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Verlag Traugott Bautz
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RIEMENSCHNEIDER, Tilman, spätgotischer Bildhauer von großer regionaler Bedeutung. * 1468 in Heiligenstadt (Thüringen) als Sohn eines Münzmeisters, aufgewachsen in Osterode im Harz, vorwiegend im mainfränkischen Bereich künstlerisch tätig; 7.7. 1531 in Würzburg. - Um 1474 begann T.R. eine Lehre als Holzschnitzer und Steinbildhauer und begab sich 1478/79 als Handwerksgesell auf Wanderschaft. Dabei gelangte er erstmals nach Würzburg, zu seinem Onkel, bereiste ferner Schwaben und den Oberrhein (wo er Martin Schongauer und dessen Kupferstiche, die er später als Vorlagen verwendete, kennenlernte). Während dieser »Reise- und Lehrjahre« machte er Bekanntschaft mit Nikolaus Gerhaerts und dem niederländischen Realismus, besuchte Holland und das Moselgebiet. 1483 schließlich wurde T.R. als »Malerknecht« in die Zunft der Maler, Bildhauer und Glaser (Lukas-Brüderschaft) aufgenommen und hielt sich ab dem 7.12. 1483 (durch ein Treuegelöbnis dokumentarisch belegt) in Würzburg auf. Gut ein Jahr später (28.2. 1485) folgte die Hochzeit mit der Goldschmiedewitwe Anna Schmidt, geb. Uchenhofer. Die Einheirat in einen bestehenden Werkstattbetrieb bedeutete für T.R. die Übertragung von Bürgerrecht und Meisterwürde, so daß die Würzburger Bürgermatrikel von 1485 ihn als »Dile Rymenschneider Bildschnitzer von Osterode in Sachsen« aufnahm. Seine Frau, die ihm eine Tochter, Gertrud, gebar und drei Söhne aus erster Ehe mitbrachte, starb bereits 1494 oder 1495. Anna Rappold wurde 1497 die zweite Gemahlin T.R's, von ihr stammten eine Tochter und drei Söhne: Jörg, Hans und Bartholomäus. Jörg führte nach dem Tode seines Vaters die Werkstatt weiter. Die gestiegene Wertschätzung T.R's. als mainfränkischer Künstler zeigte sich in der Tatsache, daß er 1504 als Mitglied in den Städtischen Rat gewählt wurde. Er gehörte dem Ratskollegium für zwei Jahrzehnte an und stieg sogar in den Oberen Rat auf. Als Mitträger des Unterbergmeisteramtes war er domkapitelischer Amtsinhaber, d.h. gehörte zu Domstift und Dompropstei und genoß besondere Privilegien, möglicherweise auch die einer verbesserten Auftragslage. 1520-24 fungierte T.R. als Bürgermeister von Würzburg. - Ein Jahr nach dem Tod seiner zweiten Frau Anna, wohl 1507, heiratete er bereits erneut: Margaretha Wurzbach. Auch sie starb vor T.R., der im Alter von sechzig Jahren zum vierten Mal eine Ehe einging, nachdem er mittlerweile umfangreichen Besitz erworben hatte. Seine sehr engagierte politische Betätigung brachte ihn nach dem Bauernkrieg von 1525 in Mißkredit, da sich T.R auf die Seite der Aufständischen geschlagen hatte und nun nach dem Scheitern des Aufstandes Ablehnung und sogar Haft auf der Marienburg erfahren mußte. T.R. starb 63jährig als begüterter Mann mit einer großen Werkstatt und zahlreichen Schülern in Würzburg. - T.R. darf ab etwa 1490 als bedeutendster spätgotischer Bildschnitzer in Mainfranken gelten. In dieser Übergangsphase zwischen Mittelalter (Gotik) und Neuzeit (Renaissance) war Würzburg das Zentrum der Bildhauerkunst in Süddeutschland. Es verstrich viel Zeit, bis T.R. entsprechend gewürdigt wurde: erst mit der Wiederauffindung seiner