dame de la Pitié an der Rhône-Brücke als Arzt mit einem Jahresgehalt von 40 Livres angestellt. Bei Gelegenheit der Messe von Lyon veröffentlichte er am 3.11. seinen »Pantagruel«. In einem auf den 30.11. datierten Brief an Erasmus nennt er diesen `pater mi humanissime'. Im Oktober 1533 verurteilt die Sorbonne den »Pantagruel« als obszönes Buch. (Am 1.11. hielt deren Rektor Nicolas Cop seine berühmte, von J. Calvin verfaßte Rede). Ende 1533 brach R. als Leibarzt und Sekretär des Kardinals Jean du Bellay, Bischofs von Paris, zu seiner ersten Italienreise auf. Von Februar bis April 1534 hält er sich in Rom auf und widmet sich dem Studium der Topographie und der Botanik (Heilpflanzen!) der Stadt. Im Mai (vielleicht aber auch erst im Mai des folgenden Jahres 1535) erscheint in Lyon der »Gargantua«. Im August bringt R. bei S. Gryphe eine Neuedition der »Topographie« des antiken Rom von Marliani heraus. Am 13.2. 1535 verläßt er plötzlich Lyon. Mitte Juli begleitet er erneut den Kardinal Jean du Bellay nach Rom. Ende Juli ist er am Hof der Herzogin Renée (Renata) von Ferrara, wo er neben anderen Flüchtlingen aus Frankreich auch den Dichter Clément Marot trifft. Sein zweiter Rom-Aufenthalt dauerte von August 1535 bis Mai 1536. Er erledigte u.a. Geschäfte für seinen früheren Mäzen, den Bischof Geoffroy d'Estissac von Maillezais, am päpstlichen Hof und bei dem päpstlichen Gerichtshof Rota. Schon der Papst Clemens VII. Medici (1523-1534) hatte ihn vom Verbrechen der Apostasie und der Irregularität absolviert und ihm die Erlaubnis erteilt, in den Benediktiner-Orden einzutreten, sobald er einen geeigneten Oberen fände. Auch Paul III. Farnese (1534-1549) war ihm durchaus wohlgesonnen und gab ihm einen Weg an, seinen kirchlichen Status vollends zu regulieren. Doch R. folgte in dieser Angelegenheit dem Rat der ihn protegierenden Kardinäle, der ihn auch zu dem erwünschten Ziel führte. Ein Breve Pauls III. vom 17.1. 1536 erlaubte ihm, in ein Benediktiner-Kloster seiner Wahl einzutreten und weiterhin als Arzt zu praktizieren, chirurgische Operationen ausgenommen. Im Mai 1536 trifft R. in Lyon wieder mit dem Kardinal du Bellay zusammen, der bereits am 29.2. von Rom abgereist war. Der Kardinal nimmt ihn in seine Abtei Saint-Maur-des-Fossez auf. Da das Kloster aber inzwischen in ein Kanoniker-Stift umgewandelt worden war, ersuchte R. den Heiligen Stuhl um die nachträgliche Erlaubnbis, ein Kanonikat übernehmen zu dürfen. Im gleichen Jahr 1536 wird R.s' unehelicher Sohn Théodule geboren (+ wahrscheinlich 1538). Am 22.5. 1537 ist R. in Montpellier, um das medizinische Lizentiat zu erwerben. Danach gibt er in Lyon Unterricht in der Medizin. Dabei seziert er die Leiche eines Gehenkten. Er gilt jetzt als einer der bedeutendsten Anatomen. Vom 18.10. 1537 bis zum 14.4. 1538 hält er sich erneut in Montpellier auf, um seine Examina für das medizinische Doktorat abzuschließen. Er hält an der Universität eine Vorlesung über den griechischen Text der »Prognostica« des Hippokrates, womit er zugleich seine griechischen und medizinischen Kenntnisse unter Beweis stellt. Im Juli 1538 befindet sich R. im Gefolge des Königs Franz' I. bei dessen Begegnung mit dem Kaiser Karl V. in Aigues-Mortes. Danach kehrt er nach Lyon zurück. 1539 begleitet er den Bruder des Kardinals du Bellay, Guillaume du Bellay, Seigneur de Langey, den der König zum Gouverneur von Piemont ernannt hatte, nach Turin. Der Papst Paul III. legitimiert 1540 R.s' uneheliche Kinder François und Junie. Im November 1541 kehrt R. nach Lyon zurück, wo er eine Neuausgabe des »Gargantua-Pantagruel« herausbringt, in der die Ausfälle gegen die Theologen gestrichen sind. Es kommt zum Bruch mit Dolet, der seinerseits eine ungekürzte Ausgabe von R.s' Hauptwerk veröffentlicht. 