Verlag Traugott Bautz
www.bautz.de/bbkl
Zur Hauptseite
Bestellmöglichkeiten
Abkürzungsverzeichnis
Bibliographische Angaben für das Zitieren
Suche in den Texten des BBKL
Infobriefe des aktuellen Jahres

NEU: Unser E-News Service
Wir informieren Sie vierzehntägig über Neuigkeiten und Änderungen per E-Mail.

Helfen Sie uns, das BBKL aktuell zu halten!



Band XVI (1999)Spalten 1339-1358 Autor: Jörg Martin Merz

RENI, Guido, italienischer Maler, Zeichner und Radierer; Bologna * 4.11. 1575, † 18.8. 1642. - Als einziges Kind des Musikers Daniele Reni († 1594) und der Ginevra Pozzi († 1630) war es dem jungen Guido ursprünglich bestimmt, den Beruf des Vaters zu ergreifen. Der ungewöhnlich schöne Knabe mit blauen Augen, blondem Haar und feinen Gesichtszügen entwickelte aber eine stärkere Neigung zur Malerei. Im Haus der kunstsinnigen Familie Bolognini sei der Vater von dem Maler Denys Calvaert (um 1540-1619) überredet worden, seinen neunjährigen Sohn zu ihm in die Lehre zu geben. Der seit 1574 in Bologna ansässige flämische Manierist baute damals in Konkurrenz zu den führenden heimischen Malern Prospero Fontana und Bartolomeo Passarotti ein florierendes Atelier auf und soll im Lauf der Jahre über 140 Schüler unterrichtet haben. R. war sehr begabt und wurde - neben der herkömmlichen Ausbildung im Zeichnen nach Vorlagen und nach dem nackten Modell und im Kopieren von Gemälden - schon als Dreizehnjähriger Calvaerts bevorzugter Gehilfe. Er habe für seine Mitschüler, unter denen sich Francesco Albani (1578-1660) und Domenico Zampieri (genannt Domenichino, 1581-1641) befanden, die Vorlagen gezeichnet und für den Lehrer kleine Kupfertafeln gemalt, die dieser retuschierte und als eigene Werke verkaufte. Da R. nicht am Erlös beteiligt wurde, verließ er Calvaert und schloß sich gegen 1595 der Accademia degli Incamminati an, einer privaten Akademie Ludovico Carraccis (1555-1619) und seiner beiden Neffen Agostino (1557-1602) und Annibale (1560-1609). Neben der Mithilfe bei deren Werken konnte er auch auf eigene Rechnung arbeiten. - Um 1595 entstand als erster öffentlicher Auftrag das Altarbild »Marienkrönung und vier Heilige« für S. Bernardo in Bologna (jetzt Pinacoteca Nazionale), dessen Himmelszone in der glatten Manier Calvaerts ausgeführt ist, während die stehenden Heiligen mit pastosem Farbauftrag in der Art der Carracci gemalt sind. Die wichtigsten Bilder der folgenden Jahre sind eine »Vision des Hl. Eustachius« (Genua, Palazzo Durazzo-Pallavicini) und »Die Madonna erscheint dem Hl. Dominikus« (Bologna, Sanktuarium der Madonna di S. Luca), deren Hauptgruppe von Ludovico Carraccis Gemälden »Madonna und der Hl. Hyacinth« (Paris, Louvre) und »Himmelfahrt Mariens« (Pieve di Cento, Pfarrkirche) angeregt wurden. Beim Einzug Papst Clemens' VIII. in Bologna 1598 malte R. für die Festdekorationen unter anderem sechs Tugenddarstellungen. Außerdem fertigte er neun Radierungen an, die zusammen mit einer Beschreibung dieser Dekorationen im gleichen Jahr publiziert wurden. Von zahlreichen anderen in den Quellen erwähnten Frühwerken ist wenig erhalten. R.s damalige Tätigkeit als Bildhauer wird nur von seinem Biographen und Freund Carlo Cesare Malvasia (1616-1693) überliefert. Vielleicht entstanden vor der ersten Reise nach Rom noch die Deckenfresken »Trennung von Licht und Finsternis« (heute Kingston Lacy) und »Sturz des Phaeton« (in situ) sowie eine Serie von neun Porträts berühmter Männer (verloren) im Palazzo Zani (jetzt Rossi) in Bologna, doch lassen die antiken Modelle für das Phaeton-Fresko, die »Dioskuren« auf dem Quirinalsplatz in Rom, auch eine spätere Entstehung für möglich erscheinen. - R.s Begabung und sein Erfolg riefen den Neid der Kollegen hervor, und seine Empfindlichkeit führte zum Bruch mit Ludovico Carracci. Als er gegen Ende 1601 zusammen mit Albani nach Rom ging, schloß er sich nicht wie die anderen bolognesischen Künstler dem schon seit 1595 im Palazzo Farnese tätigen Annibale Carracci an. Vielmehr gewann er eine eigene Klientel und schlug stilistisch selbständige Wege ein. Für Kardinal Paolo Emilio Sfondrato, der nach der Hebung der Reliquien der Hl. Cäcilie 1599 seine gleichnamige Titelkirche in Trastevere restaurieren ließ, kopierte R. noch in Bologna Raphaels »Vision der Hl. Cäcilie« (Pinacoteca Nazionale; die Kopie gelangte später auf den Altar der Cappella Polet in S. Luigi dei Francesi, in der sich Domenichinos Cäcilien-Fresken befinden). 1601 gab der Kardinal die beiden in situ befindlichen Gemälde »Martyrium der Hl. Cäcilie« und »Ein Engel krönt die Heiligen Cäcilie und Valerian« für die Cappella del Bagno in S. Cecilia in Auftrag, die von führenden Malern in Rom bewundert wurden. R. nahm sich für seine anmutigen Figuren mit ihren feinen Gesichtern und `himmelnden Blicken' vor allem Raphael, aber auch Parmigianino zum Vorbild. In Rom habe er auch ein Album mit Zeichnungen Raphaels erworben. - Für S. Paolo alle Tre Fontane, eine Kommendatarabtei Pietro Aldobrandinis, des Kardinalnepoten Clemens' VIII., malte R. 1604-5 das Altarbild »Kreuzigung Petri« (Rom, Pinacoteca Vaticana), dessen dramatisches Helldunkel von den aufsehenerregenden Gemälden Caravaggios (1573-1610) beeinflußt ist. Zu diesem stilistischen Experiment habe ihn sein Mentor Giuseppe Cesari, der Cavalier d'Arpino (1568-1640), ermutigt. Eine Begegnung R.s mit Caravaggio sei wenig freundlich verlaufen, weil letzterer einen Konkurrenten fürchtete, der ihm seinen Stil raubte. Nach einigen anderen derartigen Werken - u. a. »David mit dem Haupt Goliaths« (Paris, Louvre) und »Martyrium der Hl. Katherina« (Conscente, S. Alessandro) -, bei denen R. die derben naturalistischen Züge caravaggesker Prägung allerdings vermied, kehrte er wieder zu einer hellen Farbigkeit zurück. - Unter dem Pontifikat Pauls V. Borghese (1605-21) entwickelte sich R. zum führenden Maler in Rom, der für die wachsende Zahl von Aufträgen Mitarbeiter aus dem Carracci-Kreis engagierte (Lanfranco, Antonio Carracci, Tomasso Campana, Alessandro Albini, Francesco Albani u. a.). Darüber gibt ein Rechnungsbuch Aufschluß, das er von Ende 1609 bis Mitte 1612 führte (New York, Pierpont Morgan Library). Im Vatikanischen Palast freskierte R. 1608 drei Samson-Szenen in der Wölbung eines heute Sala delle Nozze Aldobrandine genannten Raumes und eine Pfingstdarstellung sowie Rundszenen der »Transfiguration« und der »Himmelfahrt Christi« in der im Stockwerk darüber befindlichen Sala delle Dame. Anschließend leitete er die Ausmalung der drei Oratorien bei S. Gregorio Magno, einer Kommendatarabtei des Kardinalnepoten Scipione Borghese. Eigenhändig führte er nur das große Fresko »Der Hl. Andreas wird zur Kreuzigung geführt« an der linken Seitenwand des Andreas-Oratoriums aus. Sein Pendant, Domenichinos »Geißelung des Hl. Andreas« wurde später als Konkurrenz angesehen, deren dramatische Handlung den Betrachter stärker in den Bann schlug als R.s maßvolle und schönheitliche Figuren. Die reizvollen »Musizierenden Engel« in der Apsiskalotte