Grabplatte in Würzburg durch den Historiker Scharold 1822 wurde sein Name ins Gedächtnis zurückgerufen. - Besonders herauszuheben ist die Fähigkeit des Künstlers, in verschiedenen Materialien gleichermaßen geschickt zu arbeiten. Prägend für seinen Stil und seine Themen war der Einfluß des holländischen Realismus (Gerhaert), den R. jedoch in individuell beseelter Form wiedergab. Diese realistische Haltung paßte in das 15. Jh., einer Umbruchszeit auf vielen Gebieten, und machte sich auch im Überdenken der Kluft zwischen Menschlichem und Heilig-Göttlichem (traditionell-sakrale Welt) bemerkbar. Das Bedürfnis, sakrale Würde durch persönliche, menschliche Nähe auszudrücken und die Heiligen in Beziehung zum menschlichen Alltag zu setzen, zeigt sich auch in T.R's Werk. Dabei kam ihm seine kritische Haltung gegenüber dem übertriebenen Stolz der adeligen hohen Geistlichkeit zugute, die ihm allerdings während des Bauernkrieges zum Schaden gereichte. - Einflußreich auf T.R. waren Künstler wie Jörg Syrlin d.Ä. (Ulm), Veit Stoß, Adam Krafft, Peter Vischer (alle Nürnberg), die viel eher die neuen formalen Kräfte nach der Jahrhundertmitte von der Spätgotik zur Renaissance verkörperten, wohingegen T.R. prinzipiell noch deutlich in der Spätgotik verwurzelt war. Mit Ausnahme des Denkmals für Fürstbischof Lorenz von Bibra im Würzburger Dom (1516), wo er Schmuckformen der Renaissance verwendete, gelang es ihm kaum künstlerisch neue Impulse zu setzen. Stattdessen läßt sich bei T.R. von Anfang an eine ausgeprägte persönliche Handschrift feststellen, eine stilistische Entwicklung ist hingegen abgesehen von verstärktem Verzicht auf Beiwerk, betonterer Linearität und eine größere Plastizität der Formen kaum erkennbar. - Neue Dimensionen wurden im uvre T.R's mittels vorgegebener Formen erschlossen (`sanfter Tyrann') und so eine realistische aber auch sehr persönliche und intime bürgerliche Kunst entwickelt. Sein Wirkungsfeld war allerdings geographisch und zeitlich beschränkt und sein Werk kann zukunftsweisend, wenngleich er eine relativ große Zahl von Schülern in seiner Werkstatt beschäftigt hatte.
Werke: Das Ziel, das T.R. in seinen Werken verfolgte, war, das Leiden Christie bildhaft wiederzugeben. Passion und Beweinung waren die Hauptthemen, die mit großer innerer Anteilnahme geschildert wurden. Es existieren zahlreiche vielfigurige großformatige Beweinungsgruppen, wie die älteste in Hessental bei Mespelbrunn/Spessart (etwa 1485-90, stilistische Zuschreibung an T.R.), und viele als selbständige Andachtsbilder gestaltete Vesperbilder. Seine Porträts, vor allem von Rittern und adelige Frauen, kennzeichnen ein ausgeprägter Naturalismus und große Einfühlsamkeit. T.R. hat sich mehrfach auf seinen Werken selbst dargestellt, nämlich auf dem Predellenrelief v. Creglinger Altar, als Nikodemus auf der Beweinungstafel in Maidbronn und schließlich in der Person des Adam, 1490 auf dem Marktportal der Marienkapelle. - Ein Vertrag von 1501, der T.R. als »Bildschnitzer von Würzburg« erwähnt, umreißt bereits seine regional beschränkte Bedeutung. In der Zeit von 1485-1504 führte T.R. gleichermaßen städtische Aufträge - in Würzburg und Umgebung - aus, erhielt aber auch als junger und unbekannter Künstler schon Aufträge von der