1542 erscheinen die »Stratagèmes ... du .. chevalier de Langey« (das Werk ist verloren). Ab März 1543 hält sich R. in Saint-Ayl bei Orléans auf. Dort stirbt am 9.1. 1543 sein Gönner Langey. R. ist bei dessen Beerdigung am 5.3. in Le Mans anwesend. Am 2.3. hatte das Parlament von Paris den »Gargantua-Pantagruel« auf Antrag der Theologen der Sorbonne verurteilt. Am 30.5. starb auch R.s Protektor G. d'Estissac. Am 19.9. 1545 erlangte R. ein Privileg des Königs für den »Tiers livre des faictz et dicts héroïques de Pantagruel«. Das Buch ist dem Geist der Schwester Franz' I., Marguerite d'Angoulême, Königin von Navarra, Protektorin der Humanisten und selbst bedeutende Schriftstellerin, gewidmet. Im folgenden Jahr 1546 wurde sein ehemaliger Freund E. Dolet nach einem längeren Prozeß in Paris wegen Gotteslästerung und Verbreitung verbotener Bücher verbrannt. Der »Tiers livre« wurde von der theologischen Fakultät der Sorbonne wegen der darin enthaltenen Häresien zensuriert. Darauf floh R. (im März 1546) nach Metz. Er wird als Arzt der Stadt Metz mit einem Jahresgehalt von 120 Livres angestellt. Ein knappes Jahr später, am 6.2.1547 schreibt R. einen Brief an den Kardinal du Bellay, in dem er seine Angst zum Ausdruck bringt. Der Kardinal, der auch nach dem Tode Franz' I. (30.3. 1547) unter Heinrich II. Mitglied des königlichen Rates geblieben ist, ruft R. nach Paris. Mit ihm zusammen tritt R. im Juli/August seine dritte Selected articles 1951-1991 with a bibliography - Marcel de Romreise an. Der Weg führt über Lyon, wo er bei dem Verleger Pierre de Tours das Manuskript mit den ersten elf Kapiteln seines »Quart livre« abgibt (sie erscheinen 1548). Außerdem veröffentlicht er einen Kalender für das Jahr 1548, das »Pronosticon«, eine Satire auf die Astrologie. Am 27.9. 1547 kommen die Reisenden in Rom an. Der Aufenthalt dauert diesmal zwei Jahre. Im September 1549 gibt der Kardinal du Bellay für das römische Volk Belustigungen, darunter eine »Sciomachie« (Schattenkampf) auf der Piazza dei SS. Apostoli. R. verfaßt darüber einen Bericht in französischer Sprache, der in Lyon gedruckt wird. Am 22.9. reist du Bellay von Rom ab. In Lyon erreicht ihn die Nachricht vom Tode Pauls III. (+ 9.11. 1549). Auf Anweisung des Königs tritt er sofort die Rückreise nach Rom an, um bei dem Konklave anwesend zu sein; dabei begleitet ihn R. nicht mehr. Im Dezember 1549 stirbt die von R. hochgeschätzte Marguerite d'Angoulême. Gabriel de Puy-Herbaut, Mönch von Fontevrault, bescheinigt in seinem Werk »Theotimus« R. `absolute Perversität'. 1550 wirft J. Calvin in seiner Schrift »De scandalis« (Traité des scandales) R. Gottlosigkeit und Lächerlichmachung des Evangeliums vor. (Auch an vielen anderen Stellen seiner Werke finden sich abfällige Bemerkungen über R.). Im Sommer 1550 war Jean du Bellay als Kranker von Rom zurückgekehrt. In Saint-Maur, wo ihn R. betreute, wurde dessen »Quart livre« vollendet. Der König stellte am 6.8. ein Privileg für die Werke R.s' aus, das sie gegen Fälschungen und Raubdrucke in Schutz nahm. Am 18.1. 1551 verlieh der Kardinal R. die Pfarrei Meudon, zwei Meilen vor Paris, und die von Saint-Christophe-du-Jambet in der Diözese Le Mans als Pfründe. R. verzichtete auf beide Pfarreien bereits am 7.1. 1553. Am 1.3. 1552 erschien der »Quart livre«, welcher sogleich von den Pariser Theologen zensuriert wurde. R. starb am 9.4. 