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Band VII (1994)Spalten 1561-1567 Autor: Raimund Lachner

REINKENS, Joseph Hubert, katholischer Theologe, erster altkatholischer Bischof in Deutschland, * 1.3. 1821 in Burtscheid bei Aachen als viertes Kind von Werner und Maria Helene R., geborene Dantz, † 4.1. 1896 in Bonn. - Nach dem Studium der Katholischen Theologie, der Philosophie und der Klassischen Philologie an der Universität Bonn vom Wintersemester 1844/45 bis zum Sommersemester 1847, das er am 10.8. 1847 absolvierte, trat R. am 30.10. 1847 in das Kölner Priesterseminar ein, empfing am 18.3. 1848 die Subdiakonatsweihe, am 24.4. 1848 die Diakonatsweihe und am 3.9. 1848 in der Kölner Minoritenkirche die Priesterweihe. Entgegen dem ursprünglichen Plan des Kölner Erzbischofs Johannes von Geissel, R. zur Übernahme einer Kaplansstelle in die Eifel zu schicken, durfte R. auf eigenen Wunsch zur Fortsetzung seiner Studien nach Bonn zurückkehren. Den Schwerpunkt seiner durch ein Staatsstipendium ermöglichten Promotionsstudien bildeten Kirchengeschichte und Patristik. Da die Bonner theologische Fakultät kein Promotionsrecht besaß, wurde R. am 8.8. 1849 an der Universität München zum Doktor der Theologie promoviert; seine Dissertation trug den Titel »De Clemente Presbytero Alexandrino theologo«. Vom Kölner Erzbischof Geissel des Hermesianismus verdächtigt, sollte R. gegen den Wunsch seiner Bonner Professoren nun in die Pfarrseelsorge eintreten. Auf Drängen der Breslauer Professoren Johann Baptist Baltzer und Joseph Ignaz Ritter, des Breslauer Kanonikus Heinrich Förster sowie des Breslauer Fürstbischofs Melchior von Diepenbrock konnte R. jedoch am 21.3. 1850 nach Breslau übersiedeln, um sich am 24.4. 1850 an der dortigen Universität aufgrund seiner Untersuchung »De Clemente Presbytero Alexandrino, homine, scriptore, philosopho, theologo liber« für die Kirchengeschichte zu habilitieren. Seit Mai 1850 vertrat er dort den aufgrund seiner parlamentarischen Aufgaben verhinderten Professor Ritter in der Abhaltung von Vorlesungen zur Kirchengeschichte sowie zur griechischen und lateinischen Patrologie; von Winter 1852 an verlegte er sein Lehrangebot mehr auf das Gebiet der Dogmatik. Neben seinen wissenschaftlichen Aufgaben arbeitete R. seit seiner Übersiedlung nach Breslau in der Pastoral; zwischen 1851 und 1858 leitete er ferner den Verein der heiligen Kindheit, der reiche Geldmittel für die Mission aufbrachte, daneben wirkte er von Anfang 1852 als zweiter und von Beginn des Jahres 1853 bis Frühjahr 1858 als erster Domprediger in Breslau. Für seine dichterische Begabung zeugen seine Legende »Clemens von Rom« (1855), sein episches Gedicht »Das Sommerkind oder der Grund der Völkerwanderung« (1858), zwei Ernte- und drei Abendlieder in Moritz Brosigs »Gesangbuch für den katholischen Gottesdienst« sowie mehrere lyrische Gedichte. Am 10.4. 1853 wurde R. zum außerordentlichen Professor ernannt, am 11. 4. 1857 erfolgte seine Ernennung zum ordentlichen Professor der Kirchengeschichte. Im Herbst 1865 übernahm R. für ein Jahr das Rektorat der Breslauer Universität; in Anerkennung der damit erworbenen Verdienste wurde ihm am 18.1. 1866 der Rote Adlerorden IV. Klasse verliehen, der allerdings sein einziger Orden bleiben sollte. Eine einjährige Studienreise führte R. am 15.10. 1867 nach Rom und Neapel; während ihn mehrere Begegnungen mit Augustin Theiner tief beeindruckten, erfüllten ihn umgekehrt verschiedene Erfahrungen mit den Kreisen um Papst Pius IX. mit Trauer. Während dieser Studienreise faßte R. den Plan, ein Buch über Aristoteles zu schreiben. Entgegen seiner Absicht, aufgrund seiner Aristoteles-Arbeit (1870) an der Universität Leipzig ordentlich zum Doktor der Philosophie promovieren zu können, wurde er am 22.2. 1871 von der Philosophischen Fakultät der Leipziger Universität zum Doktor der Philosophie honoris causa promoviert. - In seinem 1860 unter dem Pseud-onym Christian Franke publizierten »Vademecum« äußerte R. erstmals den Verdacht einer baldigen Definition der päpstlichen Unfehlbarkeit, sein offener Kampf gegen das in Aussicht stehende Infallibilitätsdogma begann aber erst zehn Jahre später, als er mit dem Ziel, den Minoritätsbischöfen zu Hilfe zu kommen, im Frühjahr 1870 das Buch »Papst und Papstthum nach der Zeichnung des hl. Bernhard von Clairvaux. Übersetzung und Erläuterung seiner Schrift: `De consideratione'« veröffentlichte. Noch bevor R. im Sommer desselben Jahres seine Schrift »Ueber päpstliche Unfehlbarkeit« erscheinen ließ, leitete der Breslauer Fürstbischof Heinrich Förster gegen R. wegen dessen Buch über Bernhard am 12.6. 