über der Statue der Hl. Sylvia von Nicolas Cordier (1567-1612) auf dem Altar des Sylvia-Oratoriums führte wohl ein Mitarbeiter nach R.s Entwurf aus. 1610 entstand die Freskodekoration der Kapelle im Quirinalspalast mit Szenen aus dem Marienleben an den Wänden und Glorien der Maria und Gottvaters in den beiden Wölbungsfeldern. Die später häufig als Vorbild dienende »Verkündigung« auf dem Altar ist dagegen in Öl auf Leinwand gemalt. - Bei der Ausmalung der Wölbungszone der Cappella Paolina in S. Maria Maggiore, der Familienkapelle der Borghese (1610-12), kamen wieder Künstler der älteren Generation zum Zuge. Der Cavalier d'Arpino leitete das Unternehmen und übernahm die Lünette über dem Altar, während der führende Florentiner Ludovico Cardi (Il Cigoli, 1559-1613) in der Kuppel den Triumph Marias als unbefleckte Himmelsgöttin freskierte. Für R. blieb die weniger dankbare Aufgabe, in den vier Zwickelfeldern der seitlichen Lünetten und in den Quertonnen Erscheinungen der Maria und Heilige darzustellen. Seine Lösung fand den Beifall Cavalier d'Arpinos, der gesagt haben soll, die anderen Fresken seien von Menschenhand gemalt, jene von Guido dagegen von einem Engel. In der gleichen Zeit freskierte R. in einem Pavillon der Villa des Kardinalnepoten auf dem Quirinal (heute Palazzo Pallavicini-Rospigliosi) zehn Puttenpaare in der Wölbung, die der führende Landschafter Paul Bril (1554-1626) als fingierte Pergola gestaltet hatte. - Während seiner römischen Zeit reiste R. mehrmals nach Bologna. So nahm er 1602 an der Trauerfeier für Agostino Carracci teil und publizierte zusammen mit Francesco Brizio (um 1574-1623) Radierungen des Katafalks (Il funerale d'Agostin Carraccio, Bologna 1603; abgedruckt bei Malvasia). 1604 trug er die nur in einem Stich von Giovannini überlieferte Szene »Der Hl. Benedikt erhält von den Bauern Geschenke« zu dem unter Ludovico Carracci begonnenen Freskenzyklus im Kreuzgang von S. Michele in Bosco bei. Vom Grafen Berò erhielt R. 1610 den Auftrag für einen »Bethlehemitischen Kindermord« als Altarbild der Familienkapelle in S. Domenico (heute in der Pinacoteca Nazionale, Bologna), das er im folgenden Jahr in Rom vollendete. Die Komposition basiert auf einem breitformatigen Holzschnitt von Antonio Tempesta (1555-1630), den R. ähnlich wie die gleichnamige Tapisserie aus der Raphael-Schule vereinfacht ins Hochformat veränderte und mit wenigen ausdrucksstarken Figuren (u. a. in Anlehnung an eine antike Niobidengruppe, heute in den Uffizien zu Florenz), großen Gesten und kraftvollen Farben gestaltete. Es ist eines seiner berühmtesten Gemälde, dem schon der Dichter Giambattista Marino (1569-1625) in seiner 1620 erstmals publizierten »Galleria« ein Gedicht widmete (abgedruckt bei Malvasia). Noch berühmter ist vielleicht nur die »Aurora«, die R. 1614 im Spiegel der Wölbung des Hauptraumes des danach benannten Casinos beim Palazzo Pallavicini-Rospigliosi freskierte. Bei dieser Darstellung Apolls auf dem Sonnenwagen, den Horen begleiten und dem die blumenstreuende Göttin der Morgenröte vorausfliegt, sind vor allem wieder Raphael und antike Bildwerke - das Relief der sog. Borghesischen Tänzerinnen (heute im Louvre) - als Quellen der Inspiration anzusehen. Dies war R.s letzter Auftrag von Scipione Borghese und neben dem Altarbild für die Kapelle des Hl. Filippo Neri in der Chiesa Nuova das letzte größere Werk während seines römischen Aufenthaltes, der anscheinend in Unfrieden endete. - Von wenigen Unterbrechungen abgesehen lebte R. nun bis zu seinem Tod in Bologna, wo er neben wichtigen Werken vor Ort zahlreiche auswärtige Aufträge übernahm. Zunächst hatte er die 1613 begonnene »Glorie des Hl. Dominikus« in der Wölbung der Kapelle dieses Heiligen in der gleichnamigen bolognesischen Kirche zu vollenden, ehe er sich dem 1614 erteilten Auftrag Kardinal Pietro Aldobrandinis widmete, die Sakramentskapelle im Dom von Ravenna zu dekorieren. Die Fresken in der Kuppel (»Christus in der Glorie«), in den Lünetten (eucharistische Typologie), in den Bogenfeldern und auf den Pilastern (Tugenden, Engel und Heilige) wurden bis 1616 größtenteils von R.s Schülern Francesco Gessi (1585-1649), Gian Giacomo Sementi (1580-1636) und Bartolomeo Marescotti (um 1590-1630) ausgeführt. R. selbst, der in dieser Zeit eine Abneigung gegen die Freskomalerei entwickelte, beschränkte sich auf das Altargemälde »Die Mannalese«. Die ebenfalls in Öl gemalten Propheten der Pendentifs waren erst 1620 fertig. - In der gleichen Zeit entstanden einige maßstabsetzende Altargemälde und Galeriebilder. Für den Hochaltar von S. Maria della Pietà dei Mendicanti in Bologna malte R. in relativ dunklem und kontrast-reichem Kolorit eine Pietà auf einer fingierten Tapisserie, die über den Stadtheiligen und einem von Putten flankierten Modell von Bologna erscheint (1613-16; Bologna, Pinacoteca Nazionale). Von seinen Kollegen wurde eine »Himmelfahrt Mariens«, die Kardinal Durazzo für S. Ambrogio in Genua (1616-17; in situ) in Auftrag gab, besonders gerühmt. »Samson erschlägt die Philister« - ursprünglich ein Kaminstück im Palazzo Zambeccari (jetzt Pinacoteca Nazionale) - ist noch in der hellen Farbigkeit der späten römischen Jahre gemalt, während auf »Atalanta und Hippomenes« (Madrid, Prado; andere Version in Neapel, Museo di Capodimonte) das fahle Kolorit der Figuren vor einem dunklen Hintergrund erscheint wie bei anderen Bildern vom Ende der 1610er Jahre, besonders die in mystisches Dunkel gehüllte »Kreuzigung« für die außerhalb Bolognas gelegene Kapuzinerkirche (jetzt Pinacoteca Nazionale). Eine Serie mit vier Herkules-Szenen (1617-21; Paris, Louvre) gab Ferdinando II. Gonzaga, der letzte Herzog von Mantua, in Auftrag, nachdem R. abgelehnt hatte, einen Raum in der Villa Favorita mit Fresken auszuschmücken. Das vierte Bild zeigt Deianeira und ihren Entführer Nessus in lebensfroher Bewegtheit und ersetzte eine erste Version dieses Themas (Prag, Nationalgalerie), auf dem die Protagonisten mit dramatischem Ernst dargestellt sind. - Unter den Werken der frühen 1620er Jahre sind eine »Sacra conversazione« für S. Prospero in Reggio Emilia (Dresden, Gemäldegalerie), die »Taufe Christi« für den Silberschmid Giovanni Jacobs (Wien, Kunsthistorisches Museum) und eine »Toilette der Venus« (London, National Gallery) hervorzuheben. Seit dieser Zeit entstanden vermehrt Halb- und Dreiviertelfigurenbilder von Heiligen, biblischen oder mythologischen Figuren, die einen wesentlichen Teil von R.s späterer Produktion ausmachen. Ein Engagement zur Ausmalung der Cappella del Tesoro im Dom von Neapel brach R. wegen Drohungen einheimischer Maler nach kurzer Zeit ab. Domenichino und Lanfranco werden hier in den 1630er Jahren erfolgreicher sein. - Als der Erzbischof von Bologna, Alessandro Ludovisi, zum Papst Gregor XV. (1621-23) gewählt wurde, eilten Domenichino und Giovanni Francesco Barbieri »Il Guercino« aus Cento (1591-1666) sofort nach Rom, um wichtige Aufträge zu übernehmen. R. blieb in Bologna und porträtierte lediglich den Papst als Dreiviertelfigur (Corsham Court, Slg. Methuen). Zum Heiligen Jahr 1625 bestellten der Kardinalnepot Ludovico Ludovisi und die Vorsteher der Erzbruderschaft von SS. Trinità dei Pellegrini in Rom eine »Trinität« für den Hochaltar ihrer Kirche, deren Ausführung R. zunächst verschleppte, ehe er sie angeblich in nur 27 Tagen vollendete. Die streng frontale, hieratische Komposition des von Gottvater gehaltenen Kruzifix' ähnelt dem Siegelbild dieser Bruderschaft. Luigi Scaramuccia (1674) lobte sie überschwenglich als zweitbestes Bild der Welt - nach Raphaels »Transfiguration«. - Nach vielen Überlegungen gelang es der Kongregation der Bauhütte von St. Peter 1627, R. für eines der großen Altarbilder wieder nach Rom zu holen. Zwar wurden ihm Sonderkonditionen eingeräumt, doch kam er bald nach dem Beginn der Arbeit am Trinitätsbild mit der Kongregation in Konflikt, weil er ihren Mitgliedern den Zugang zum Malgerüst verweigerte. Daraufhin ließ er das begonnene Fresko einer Engelsglorie abschlagen, zahlte den Vorschuß zurück und kehrte mit seiner alten Mutter, die ihn nach Rom begleitet hatte, wieder nach Bologna zurück. - In Rom gab der spanische Botschafter auf Anweisung der Infantin eine »Maria Immaculata« (New York, Metropolitan Museum) in Auftrag. R. ärgerte sich über dessen Belästigungen wegen der Fertigstellung und schickte das Bild nach Bogna. Papst Urban VIII. mußte beschwichtigend eingreifen und das Bild wieder nach Rom holen lassen, ohne daß es allerdings dann vom Botschafter erworben wurde. Die sehr elegante, manieristisch gelängte Figur der Maria mit rotem Gewand und blauem Mantel erscheint ikonenhaft vor einer goldgelben Puttenglorie. Seitlich schweben zwei anbetende Engel und fordern mit »himmelnden Blicken« zur Andacht auf. Diese Komposition bildete das Modell für zahlreiche Versionen und Nachahmungen. - Auch bei einem Auftrag des nächsten spanischen Botschafters gab es Probleme. R.s »Entführung der Helena« (Paris, Louvre), seine berühmteste Szene aus der griechischen Sage, kam erst nach der Abreise des Botschafters 1631 in Rom an und wurde von dessen Nachfolger nicht übernommen. Das Gemälde kehrte nach Bologna zurück und sollte an Maria de' Medici verkauft werden. Schließlich gelangte es in die Sammlung von Louis Phélypeaux de La Vrillière, wo es zum Anlaß und Maßstab einer Serie antiker historischer Szenen der wichtigsten italienischen Maler und von Poussin in der Galerie von dessen Pariser Stadtpalast wurde. Maria de' Medici hatte schon in den 1620er Jahren eine »Verkündigung« von R. erworben und auf dem Hochaltar der Karmeliterkirche in Paris aufstellen lassen (jetzt im Louvre). Bernini nannte das Bild später »halb Paris wert« (Chantelou, 16.7.1665). 1629 wollte die Königinmutter R. nach Paris berufen, um den von Rubens begonnenen Zyklus aus dem Leben Heinrichs IV. zu vollenden. R. begründete seine Ablehnung mit der Krankheit seiner Mutter, die im folgenden Jahr starb. - Weitere wichtige Werke der Jahre um 1630 sind der kniende »Hl. Andrea Corsini« (Florenz, Slg. Corsini), der wohl aus Anlaß der Kanonisation 1629 für die Barberini entstand und von dem sich eine spätere Version als stehende Figur auf dem Altar der Cappella Ghisilieri in der Madonna di Galliera bei Bologna befand (heute in der Pinacoteca Nazionale). Die »Madonna mit dem Kind und die Hl. Thomas und Hieronymus« (Rom, Pinacoteca Vaticana) stammt aus der Cappella Olivieri des Domes von Pesaro, »Job empfängt die Geschenke des Volkes« (Paris, Notre-Dame) wurde für die Kapelle der Seiden-Zunft in S. Maria della Pietà in Bologna gemalt und eine »Beschneidung Christi« befindet sich noch heute in der Cappella Gori in S. Martino in Siena. - Nur wenige Gemälde zeigen, daß R. auch als Porträtist zu außergewöhnlichen Leistungen fähig war. So ist in der Mitte der 1620er Jahre nach dem schon erwähnten »Gregor XV.« die Ganzfigur »Kardinal Roberto Ubaldini« (Los Angeles, County Museum of Art) entstanden. Sie wird allerdings von der im gleichen Typus gemalten Darstellung des Kardinallegaten Bernardino Spada (um 1630, Rom, Galleria Spada) überstrahlt, dessen weltmännische Haltung den Werken von Rubens und Van Dycks an die Seite gestellt werden kann. Von ungewöhnlicher psychologischer Intensität ist das Porträt einer Witwe (Bologna, Pinacoteca Nazionale), die als Mutter des Künstlers gilt und auf dessen enge Mutterbindung schließen läßt. Weniger beeindruckend ist das Selbstporträt in den Uffizien, und fälschlich als R. war lange Zeit die sogenannte »Beatrice Cenci« (Rom, Galleria Nazionale d'Arte Antica) berühmt. - Um 1630 wandelte sich R.s Stil. Er bevorzugte nun hellere, oft mit Weiß gemischte Farben und modelllierte die Figuren weicher, so daß die Malschichten emailartig glatt erscheinen. In dieser sogenannten »seconda« oder »ultima maniera« ist bereits die »Pala della Peste« ausgeführt, eine auf Seide gemalte Darstellung der Madonna mit dem Kind und den Stadtheiligen von Bologna, die der Senat von Bologna zum Ende der Pest 1630 in Auftrag gab und die in den jährlichen Prozessionen zu Ehren der Rosenkranzmadonna als Banner mitgeführt wurde (heute in der Pinacoteca Nazionale). Auf Seide ist auch der 1634 entstandene »Hl. Michael stürzt Luzifer« für die erste rechte Seitenkapelle der Kapuzinerkirche S. Maria della Concezione in Rom gemalt. R. stellte damit die anderen neuen Altarbilder in dieser Kirche von Pietro da Cortona, Andrea Sacchi, Giovanni Lanfranco und Andrea Camassei in den Schatten und schuf in Komposition und Ausdruck wieder einem Prototyp der Sakralmalerei. Er hätte sich den Pinsel eines Engels und Formen aus dem Paradies gewünscht, schrieb der Künstler, um den Erzengel darzustellen und im Himmel zu sehen. Doch da er nicht so hoch hinaufsteigen konnte und ihn vergeblich auf der Erde suchte, erfand er ihn aus der Vorstellung (idea). - Die dieser »Silbertonzeit« eigenen ästhetischen Reize wurden früher als malerische Schwäche ausgelegt, da viele schnell gemalte und unvollendete Bilder ähnlich erscheinen. Zu diesen weniger geschätzten Produkten wurde der Künstler immer wieder durch seine Schulden beim Glücksspiel gezwungen, einem Laster, dem er seit den 1620er Jahren zunehmend verfiel. Oft wurden Atelierwiederholungen vor dem Verkauf nur oberflächlich von ihm übergangen. So gibt es mehrere Versionen von »Perseus und Andromeda«, einer »Allegorie des Glückes«, oder dem »Raub der Europa«. Von einem »Christus am Kreuz« aus den späten 1630er Jahren befinden sich besten Versionen in S. Lorenzo in Lucina in Rom und in der Galleria Estense in Modena. - 1637 erhielt R. nochmals einen prestigevollen internationalen Auftrag. Für die englische Königin Henrietta Maria, die Tochter Maria de' Medicis, malte er durch Vermittlung des Kardinalnepoten Francesco Barberini, des Protektors von England und Schottland, und des Kardinals Giulio Sacchetti, des Legaten in Bologna, die Szene »Bacchus findet die verlorene Ariadne auf Naxos« mit etwa lebensgroßen Figuren. Anfänglich war an die Mitarbeit Francesco Albanis gedacht, dem nach R. wichtigsten Maler Bolognas. Aber mit seinem Freund aus Studienzeiten war R. schon lange zerstritten. Als Honorar erhielt er die unglaublich hohe Summe von 5000 Scudi, was Malvasias Nachricht belegt, R. sei der bestbezahlte Maler aller Zeiten gewesen. Wegen des Bürgerkrieges in England erreichte das Bild nicht seinen Bestimmungsort, sondern gelangte nach Paris in die Sammlung von Michel Particelli d'Emery, dessen Witwe es 1650 wegen der vielen Nuditäten zerstören ließ. Nur Kopien und ein Stich überliefern die friesartige Komposition der großen, im Vordergrund agierenden Figuren vor niedrigem Horizont. - Nach seinem Tod wurde R. vom Senator Guidotti in der Krypta von dessen Familienkapelle in S. Domenico beigesetzt. Im Nachlaß befanden sich viele unvollendete kleinere Gemälde, von denen einige in die Sammlung Sacchetti nach Rom gelangten und von dort im 18. Jahrhundert in die Pinacoteca Capitolina. Unvollendet hinterließ R. auch das große Altarbild »Anbetung der Hirten« (Neapel, Certosa di S. Martino) und den Entwurf für ein Altarbild in S. Ignazio in Rom, über das er seit 1637 verhandelte. Nur etwa 900 Zeichnungen und Skizzen wurden bei seinem Tod inventarisiert - offenbar hatte er viele verschenkt oder verkauft. Heute sind weniger als 300 Blatt von seiner Hand bekannt. Das Oeuvre der Fresken und Gemälde umfaßt etwa 250 Nummern (ohne die zahlreichen Wiederholungen und Nachahmungen), dazu kommen knapp vierzig gesicherte Radierungen. - R. war eine schwierige Persönlichkeit, die auf der einen Seite durch tiefe Religiosität, auf der anderen Seite durch leichte Verletzbarkeit und schwere Laster gekennzeichnet ist. Mehr als andere wachte er eifersüchtig über seinen Künstlerstolz. Dennoch sollte der Ruhm nicht seiner Person, sondern seinen Werken gelten. Privat lebte er bescheiden. Sein Atelier statte er aber luxuriös aus, denn kein distinguierter Fremder sollte bei der Durchreise versäumen, ihn dort zu besuchen. Der Künstler zog Mantel und Hut an, ehe er vor Publikum an die Staffelei trat. Finanzielle Verhandlungen führten Mittelspersonen. Erstaunlicherweise malte er die schönsten Frauen, blieb aber selbst wie Marmor, wenn er nach einem weiblichen Modell arbeitete, mit dem er im übrigen nicht allein gelassen werden wollte. Sein `horror feminae' scheint allerdings nicht durch Homosexualität begründet gewesen zu sein. Beim Glücksspiel verlor er riesige Summen, deren Rückzahlung er unter anderem dadurch leistete, daß er sich einem Kunsthändler auf Stundenbasis verpflichtete. - R.s herausragende Bedeutung wurde schon von den Zeitgenossen gesehen. Nach Ludovico Carraccis Tod 1619 war er der dominierende Vertreter der bolognesischen Schule und der berühmteste italienische Maler des 17. Jahrhunderts. Neben Raphael, Michelangelo und Tizian zählte er zu den wenigen Künstlern, die schon zu Lebzeiten als »divino« bezeichnet wurden. Sein internationales Renommée übertraf dasjenige seiner Zeitgenossen Poussin, Rembrandt oder Velßsquez, die heute höher als er geschätzt werden, und selbst mit Rubens, dem wohl bedeutendsten Barockmaler, kann er zwar nicht im Umfang des Oeuvres, aber in der Qualität einiger Spitzenwerke verglichen werden. - R. strebte nach idealer Schönheit. Sein klassischer Stil basierte vor allem auf dem Studium Raphaels und antiker Bildwerke. Besonders gerühmt werden die Anmut (grazia) seiner Figuren und das Pathos seiner religiösen Bilder, die eine andauernde populäre Wirkung ausübten. Seine Darstellungen von Köpfen, die verklärt oder verzückt gen Himmel blicken, wurden für Gianlorenzo Bernini, Alessandro Algardi (»ein neuer Guido in Marmor« schreibt Malvasia) und Gianfrancesco Romanelli in Rom, Carlo Francesco Nuvolone in Mailand, Francesco Furini in Florenz, Massimo Stanzione in Neapel oder Esteban Murillo in Spanien vorbildlich. R. war nicht eigentlich »Historienmaler«, denn seine Bilder erzählen keine Geschichten, vielmehr stellen sie wenige Figuren in ausgesuchten, stilisierten Posen dar. Als Landschaftsmaler hat er sich im Unterschied zu seinen bolognesischen Kollegen nicht betätigt. Mehr als bei anderen Künstler entstanden schon zu Lebzeiten zahlreiche Schriften und Gedichte zum Lob seiner Werke (Malvasia nennt etwa vierzig Verfasser), besonders auf die oben erwähnten Gemälde »Bethlehemitischer Kindermord« und »Entführung der Helena«. Die spezifische, über den literarischen Anlaß hinausgehende Aussage dieser Schriften ist noch zu bestimmen. Einzelne Äußerungen R.s belegen, daß er im Sinne des empirischen Eklektizismus der Carracci von einer Konzeption der Schönheit (le belle idee) ausging, die dem Modellstudium übergeordnet ist. Eine explizite Theorie entwickelte der im übrigen wenig gebildete Künstler aber nicht. - Mehr als 50 Maler sind als Schüler oder Mitarbeiter R.s dokumentiert, vor allem in seinen späten Jahren. Er sah es als Statussymbol an, in seinem Atelier zahlreiche Anhänger zu versammeln. Als Lehrer war er autoritär; kein Schüler hat ihn übertroffen. Außer den schon erwähnten Sementi und Gessi sind vor allem Simone Cantarini (1612-1648), Giovanni Andrea Sirani (1610-1670) und dessen Tochter Elisabetta Sirani (1638-1665) zu nennnen. Spätere bolognesische Maler von Domenico Maria Canuti und Carlo Cignani bis zu den Gandolfi im 18. Jahrhundert wurden von R. beeinflußt. Die klassizistischen Strömungen der französischen Malerei von Eustache Le Sueur bis Jean-Dominique Ingres stellten ihn nur wenig unter Raphael. Winckelmann verglich ihn mit Praxiteles, und Reynolds schrieb, R.s Idee der Schönheit sei höher als die jedes anderen Malers. - Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden R.s Werke als akademisch, monoton, weinerlich und süßlich bezeichnet, wobei die vielen Kopien und Versionen und die von seinen Kompositionen abgeleiteten Devotionsbilder den Kern seines Oeuvres verdunkelten. John Ruskin verdammte die Gemälde als »verlogen«, während Berenson einen Mangel an Einfühlungsvermögen konstatierte. Die Wiederentdeckung R.s und der Barockmalerei insgesamt begann in den 1920er Jahren mit wissenschaftlichen Aufsätzen (Voss, Bodmer, Kurz). 1954 fand die erste monographische Ausstellung in Bologna statt. Im folgenden Jahr erschien das erste Werkverzeichnis (Gnudi/Cavalli), dem 1971 der sorgfältig recherchierte Band von Edi Baccheschi in der Reihe »Classici dell'arte« folgte. Stephen Pepper legte 1984 einen Catalogue raisonné mit zahlreichen Novitäten vor, ohne das Oeuvre aber erschöpfend zu behandeln. Bei Ausstellungen in Bologna, Frankfurt/Main, Los Angeles, Fort Worth und Wien 1988/89 wurde eine repräsentative Auswahl der Gemälde, der Zeichnungen, der Reproduktionsgraphik und des künstlerischen Umfeldes einem breiten Publikum nahegebracht und die Forschung in vielen Punkten weitergetrieben. Letzteres kennzeichnet auch die Publikationen der letzten zehn Jahre, deren gewichtigster Beitrag das Buch über R.s Persönlichkeit und sozialen Kontext von Richard Spear (1997) bildet.

Lit.: Vittorio Benacci: Descrittione de gli apparati fatti in Bologna per la venuta di N. S. Papa Clemente VIII., Bologna 1598; - Jacobus Gaufridius: Epistola de raptu Helenae a Guidone Rheno depicto, Bologna 1632; - Inicalbo Teroldo: Musa pittrice, ovvero poetiche composizioni in lode del sig. Guido Reni dipintore, Bologna 1632; - Girolamo Giacobbi: Lodi al Signor Guido Reni raccolte dall'Imperfetto Accademico Confuso, Bologna 1632; - Annibale Marescotti: Il ratto d'Elena di Guido Reni, panegirico al cardinale Santa Croce, legato di Bologna, Bologna 1633; - Giovan Battista Manzini: Il Trionfo del Pennello. Raccolta d'alcune compositioni nate à gloria d'un ratto d'Helena di Guido, Bologna 1633; - Carlo Emanuele Vizzani: Epistola greco-latina super raptum Helenae a Guidoni Rheni depictum, Bologna 1633; - Ders.: La Maddalena dell'Em.mo e Reverndiss.mo sig. Card. Santacroce Dipinta da Guido Reni, Bologna 1633; - G. B. Andreini: Le lacrime nel sacrilegio delle immagini della SS.ma Vergine al molto illustre signor Padrone Osservandissimo il Sig. Guido Reni, Bologna 1637; - Giovanni Pellegrino Pancaldi: Il Trionfo di Giobbe dipinto da Guido Reni, Bologna 1637; - Luca Assarino: Sensi di umiltà e di stupore intorno la grandezza dell'Eminentissimo Cardinale Sacchetti e le pitture di Guido Reni, Bologna 1639; - Gioseffomaria Grimaldi: L'Arianna del sig. Guido Reni, Bologna 1640; - Francesco Scanelli: Il microcosmo della pittura, (Cesena 1657), hrsg. von Guido Giubbini, Mailand 1966; - Giovanni Pietro Bellori: Le vite de' pittori, scultori e architetti moderni, (Rom 1672), hrsg. von Evelina Borea, Turin 1976; - Luigi Scaramuccia: Le finezze de'pennelli italiani, (Pavia 1674), hrsg. von Guido Giubbini, Mailand 1965; - Carlo Cesare Malvasia: Felsina pittrice, Bologna 1678 (2 Bde., hrsg. von Giovan Pietro Zanotti, Bologna 1841); dazu ergänzend: Lea Marzocchi (Hrsg.): Le carte di Carlo Cesare Malvasia. Le »Vite« di Guido Reni e di Simone Cantarini dal manoscritto B. 16-17 della Biblioteca Comunale dell'Archiginnasio di Bologna, Bologna 1980; - Diess. (Hrsg.): Scritti originali del Conte Carlo Cesare Malvasia spettanti alla sua Felsina Pittrice, Bologna o. J. (1983); - Carlo Cesare Malvasia: The Life of Guido Reni, übersetzt von Catherine und Robert Enggass, University Park-London 1980; - Carlo Cesare Malvasia: Le pitture di Bologna, (Bologna 1686), hrsg. von Andrea Emiliani, Bologna 1969; - A. Bolognini Amorini: Vita del celebre pittore Guido Reni, Bologna 1839; - Max von Boehn: Guido Reni, Bielefeld-Leipzig 1910 (2. Aufl. 1925); - Hermann Voss: Guido Renis römische Jahre, in: Jahrbuch des Propyläen-Verlags 2, 1924, 34-43; - Heinrich Bodmer: Un capolavoro sconosciuto di Guido Reni, in: Rivista d'Arte 11, 1929, 73-97; - A. Benini: Guido Reni e le pitture della Cappella del Sacramento in Duomo, Ravenna 1930; - Jacob Hess (Hrsg.): Die Künstlerbiographien von Giovanni Battista Passeri, Leipzig-Wien 1934; - Ders.: Le fonti dell'arte di Guido Reni, in: Il Comune di Bologna 3, 1934, 25-33; - Otto Kurz: Guido Reni, in: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien N. F. 11, 1937, 189-220; - Walter Friedlaender: The `Crucifixion of St. Peter': Caravaggio and Reni, in: Journal of the Warburg and Courtauld Institutes 8, 1945, 152-60; - Jane Costello: The Twelve Pictures `Ordered by Velasquez' and the Trial of Valguarnera, in: Journal of the Warburg and Courtauld Institutes 13, 1950, 237-84; - Luciano Cuppini: L'ultima maniera di Guido Reni, in: Commentari 3, 1952, 265-73; - Guido Giongo: La critica su Guido Reni e la fortuna della sua fama, in: Rivista dell'Istituto Nazionale di Archeologia e Storia dell'Arte 2, 1953, 353-72; - Mostra di Guido Reni, (Ausst.-Kat.), Bologna 1954; - Cesare Gnudi, Gian Carlo Cavalli: Guido Reni, Florenz 1955; - Günther Heinz: Studien über die Anwendung des Helldunkels in den Werken Guido Renis, in: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien 15, 1955, 189-213; - Otto Kurz: Bolognese Drawings of the XVII and XVIII Centuries in the Collection of Her Majesty the Queen at Windsor Castle, London 1955; - Jacob Hess: Zum Stil Guido Renis und Bemerkungen zum Katalog der Ausstellung in Bologna, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte 19, 1956, 180-98; - Ferdinando Bologna: Un documento napoletano per Guido Reni, in: Paragone Arte 11, 1960 (129), 54-56; - Federico Zeri: La `Salome' di Guido Reni già in casa Colonna, in: Paragone Arte 11, 1960 (121), 50-60; - Robert Enggass: Variations on a theme by Guido Reni, in: The Art Quarterly 25, 1962, 113-22; - Trude Krautheimer-Hess: A Sheet of Sketches by Guido Reni, in: The Burlington Magazine 104, 1962, 385-86, 500; - Anna Maria Crinò: A Letter Concerning Guido Reni, in: The Burlington Magazine 105, 1963, 408; - Donald Posner: Spada, Reni, and Roncalli at Loreto, in: Arte antica e moderna 1963, 254-57; - Urbano Barberini: Il Bernini e un affresco di Guido Reni, in: Bollettino d'arte 50, 1965, 199-201; - T. Gottheiner: Rediscovery of Old Masters at Prague Castle, in: The Burlington Magazine 107, 1965, 601-6; - Howard Hibbard: Notes on Reni's Chronology, in: ibid., 502-10; - Anthony Clark: A Late Cleopatra by Guido Reni, in: Bulletin of the Minneapolis Institute of the Arts 55, 1966, 50-52; - Catherine Johnston: A New Drawing by Guido Reni, in: The Burlington Magazine 108, 1966, 253; - Ranieri Varese: Un bozzetto del Reni, in: Critica d'Arte N. S. 13, 1966 (81), 51-54; - Anna Maria Corbo: I pittori della Cappella Paolina in S. Maria Maggiore, in: Palatino 11, 1967, 301-13; - Alexander Dückers: Guido Reni. Beiträge zur Interpretation seiner Tafelmalerei, (Diss.) Münster 1967; - Jacob Hess: Kunstgeschichtliche Studien zu Renaissance und Barock, 2 Bde, Rom 1967; - Anna Maria Morelli: Guido Reni e la Cappella di Monte Cavallo, in: Commentari N. S. 18, 1967, 343-46; - D. Stephen Pepper: Guido Reni's Early Drawing Style, in: Master Drawings 6, 1968, 364-82; - Howard Hibbard: Guido Reni's Painting of the Immaculate Conception, in: The Metropolitan Museum of Art Bulletin 28, 1969 (1), 18-32; - Catherine Johnston: Les dessins de Guido Reni, in: L'Oeil 1969 (169), 20-27; - Diess.: Quelques dessins de Guido Reni pour la suite d'Hercule, in: Revue de l'Art 1969 (3), 72-74; - Diess.: Reni Landscape Drawings in Mariette's Collection, in: The Burlington Magazine 111, 1969, 377-78; - Antonia Nava Cellini: Stefano Maderno, Francesco Vanni e Guido Reni a Santa Cecilia in Trastevere, in: Paragone Arte 20, 1969 (227), 18-41; - D. Stephen Pepper: A Rediscovered Painting by Guido Reni, in: Apollo 90, 1969, 208-13; - Ders.: Guido Reni's Early Style: His Activity in Bologna 1595-1601, in: The Burlington Magazine 111, 1969, 472-83; - Ders.: A Rediscovered Painting by Guido Reni, in: Apollo 90, 1969, 208-13; - Ders.: The Angel Appearing to St. Jerome by Guido Reni, a New Acquisition, in: Bulletin of the Detroit Institute of Arts 48, 1969, 28-35; - Nora Clerici Bagozzi: Un quadro inedito di Guido Reni, in: Paragone Arte 21, 1970 (247), 66-70; - Patrick Matthiesen, Stephen Pepper: Guido Reni: An Early Masterpiece Discovered in Liguria, in: Apollo 91, 1970, 452-62; - Cesare Garboli, Edi Baccheschi: L'opera completa di Guido Reni (Classici dell'arte 48), Mailand 1971; - Andrea Busiri Vici: Contributi per `La Fortuna' die Guido Reni, in: Studi di storia dell'arte in onore di Antonio Morassi, Rom 1971, 227-32; - Sherman E. Lee: Guido Reni: the Adoration of the Magi, in: The Bulletin of the Cleveland Museum of Art 58, 1971, 279-89; - D. Stephen Pepper: Guido Reni's Roman Account Book, in: The Burlington Magazine 113, 1971, 309-17, 372-86; - Ders.: Caravaggio and Guido Reni: Contrasts in Attitude, in: The Art Quarterly 34, 1971, 325-44; - Alfonso E. Pérez-Sßnchez: Dessins de Lanfranco et de Reni à l'Académie San Fernando de Madrid, in: Revue de l'Art 1972 (15), 53-61; - Catherine Johnston: Mostra di disegni bolognesi dal XVI al XVIII secolo, (Ausst.-Kat.) Florenz 1973; - D. Stephen Pepper: Guido Reni's `Il Diamante': A New Masterpiece for Toledo, in: The Burlington Magazine 115, 1973, 630-41; - Marguerite Segond-Guillaume, Alain Roy: Deux oeuvres de Guido Reni à Dijon, in: Revue de l'art 1973 (19), 110-15; - Catherine Johnston: The Drawings of Guido Reni, (unveröffentlichte Dissertation, Courtauld Institute), London 1974; - Stella Rudolph: Il `Bacco e Arianna' di Guido Reni a Villa Albani, in: Arte illustrata 57, 1974, 36; - Viktoria Schmidt-Linsenhoff: Guido Reni im Urteil des siebzehnten Jahrhunderts. Studien zur literarischen Rezeptionsgeschichte und Katalog der Reproduktionsgraphik, (Diss.) Kiel 1974; - Maria Elisa Tittoni: Il `San Sebastiano' di Guido Reni nella Pinacoteca Capitolina, in: Bollettino dei Musei Comunali di Roma 24, 1974, 64-69; - Michael Jaffé: Poussin and Reni, in: Etudes d'art français offertes à Charles Sterling, Paris 1975, 213-16; - Anna Maria Crinò: Un quadro incompiuto di Guido Reni, in: Mitteilungen des Kunsthistorischen Institutes in Florenz 20, 1976, 410-11; - Howard Hibbard: Guido Reni's Corsini Magdalen: Its Date and Influence, in: Essays in Archaeology and the Humanities. In Memoriam Otto J. Brendel, Mainz 1976, 227-31; - Rosanna Petrangolini Benedetti Panici: La `Fortuna' di Guido Reni, in: Notizie da Palazzo Albani 5, 1976 (2), 53-57; - M. Pace Marzocchi Scarpa: Adesione sentimentale sui limiti critici delle osservazioni di Stendhal nella pittura di Guido Reni, in: L'Archiginnasio 1976 (66-68), 713-22; - Federico Zeri: Il Ratto di Europa di Guido Reni e »Un gran personaggio in Ispagna«, in: Ders.: Diario del Lavoro II, Rom 1976, 112-22; - Rosanna Petrangolini Benedetti Panici: Ancora due inediti del Reni nelle Marche, in: Notizie da Palazzo Albani 6, 1977 (1), 32-36; - Pamela Askew: Ferdinando Gonzaga's Patronage of the Pictorial Arts: the Villa Favorita, in: The Art Bulletin 60, 1978, 274-95; - Viktoria Schmidt-Linsenhoff: Les estampes d'après Guido Reni. Une introduction à la gravure de reproduction au XVIIe siècle, in: Nouvelles de l'Estampe 1978 (40-41), 4-17; - D. Stephen Pepper: A New Late Work by Guido Reni for Edinburgh and his Late Manner Re-evaluated, in: The Burlington Magazine 121, 1979, 418-24; - Richard Bösel: Ein Auftrag an Guido Reni - Neue Quellen zur Ausstattungsgeschichte von S. Ignazio in Rom, in: Römische Historische Mitteilungen 21, 1980, 263-69; - Veronika Birke: Guido Reni. Zeichnungen, (Ausst.-Kat.) Wien 1981; - D. Stephen Pepper: Guido Reni at the Albertina, Vienna, in: The Burlington Magazine 123, 1981, 573-77; - Veronika Birke (Hrsg.): The Illustrated Bartsch, Bd. 40, New York 1982; - Maria Teresa Dirani: Mecenati, pittori e mercanti dell'arte nel Seicento. Il `Ratto di Elena' di Guido Reni e la `Morte di Didone' del Guercino nella corrispondenza del cardinale Bernardino Spada, in: Ricerche di Storia dell'Arte 1982 (16), 83-94; - Catherine Johnston: Guido Reni Zeichnungen. Graphische Sammlung Albertina, Vienna, in: Master Drawings 20, 1982, 40-45; - D. Stephen Pepper: Guido Reni, the New Apelles: a Moral Interpretation of his Works, in: Andrea Emiliani (Hrsg.): Le Arti a Bologna e in Emilia dal XVI al XVII secolo (Atti del XXIV Congresso C.I.H.A., Bologna 1979, Bd. 4), Bologna 1982, 193-201; - L'Estasi di Santa Cecilia di Raffaello da Urbino nella Pinacoteca Nazionale di Bologna, (Ausst.-Kat.) Bologna 1983; - Paolo Bellini: Diffusione dello stile di Guido Reni e di taluni suoi soggetti attraverso le incisioni della sua scuola, con particolare riferimento al soggetto della `Fortuna', in: Henri Zerner (Hrsg.): Le stampe e la diffusione delle immagini e degli stili (Atti del XXIV Congresso C.I.H.A., Bologna 1979, Bd. 8), Bologna 1983, 55-60; - D. Stephen Pepper: `Bacchus and Ariadne' in the Los Angeles County Museum: The `Scherzo' as Artistic Mode, in: The Burlington Magazine 125, 1983, 68-74; - Richard Cocke: Guido Reni's `Bacchus and Ariadne', in: The Burlington Magazine 126, 1984, 39; - Susan Madocks: `Trop de beautez découvertes' - New Light on Guido Reni's late Bacchus and Ariadne, in: The Burlington Magazine 126, 1984, 544-47; - D. Stephen Pepper: Guido Reni, New York 1984 (rev. ital. Ed.: Guido Reni. L'opera completa, Novarra 1988); - Brigitte Kuhn: Guido Renis Vorzeichnung für die Immaculata Conceptio in Forlì, in: Römische Historische Mitteilungen 26, 1985, 425-37; - Ursula Schlegel: Bernini und Reni, in: Jahrbuch der Berliner Museen N. F. 27, 1985, 101-45; - John Sommerville: `David with the head of Goliath' by Guido Reni, in: Art at Auction. The Year at Sotheby's, 1984-85, London 1985, 14-17; - Donatella Biagi Maino: Guido Reni e i frati minori cappuccini: storia di una committenza, in: Prospettiva 1986 (47), 65-68; - John Gash: (Rez. von Pepper 1984), in: Art History 9, 1986, 516-29; - Denis Mahon: A New Book on Reni, in: The Burlington Magazine 128, 1986, 213-19; - D. Stephen Pepper: Guido Reni's `Erigone': a Work Restored and a Mystery Resolved, in: The Burlington Magazine 128, 1986, 206-9; - Erich Schleier: Una proposta per Guido Reni giovane, in: Arte cristiana 74, 1986, 106-12; - Felix Thürlemann: Betrachterperspektiven im Konflikt: Zur Überlieferungsgeschichte der `vecchiarella'-Anekdote, in: Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft 21, 1986, 136-55; - Veronika Birke: The Illustrated Bartsch, Bd. 40 (Commentary, Part 1), New York 1987; - Diess.: Der Einzug Papst Clemens VIII. in Bologna im Jahre 1598, in: Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte N. F. 40, 1987, 57-66; - Nell'età del Correggio e dei Carracci: Pittura in Emilia dei secoli XVI e XVII, (Ausst.