Kirche. Nach 1504 beschränkten sich verstärkt seine städtische Aufträge auf kunsthandwerkliche Gegenstände, Großaufträge kamen hingegen von Domkapitel und Bischof. Überwiegend führte T.R. jedoch auswärtige Aufträge aus. Seine Funktion als Steuer- und Schloßmeister von 1511-14 und 1517/18 zog eine künstlerisch weniger produktive Zeit nach sich. Erst später widmete er sich seiner Werkstatt und seiner Rolle als Lehrer. - Trotz gelegentlicher Schwierigkeiten hinsichtlich sicherer bzw. nur stilistischer Zuschreibungen an T.R. sei hier der Versuch der Zusammenstellung seines uvres in chronologischer Ordnung unternommen: - Nach 1485: sog. Wieblinger Retabel; nach 1487: Grabmal des Ritters Ebenhard von Grumbach, Rimpar, Pfarrkirche; um 1490: Rothenburg, Franziskus-Retabel; 1490-92: Magdalenenaltar in Münnerstadt (ehem. Hochaltar); 1491-93: Marienkapelle Würzburg, Marktportal mit Adam und Eva (jetzt: Mainfränkisches Museum); 1494: Spital Würzburg, Vierzehn-Nothelfer-Gruppe; 1494-97: Pfarrkirche Windsheim, Chor-Retabel; um 1496 Grabstein für Kaplan Hemech in Teilheim bei Würzburg; 1496-99: Dom von Würzburg, Grabdenkmal für Fürstbischof R. v. Scherenberg; nach 1499: Grabmal des Hofmarschalls Ritter Konrad von Schaumberg in der Würzburger Marienkapelle; 1499-1500: Kreuzigungsgruppe in der Pfarrkirche Windsheim; 1499-1513: Bamberger Dom, Grabmal Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde; 1500-06: Marienkapelle Würzburg, Apostel für die Strebepfeiler (jetzt: Mainfränkischen Museum); 1501-05: St. Jakobskirche Rothenburg o.d.T., Heiligblutaltar; nach 1503: Grabmal der Gräfin Dorothea von Wertheim, Pfarrkirche Grünsfeld; 1504: Holzform für den Guß einer Schlangenbüchse im Auftrag des Würzburger Stadtrats; um 1505: Retabel aus Gramschatz (Landesgalerie Hannover); 1505-06: Annenretabel in Marienkapelle Rothenburg und »Wittenbergkruzifixus« in der Wittenberger Schloßkirche; um 1505-08: Marienretabel in der Herrgottskirche Creglingen; 1506: T.R. sog. Eichstätter Tisch für den Würzburger Stadtrat; nach 1507: Grabmal der Elisabeth Stiebar von Buttenheim in der Pfarrkirche von Buttenheim (Lkr. Bamberg); 1507-10: Allerheiligenretabel, Dominikanerinnenkloster Rothenburg; 1508: Konradstor in Würzburg, Wappenstein; ebenfalls um 1508: Kreuzigungsretabel in der Pfarrkirche Detwang; 1508-10: Dom Würzburg, Hochaltar-Retabel; um 1509: Beweinungsretabel in der Pfarrkirche Großostheim, außerdem: Windsheimer Zwölfbotenretabel; um 1509-14: Johannesretabel aus Gerolzhofen (Bayer. Nationalmuseum München); 1514: Retabel für die Pfarrkirche zu Frickenhausen; 1514-15: Ochsenfurter Taufsteintabernakel; um 1515-22: Grabdenkmal für Fürstbischof Lorenz von Bibra Würzburger Dom; 1516: Kruzefixus für die Pfarrkirche Steinach/Saale und Grabmal für Abt Trithemius nach dessen Tod 1516 im Würzburger Neumünster; 1518: Domkapitel/Bischof v. Würzburg, Entwurf für silberne Kilians-Büste; ca. 1519-22: eines der gelungensten Werke des T.R., das Beweinungsretabel in der Kirche des ehem. Zisterzienserinnenklosters Maidbronn; 1521: Dom Würzburg, Kiliansbüste; 1521/22: Rosenkranzmadonna für Wallfahrtskirche auf dem Kirchberg zu Volkach; 1523: Figuren und Wappenschilde für Dom-Ornatbehälter. - Eine bedeutende Anzahl der Werke T.R's befindet sich im Riemenschneider-Saal der Mainfränkischen Museums auf der Feste Marienburg, eingerichtet 1947, außerdem im Bayerischen Nationalmuseum München und im Kurpfälzischen Museum in Heidelberg.
Lit.: Eine ausführliche Literaturliste vor allem zu den hier nur auszugsweise angeführten Einzelaspekten findet sich in der Arbeit von I. Kalden, Tilman Riemenschneider: Werkstattleiter in Würzburg: Beiträge zur Organisation einer Bildschnitzer- und Steinbildhauerwerkstatt im ausgehenden Mittelalter (1990) 175-187. - C. Becker, Leben und Werke des Bildhauers Tilmann Riemenschneider, eines fast unbekannten aber vortrefflichen Künstlers, am Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts (1849); - E. Tönnies, Leben und Werke des Würzburger Bildschnitzers Tilmann Riemenschneider 1468-1531 (1900); - G.A. Weber, Til Riemenschneider. Sein Leben und Wirken (19113); - ders., Tilmann Riemenschneider. Die frühen Werke (1925); - L. Bruhns, Würzburger Bildhauer der Renaissance und des werdenden Barock (1923); - K. Pfister, Riemenschneider (1927); - H. Schrade, Tilman Riemenschneider, Bd. 2 (1927); - J. Bier, Tilmann Riemenschneider. Die reifen Werke (1930); - ders., Riemenschneider oder Peter Breuer? Pantheon 11, 1933, 25-28; - ders., Ein unbekannter Sebastian von Tilmann Riemenschneider, Pantheon 17, 1936, 151-153; - ders., The Bust of a Bishop by Tilmann Riemenschneider, Art Quarterly 6, 1943, 159-166; - ders., Tilmann Riemenschneider - Ein Gedenkbuch (19486); - ders., Tilmann Riemenschneider als Zeichner, Poenagen 1955, 100-113; - ders., Riemenschneider's Use of Graphic Sources, GazBA 50, 1957, 203-222; - ders., Tilmann Riemenschneider. Die späten Werke in Stein (1973); - ders., Tilmann Riemenschneider. Die späten Werke in Holz (1978); - ders., Tilmann Riemenschneider. His Life and Work (1982); - T. Demmler, Ein unbekannter Riemenschneider, Pantheon 10, 1932, 209-210; - ders., Die Meisterwerke Tilman Riemenschneiders (19392); - F. Knapp, Riemenschneider (1935); - K. Gerstenberg, Riemenschneiders Kreuzaltar in Dettwang, Zeitschrift für Kunstgeschichte 7, 1938, 205-218; - ders., Tilman Riemenschneider (19625); - M.H. von Freeden, Die Beweinung in Maidbronn (1947); - ders., Tilman Riemenschneider. Leben und Werk (19815); - G. Poensgen, Die Wiederauffindung des Windsheimer Zwölfboten-Altars von Tilmann Riemenschneider im Kurpfälzischen Museum zu Heidelberg, Kunstchronik 3, 1950, H. 4, 65-68; - ders. (Hrsg.), Der Windsheimer Zwölfbotenaltar von Tilman Riemenschneider im Kur-pfälzischen Museum zu Heidelberg. Beiträge zu seiner Geschichte und Deutung. In: Festschrift K. Lohmeyer (1955); - ders., Der Windsheimer Zwölfbotenaltar von Tilman Riemenschneider im Kurpfälzischen Museum zu Heidelberg. Beiträge zu seiner Geschichte und Deutung (1955); - ders., Altar und Geschichte (1955); - F. Winzinger, Ein zerstörtes Hauptwerk Tilman Riemenschneiders, Das Münster 4, 1951, H. 5/6, 129-137; - H. Muth, Tilman Riemenschneiders Madonna im Rosenkranz in der Wallfahrtskirche »Maria auf dem Kirchberg« bei Volkach, Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst 6, 1954, 161-169; - ders.- T. Schneiders, Tilman Riemenschneider und seine Werke (19783); - ders., Til Riemenschneiders Kruzifixus in der Pfarrkirche zu Eisingen (1979); - ders., Tilman Riemenschneider. Die Werke des Bildschnitzers und Bildhauers, seiner Werkstatt und seines Umkreises im Mainfränkischen Museum in Würzburg (1982); - ders., Tilman Riemenschneider und seine Werke (19823); - M. Kantner, Zur Rekonstruktion des Windsheimer Zwölfboten-Altars, Poensgen 1955, 139-149; - K. Mugdan, Zeitliche Stellung und Bedeutung des Altars im Werke Riemenschneiders, Poensgen 1955, 28-74; - W. Hotz, Riemenschneiders Großostheimer Beweinung (1956); - ders., Die Großostheimer Beweinung. Ein Frühwerk von Tilman Riemenschneider, Aschaffenburger Jahrbuch für Geschichte, Landeskunde und Kunst des Untermaingebietes 3, 1956, 217-226; - W. Dannheimer, Zwei Riemenschneider-Schüler. Bildschnitzer in Rothenburg ob der Tauber, Die Linde 40, 1958, H. 8, 57-59; - Ausstellung North Carolina Museum of Art, Raleigh: Sculptures of Tilmann Riemenschneider. 6.10.-11.11.1962 (1962); - E. Oellermann, Die Restaurierung des Heilig-Blut-Altares von Tilmann Riemenschneider, Bericht des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege 24, 1965, 74-85; - B. Mundt, Tilmann Riemenschneider (1966); - A. Arnold, Tilman Riemenschneiders Beweinung in Maidbronn kam aus der Ritterkapelle in Rimpar, Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst 20, 1968, 222-241; - H. Müller, Ein unbekanntes Werk Tilman Riemenschneiders, Jahrbuch des Vorarlberger Landesmuseumsvereins 114, 1970, 33-37; - H. Bauer-G. Stolz, Engelsgruß und Sakramentshaus in St. Lorenz zu Nürnberg (1974); - A. Schädler, Eine Strahlenkranzmadonna von Tilman Riemenschneider im Bayerischen Nationalmuseum, Pantheon 33, 1975, 99-106; - L. Bruhns, Tilman Riemenschneider (1976); - J. Hotz, Tilman Riemenschneider (1977); - H. Krohm, Forschungsprojekt zum Frühwerk Tilman Riemenschneiders an der Skulpturengalerie, Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz 14, 1977, 133-147; - ders.- E. Oellermann, Der ehemalige Münnerstädter Magdalenenaltear von Tilman Riemenschneider und seine Geschichte - Forschungsergebnisse zur monchromen Oberflächengestalt, Zeitschrift des deutschen Vereins für Kunstwissenschaft 34, 1980, 16-99; - ders., Die Stigmatisation des hl. Franz von Assisi in Rothenburg o.d.T. - ein Frühwerk Tilman Riemenschneiders, Altfränkische Bilder und Wappenkalender 80, 1981, 2-5; - ders., Tilman Riemenschneider - Frühe Werke. Rückblick auf das Forschungsprojekt der Skulpturengalerie und die Ausstellung in Würzburg, Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz 18, 1981, 39-58; - ders. (Hrsg.), Zum Frühwerk Tilman Riemenschneiders - Eine Dokumentation, Ausstellung Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Skulpturengalerie (1982); - ders., Die Rothenburger Passion. Im Reichsstadtmuseum Rothenburg ob der Tauber (1985); - G. Taubert, Tagungsbericht. Erstes internationales Colloquium im Rahmen des Forschungsprojektes zum Frühwerk Tilman Riemenschneiders 9.-11.3.1978, Berlin, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Maltechnik Restauro 84, 1978, 198-202; - H. v. Hintzenstern, Die Altäre in Bibra. Aus Riemenschneiders Werkstatt (19803); - E.M. Vetter, Tilman Riemenschneiders Münnerstädter Altar. Zum Verständnis des theologischen Gehalts, Pantheon 38, 1980, 359-376; - ders., Würzburg. