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Band VII. (1994) Spalten 1436-1457 Autor: Hermann Uhrig

REBMANN, Andreas Georg Friedrich, * 24.11. 1768 im fränkischen Sugenheim, + 16.9. 1824 in Wiesbaden, politischer Schriftsteller und deutscher Jakobiner. - Jugendjahre und Studium: Sohn bürgerlicher Eltern, sein Vater war Kassierer des Reichsritterortes Steigerwald, erhielt er bei seiner glänzenden Begabung eine gute Schulausbildung. Studierte mit 17 Jahren an der Akademie in Erlangen Jurisprudenz, seit 1787 dieses in Jena und danach die für ihn anziehenderen Staatswissenschaften. Der Abschluß seiner Studien fiel mit dem Ausbrechen der Französischen Revolution zusammen. R. kehrte nach Erlangen zurück, lebte dort weiterhin in Studentenkreisen und als Reichsritterort-Steigerwaldischer Procurator. Er konnte sich weder mit den Professoren, den adeligen Studenten mit ihren vielen Privilegien noch mit den ärmeren Landeskindern identifizieren, denen er Mangel an Lebensart vorwarf. In seinen während dieser Zeit verfaßten: Briefe über Erlangen zeigte er die Mängel auf, die dem Aufstieg Erlangens »zur Königin unter den deutschen Universitäten« entgegenstehen. Weiter seinen ersten Roman: Heinrich von Neideck, ein romantisches Gemälde aus dem Mittelalter, in welchem ein junger Bauer seine Identität als Adeliger nachweist und an den Mördern seines Vaters Rache übt. R. verließ im Frühjahr 1792 23jährig Erlangen und kam über Leipzig, Berlin im November selbigen Jahres nach Dresden. Dresden: Dort lebte er bei dem Buchhändler Richter. Bei seinem freien Lebenswandel und seiner Streitbarkeit zog er sich den Namen eines privatisierenden Bösewichtes zu. Richter beauftragte ihn mit der Redaktion seiner beiden Zeitungen: Neue Dresdner Merkwürdigkeiten gemeinnützigen Inhaltes und: Der allgemeine Sächsische Annalist. Ein Blatt für Bürger und Landmann. Letztere wandte sich insbesondere regional auf Sachsen bezogen an den gemeinen Mann, an die Glieder der geringen Volksklasse. Zentrale Themen waren die Schilderungen der Begebenheiten und der Gestalten der Französischen Revolution. Daneben auch Anekdoten, wie die Tapferkeit und Edelmütigkeit der namentlosen französischen Revolutionssoldaten. R. verbarg in ihnen seine grundsätzliche positive Einstellung zur Französischen Revolution und ihren Prinzipien niemals. Sie war für ihn legitimiert in den repressiven Ursachen des Ancien Régime. Erst der äußere Druck auf die breiten Bevölkerungsschichten habe sie veranlaßt. Ihr Zweck sei Abschaffung von Pfarrerei und von Adelsherrschaft. Er verurteilte jedoch auch die Septembermorde. Sein Revolutionsbegriff fußte in der Aufklärung, welche die Revolution nicht ausschließlich als Inkarnation von Ideen, sondern auch als Ergebnis und Folge von sich widerstreitenden Interessen sah. Obgleich die Idee bereits gegenüber dem Interesse in den Hintergrund geraten sei, blieb sie für ihn weiterhin ein zu verwirklichendes Ziel. Damit sympatisierte er mit den Girondisten. Weder ausschließlich Monarchist noch Republikaner war sein eigentliches Anliegen einer Herstellung von Gleichheit vor dem Gesetze und einen vernünftigen Inhalt der Gesetze. Für Deutschland wollte er aber keine gewaltsame Auflösung der alten Verhältnisse, da dies den Menschen in den Naturzustand zurückwerfe. Vielmehr sollten sich Fürst und Volk vereinigen, um unter der Einwirkung der geistigen Macht der Aufklärung einen nützlichen und notwendigen Gemeingeist hervorzubringen. Das Volk ist nicht Bündnispartner der Aufklärung in der Aktion, sondern ihr Objekt, dem die Früchte zwischen Fürsten und Aufklärung zukommen. In seinen: Kosmopolitischen Wanderungen, einer Folge von 14 Briefen, erschienen zur Herbstmesse 1793, gab er die Eindrücke seiner Reise von Erlangen über Leipzig nach Berlin wieder. Kosmopolitisch als Überprüfung der Verhältnisse in Deutschland ohne Rücksicht auf das vernunftswidrig Bestehende, also gegen den falschen Patriotismus. Wie das vorrevolutionäre Frankreich so ist Deutschland dem Verfall nahe. Einesteils ist R. der nachdenklich-besonnene Reformer, dem es nur darum geht, die Mängel des fehlerhaften Gebäudes zu bessern. Andernteils sieht er jedoch das Gebäude vom Zusammenbruch bedroht. Deutschland erschien ihm für die Menschen als nicht mehr bewohnbar. Sie können hier kein ihrer Bestimmung gemäßes Leben mehr führen. Nürnberg dient als Beleg, daß die einzelnen, deren Gesichter die verzweifelte Armut und Sklaverei widerspiegelt, unter der fehlerhaften Verfassung eines bürgerlichen Gemeinwesens zu leiden haben. Diese gebe einigen faulenzenden Familien 2/3 von den Einkünften zu. Dieses Gemeinwesen ist nicht mehr zu retten. Gott gebe ihm seine sanfte Auflösung, die nicht mehr fern sein könnte. Zu Berlin wird der immer wiederkehrende Widerspruch zwischen Armut und Reichtum aufgezeigt. R. nimmt hier für die untersten Schichten des Volkes Partei. Diese ist jedoch rein moralisch, ohne konkrete politische Folgerungen. Er erhofft sich vielmehr vom aufgeklärten Staat Friedrichs des Großen eine Verbesserung der Verhältnisse von oben. Zu Beginn des Jahres 1794 auf dem Höhepunkt der Jakobinerherrschaft in Frankreich übersetzt R. die Rede Robespierres v. 27 brumaire an II (17. Nov. 1793) Sur la situation politique de la république unter dem Titel: Neuestes Manifest der Frankenrepublik an alle Völker der Welt. In ihr begründete Robespierre eine Verschwörung des Auslandes gegen die Französische Republik und wies den eigenen Faktionen in Frankeich deren Mithelfer und Verräter zu. Er versprach den neutralen Mächten ihre Respektierung und wandte sich gegen den Versuch, die Revolution mit militärischen Mitteln zu verbreitern. Dies obläge allein der Macht der Vernunft und nicht der Gewalt der Waffen. Ihre Veröffentlichung durch R. in deutscher Sprache zu einer Zeit, als in Deutschland bei der Intelligenz und der breiten Masse der Bevölkerung die anfängliche Begeisterung für die Revolution, insbesondere wegen des eingesetzten Terrors bereits abgeflacht war, brachte ihm den damals so nicht gerechtfertigten Ruf eines radikalen Jakobiners ein. In seinem Pamphlet: Wahrheiten ohne Schminke bekennt er sich weiterhin zu den Prinzipien der Französischen Revolution, welche für ihn die Menschenrechte und die Aufhebung der bestehenden Staatsverfassung, um sie auf vernünftige Grundsätze zu gründen sind. Obgleich R. zu dieser Zeit ein prinzipieller Gegner von gewaltsamen Veränderungen ist, erkennt er für Frankreich die Legitimität und Notwendigkeit zu einer revolutionären Durchsetzung von Vernunfts- und Menschenrechten an. In seinem literarisch bedeutsamen: Hans Kiekindiewelts Reisen, durch verschiedene Teile Europas, in Asien, Afrika und Amerika setzt er sich mit den heimatlichen feudalabsolutistischen Verhältnissen, wie mit den auswärtigen despotischen und den auswärtigen besseren republikanischen auseinander. Die moralische Verworfenheit der Individuen, wie auch die Verkehrtheit der gesellschaftlichen Zustände werden geschildert und angeprangert. R. verließ am 2. Juni 1794 als halbwegs bekannter Schriftsteller und Jakobiner Dresden und gelangte gemeinsam mit dem Verleger