-Kat.) Bologna u. a. 1986/87; - Dominique Cordellier: Guido Reni's `Separation of Day and Night', in: The Burlington Magazine 129, 1987, 81f; - Giulia DeMarchi: Mostre e quadri a S. Salvatore in Lauro (1682-1725). Stime di collezioni romane (Miscellanea della Società Romana di Storia Patria 27), Rom 1987; - Andrea Emiliani: Arte e Pietà: Guido Reni e la Pala dei Mendicanti, in: Nove secoli d'arte a Bologna, Turin 1987, 93-111; - Marc Fumaroli: Une peinture de méditation: à propos de l'Hippomène et Atalante du Guide, in: »Il se rendit en Italie«: Etudes offertes à André Chastel, Rom 1987, 337-58; - Jörg Martin Merz: (Rezension von Pepper 1984), in: Kunstchronik 40, 1987, 99-107; - Daila Radeglia: Considerazioni sugli affreschi della Cappella del Bagno in Santa Cecilia in Trastevere, in: Bollettino d'arte 72, 1987 (46), 93-103; - Veronika Birke: Guido Reni und der Reproduktionsstich, (Ausst.-Kat.) Wien 1988; - Arnauld Brejon de Lavergnée, Nathalie Volle: Musées de France: Répertoire des peintures italiennes du XVIIe siècle, Paris 1988; - Alessandro Conti: Pittura e immagine in Guido Reni: dalle opere `non perfette' al tempo pittore., in: Prospettiva 1988 (52), 25-31; - Sybille Ebert-Schifferer u. a. (Hrsg.): Guido Reni und Europa - Ruhm und Nachruhm, (Ausst.-Kat.) Frankfurt/Main 1988; - Michel Feuillet: Contribution à l'histoire de l'Assomption des Philipppins de Pérouse de Guido Reni, in: Bulletin des Musées e Monuments Lyonnais 1988 (2), 4-21; - Henrietta McBurney, Nicholas Turner: Drawings by Guido Reni for Woodcuts by Bartolomeo Coriolano, in: Print Quarterly 5, 1988, 227-42; - Guido Reni 1575-1642, (Ausst.-Kat.) Bologna-Los Angeles-Fort Worth 1988/89; - Marzia Faietti: Conoscenza critica e restauro: »Elia e l'Angelo« di Guido Reni, in: Accademia Clementina. Atti e Memorie, N. S. 22, 1988, 67-81; - Federica Papi, Emanuela Zicarelli: Nuove testimonianze sui rapporti fra Guido Reni e i Padri dell'Oratorio, in: ibid., 105-117; - Armanda Pellicciari: La decorazione della Cappella di S. Domenico - I: La committenza, in: ibid., 83-96; - Armanda Pellicciari: La bottega di Guido Reni, in: ibid., 119-141; - D. Stephen Pepper: Guido Reni, Cesare Gnudi e la prima Biennale, in: ibid., 37-42; - John T. Spike: L'inventario dello studio di Guido Reni, in: ibid., 43-65; - Francesca Valli: La »Strage degli Innocenti« di Guido Reni, in: ibid., 97-103; - Emilio Negro: Due proposte per il catalogo di Guido Reni, in: Il Carrobbio 14, 1988, 257-62; - Seicento. Le siècle de Caravage dans les collections françaises, (Ausst.-Kat.) Paris 1988; - Peter O. Krückmann: Guido Reni. Komplexität und Artistik, in: Pantheon 47, 1989, 178-84; - Armanda Pellicciari: La pratica del disegno all'interno della scola reniana attraverso l'esperienza grafica di Sementi e Gessi, in: Bollettino d'arte 74, 1989 (58), 1-26; - D. Stephen Pepper: Guido Reni und Europa. Ruhm und Nachruhm, in: Master Drawings 27, 1989, 234-39; - Richard E. Spear: Re-viewing the `Divine Guido', in: The Burlington Magazine 131, 1989, 367-72; - Ders.: Notes on Two Copper Paintings by Domenichino and Guido Reni, in: Record of the Art Museum, Princeton University 48, 1989 (1), 28-36; - Brigitte Birbaumer: Verwandlungen der Motive antiker Kunst in den Werken Guido Renis, in: Kunsthistoriker 7, 1990, 34-42; - Veronika Birke: Guido Reni - Tre nuovi disegni, in: Accademia Clementina. Atti e Memorie, N. S. 25, 1990, 143-46; - Andrea Emiliani: Per Guido Reni, in: ibid., 87-109; - Marzia Faietti u. a.: Nuove proposte su Guido Reni a seguito della rassegna bolognese, in: ibid., 59-79; - Michel Feuillet: Contributo alla storia dell'Assunta dei Filippini di Perugia di Guido Reni. Il ritorno alla luce di un capolavoro del Musée des Beaux-Arts in Lione, in: ibid., 127-41; - Stéphane Loire: Guido Reni dopo la mostra di Bologna: qualche aggiunta, in: ibid., 9-30; - Michela di Macco: San Maurizio di Guido Reni, in: ibid., 111-17; - Vittoria Markova: Un dipinto sconosciuto e gli altri quadri del Reni al Museo Puskin di Mosca, in: ibid., 81-85; - Maria Luigia Pagliani: Guido Reni (1575-1642): Percorsi nell' antico, in: ibid., 155-63; - D. Stephen Pepper: Afterthoughts on the Guido Reni Exhibition, in: ibid., 31-58; - Jürgen Winkelmann: Cesi e Reni. Nuove proposte per un dipinto problematico, in: ibid., 119-25; - Arabella Cifani u.a.: A New Altar-piece by Guido Reni, in: The Burlington Magazine 132, 1990, 634-36; - José Luis Colomer: Un tableau `littéraire' et académique au XVIIe siècle: L'Enlèvement d'Hélène de Guido Reni, in: Revue de l'art 1990 (90), 74-87; - Elena Fumagalli,: Guido Reni (e altri) a San Gregorio al Celio e a San Sebastiano fuori le mura, in: Paragone Arte 41, 1990 (483), 67-94; - Frances van Keuren: Guido Reni's Contest of Hercules and Achelous and the Hercules Series, in: Source 9, 1990 (4), 5-13; - D. Stephen Pepper: Guido Reni: A Review Reviewed (with a reply by Richard E. Spear), in: The Burlington Magazine 132, 1990, 219-23; - Giovanna Perini: Biographical Anecdotes and Historical Truth: An Example from Malvasia's `Life of Guido Reni', in: Studi secenteschi 31, 1990, 149-60; - Richard E. Spear: Reni contre Dominiquin dans la littérature d'art française du XVIIe siècle, in: Seicento. La peinture italienne du XVIIe siècle et la France (Rencontres de l'Ecole du Louvre), Paris 1990, 190-98; - Daniele Benati: `Con pari tenerezza, e miglior disegno': Albani (e Reni) prima di Roma, in: Arte cristiana 79, 1991, 23-38, 99-110; - Brigitte Borchardt-Birbaumer: `Freizügigkeit und Mässigung' - Zur Antikenrezeption in den Werken Guido Renis, in: Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte 44, 1991, 131-58; - D. Franklin: Guido Reni, Guercino, Matteo Rosselli and an altarpiece for SS. Annunziata in Arezzo, in: The Burlington Magazine 233, 1991, 446-49; - D. Stephen Pepper: Guido Reni: New Documents for the Pietà dei Mendicanti, in: The Burlington Magazine 133, 1991, 441-45; - Ralph Ubl: Zu einer Interpretation von Guido Renis Andachtsbildern, in: Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte 44, 1991, 159-73; - Elizabeth Cropper: Marino's `Strage degli innocenti'. Poussin, Rubens, and Guido Reni, in: Studi secenteschi 33, 1992, 137-66; - Ladislav Daniel: Reniana. Guido Reni. 1575-1642, (Ausst.-Kat.) Prag 1992; - Ders.: Reniana, in: Bulletin of the National Gallery in Prague 2, 1992, 42-57; - Andrea Emiliani u. a. (Hrsg.): La pittura in Emilia e in Romagna. Il Seicento, Bd. 1, Bologna 1992; - Emilio Negro, Massimo Pirondini (Hrsg.): La scuola di Guido Reni, Modena 1992; - D. Stephen Pepper: Guido Reni's Davids: the Triumph of Illumination, in: Artibus et historiae 1992 (25), 129-44; - Richard E. Spear: `La necessità' of Guido Reni, in: Il luogo ed il ruolo nella Città di Bologna tra Europa continentale e mediterranea (Atti del Colloquio C.I.H.A., 1990), Bologna 1992, 313-40; - Nicholas Turner: A New Drawing by Guido Reni for the Crocefissione dei Cappuccini, in: Drawing. Masters and Methods. Ian Woodner Master Drawing Symposium 1990, London 1992, 136-44; - Catherine Johnston: A Visual Source for an Early Fresco by Guido Reni and Speculation on its Meaning, in: Nationalmuseum Bulletin (Stockholm) 17, 1993, 11-20; - Laura Laureati, Ludovica Trezzani: Il patrimonio artistico del Quirinale. Pittura antica. La decorazione murale, Mailand 1993; - Judith W. Mann: The Annunciation Chapel in the Quirinal Palace, Rome: Paul V, Guido Reni, and the Virgin Mary, in: The Art Bulletin 75, 1993, 113-34; - Anna Maria Pedrocchi: San Gregorio al Celio, Rom 1993; - D. Stephen Pepper, Raffaella Morselli: Guido Reni's Hercules Series: New Considerations and Conclusions, in: Studi di Storia dell'Arte 4, 1993, 129-47; - Francesca Valli: La `Strage degli Innocenti' di Guido Reni, in: Il Classicismo. Medioevo rinascimento barocco. Atti del Colloquio Cesare Gnudi 1986, Bologna 1993, 327-35; - Olivier Bonfait (Hrsg.): Roma 1630. Il trionfo del pennello, (Ausst.-Kat. Rom) Mailand 1994; - Maria Silvia Campanini: Il chiostro dei Carracci a San Michele in Bosco, Bologna 1994. Giovanna Rotondi Terminiello: Il restauro dell' »Assunta« di Guido Reni della chiesa del Gesù a Genova, in: OPD restauro 6, 1994, 128-33; - José Louis Colomer: Peinture, histoire antique et scienza nuova entre Rome et Bologne: Virgilio Malvezzi et Guido Reni, in: Olivier Bonfait (Hrsg.): Poussin et Rome, Paris 1996, 201-14; - Sybille Ebert-Schifferer: Il gusto bolognese - Barockmalerei aus der Emilia-Romagna, (Ausst.-Kat.) Darmstadt 1994; - Elena Fumagalli: Guido Reni e il Cardinale Carlo de' Medici, in: Paragone Arte 45, 1994 (529-531-533), 240-46; - D. Stephen Pepper: (Rezension von Negro/Pirondini1992), in: The Burlington Magazine 136, 1994, 628-30; - La regola e la fama. San Filippo Neri e l'arte, (Ausst.-Kat. Rom), Mailand 1995; - Anna Maria Corbo, Massimo Pomponi (Hrsg.): Fonti per la storia artistica romana al tempo di Paolo V, Rom 1995; - Annick Lemoine: Caravage, Cavalier d'Arpin, Guido Reni et la confrérie romaine de la SS. Trinità dei Pellegrini, in: Storia dell'arte 1995 (85), 416-29; - Catherine Puglisi: Guido Reni's `Palione del Voto' and the Plague of 1630, in: The Art Bulletin 77, 1995, 403-12; - Susan E. James: Reni's Drawing of Nicholas Lanier: a Recent Discovery at LACMA, in: Apollo 144, 1996 (416), 14-18; - Stéphane Loire: Musée du Louvre - Département des Peintures: École italienne, XVIIe siècle. 1. Bologne, Paris 1996; - Angela Negro: Il giardino dipinto del Cardinal Borghese. Paolo Bril e Guido Reni nel Palazzo Rospigliosi-Pallavicini a Roma, Rom 1996; - Stephen F. Ostrow: Art and Spirituality in Counter-Reformation Rome, Cambridge u. a. 1996; - Richard E. Spear: Reni, Guido, in: Jane Turner (Hrsg.), The Dictionary of Art, London-New York 1996, Bd. 26, 195-204; - Anthony Colantuono: Guido Reni's `Abduction of Helen'. The Politics and Rhetoric of Painting in Seventeenth-Century Europe, Cambridge 1997; - Denis Mahon, D. Stephen Pepper: Guercino and Reni: Reflections on the Interpretation of Documents and Paintings, in: The Burlington Magazine 139, 1997, 178-87; - Louise Rice: The Altars and Altarpieces of New St. Peter's: Outfitting the Basilica, 1621-1666, Cambridge 1997; - Richard E. Spear: The `Divine' Guido. Religion, Sex, Money, and Art in the World of Guido Reni, New Haven-London 1997; - Donat de Chapeaurouge: Guido Renis »Venus« und der »Laokoon«, in: Pantheon 56, 1998, 108-111; - Gabriele Finaldi, Michael Kitson (Hrsg.): Alla scoperta del barocco italiano. La collezione Denis Mahon, (Ausst.-Kat. Bologna), Venedig 1998; - Andreas Henning, Gregor J. M. Weber: »Der himmelnde Blick« - Zur Geschichte eines Bildmotivs von Raffael bis Rotari, (Ausst.-Kat. Dresden), Emsdetten 1998; - Matt Landrus: Revisiting the Life of Guido Reni, in: Art History 21, 1998, 445-48; - Olga Melasecchi, David Jonathan: Guido Reni, Luca Ciamberlano and the Oratorians: Their Relationship Clarified, in: The Burlington Magazine 140, 1998, 596-603; - D. Stephen Pepper: La storia del »Ratto di Elena«: la conferma del resoconto di Sandrart del 1632, in: Denis Mahon (Hrsg.), Nicolas Poussin, (Ausst.-Kat.) Rom 1998, 129-43; - Gabriele Wimböck: (Rezension von Spear 1997), in: Kunstchronik 52, 1999, 71-75; - D. Stephen Pepper, Denis Mahon: Guido Reni: »Fortuna with a purse rediscovered, in: The Burlington Magazine 141, 1999, 156-163«; - Ann Sutherland Harris, Guido Reni's »Fürst Thonghts« in: Master Drawings 37, 1999, 3-34.

Jörg Martin Merz

Literaturergänzung:

1999

Ralph Ubl: Guido Renis Aurora: politische Funktion, Gattungspoetik und Selbstdarstellung der Malerei im Gartenkasino der Borghese am Quirinal, in: Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien, Bd. 1, 1999, 209-241; -

2005

Elisabeth Oy-Marra: Profane Repräsentationskunst in Rom von Clemens VIII. Aldobrandini bis Alexander VII. Chigi, Studien zur Funktion und Semantik römischer Deckenfresken im höfischen Kontext, München 2005, 50-97; -

2009

Elisabetta Landi, Contributo alla storia dell'iconografia cappuccina. Attorno all'attribuzione a Elisabetta Sirani della "Pala dal Gallo" in San Francesco a Pistoia, in: VH 20.2009, S. 413-435.

Letzte Änderung: 13.09.2009