1870 von Rom aus ein Untersuchungsverfahren ein. Aufgrund seines Verdachtes, R. könne die auf einer am 25.8. 1870 in Nürnberg abgehaltenen Gelehrtenversammlung verabschiedete und ohne Unterschriften veröffentlichte Protesterklärung gegen das Unfehlbarkeitsdogma mitunterzeichnet haben, bat Förster den Theologen mit Schreiben vom 17.10. 1870 um entsprechende Aufklärung. Der Aufforderung Försters, sich im positiven Fall dem Dogma zu unterwerfen, kam R. nicht nach. Auch dem Aufruf Försters vom 8.11. 1870, sich sowohl von der Nürnberger Erklärung als auch von seinen Schriften über Bernhard von Clairvaux und »Ueber päpstliche Unfehlbarkeit« zu distanzieren, folgte R. nicht. Daraufhin verfügte Förster am 20.11. 1870 R.'s Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis sowie die Suspension von seinen geistlichen Funktionen, dabei behielt sich Förster wegen R.'s fortgesetzten Widerspruchs gegen die kirchliche Autorität zusätzlich weitere Strafmaßnahmen vor. Dennoch hielt R. an seiner Opposition gegen das Unfehlbarkeitsdogma fest; in sechs Heften publizierte er 1871 seine Schrift »Die päpstlichen Decrete vom 18. Juli 1870«. Nach dem Entzug seiner Lehrerlaubnis hielt sich R. nur noch selten in Breslau auf; von März 1871 bis Frühjahr 1872 wohnte er bei Johann Joseph Ignaz von Döllinger in München, danach zumeist in Bonn. Gegen Döllinger und mit Johann Friedrich von Schulte trat R. auf dem Münchener Altkatholikenkongreß im September 1871 für die Aufnahme der regelmäßigen Seelsorge sowie für die Anbahnung einer eigenen bischöflichen Jurisdiktion ein und legte so einen wesentlichen Grundstein für die Entwicklung der Altkatholischen Kirche. Die Annahme von Försters Exkommunikationsdekret vom 2.5. 1872 hat R. stets verweigert. Am 4.6. 1873 wurde R. in der Frankenkapelle bei St. Pantaleon in Köln mit 69 von 77 Stimmen altkatholischer Geistlicher und Laien zum ersten altkatholischen Bischof Deutschlands gewählt, am 11.8. 1873 empfing er von Bischof Heykamp von Deventer aus der schismatischen Utrechter Kirche unter der Assistenz zweier holländischer Domherren in der Laurentiuskirche zu Rotterdam die Bischofsweihe; aufgrund dieser aus katholischer Sicht unerlaubt, aber gültig gespendeten Weihe hat die Altkatholische Kirche Anteil an der bischöflichen Sukzession. Als ständige Residenz wählte R. Bonn, wohin er im Oktober 1873 endgültig übersiedelte. Die Regierungen von Preußen, Baden und Hessen erkannten R. als katholischen Bischof an. Nach seiner Bischofsweihe wurde R. am 21.11. 1873 zusammen mit seinen Wählern, den Teilnehmern an dem Weiheakt sowie denjenigen, die der altkatholischen Bewegung angehörten oder sie unterstützten, von Papst Pius IX. exkommuniziert. - Am Aufbau eines geordneten Kirchensystems in Deutschland hatte R. ebenso Anteil wie an der Verbindung der altkatholischen Bistümer in Holland, in der Schweiz und in Deutschland zur Utrechter Union vom Jahre 1889; darüber hinaus setzte er sich in den Bonner Unionskonferenzen 1874/75 sowie durch persönliche Besuche in England und in den USA für eine ökumenische Annäherung an die Anglikanische Kirchengemeinschaft ein. Neben seinen Aufgaben als Bischof wirkte R. weiter literarisch: In seinen Büchern »Revolution und Kirche« (1876) und »Ueber die Einheit der katholischen Kirche« (1877) setzte er seinen Kampf gegen die vatikanischen Dekrete fort, in seinen Schriften »Luise Hensel und ihre Lieder« (1877), »Amalie von Lasaulx. Eine Bekennerin« (1878) und »Melchior von Diepenbrock« (1881) befaßte er sich mit Gestalten der zeitgenössischen Kirchengeschichte. Nach seinem letzten wissenschaftlichen Werk »Lessing über Toleranz« (1883) erschienen nur noch Hirtenbriefe, Predigten, Vorträge und einzelne Zeitschriftenbeiträge. - Der Philosophieprofessor Theodor Weber, seit 1890 Generalvikar und seit 18.7. 1895 zusätzlich Weihbischof der Altkatholischen Kirche in Deutschland, wurde nach R.'s Tod 1896 dessen Nachfolger im Bischofsamt.