1553 in Paris, Rue des Jardins, als frommer Christ. Er wurde auf dem Friedhof der Pfarrei Saint-Paul beerdigt. - Das Hauptwerk R.s', das im wesentlichen die Geschichte zweier Riesen, Vater und Sohn, erzählt, ist eine enorme, riesenhafte Karikatur und Verspottung aller möglichen menschlichen und gesellschaftlichen, insbesondere auch der kirchlichen Verhältnisse. Es zeichnet sich aus durch eine umfassende, stupende Gelehrsamkeit, unbändigen Humor und eine Fülle derber, schrankenloser Szenen und Späße im genitalen und analen Bereich; besonders grotesk: die Suche nach einem gemäßen Arschwisch durch den kleinen Gargantua (I,13); wie Gargantua, von den Türmen der Kathedrale Notre-Dame herabpissend, über 200 000 Pariser in seinem Urin ersäuft (I,17); wie Panurge Rache an einer vornehmen Pariser Dame nimmt, die ihn verschmähte, indem er die Begierde der Straßenköter auf sie lenkt (II,22). Eine vernichtende Satire auf die franziskanische Idee des Friedens und der Gewaltlosigkeit ist die Geschichte von der Verteidigung des Klostergartens von Seuilly durch Bruder Hans (I,27). Die Utopie der Abtei Thélème mit ihrer einzigen Ordensregel: `Tu, was du willst' führt das gesamte Kloster- und Ordensleben mit seiner Heuchelei und Verdrängung der vitalen Funktionen ad absurdum (I,52-58). R.s' Werk wurde sowohl von den zuständigen Autoritäten der Katholischen Kirche als auch im reformierten Genf auf das schärfste abgelehnt, was aber offenbar seiner Beliebtheit, auch bei Päpsten, Kardinälen und Königen, und seiner großen Verbreitung keinerlei Abbruch tat. Ein zentrales Anliegen R.s' ist es, die Leser zum Lachen zu bringen. Die im Lachen zum Ausdruck kommende Entkrampfung und Enthemmung soll ihre heilende Wirksamkeit entfalten. R. zeigt sich damit in seinem Werk wie in seinem Leben als Arzt, Psychotherapeut und Seelsorger.

Werke: Œuvres. Éd. critique publiée par Abel Lefranc [al.], 6 Bde., 1912-1955; [Œuvres complètes], ed. Jean Plattard: Gargantua, 1955; Pantagruel, 1959; Le Tiers Livre, 1948; Le Quart Livre, 1946; Le Cinquiesme Livre, 1948; Œuvres complètes, ed. Jacques Boulenger; éd. rev. par Lucien Scheler (Bibliothèque de la Pléiade), 1955 (ebd. 997-1018 Bibliographie der älteren Editionen); Œuvres complètes, éd. Pierre Jourda, 2 Bde., 1962; Œuvres complètes, éd. Guy Demerson, Geneviève Demerson, 1973; Gargantua. Première éd. critique faite sur l'Editio princeps, ed. Ruth Calder, M.A. Screech, 1970; Pantagruel. Première publication critique sur le texte original, par V.L. Saulnier, 1959. 1965; Le Tiers Livre. Ed. critique commentée par M.A. Screech, 1964; Le Quart Livre. Ed. critique comm. par Robert Marichal, 1947; L'Abbaye de Thélème. Ed. critique, ed. Raoul Morçay, 1934; Pantagrueline Prognostication pour l'an 1533. Avec Les Almanachs pour les ans 1533, 1535 et 1541. La grande et vraye Pronostication nouvelle de 1544, ed. M.A. Screech, 1974; Les Songes drolatiques de Pantagruel. Cent vingt gravures attribuées à François Rabelais. Introduction de Michel Jeanneret, 1989; »Übersetzungen ins Deutsche:« Des François Rabelais weiland Arznei-Doktors und Pfarrers zu Meudon Gargantua, verdeutscht von Engelbert Hegaur und Dr. Owlglaß, 1906; Pantagruel, 3 Bde., 1907. 1908; Meister Franz Rabelais der Arzenei Doctoren Gargantua und Pantagruel. Aus dem Französischen verdeutscht durch Gottlob Regis, hrsg. von Ludwig Schrader, 2 Bde., 1964; Gargantua und Pantagruel. Mit Illustrationen von Gustave Doré, hrsg. von Horst und Edith Heintze, 2 Bde. (insel taschenbuch 77), 1974.