Gottfried Vollmer über Dessau, Halle in das kurmainzische Erfurt. Erfurt: Von Ende 1794 bis Ende 1795 gab er dort als Redakteur, Herausgeber und Verfasser von den meisten Beiträgen die ersten 5 Hefte von: Das neue graue Ungeheuer heraus. Diese Zeitschrift brachte ihn wohl auf die Höhe seiner literarischen Bekanntheit. Mit ihr wollte er ein großes Publikum, alle politisch Interessierten und mit einer gewissen, jedoch nicht unbedingt akademischen Ausbildung ansprechen. Sein sprachlich-literarisches Vorbild war weder der feine Melanchthon noch der geschmeidige Erasmus, sondern der derbe dem Volk aufs Maul schauende Luther. In religiös-theologischer Hinsicht strebte R. die Entwicklung zum reinen Deismus an. Hauptursache des Krieges gegen Frankreich waren für ihn die von den Fürsten im Reich den zahlreichen französischen Emigranten gewährten Schutzmaßnahmen, woran das Volk nicht den geringsten Anteil gehabt habe. Der Friede zwischen den Fürsten und den Völkern müsse insbesondere durch eine unbeschränkte Presse- und Lehrfreiheit, bessere Justiz, Aufhebung der geistlichen Güter und Beseitigung der Vorrechte des Adels wieder hergestellt werden. Die Deutschen seien nicht in selbiger Weise zur Freiheit reif, wie die Franzosen. Dies läge insbesondere an ihrer politischen und religiösen Zersplitterung in 300 kleine Höfchen und in 2 Religionen. Die in Frankreich durch die Revolution geschaffenen neuen Verhältnisse werden positiv und negativ aufgezeigt. R. wendet sich insbesondere auch gegen die Emigranten, die nur darauf wartenten, den Unwillen des Volkes über die Jakobinerherrschaft und über die wirtschaftliche Not wieder in Royalismus umwandeln zu können. R. lehnt die Jakobinerdiktatur und das Wirken Robespierres ab. Dieser habe 100 000 dem Tode überliefert und die französischen Kaufleute geplündert. Jedoch habe dies auch Pitt bei 1 Million und bei allen Kaufleuten Europas getan. Zu Deutschland wird der religiöse Despotismus und die Verfolgungen der hiesigen Jakobiner angeprangert. R. wendet sich gegen den auch bereits zu Beginn der 90 Jahre eingesetzten Obskurantismus, der reaktionär-literarischen Gegenbewegung, welche die Französische Revolution durch eine insbesondere Übertreibung ihrer Gewalttaten verunglimpfen will. Vor allem diese Zeitschrift brachte R. die kurmainzische Verfolgung ein und wurde er auch steckbrieflich gesucht. Noch im Dezember 1795 floh er in das weitgehend Pressefreiheit gewährende dänische Altona und fand auch schwer erkrankt 27jährig bei dem dortigen Buchhändler Bechtold Aufnahme. Altona: Bestimmt durch die persönliche Erfahrung und die erlittenen Leiden seiner Verfolgungen änderte R. seine Anschauungen. Er erhoffte und setzte nun nicht mehr auf Reformen von oben. In seiner: Vollständigen Geschichte meiner Verfolgungen und meiner Leiden strebte er nunmehr eine vollkommene republikanische Verfassung an. Die hierfür notwendigen Veränderungen könnten nicht durch die Fürsten erreicht werden. Ohne in Deutschland eine Revolution nach dem französischen Vorbild zu fordern, rief er jedoch dazu auf, das Volk müsse selber aufwachen, um seine Lage zu verbessern. Nach seiner dortigen weiteren Zeitschrift: Die Schildwache machten jedoch die Ausschreitungen der französischen Truppen, wie auch der deutsche Nationalcharakter die Deutschen nicht zu der französischen Freiheit geneigt. Sie werden vielmehr Leiden und Entbehrungen, wenn sie noch zu ertragen sind, lieber dulden, als sich den Übeln ihrer Abwerfung aussetzen. Aus Furcht vor einem weiteren Zugriff der Erfurter Behörden blieb R. nur 6 Monate in Altona. Auch glaubte er, in Frankreich für seine Publikationen mehr Nachfrage zu haben und eine dortige Anstellung zu finden. Auch wollte er wohl die Stadt, von der sich das neue Evangelium der Philosophie über Europa verbreitete, kennenlernen. Am 14. Juni 1796 reiste er von Altona über Bremen nach Oldenburg und gelangte über Amsterdam und Brüssel am 15. Aug. nach Paris. Paris: R. bewegte sich weitgehend im Kreise der dortigen deutschen Emigranten, er sich hierbei jedoch als Franzose fühlte. Er machte die Bekanntschaften mit Siéyès und den beiden Directeurs Carnot und La Revellière-Lépeaux. Von Paris aus redigierte er weiterhin die in Altona erscheinende: Die Schildwache (1796/97) und die beiden weiteren dort auch herausgegebenen Journals: Die Geißel (1797-99) und: Die neue Schildwache (1798). Über seine gemachte Reise berichtete er in: Holland und Frankreich in Briefen. Ferner schrieb er die: Zeichnungen zu einem Gemälde des jetzigen Zustandes von Paris. Für das französische Publikum verfaßte er auch einige Zeitungsartikel in französischen Zeitungen. In seinen für das deutsche Publikum geschriebenen und gerichteten Berichten schilderte R. das Leben von Paris mit all seiner Vielheit. Über die Freudenmädchen zu der Szenerie des Theaters bis zu den Sitzungen der Académie Française. Er berichtet und nimmt Stellung zu den aktuellen tagespolitischen Fragen. Hierbei ist er jedoch um eine verallgemeinernde Interpretation und Deutung dieser bemüht. Bereits während seiner Reise über Holland nach Frankreich war bei ihm eine Ernüchterung eingetreten. Er glaubte auf ihr zu erkennen, daß die eigentlichen Gewinner und Nutznießer der französischen Eroberung nicht die wahren Patrioten, sondern die neuen Aristokraten der Großhändler sind. Er kritisiert die dortigen französischen Kommissare mit ihren Betrügereien und Räubereien. Allein beim Militär der Französischen Republik glaubte er Patriotismus und Republikanismus zu finden. Dieser Eindruck verstärkte sich bei ihm während den ersten Pariser Wochen. Die Revolution ist von ihren ursprünglichen Zielen abgewichen und zu einem Alltags-Bourgeoisie Geschäft geworden. Es gehe ihr der Gemeinsinn ab. Aus der allgemeinen Sache ist unsere Privatsache geworden. Als Hauptgegner für eine Rückkehr zum wahren Patriotismus erschien ihm der in seiner Tätigkeit und Wirksamwerden stets zunehmende Royalismus. Er kritisiert die Notabelnherrschaft als die Herrschaft der neuen Reichen. Dem Volk, das er für Frankreich als den aktiven Träger der Revolution ansah und anerkannte, gilt seine Sympathie. Er identifiziert sich mit dem revolutionären Kleinbürgertum der Vorstädte, insbesondere St. Antoine, niedergeschlagen in den Germinal- und Prairial-Aufständen der Monate April und Mai 1795. Von welchem Volk er glaubt, daß es am Ende doch siegen werde. Beim Direktorium, von dem er zuerst beeindruckt war, beklagt er nach mehreren Monaten seinen abgehenden Republikanismus. Es betreibe wieder Kabinettspolitik und übe zu viel Nachsicht mit den Royalisten. In geschichtsphilosophischen Vorgängen befangen, glaubt er zuerst an ein weiteres Fortschreiten der Revolution und erwartet neue soziale Umwälzungen. Später geht er hiervon ab. Er erahnt bereits General Buonaparte als den zukünftigen König, den er republikanisch deutet. Er revidiert seine bisher gehabte negative Einstellung zur jakobinischen Herrschaft und zu Robespierre der Jahre 1793/94, welche einer objektiven Betrachtung weicht. Der damalige Volksgeist war im ganzen vortrefflich. Herzlichkeit und Brüderlichkeit bestimmten