Werke: Die barmherzigen Schwestern v. hl. Carl Borromäus z. Nancy, geschichtlich dargest. nach den bisher nur statt hs. Mittheilung gedr. Berr. und officiellen Rundschreiben der geistlichen Oberen der Congregation, 1847, 18552; De Clemente Presbytero Alexandrino theologo (Diss. München o.J.), 1849; De Clemente Presbytero Alexandrino, homine, scriptore, philosopho, theologo liber, 1851; Sendschreiben an Herrn Redlich, Kgl. Superintendenten und Stadtpfarrer z. Ratibor, als Antwort auf seine »Beleuchtung des neuesten Hirtenschreibens des Kard. und Fürstbisch. v. Breslau«, 1852; Die Flucht des Herrn Dr. Friedrich Julius Stahl vor dem Principien-Kampfe. Anerkannt und gewürdigt, 1854; Clemens von Rom. Nebst drei kleineren Legenden, 1855; Anecdota sintne scripta a Procopio Caesariensi inquiritur (Antrittsvorlesung), 1858; Das Sommerkind oder der Grund der Völkerwanderung. Ein episches Gedicht, 1858; Christian Franke (Pseud.), Vademecum. Oder die röm.-kath. Lehre v. der Anthropologie. Für angehende Theologen, 1860; Die Univ. z. Breslau vor der Vereinigung der Frankfurter Viadrina mit der Leopoldina. Festschr. der kath.-theol. Facultät, 1861; Gedächtnisrede auf des hochseligen Kg. Friedrich Wilhelm IV. Majestät, gehalten am 17. Februar 1861 z. Breslau in der Pfarrkirche z. St. Maria auf dem Sande, 1861; Meine Festschr. z. Jubelfeier der Breslauer Univ. und die gg. mich gerichtete Bewegung im schlesischen Klerus. Eine Verteidigungsschr., 1861; Religiöse Parabeln, 1863; Die Einsiedler des hl. Hieronymus. In freier Bearb. dargest., 1864; Hilarius v. Poitiers. Eine Monogr., 1864; Die Geschichtsphilos. des hl. Augustinus. Mit einer Kritik der Beweisführung des Materialismus gg. die Existenz des Geistes. Rede, gehalten b. der Uebernahme des Rektorats der Univ. Breslau am 15. October 1865, 1866; Martin v. Tours, der wunderthätige Mönch und Bisch. In seinem Leben und Wirken dargest., 1866, 18763; Aristoteles über Kunst, besonders über Tragödie. Exegetische und krit. Unterss., 1870; Papst und Papstthum nach der Zeichnung des hl. Bernhard v. Clairvaux. Uebers. und Erl. seiner Schr.: `De consideratione', 1870; Ueber päpstliche Unfehlbarkeit. Einige Reflexionen, 1870; Die päpstlichen Decrete vom 18. Juli 1870 (I. Der Universal-Bisch. im Verhältniß z. Offenbarung. Nach Gregor dem Großen und Pius IX.; II. Die Traditionsregel der alten Kirche und die moderne päpstliche Unfehlbarkeit; III. Die Unregelmäßigkeit und Unfreiheit des Vaticanischen Concils; IV. Die Unterwerfung der dt. Bischöfe z. Fulda; V. Glaube und Unterwerfung; VI. Die Infallibilisten und der moderne Staat), 1871; Ueber