Bibliographie: »Bibliographien der älteren Editionen:« Pierre-Paul Plan, Bibliographie Rabelaisienne. Les éditions de Rabelais de 1532 à 1711, 1904 (Neudr. 1965); A New Rabelais Bibliography: Editions of Rabelais before 1626 by Stephen Rawles and M.A. Screech with the collaboration of Sally Burch North and Anne Reeve and incorporating preliminary work done by and with Gwyneth Wilkie (Travaux d'Humanisme et Renaissance [= THR], 219), Genève (Droz) 1987; s. auch o. Œuvres, ed. Boulenger.

Lit.: Edmond Huguet, Étude sur la Syntaxe de Rabelais comparée à celle des autres prosateurs de 1450 à 1550, 1894 (Nachdr. 1967); - Paul Stapfer, Rabelais. Sa personne, son génie, son œuvre, 31896; - Abel Lefranc, Les Navigations de Pantagruel. Étude sur la Géographie Rabelaisienne, 1905 (Nachdr. 1967); - ders., Rabelais. Études sur Gargantua, Pantagruel, le Tiers livre, 1953; - Louis Thuasne, La Lettre de Rabelais à Érasme. Revue des Bibliothèques 15 (1905), 203-223; - ders., Rabelais et Villon, 1907 (Neudr. 1969); - Jean Plattard, L'Œuvre de Rabelais (Sources, Invention et Composition), 1910; - ders., L'adolescence de Rabelais en Poitou, 1923; - ders., État présent des études rabelaisiennes, 1927; - ders., François Rabelais, 1932; - ders., La vie et l'œuvre de Rabelais, 1939; - ders., Rabelais. L'homme et l'œuvre (Connaissance des lettres, 2), 1957; -; - Pierre de la Juillière, Les Images dans Rabelais, 1912; - Lazare Sainéan, La langue de Rabelais, 2 Bde., 1922. 1923 (Neudr. 1976); - Hunting Lou Brown, Rabelais in English literature, 1933 (Neudr. 1967); - John Charpentier, Rabelais et le génie de la Renaisssance, 1941; - Jacques Boulenger, Rabelais, 1942; - V.-L. Saulnier, Sur la date de naissance de Rabelais. Bibliothèque d'Humanisme et Renaissance [= BHR] 7 (1945), 245-246; - ders., Rabelais. 1. Rabelais dans son enquête. La sagesse de Gargantua. Le dessein de Rabelais, 1983; - 2. Rabelais dans son enquête. Étude sur le quart et le cinquième livre, 1982; - Lucien Febvre, Le problème de l'incroyance au XVIe siècle. La religion de Rabelais, 1947. 1968; - Pierre Jourda, Le Gargantua de Rabelais, 1948; - François Rabelais. Ouvrage publié pour le quatrième centenaire de sa mort. 1553-1953 (THR 7), 1953; - Nan Cooke Carpenter, Rabelais and music, 1954; - Henri Lefebvre, Rabelais, 1955; - Augustin Renaudet, Humanisme et Renaissance. Dante, Pétrarque, Standonck, Erasme, Lefèvre d'Étaples, Marguerite de Navarre, Rabelais, Guichardin, Giordano Bruno (THR 30), 1958; - Ludwig Schrader, Panurge und Hermes. Zum Ursprung eines Charakters bei Rabelais, 1958; - M.A. Screech, The Rabelaisian marriage. Aspects of Rabelais's religion, ethics and comic philosophy, 1958; - ders., Rabelais et le mariage. Religion, morale et philosophie du rire (Études Rabelaisiennes [=ER] 28), 1992; - ders., L'Évangélisme de Rabelais. Aspects de la satire religieuse au XVIe siècle (ER 2; - THR 32), 1959; - ders., Rabelais and the challenge of the Gospel. Evangelism - Reformation - Dissent, 1992; - ders., Rabelais, 1979; - ders., Some Renaissance Studies. Selected articles 1951-1991 with a bibliography, ed. par Michael J. Heath, 1992; - Marcel de Grève, L'interprétation de Rabelais au XVIe siècle (ER 3; - THR 47), 1961; - Manuel de Diéguez, Rabelais par lui-même (Écrivains de toujours, 48), 1962; - Enzo Nardi, Rabelais