ihn. Die Tugend war wirklich an der Tagesordnung. Die Finanzen waren gesichert, die Beamten redlich und der religiöse Fanatismus hatte keinen Spielraum. Sein Verhältnis zu Deutschland wird dadurch bestimmt, daß er sich zu ihm je mehr wieder zuwendet, wie seine Enttäuschungen über die französischen Verhältnisse wachsen. Er hatte sich immer vom Direktorium mit seinen nach Süddeutschland vorstoßenden beiden Armeen, Moreau am Oberrhein und Jourdan von Düsseldorf, welches nördliche Deutschland durch den am 5. April 1795 zwischen König Friedrich Wilhelm II. von Preußen mit der Französischen Republik vereinbarten Baseler Friedensschluß von militärischen Handlungen neutralisiert war, eine republikanische Umwälzung im Süden Deutschlands erhofft. Dieser ursprünglich auch vom Direktorium getragene Plan zur Errichtung von einer dortigen Tochterrepublik sollte mit Hilfe von rechtsrheinischen Revolutionsanhängern verwirklicht werden. Hierin wurde R. aber enttäuscht. General Moreau überschritt mit seiner armée du Rhin am 1. Juni 1796 an einer anderen Stelle den Rhein. Im Direktorium hatte sich die Faktion durchgesetzt, welche die rechtsrheinischen Reichsgebiete allein als eine militärische Operationsbasis und nicht als ein zu revolutionierendes und zu befreiendes Land verwenden wollte. R. beklagte schwer diese Entwicklung der erfolgten Heranziehung der rechtsrheinischen Gebiete durch die beiden französischen Armeen alleinig zur Beschaffung von Requisitionen und Kontributionen. Er erhoffte nun, Deutschland werde von sich aus selber erwachen und das Joch des Despotismus abwerfen. Während Dezember 1796 gelangte er zu seiner tiefsten Resignation. Hieraus konnte er sich mit seinem wieder aufkommenden Glauben an eine Reformation der deutschen Verfassung nicht durch eine Revolution, sondern durch Aufklärung befreien. Die mit der von General Hoche mit seiner armée de Sam-bre-et-Meuse am 18. April 1797 erfolgte Überschreitung des Rheines bei Neuwied in Deutschland beginnende neue Frühjahrsoffensive der französischen Armeen ließ R. wieder auf eine Verbesserung der Verhältnisse in Deutschland hoffen. Nunmehr jedoch nicht durch die französischen Armeen, sondern durch seine Bevölkerung selber, welche bei ihrer Entlaufung und Auflehnung vor und gegen die französischen Heere, sich auch gegen seine eigenen feudalen Herren wenden und dadurch eine Republikanisierung von sich aus herbeiführen werde. Er fordert nun zum ersten Mal das Volk in Deutschland zu einem aktiven Handeln zur Veränderung seiner Verhältnisse auf. Das Direktorium werde auch den kleinen Herrschern in Deutschland ihre Stühlchen garantieren. Er hofft auf eine Fortsetzung der Macht der Ideen in Deutschland, welche auch eine dortige revolutionäre Veränderung der Verhältnisse herbeiführen werden. Auf französischer Seite hege man den Grundsatz, es sei besser die Völker voneinander unabhängig zu belassen. R. jedoch, es sei Unsinn von Seiten einer republikanischen Regierung, andere Völker davon abzuhalten, ihre Verfassung nicht ändern zu können. Es sei eine Torheit, lieber mit dem sogenannten Souverain als mit den Völkern eine Allianz abzuschließen. Gegensätzlich zu Frankreich wäre eine Revolution in Deutschland nicht so gewaltsam. Die Mißstände wären hier nicht so groß und würde unser Charakter uns davon abhalten, die wichtigste Grenze von einer Revolution, die Herstellung von passenden Verhältnissen zu überschreiten. Ziel der Revolution in Deutschland sei eine konstitutionelle Monarchie und nicht eine Republikanisierung. Die Regierungs-Collegien könnten weiterhin bleiben, ausgenommen ihre schlechten. Die Messen wären weiterhin zu hören. Die Fürsten, denen kein Haar gekrümmt würde, müßten nötigenfalls durch einen Gliedermann aus einem der großen deutschen Häuser ersetzt werden, welcher Direktor, Prorektor oder König zu nennen wäre. R. wirft seinen deutschen Lesern vor, wenn sie jetzt nicht die Revolution durchführen würden, so würden sie in den selbigen Fehler, wie vor 2 Jahren, als sie ihm nicht geglaubt hatten, verfallen. Ohne eine Revolution in Deutschland würde Österreich das Herzogtum Bayern besetzen, die Franzosen über den Rhein kommen und zwar nicht um zu revolutionieren, sondern um das Land zur Verpflegung ihrer Armeen zu verwenden. Wenn ein Teil der Fürsten, wie zu erwarten sei, mit der Französischen Republik Frieden schließen werde, so würde der Kaiser diesen für ungültig erklären und seinerseits das Land ausrauben. Sollte es einen allgemeinen Frieden geben, so würden die Zustände für die Bevölkerung mit den Belastungen und Unterdrückungen durch die Fürsten und die Pfaffen noch schlimmer werden, als sie dies jetzt im Kriege sind. Das deutsche Volk würde trotz Luther und Kant tief unter die Spanier und Portugiesen herabsinken, denn ein Volk, das bei einer solchen Kraft und bei solchen Einsichten am Sklavenjoch ziehe, verdiene auch nicht mehr als Sklave zu sein. R. stellt den sozialen Zuständen in Deutschland das positive Gegenbeispiel von Frankreich gegenüber. Keine Frohne, keine Jagdgerechtigkeiten, keine aus den finsteren Zeiten der Leibeigenschaft herrührenden Abgaben. Vielmehr Wohlhabenheit der Bauern, Wohlstand der Bürger und die Tagelöhner hungerten nicht. Alles nähere sich mit jedem Jahr der Vollkommenheit. R. griff die über Deutschland berichtenden französischen Journalisten an. Diese wollten ihre eigene Regierung immer davon überzeugen, die deutschen Republikaner seien nur Abenteurer aus der Hefe des Volkes. Sie würden ihrerseits das Bündnis mit den Tyrannen predigen und die Völker in ihren Ketten halten wollen, welche deutsche Fürsten diese zu sprengen von sich aus bereit wären. Anders R., dies träfe nicht zu, das deutsche Volk sei sehr wohl reif zu einer Revolution. Die französische Regierung habe nicht das Recht zu verhindern, daß ein Volk sich seiner eigenen Regierung verändere. Bei dem von General Buonaparte, nach seinem von Frühjahr 1796 bis Frühjahr 1797 siegreichen Italienfeldzug am 20. April 1797 in Leoben mit Kaiser Franz II. als Oberhaupt seines Hauses Österreich abgeschlossenen Vorfriedensvertrag, welcher außer den Österreichischen Niederlande ansonsten keine weitere Gelangung von dem Reich zugehörenden linksrheinischen Gebieten an die Französische Republik vorsah, glaubte R., die Deutschen nochmals zu der Revolution auffordern zu müssen. Ansonsten müßten sie die Zeche bezahlen. Man müsse nun endlich auch einmal die Fäuste in Bewegung setzen. So stolz man auf seine eigenen Köpfe sein könne, dies würde jedoch nicht ausreichen. Man entziehe sich keinem Straßenräuber durch noch so scharfsinnige Raisonnements über das Eigentumsrecht. Er zweifelte nun jedoch bereits selber, ob die Zeit für eine Revolution in Deutschland nicht schon verstrichen sei. Da beim nachfolgenden Friedensschluß der Französischen Republik mit dem Reich eine weitere Abtretung von linksrheinischen Reichsgebieten an diese zu befürchten war, stellte sich damit auch die Frage zur Gewährung von Entschädigungen seitens des Reiches an die dadurch ihre linksrheinischen Besitzungen verlierenden Reichsstände. Zu ihrer Entscheidung drohten die Säkularisationen von rechtsrheinischen geistlichen Stifter und die Mediatisierungen von Reichstädten. Hierfür zu verwendende Säkularisationen waren auch in den von der Französischen Republik mit mehreren Reichsständen abgeschlossenen Separatfriedensverträgen, dem Kaiser als Oberhaupt seines Hauses Österreich und dem König von Preußen als den beiden Großmächten im Reich, dem Landgrafen von Hessen-Kassel, dem Herzog von Wirtemberg und dem Markgrafen von Baden in ihren dortigen Geheimartikeln überwiegenden mitvereinbart worden und demnach insbesondere von diesen als Forderungen zu erwarten. Um dies zu verhindern, fordert R. die Stifter und Reichsstädte in Süddeutschland auf, sich auf einem in Frankfurt abzuhaltenden Kongreß, mit einer zu errichtenden Föderation hiergegen zu wenden. Diese sollte auch Bürgerliche aufnehmen. Insbesondere bei diesen kleinen Territorien im Reich sah R. die Möglichkeiten eines Zusammengehens der Herrscher mit den Demokraten. Von Mai bis Oktober 1797 war das bestimmende Ereignis in Deutschland die Cisrhenanische Bewegung im linken Rheinland um Köln, Aachen, Bonn, Koblenz. Sie wollte einen Anschluß der linken Rheinlande an die Französische Republik in Gestalt einer réunion in das französische Staatsgebiet oder der Errichtung von einer selbständigen, jedoch von der Französischen Republik abhängigen Tochterrepublik. Die Cisrhenanen wollten hierbei nicht ihr geistig-kulturelles deutsche Erbe aufgeben, welches sie in der Hochblüte des deutschen Geistes und der deutschen Kultur zu Ausgang des 18. Jahrhunderts: deutsche Klassik, deutscher Idealismus, deutsche Romantik mit Schiller, Goethe, Kant, Hölderlin, Beethoven dem esprit der französischen Aufklärung überlegen ansahen. Vielmehr wollten sie von der französischen Aufklärung und der Revolution in Frankreich alleinig die Bürger- und Menschenrechte der Individuen und die demokratische Staatsform entnehmen. Bei ihrer Zugehörigkeit oder Abhängigkeit von Frankreich sollte unter dem Schutz der französischen Freiheit und Gleichheit ein kulturell-geistiger Austausch und Ausgleichung zwischen den in ihrer Kultur deutsch gebliebenen Cisrhenanen und den Natural-Franzosen stattfinden. Während zuerst vom Direktorium und von seinem dortigen General Hoche die Errichtung von einer selbständigen Tochterrepublik intendiert war, wurde nach dem Staatsstreich vom 18 Fructidor (4./5. Sept. 1797) mit seiner Wiederbelebung des Jakobinismus in Frankreich vom personell erneuerten Direktorium nunmehr die Abtretung und Einverleibung der gesamten linksrheinischen Reichsgebiete an die Französische Republik gefordert. Von diesem 18 Fructidor erhoffte sich R. auch eine Abkehr des Direktoriums von der von ihm kritisierten Kabinettspolitik. Insbesondere, daß die nach Deutschland vorrückenden französischen Armeen nunmehr doch die Befreiung und Republikanisierung durchführen werden. Er mahnt die französische Politik an, sie müsse sich auch wieder in Bezug auf die besetzten Gebiete an die anfänglichen Grundsätze der Revolution ausrichten. Guerre aux palais, paix aux chaumières müsse wieder gelten. Weiterhin wollte R., daß sich die Französische Republik mit einem Gürtel von demokratischen Republiken, mit ihr durch Interesse und Dankbarkeit verbunden umgebe. Dies nicht nur für die linksrheinische Cisrhenanische Republik, sondern auch für eine rechtsrheinische Transrhenanische Republik. Hierbei galt R.s rechtsrheinisches Interesse insbesondere der beginnenden Revolutionierung der Schweiz, von welcher er sich auch ein Übergreifen auf das Herzogtum Wirtemberg erhoffte. In dem vom Kaiser als Oberhaupt seines Hauses Österreich mit der Französischen Republik in Campo-Formio am 17. Okt. 1797 abgeschlossenen Definitiv-Frieden war eine Abtretung des größten Teiles der linksrheinischen Reichsgebiete unter Aussparung der linksrheinischen Nette-Rur-Linie festgelegt worden. Seine Geheimartikel sahen die Säkularisation von rechtsrheinischen geistlichen Staaten zur Entschädigung der dadurch ihre linksrheinischen Besitzungen verlierenden weltlichen Fürsten und Stände des Reiches vor. Damit nahm die Französische Republik auch von jeglicher rechtsrheinischer Revolutionierung Abstand. Dies ließ bei R. jeglichen Glauben an die Durchführung von einer Revolution in dem verbleibenden, überwiegend rechtsrheinischen Teil Deutschlands entfallen. Es hatte sich endgültig im Direktorium die von General Buonaparte mitbestimmte Politik zur inneren Schwächung des Reiches durchgesetzt. Hierzu war eine Revolutionierung Süddeutschlands mit ihrer Freimachung der im Volk vorhandenen Kräfte, wie im eigenen französischen Staat durchgeführt und mit großem Erfolg praktiziert, kein dienliches Mittel. Deutschland sollte von nun ab allein machtpolitisches und militärisches Interessengebiet der Französischen Republik und ihres sich bereits abzeichnenden zukünftigen Herrschers Bonaparte sein. Bei R. trat damit ein erneuter Wandlungsprozeß ein. Innerlich weiter Deutscher und Republikaner glaubte er diesen am besten durch einen Eintritt in den Dienst des französischen Staates dienen zu können. Er nahm das ihm am 13. Nov. 1797 gemachte Angebot zum Eintritt in den französischen Justizdienst am 23. Nov. unter Erhalt der französischen Staatsbürgerschaft immer noch 29jährig an. Diesen Schritt glaubte er in seiner Geißel begründen zu müssen. Seinen schönen Traum Deutschland zu einer Republik und die Deutschen zu einer Nation werden zu sehen, habe er aufgeben müssen. »Ein Volk muß seine Freiheit selbst erobern, nicht zum Geschenk erhalten!«Im französischen Justizdienst: R. wurde zuerst als Richter zum Mitglied des Zivilgerichtshofes nach Mainz berufen. Begünstigt auch durch die ständigen Umformungen der Justizorganisation in an den an die Französische Republik gelangten Gebieten machte er Karriere. R. wird an das neu geschaffene Revisionsgericht nach Trier berufen. Zu Beginn des neuen 19. Jahrhunderts an das Kriminalgericht in Mainz, dessen Präsident er 1803 wird und er dort den Prozeß gegen den Räuberhauptmann Johannes Bückler - Schinderhannes - mit großer Umsicht führte. Dies brachte ihm durch den 1. Konsul Bonaparte im Jahre 1804 die Aufnahme in die Légion d'Honneur. Sein gesellschaftlicher Aufstieg ermöglichte ihm auch zu heiraten. 1811 wird er an das Appellationsgericht nach Trier berufen, dessen Präsident er bald wird. Auch als Richter führte R. kein unpolitisches Leben. Er blieb ein engagierter Anhänger von einer republikanischen Staatsform und schrieb weiterhin gegen Tyrannen, Pfaffen und auch gegen die Regierung in Paris und ihre Verwaltungspraxis. Als bei der im Friedensvertrag von Lunéville v. 9. Febr. 1801 nunmehr von Seiten des Reiches an die Französische Republik erfolgten definitiven Abtretung der gesamten linksrheinischen Reichsgebiete die Aussichten auf eine baldige republikanische Wiedervereinigung der vormaligen linksrheinischen deutschen Gebiete mit dem rechtsrheinischen Reich gesunken war, machte er sich, um ihren Bewohnern selbigen Status wie den anderen französischen Staatsbürgern zu sichern, zu einem Anhänger von einer endgültigen réunion mit Frankreich. Im Justizdienst des Königs von Bayern: Bei der Rückeroberung der linksrheinischen deutschen Gebiete durch die Truppen der Koalition während den ersten 3 Monaten vom Jahre 1814 trat R. wieder engagiert an die Öffentlichkeit. Ohne vorab die republikanische Staatsform zu fordern, sich jedoch auch gegen die Herrscher des vormaligen Ancien Régime wendend, begrüßte er die neuen deutschen Regenten. Dies brachte ihm den Ruf eines Opportunisten ein. R. wollte wohl in seinem vorgerückten Alter nicht nochmals das Leben des verfolgten Rebellen spielen. Er erhoffte von seinem neuen Landesherrn König Maximilian I. Joseph von Bayern einen liberalen Verfassungsstaat. Für seine eigene Person wurde dies auch mit seiner Ernennung zum Präsidenten des für den Rheinkreis errichteten Appellationsgerichtshofes in Kaiserslautern und danach in Zweibrücken erfüllt. Von den neuen deutschen Regenten der linksrheinischen Gebiete forderte er unter weiterer Einhaltung der im französischen Staat und dies auch unter Kaiser Napoléon gehabten bürgerlichen Freiheit und Gleichheit, die konstitutionellen Zusicherungen. Dies vor allem in der Rechtspflege und mit der weiteren Fortgeltung des die Errungenschaften der Französischen Revolution im Bürgerlichen Recht festschreibenden Code Civil v. 1804. R. wandte sich auch gegen die mit der Politischen Romantik einsetzende Deutschtümmelei. Dies alles ließ ihn bereits bei seinen Zeitgenossen zu einem frühen Vertreter des Liberalismus erscheinen. Er zog sich hiermit jedoch auch deren Anfeindungen und insbesondere jene des Freiherren von Stein als demokratischen Pamphletisten, unberufenen politischen Schreier und Jakobinerveteranen zu. 1817 wurde ihm von der bayerischen Krone der persönliche Adel verliehen. R. verstarb am 16.9.1824 56jährig in Wiesbaden, welches er zur Heilung seiner körperlichen Leiden aufsuchte und wo er auch begraben wurde. - R. ist neben dem Schwaben Karl Friedrich Reinhard (1761-1837), im Jahre 1799 für mehrere Monate französischer Außenminister und nach der Restauration im Jahre 1832 Pair von Frankreich und Georg Forster (1754-1794), dem Naturforscher, Weltumsegler und zeitweisen Präsidenten des Mainzer Jakobinerklubes, der wohl bedeutsamste Vertreter der während der Revolutionszeit erstmalig auf nichtadeliger und nicht wissenschaftlich-kultureller Basis, sondern in den beiden Völkern selber aufgekommenen deutsch-französischen Annäherung und Symbiose. Er erkannte in der Französischen Revolution die historische Notwendigkeit zur Ablösung des mit seinem gestuften Privilegiensystems nicht mehr lebensfähigen Ancien Régime. Obgleich er die Terrormaßnahmen der Französischen Revolution nicht billigte, blieb er ihr grundsätzlicher Anhänger, darin Hölderlin und Kant ähnlich. Mit seinen Forderungen auf Beseitigung von weltlichem und geistlichem Despotismus und zur Gleichheit vor dem Gesetz war er einer der Vorkämpfer des Liberalismus in Deutschland. Er stand im grundsätzlichen den Girondisten nahe, übernahm jedoch auch und dies insbesondere zeitweise jakobinisches und konstitutionelles Gedankengut, darin auch den meisten deutschen Jakobinern ähnlich. Seine wie bei keinem anderen deutschen Frühdemokraten umfangreiche schriftstellerische Tätigkeit, insbesondere auch bedingt durch die Notwendigkeit des Gelderwerbes, ermöglichen wie bei keinem anderen deutschen Revolutionsanhänger einen umfassenden Einblick in die Gedankenwelt und politischen Forderungen der deutschen Frühdemokraten. Literarisch besonders bedeutsam sind seine Reisebeschreibungen, welche bereits von seinen Zeitgenossen zu einem Warenzeichen gemacht wurden. Wie auch die anderen Frühdemokraten erlangte R. in Deutschland erst nach dem 2. Weltkrieg mit der uneingeschränkten Übernahme der westeuropäischen Demokratievorstellungen Anerkennung.

Werke: Selbständig erschienene Schriften einschließlich Übersetzungen: Hochgesang geweiht der Harmonie, Erlangen 1791; Versuch über die Frage: Ob ein Herr seinen verpflichteten Beamten ohne Ursache seiner Dienste entsetzen oder entlaßen könne? Nebst einer Zugabe, Regensburg 1791; Beleuchtung der Kernerischen Schrift: Ueber reichsständisches Abzugsrecht und ritterschaftliche Abzugsfreiheit, Regensburg 1791; Briefe über Erlangen, Erster und Zweyter Theil, Frankfurt und Leipzig 1792; Heinrich von Neideck. Ein romantisches Gemälde aus dem Mittelalter, Erlangen 1791: Neue Auflage 1793; Apologie einer geheimen Gesellschaft edlerer Art gegen die Angriffe eines Ungenannten. Nebst einigen Bemerkungen über geheime Verbindungen überhaupt, und die sogenannten schwarzen Brüder insbesondere, Frankfurt und Leipzig 1792; Nelkenblätter, Erster-Vierter Theil, Leipzig 1792, 1793, 1795; Empfindsame Reise nach Schilda. Mit Kupfern, Leipzig 1793; Katheder=Beleuchtung von Justinus Pfefferkorn beyder Rechte Doktor, Erste Beleuchtung, Göttingen, Jena, Leipzig 1794; Kosmopolitische Wanderungen durch einen Theil Deutschlands, Leipzig 1793; Albrecht der Friedländer, Hochverräther durch Cabale. Halb Geschichte einer mißlungenen Revolution des siebzehenden Jahrhunderts, halb Roman, Leipzig 1794; Neuestes Manifest der Frankenrepublik an alle Völker der Welt; oder Bericht des öffentlichen Wohlfahrtsausschusses über die gegenwärtige Lage und Verhältnisse Frankreichs gegen ganz Europa, hauptsächlich gegen die Schweizerkantone und die vereinigten Staaten von Amerika; nebst einer Enthüllung des tiefsten Planes des englischen Cabinets. Vom Bürger Robertspierre: Übersetzung einer Rede Robespierres vom 27. Brumaire II (18.11.1793) Sur la situation politique de la République, Thorn 1793, Zweite Auflage 1795, Dritte ganz umgearbeitete Auflage Paris 1797 unter dem Titel: Frankreichs neueste Verhältnisse zum übrigen Europa, Vierte Auflage Paris 1798 unter dem Titel: Frankreichs neueste Verhältnisse...; Wahrheiten ohne Schminke. Bei Gelegenheit des Werks von Arthur Young: Die Französische Revolution, ein warnendes Beispiel für andere Reiche, Deutschland 1794; Hans Kiekindiewelts Reisen in alle vier Welttheile und den Mond, Leipzig und Gera 1794, Zweyte durchgehend verbesserte Auflage Leipzig und Gera 1796; Leben und Thaten des jüngern Herrn von Münchhausen, wohlweisen Bürgermeisters zu Schilda. Zweyter Theil der empfindsamen Reise nach Schilda, Thorn 1795; Kleinigkeiten aus der Brieftasche Peter Roberts, ehedem Geistersehers und Mitglied des Bundes der schwarzen Brüder, Thorn und Dessau 1795, Neue Auflage Altona 1797; Litterärische Verfolgung auf Schleichwegen. Eine Appellation an das gesamte Publicum, und zunächst an die Herren Seiler und Harles in Erlangen, Halle 1795; Wanderungen und Kreuzzüge durch einen Theil Deutschlands von Anselmus Rabiosus dem jüngern, Altona 1795, Zweite, ganz verbesserte, und umgearbeitete, und vermehrte Auflage, Altona 1796; Ludwig Wagehals. Ein Gemählde menschlicher Sitten, Vorurtheile, Thorheiten, Laster etc.: etc.: in allen Himmelsstrichen. Seitenstück zu Hans Kiekindiewelts Reisen, Leipzig und Gera 1795; Ferraud, Opfer des letzten Kampfs der Blutmenschen gegen die Gironde. Ein Beytrag zur Geschichte der Empörungen gegen die Nationalkonvention. Aus dem Französischen übersetzt von G. F. Rebmann, Altona 1795; Der Universalfreund, oder Gutherzigkeit und Windbeutelei. Lustspiel in fünf Aufzügen nach dem Englischen des Goldsmith. Aufgeführt zu Dresden, Leipzig und Weimar, Leipzig und Gera 1796; Bruchstücke aus meinem politischen Glaubensbekenntniß. Winke für Regierungen über Iluminatism Propaganda, Propaganda, Bücherverbote und andere, von einigen Volksbetrügern ausgedachte und durch feile Schriftsteller verbreitete Charlatanerien, Altona 1796; Vorläufiger Aufschluß über mein sogenanntes Staatsverbrechen, meine Verfolgung und meine Flucht. In einem Schreiben an des Herrn Coadjutors von Dalberg Erzbischöfl. Gnaden, London 1796; Haydeblümchen, Hamburg 1796; Die Wächter der Burg Zion, Nachricht von einem geheimen Bunde gegen Regenten- und Völkerglück; und Enthüllung der einzigen Wahren Propaganda in Deutschland, Hamburg 1796; Soll und kann Hamburg den Bevollmächtigten Minister der französischen Republik anerkennen? Paris 1797; Beantwortung und Prüfung der von dem Churfürstlichen-Maynzischen Provinzial-Criminal-Gerichten gegen mich erlassenen sogenannten Ediktal-Citation, Amsterdam 1796; Vollständige Geschichte meiner Verfolgungen und meiner Leiden. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Aristokratism. Nebst Thatsachen zur Regierung des jezzigen Churfürsten von Maynz, und politischen Wahrheiten, Amsterdam 1796; Wahrheiten ohne Schminke über das Hamburgische deutsche und französische Theater, Altona 1796; Die fünf Männer. Lebensgeschichte der fünf jetzt in Frankreich regierenden Direktoren, Geschichte ihrer Regierung und Entwickelung ihres Systems, Altona 1797; Zeichnungen zu einem Gemälde des jetzigen Zustandes von Paris, Erstes und Zweytes Bändchen, Altona 1798, Laterne bey Tag für die mittlere Klasse Volksklasse, Erster-Dritte Nummer, Paris 1797, 1798; Rapport Fait au Divan par Esseid-Aly-Effendy, Ambassadeur de la Porte Ottomane près la République Française sur la situation actuelle de la France, et sur l'esprit public, Paris 1797; Holland und Frankreich, in Briefen geschrieben auf einer Reise von der Niederelbe nach Paris im Jahr 1796 und im fünften der französischen Republik, Erster und Zweiter Theil, Paris und Köln 1797;Thomas Payne über Gottesdienst. Übersetzt und mit Anmerkungen begleitet von G. F. Rebmann, Altona 1798; Geschichte der Revolution vom 18ten Fructidor, oder der Sturz Carnots, Barthelemys, Pichegrus, u. mehrerer, von G. F. Rebmann, Augenzeugen bey dieser großen Begebenheit, Paris 6 Jahr d. Fr. (1798); Quelques Observations pour servir de suite à la brochure, distribuée aux conseils, intitulée: Coup d'oeil sur le Rhin, (1798?); Die Deutschen in Mainz. Beiträge zur Geschichte der Partheisucht unserer Tage aus gerichtlichen Akten gezogen, Mainz 1799; Einige Worte mit dem Verfasser des Pamphlets: Nachtrag zu der Prozeßgeschichte des B. Engelbert Herrchen etc., Mainz 1799; Blick auf die vier neuen Departemente des linken Rheinufers, in Hinsicht auf Kunstfleiß, Sitten und auf die Maasregeln betrachtet, welche zu ihrem Glück erforderlich sein möchten, Koblenz 1802; Coup d'oeil sur les quatre départemens de la rive gauche du Rhin, considérés sous le rapport des moeurs de leurs habitants, de leur industrie et des moyens d'améloriation, Koblenz 1802; Historisch-politische Miscellen aus dem Jahrhundert der Contraste für unbefangene Leser, Germanien 1805; Damian Hessel und seine Raubgenossen. Aktenmäßige Nachrichten über die Gegenden, wo sich gegenwärtig die Ueberbleibsel der zerstreuten Niederländer, Erevelder, und Mörsischen Räuberbanden aufhalten, über die neueste Art ihrer Diebstähle und die Kunstgriffe, die sie anwenden, um sie zu begehen und zu verhehlen. Nebst Anzeige der Mittel, die man anzuwenden hat, um diese Banden zu zerstören, und sein Eigenthum gegen sie zu sichern, und einigen Winken für Polizeybehörden. Zunächst für Beamte an den Gränzen Frankreichs und Deutschlands bearbeitet von einem gerichtlichen Beamten, Mainz 1810: Zweite durchaus umgearbeitete, vermehrte und verbesserte Auflage. Nebst einigen Beilagen, Notizen über Hessels frühere Geschichte, und einer Uibersicht der Resultate der gegen ihn geführten Untersuchung, Mainz 1811: Dritte, durchaus umgearbeitete, vermehrte und verbesserte Auflage. Neben einigen Beilagen, Notizen über Hessels frühere Geschichte, und einer Uibersicht der Resultate der gegen ihn geführten Untersuchungen, Mainz 1811; Damian Hessel et ses complices ou Notices sur les plusieurs dangereuses bandes de voleurs: leur tactique et leurs repaires. Accompagné de différens avis sur les moyens de les attaquer et de les détruire. Ouvrage nouvellement publié, par un magistrat, à l'usage des officiers de justice et agens de police. Seconde édition, entièrement refondue et augmentée de quelques pièces y relatives. Avec les portraits de trois plus fameux brigands, Mainz 1811; Uibersicht aller Vergehen und Verbrechen die in Hinsicht auf Konskription vorkommen und der darauf anwendbaren Strafgesetze. Aus dem Magazin für deutsche gerichtliche und Polizeibeamte etc. etc. besonders abgedruckt, Mainz 1812; Rückerinnerungen an unser Elend und fromme Hoffnungen von der Zukunft. Von einem Bewohner des linken Rheinufers, Germanien 1814; Bescheidene doch freimüthige Andeutung über Uibertreibungen und Rückwirkungen mit besondrer Hinsicht auf Deutschland. Nebst einem Worte zur Beruhigung für Besitzer von geistlichen Domänen-Gütern, Germanien 1815; Baiern vor Teutschlands Richterstuhle mit besonderer Beziehung auf die Schrift: Die Centralverwaltung der Verbündeten under dem Freiherrn von Stein, Germanien 1815; Aussichten von der Zeit in der Zukunft. In Briefen über einige allgemein wichtige Gegenstände. (Aus dem Allemania besonders abgedruckt), Deutschland 1816; Andeutung einiger Forderungen an eine gute Strafrechtspflege; mit besonderer Rücksicht auf mündlich-öffentliche Verhandlungen und auf Geschworene. Von einem Justizbeamten, Wiesbaden 1819. - Zeitschriften: Neue Dresdner Merkwürdigkeiten gemeinnützigen Inhalts, Wochenblatt im Verlag von Karl Christian Richter, Dresden 1792-1793; Der allgemeine Sächsische Annalist ein Blatt für den Bürger und Landmann. Mit Churfürstl. Sächs. gnädigsten Privilegium, Monatsblatt im Verlag von Karl Christian Richter, Dresden, Januar-Juni 1793; Das neue graue Ungeheuer, zwischen Ende 1794 und Anfang 1797 in unregelmäßiger Reihenfolge 10 Hefte erschienen, hierbei R. für Hefte 1-5 Herausgeber, Redakteur und Verfasser der meisten Beiträge, erschien anonym und mit fingierten Verlagsangaben, welche bei Hefte 1-5 richtigerweise Vollmer in Erfurt ist: Erstes Stück, Altona 1795, Zweyte veränderte und vermehrte Auflage Altona 1795, Dritte veränderte und vermehrte Auflage Upsala 1796: Zweites Stück, Upsala 1795, Zweite ganz umgearbeitete vermehrte und verbesserte Ausgabe Upsala 1796, Dritte ganz umgearbeitete und verbesserte Ausgabe Upsala 1797: Drittes Stück, Altona 1795, Zweyte verbesserte Auflage Upsala 1797; Viertes Stück, Altona 1796; Zweyte verbesserte Auflage Upsala 1797: Fünftes Stück, Upsala 1796; Die Schildwache, zwischen 1796 und 1797 in unregelmäßiger Folge 4 Hefte erschienen mit fingierten Verlagsangaben, richtigerweise bei Bechtold in Altona: (Erstes)-Drittes Stück, Paris 1796 u. 1797: (Viertes Stück) enthält keinen von R. geschriebenen Artikel mehr, Paris 1797; Die Geißel, zwischen 1797 und 1799 in 3 Jahrgängen mit jeweils 12 Heften erschienen, mit fingierten Verlagsangaben, richtigerweise bei Gottfried Vollmer in Altona, R. ist der Hrsg. des Jg. 1 und von Heft 1 und 2 des Jg. 2, später wurde die Zeitschrift von Gottfried Vollmer weitergeführt, R. jedoch weiterhin als Hrsg. auf dem Titelblatt benannt, R. ist der wichtigste Beiträger der Zeitschrift mit Artikeln und Übersetzungen, (Erster Jahrgang), Erstes-Siebentes Heft, Upsala 1797: Achtes Stück (Heft), 1797: Neuntes-Zwölftes Heft, Paris 1797: Zweyter Jahrgang, erstes Heft, Januar 1798, Paris: Zweyter Jahrg., zweytes Heft, Februar 1797, Paris; Die neue Schildwache, zwischen Ende 1797 und Anfang 1798 in 3 Heften erschienen, mit fingierten Verlagsangaben, richtigerweise bei Bechtold in Altona mit R. als dem Hrsg., Erstes und Zweytes Bändchen, Paris 1798: Drittes Heft, Paris 1798; Magazin für Deutsche gerichtliche und Polizeibeamte, welche sich mit der französischen peinlichen Gesetzgebung und dem Gerichtsgang in peinlichen Sachen bekannt zu machen wünschen. In zwanglosen Heften, Inhalt: Ausschließlich juristische Aufsätze, Erster Band, Erstes-drittes Heft, Mainz 1812: Zweiter Band, Erstes-drittes Heft, Mainz 1815. - Erklärungen, Artikel und Aufsätze in anderen Zeitschriften: Erklärung, in: Intelligenzblatt der Allgemeinen Literatur-Zeitung Jena, Nr. 117 v. 6.11.1793, 936; Licht - und - Schatten, in: Der Genius der Zeit. Ein Journal herausgegeben von August Hennings, Februar 1794, Altona, bei J. F. Hammerich, 221-236; Erklärung auf einen Ausfall der Erlang. gel. Zeitung (1794, No. 53.), in: Intelligenzblatt der Allgemeinen Literatur-Zeitung Jena, Nr. 41 v. 15.4.1795, Sp. 328; Briefe auf einer Reise durch Holland und Frankreich, in: Der Totenrichter. Ein periodisches Werk. Vom Verfasser der dreierlei Wirkungen (d.i. Johann Friedrich Ernst Albrecht), Altona 1796, H. 7, 196-218; Ein Abend in Paris, Paris den 12. Fruktidor (29.8.1796), in: Das neue graue Ungeheuer. Herausgegeben von einem Freunde der Menschheit, Zehntes Heft, Upsala, bey Gustav Erichson 1797 (vielmehr Vollmer in Altona), 55-98; Lettre diplomatique sur la Prusse et l'Empire, in: L'ami des Lois, par Pultier, Représentant du Peuple, No. 634 u. 635 v. 20. und 21. Floréal (9./10. Mai 1797); Der Zweikampf. Eine neue Anekdote aus Paris, in: Der Genius der Zeit. Ein Journal herausgegeben von August Hennings, August 1797, Altona, bei J. F. Hammerich, 566-575; (Artikel), in: Journal des campagnes et des armées, No. 564 v. 10. Vendémiare 6 (1.10.1797); Erklärung: in: Mainzer Zeitung Nr. 41 v. 12.3.1798 (22. Ventose 6); Worte des Friedens, an die Einwohner des Departements vom Donnersberg. Der Bürger Rebmann, Mitglied des peinlichen Tribunals des Departements vom Donnersberg an seine Mitbürger. Paroles de Paix, addressées aux habitants du Departement du Mont-Tonnerre, in: Beilage zur heutigen Mainzer-Zeitung. Den 26ten Ventose im 6ten fränkisch-republikanischen Jahre (16.3.1798); Zwey Aktenstücke zur Geschichte der jetzt beginnenden Schweitzerrevolution, in: Die Geißel, 2. Jahrgang, Heft 4 (1798), 39-51; Einige Worte über mich selbst und mein Schicksal und bey Gelegenheit desselben, in: Die Geißel, 2. Jahrgang, Heft 4 (1798), 62-85; Erklärung, in: Mainzer Zeitung Nr. 54 v. 4.4.1798; Erklärung, in: Mainzer Zeitung Nr. 88 v. 16.5.1798 (27. Floréal 6); Ein Wort mit Herrn Hofrath von Schütz und Herrn Buchhändler Bechtold in Altona, in: Die Geißel, 2. Jahrgang, Heft 9 (1798), 257-264; Erklärung, in: Mainzer Zeitung Nr. 20 v. 6.11.1798; Rebmanns Erklärung in Betreff der Geißel, in: Die Geißel, 3. Jahrgang, Heft 3 (1799), 335 ff.; (Fragmente aus der Beschreibung einer Reise an die französische Gränze), in: Abendzeitung, Dresden, Nr. 43-45, 1805; (Anzeige des Weggangs aus Main), in: Mainzer Zeitung Nr. 48 v. 20.4.1811; Ueber den Unfug vieler Schriftsteller unserer Zeit und über die Richtung, welche sie der Nation geben wollen, in: Miszellen für die Neueste Volkskunde, Aarau, Nr. 97 und 98 v. 4. und 7.12.1811; Des Volks Stimme auf dem linken Rheinufer, in: Mainzer Zeitung Nr. 111 v. 16.9.1815; Schreiben eines gerichtlichen Beamten an den Verfasser des Schriftchens: Vorzüge der öffentlich-mündlichen Rechtspflege als Nachtrag dieser Schrift, in: Ph. Heinrichs Hadamar: Die Vorzüge der öffentlich-mündlichen Rechtspflege. In einer kurzen Uibersicht dargestellt(...). Mainz, bei Florian Kupferberg 1816, 33-56; Züge zu einer Cultur- und Sittenschilderung der königlich baierischen Rheinprovinz in den neuesten Zeiten, in: Zeitschrift für Baiern und die angränzenden Länder, München, 2. Jahrg. (1817), Bd. 1 (Januar-März), 30-48; Aus Rheinbaiern, vom 28. März, in: Rheinische Blätter, Wiesbaden, Nr. 57 und 58 v. 10. und 12.4.1817, 227 f. und 232; Ueber den ehemaligen Adel in der preußischen Rheinlande (Von einem Rheinpreußen), in: Rheinische Blätter, Wiesbaden, Nr. 60-62 (1818), 255 f., 259 f. und 262-264; Miscelle, in: Neckar-Zeitung, Stuttgart, Nr. 35 v. 6.2.1824, 139 f. - Gedruckte Reden: Rede vom Kriminal-Richter Rebmann, gehalten am 30sten Ventos, im 6ten Jahre (4 Seiten keine weiteren Angaben); (Rede bei der Beerdigung von Felix Blau am 26.12.1798), in: Beerdigung des Bürgers Felix Blau Bibliothekars der Universität zu Mainz am VIten Nivose VII. Jahrs der Fränkischen Republik, Mainz, bei Pfeifer, 61-65; Rede am Gedächtnißtage der Bestrafung Ludwig des XVI. (2ten pluvios des 7ten Jahrs der Republik) von G. F. Rebmann, Mitglied des Tribunals des Departements vom Donnersberg, Mainz Pfeifer, 1799; Aufforderung zur Rache, an dem Trauerfeste über die Ermordung der Fränkischen Gesandten zu Rastadt, Mainz den 20. Prairial des siebenten Jahrs der Republik; Rede gehalten am 30ten Nivos XII. bei Gelegenheit der feierlichen Eidesleistung der Mitglieder der Ehrenlegion, von B. Rebmann, Praesidenten des peinlichen Gerichtshofs, in: Mainzer Zeitung Nr. 65 v. 31.1.1804; Rede in der feierlichen Sitzung der versammelten Kammern des Ober-Appellations-Hofes vom 7. November 1814 in Trier, in: Trierisches Archiv (Trier), H. XVII/XVIII (1911), 167-183 (175-182); Worte eines Baiern zu Baiern. Gesprochen am 3ten Mai 1816, nach Verkündigung des königlichen Besitznahm Patents, von dem Präsidenten des königlich-baierischen Appelhofes zu Kaiserslautern, als subdelegirten Kommissär zur Uebernahme des dortigen Kreises, abgedruckt bei Albert Becker: Neues aus dem Leben des Zweibrücker Appellationsgerichtspräsidenten Andreas Georg Friedrich v. Rebmann (1768-1824), in: Westpfälzische Geschichtsblätter, Monats-Beilage zur Zweibrücker Zeitung, XIX. Jahrgang (1917), Nr. 2-7 (Nr. 3, 11 f.); Einige Bemerkungen über die Pflichten der richterlichen Beamten, abgedruckt bei Albert Becker: Neues aus dem Leben des Zweibrücker Appellationsgerichtspräsidenten Andreas Georg Friedrich v. Rebmann (1768-1824), in: Westpfälzische Geschichtsblätter, Monats-Beilage zur Zweibrücker Zeitung, XIX. Jahrgang (1917), Nr. 2-7 (Nr. 4-7, 15 f., 18 f. und 22 f.).