den Ursprung der jetzigen kirchlichen Bewegung aus dem Gewissen der Katholiken. Vortr. gehalten den 20. März 1872 im grossen Gürzenich-Saale zu Cöln. Stenographisch aufgenommen, 1872; Ueber die Hindernisse und Hoffnungen der altkath. Bewegung, 1872; Die Lehre des hl. Cyprian v. der Einheit der Kirche, 1873; Ist an die Stelle Christi f. uns der Papst getreten? Rede gehalten in der Versammlung des kath. Reform-Vereins z. Würzburg am 30. März 1873, 1873; »Sei getrost, dein Glaube hat dir geholfen.« Matth. 9, Vers 22. Predigt gehalten in der St. Bernhardin-Kirche z. Breslau am 9. November 1873, 1873; Ueber die angebliche Verfolgung der kath. Kirche in Dtld., bes. in Preußen. Rede gehalten am 31. Januar 1873 in einer Versammlung patriotisch gesinnter Katholiken Breslau's, 1873; Rev. und Kirche. Beantwortung einer Tagesfrage mit Rücksicht auf die gegenwärtige Tendenz und Praxis der röm. Curie, 1876; Kniefall und Fall des Bisch. Wilh. Em. Frhr. v. Ketteler, 1877; Luise Hensel und ihre Lieder, 18771-2; Ueber Einheit der kath. Kirche. Einige Stud., 1877; Amalie von Lasaulx. Eine Bekennerin, 1878; Melchior v. Diepenbrock. Ein Zeit- und Lb. Mit Portrait D's. in Originalradirung, 1881; Ursprung, Wesen und Ziel des Altkath. Vortr., gehalten auf Wunsch des kath. Kirchenvorstandes der altkath. Parochie Breslau am 30. September 1882, 1882; Lessing über Toleranz. Eine erläuternde Abh. in Briefen, 1883; Dt. Bischöfe v. 100 Jahren und jetzt. Vortr., gehalten am 9. März 1884, dem zehnten Jahrestage der Konstituierung der (alt)kath. Gemeinde z. Heidelberg, 1884; Christian Aleth (Pseud.), Stille Gedanken eines der vierzehn Nothelfer oder »Friedensbischöfe« Deutschlands, verraten v. Aleth, Christian, 1890; Festrede des Bisch. R. z. Feier des 20j. Bestehens der altkath. Gemeinde in Köln am 2. Februar 1892, zugl. Firmungspredigt. Nach stenographischer Aufnahme durchgesehen, 1892; Warum ist das in der röm. Kirche jetzt geltende ultramontane System nicht kath.? Rede gehalten am 24. Oct. 1892 z. Berlin im Spiegelsaale des Hotel Impérial, 1892; Einiges über den Endzweck der Weltschöpfung, in: RITh 1 (1893) 1-38; Innocentius Mirabundus (Pseud.), Das röm. Interdict über altkath. Kirchen und seine Anerkennung durch dt. Staatsregierungen, 18942; Hirtenbriefe von Dr. J. H. R., kath. Bisch. der Altkatholiken des Dt. Reichs. Nach dessen Tode hrsg., 1897; Religiöse Reden ... Mit Porträt (hrsg. v. W. Schirmer), 1902; Kath., nicht päpstlich. Sechs Vortrr. gehalten in den Tagen vom 1. bis 12. Dezember 1872 ... Mit einem Vorwort von Eduard Herzog, 19052; Melchior v. Diepenbrock, in: ADB V, 130-138.

Lit.: Sincerus Pacificus (= P. J. Elvenich), Drei gegen Einen. Ein Wort z. Verständigung in der Reinkensschen Angelegenheit, 1861; - F. Künzer, Offenes Sendschreiben an den Herrn Prof. Dr. J. R., 1861; - Franz Lorinser, Offene Antwort an Herrn Prof. Dr. J. R., 1861; - Hugo Simon, Kurze Abfertigung des Herrn Prof. Dr. J. R., 1861; - Joh. Soffner, Dogmatische Begründung der kirchlichen Lehre v. den Bestandtheilen des Menschen. Ein Offener Brief an Herrn Christian Franke mit Rücksicht auf dessen Vademecum, 1861; - Wilhelm Preger, Ueber die Anfänge des kirchenpolitischen Kampfes unter Ludwig dem Baier. Mit [v. R. angefertigten; d. Verf.] Auszügen aus Urkk. des vatikanischen Archivs v. 1315-1324, in: Abhh. der Hist. Classe der Kgl. Bayerischen Akademie der Wissenschaften XVI/II. Abthlg., 1883, 113-284; - Ders., Die Verträge Ludwigs des Baiern mit Friedrich dem Schönen in den Jahren 1325 und 1326. Mit J. H. R.'s Auszügen aus Urkk. des vatikanischen Archivs v. 1325-1334, in: Abhh. der Hist. Classe der Kgl. Bayerischen Akademie der Wissenschaften XVII/I. Abthlg., 1886, 103-338; - Johann Friedrich v. Schulte, Der Altkath. Gesch. seiner Entwicklung, inneren Gestaltung und rechtlichen Stellung in Dtld. Aus den Akten und anderen authentischen Qu. dargest., 1887, ND 1965, passim; - Ders., Dr. J. H. R., kath. Bisch., 1896; - F. Rotert (Hrsg.), Bisch. R. und seine Helfer. Ein Btr. z. inneren Gesch. des Altkath. größten Teils aus dem Nachlasse des Altkath. Boten, 1888; - Willibald Beyschlag, Bisch. Dr. R. und der dt. Altkath., 1896; - F. Lauchert, Bisch. J. H. R. als Theologe und Historiker, in: RITh 4 (1896) 518-537. 760-785 (Bibliogr.); - Friedrich Nippold, Erinnerungen an Bisch. R. Vortr. in der Comenius-Ges. in Jena am 17. Januar 1896, 1896; - Joseph Martin Reinkens, J. H. R. Ein Lb., 1906; - W., Ein noch nicht veröff. und höchst interessanter Brief des frühern Prof. R. und nachmaligen ersten Bisch. der Altkatholiken des Dt. Reiches, in: Das Neue Jh. 1 (1909) 339 f.; - Bernhard Poll, J. R. Ein Jugendbild in Briefen, in: AHVNrh 155/156 (1954) 392-410; - Erich Kleineidam, Die kath.-theol. Fak. der Univ. Breslau 1811-1945. Mit Abbildungen v. Siegeln, der Universitätsgebäude und des Professorenkollegiums der kath.-theol. Fak., 1962, passim; - Victor Conzemius, J. R. (1821-1896), in: Bernhard Poll (Hrsg.), Rhein. Lb. 4, 1970, 209-233 (Lit.); - Hermann J. Sieben (Hrsg.), R. Briefe an seinen Bruder Wilhelm (1840-1873). Eine Quellenpublikation z. rhein. und schlesischen Kath. des 19. Jh. und z. den Anfängen der Altkath. Bewegung, 3 Bde., 1979; - Heinrich Bacht, Das Konzil war ihr Schicksal. Die Brüder Wilhelm und J. H. R. und das Erste Vatikanische Konzil, in: AHVNrh 183 (1980) 102-200; - Ders., Die Tragödie einer Freundschaft. Fürstbisch. Heinrich Förster und Prof. J. H. R., 1985; - Herbert Lepper, Unbekannte »Familienbriefe« der Brüder Joseph und Wilhelm R., in: Zeitschr. des Aachener Geschichtsver. 90/91 (1983/84) 165-219; - Ephräm Tschacher, Das Ringen der Beuroner Gründer um ihre Berufung. Die Brüder Wolter im Spiegel der Briefe v. J. H. R., in: Erbe und Auftrag 62 (1986) 171-189; - A. Moll, Eine Freundschaft unter Bischöfen. J.H.R. und Eduard Herzog, in: Internationale kirchliche Zeitschr. 81/1991) 158; - Kohlschmidt, J. H. R., in: BJ I, 287-292; - RE XVI, 580-584; - ADB LIII, 287-292; - Grabmann, GkTh 218; - Kosch, KD III, 3880; - LThK1 VIII, 749; - DE III, 472; - RGG3 V, 948 f.; - LThK VIII, 1150.

Raimund Lachner

Literaturergänzung:

1980

Joseph Gottschalk, Eine Entdeckung: 800 Briefe von Professor R. über schles. Verhältnisses aus d. Jahren 1850 bis 1873, in: ASKG 38.1980, S. 239-245; -

1993

Christoph Stoll, Die Anerkennung Joseph Hubert Reinkens' als "katholischer" Bischof u. Bischof Kettelers Reaktion, in: AmrhKG 45.1993, S. 407-438; -

2004

Angela Berlis, Reinkens, Joseph Hubert, in: RGG4, Bd. 7, 2004, 254f.

Letzte Änderung: 05.12.2008