e il diritto romano, 1962; - Michael B. Kline, Rabelais and the age of printing (ER 4; - THR 60), 1963; - Walter Kaiser, Praisers of folly. Erasmus, Rabelais, Shakespeare, 1963; - A.J. Krailsheimer, Rabelais and the Franciscans, 1963; - Marcel Tetel, Étude sur le comique de Rabelais, 1964; - ders., Rabelais et l'Italie, 1969; - Mikhail Bakhtin, Rabelais and his world, 1968; - deutsch: Rabelais und seine Welt. Volkskultur als Gegenkultur, 1987; - ders., L'œuvre de François Rabelais et la culture populaire au Moyen Age et sous la Renaissance, 1970; - Michel Beaujour, Le jeu de Rabelais, 1969; - Thomas M. Greene, Rabelais. A study in comic courage, 1970; - Dorothy Gabe Coleman, Rabelais. A critical study in prose fiction, 1971; - Michel Butor et Denis Holler, Rabelais ou c'était pour rire, 1972; - François Rigolot, Les langages de Rabelais (ER 10; - THR 121), 1972; - Nicole Aronson, Les idées politiques de Rabelais, 1973; - Gérard Defaux, Pantagruel et les Sophistes. Contribution à l'histoire de l'humanisme chrétien au XVIe siècle, 1973; - Jean Larmat, Le Moyen Age dans le Gargantua de Rabelais, 1973; - Claude Mettra, Rabelais secret (Une religion de la joie), 1973; - ER 11 (THR 139), 1974; - Roland Antonioli, La médecine dans la vie et dans l'œuvre de François Rabelais, 1974 (Repr. 1977); - ders., Rabelais et la médecine (ER 12; - THR 143), 1976; - Werner Distelbarth, François Rabelais. Aspekte seiner Erzählkunst, 1974; - Floyd Gray, Rabelais et l'écriture, 1974; - Alfred Glauser, Le faux Rabelais ou de l'inauthenticité du Cinquième livre, 1975; - ER 13 (THR 144), 1976; - Donald M. Frame, François Rabelais. A Study, 1977; - ER 14 (THR 162), 1977; - André Gendre, Humanisme et folie chez Sébastien Brant, Erasme et Rabelais, 1978; - Marc Berlioz, Rabelais restitué. 1 Pantagruel, 1979; - 2. Gargantua, T. 1, 1985; - Frank-Rutger Hausmann, François Rabelais, 1979; - Mireille Huchon, Rabelais grammairien. De l'histoire du texte aux problèmes d'autheticité (ER 16; - THR 183), 1981; - Michaël Baraz, Rabelais et la joie de la liberté, 1983; - François Rabelais. 1483(?)-1983 (ER 17; - THR 193), 1983; - ER 18 (THR 206), 1985; - Raymond C. La Charité (Hrsg.), Rabelais's incomparable book. Essays on his art, 1986; - Claude Gaignebet, A plus hault sens. L'ésotérisme spirituel et charnel de Rabelais, 1986; - Paul J. Smith, Voyage et écriture. Étude sur le Quart livre de Rabelais (ER 19; - THR 217), 1987; - Jean Céard (Hrsg.), Rabelais et son demi-millénaire. Actes du Colloque international de Tours (24-29 sept. 1984) (ER 21; - THR 225), 1988; - ER 22 (THR 228), 1988; - Kurt Baldinger, Études autour de Rabelais (ER 23; - THR 238), 1990; - Samuel Kinser, Rabelais's Carnival. Text, context, metatext, 1990; - Jerome Schwartz, Irony and ideology in Rabelais. Structures of subversion, 1990; - Richard Cooper, Rabelais et l'Italie (ER 24; - THR 245), 1991; - Edwin M. Duval, The design of Rabelais's `Pantagruel', 1991; - Kathleen M. Hall, Rabelais, Pantagruel and Gargantua, 1991; - Guillaume Colletet, Vie d'Étienne Dolet [1648]. Édition établie par Michel Magnien d'après le ms. BN., N.A.F. 3073, 1992; - Diane Desrosiers-Bonin, Rabelais et l'humanisme civil (ER 27), 1992; - J.E.G. Dixon, John L. 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Helmut Feld

Letzte Änderung: 28.12.2008