Lit.: M. Christoph Johann Gottfried Haymann, Dresdens theils neuerlich verstorbne theils jetzt lebende Schriftsteller und Künstler wissenschaftlich classificirt nebst einem dreyfachen Register, Dresden 1809, 285 unter »Rebmann«; - Andreas Knapp, Georg Friedr. v. Rebmann, in: Neuer Nekrolog der Deutschen. Hrsg. von Friedrich August Schmidt, Jg. 2 (1824), Ilmenau 1826, 885-900; - Heinrich Brühl, Mainz geschichtlich, topographisch und malerisch dargestellt (...), Mainz 1829; - Dresdens literarisches Leben und Weben am Ende des 18. Jahrhunderts, in: Blätter für literarische Unterhaltung, Leipzig, Nr. 152-155 v. 1.-4.6.1833 und Nr. 182-185 v. 1.-4.7.1833 (Nr. 182 und Nr. 185); - J.-M. Quérard, La France littéraire, ou dictionnaire bibliographique, Tome 7, Paris 1835, p. 482 unter »Rebmann«; - Karl Georg Bockenheimer, Die Mainzer Patrioten in den Jahren 1793-1798, Mainz 1873; - Ders., Geschichte der Stadt Mainz während der zweiten französischen Herrschaft (1798-1814), 2. Aufl., Mainz 1891; - Ders., Die Mainzer Klubisten der Jahre 1792 und 1793, Mainz 1896; - Gustav Roth, Andreas Georg Friedrich v. Rebmann, in: Westpfälzische Geschichtsblätter, Zweibrücken, Nr. 7 v. 25.7.1898, 27 f.; - Nadeschda von Wrasky (N.S. Wraskaja), A.G.F. Rebmann, Leben und Werke eines Publizisten zur Zeit der grossen französischen Revolution, Phil. Diss. Heidelberg 1907; - Justus Hashagen, Das Rheinland und die französische Herrschaft, Beiträge zur Charakteristik ihres Gegensatzes, Bonn 1908; - Johann Ludwig Klarmann, Der Steigerwald in der Vergangenheit. Ein Beitrag zur fränkischen Landeskunde, 2. verb. und verm. Auflage, Gerolzhofen 1908, 211 unter Rebmann; - Karl Friedr. Rebmann, Notizen über die Familie Rebmann, Straßburg 1915; - Albert Becker, Neues aus dem Leben des Zweibrücker Appellationsgerichtspräsidenten Andreas Georg Friedrich v. Rebmann (1768-1824), in: Westpfälzische Geschichtsblätter, Monats-Beilage zur Zweibrücker-Zeitung, Jg. XIX (1917), Nr. 2-7; - Heinrich Seufert, Die Fränkische Schweiz in der Dichtung, in: Die Fränkische Schweiz, Ebermannstadt, Nr. 2 v. 15.2.1920; - Heinz Becker, Der erste pfälzische Oberlandesgerichtspräsident. Zum 100. Todestag A.G.F. Rebmanns, in: Der Heimgarten, Wochenschrift der Bayerischen Staatszeitung, München, Nr. 38 v. 19.9.1924; - Ders., A.G.F. Rebmann, der erste Pfälzer Oberlandesgerichtspräsident (= Westricher Lebensbilder, gesammelt von Albert Becker, Nr. 8), in: Westpfälzische Geschichtsblätter, Nr. 10 (1926), 38 f.; - Albert Herrmann, Gräber berühmter und im öffentlichen Leben bekanntgewordener Personen auf den Wiesbadener Friedhöfen, Wiesbaden 1928, 612 unter »Rebmann«; - Max Hertlein, Der Weimarische Kanzler Friedrich von Müller als Student in Erlangen. Ein Beitrag zur Geschichte der Studentenorden insbesondere des »Schwarzen Ordens«, Erlangen 1928; - Ludwig Göhring, Allerlei Kleinigkeiten aus und über Erlange. Ein Urteil über den Verfasser der »Briefe über Erlangen«, in: Erlanger Heimatblätter, Nr. 21 v. 10.10.1934, 84; - Hedwig Voegt, Der demokratische Patriotismus in der deutschen jakobinischen Literatur und Publizistik (1790-1800), Phil. Diss. Jena 1952 (masch.); - Johann Georg Faber, Andreas Friedrich Rebmann. Ein Beitrag zum rheinischen Flugschriftenkampf des Vormärz, in: Neue Mitteilungsblätter des Rheinischen Kulturinstituts, Mainz, Jg. 1 (1953), 37-42; - Edith Stamm, J.A.G.F. Rebmann und die Ausbildung des bürgerlichen Geistes im Umbruch vom 18. zum 19. Jahrhundert, Phil. Diss., Erlangen 1955 (masch.); - Hedwig Voegt, Die deutsche jakobinische Literatur und Publizistik 1789-1800, Berlin 1955; - Wilhelm Kosch, Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch, 2. Aufl., Bd. 3, Bern 1956, 2172 unter »Rebmann«; - Guido Groß, Johann Andreas Georg v. Rebmann, einer der fünfzehn Trierer »Unsterblichen«, in: Trierisches Jahrbuch, 1956, 40-46; - Karl Georg Faber, Die Übernahme von Andreas Georg Friedrich Rebmann in den bayerischen Dienst. Ein Beitrag zur Geschichte der bayerischen Personalpolitik in der Pfalz 1814-1816, in: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, Speyer, Bd. 56, 1958, 137-157; - Hedwig Voegt, Robespierres Reden im Spiegel der Publizistik Georg Friedrich Rebmanns, in: Maximilien Robespierre. 1758-1794. Beiträge zu seinem 200. Geburtstag. hrsg. v. Walter Markov, Berlin 1958, 505-517; - Anton Ernstberger, Nürnberg im Widerschein der Französischen Revolution 1789-1796, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte, München, Bd. 21, 1958, 409-471; - Hedwig Voegt, Vorwort, in: Georg Friedrich Rebmann: Hans Kiekindiewelts Reisen in alle vier Weltteile und andere Schriften, Berlin 1958, 5-38; - St., Der Richter des Schinderhannes. Johann Rebmann aus Sugenheim in Franken, in: Nürnberger Nachrichten v. 8.3.1960; - Karl Georg Faber, Johann Andreas Georg Friedrich Rebmann (1768-1824), in Pfälzer Lebensbilder. Hrsg. von Kurt Baumann, Bd. 1, Speyer 1964, 191-217; - Ders., Die Rheinlande zwischen Restauration und Revolution. Probleme der rheinischen Geschichte von 1814 bis 1848 im Spiegel der zeitgenössischen Publizistik, Wiesbaden 1966; - Hedwig Voegt, Einführung, in: Georg Friedrich Rebmann: Kosmopolitische Wanderungen durch einen Teil Deutschlands, Frankfurt/Main 1968, 7-27; - Hendrik Bebber, Georg Friedrich Rebmann 1768-1824, in: Fränkische Klassiker. Hrsg. von Wolfgang Buhl, Nürnberg 1971, 472-482; - Walter Grab, Eroberungen oder Befreiung? Deutsche Jakobiner und die Franzosenherrschaft im Rheinlande 1792-1799, in: Studien zu Jakobinismus und Sozialismus. Hrsg. von Hans Pelger, Berlin und Bonn-Bad Godesberg 1974 (= Internationale Bibliothek, Bd. 75), (bereits früher erschienen in: Archiv für Sozialgeschichte, X (1970) und als Bd. 4 der Schriften aus dem Karl-Marx-Haus Trier, Trier 1971); - Günter Albrecht u.a., Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller von den Anfängen bis zur Gegenwart, Bd. 1,2, Leipzig 1974, Bd. 2, 194 unter »Rebmann«; - Rainer Kawa, Georg Friedrich Rebmann (1768-1824). Studien zu Leben und Werk eines deutschen Jakobiners (= Abhandlungen zur Kunst-, Musik- und Literaturwissenschaft, Bd. 290), Bonn 1980.

Hermann Uhrig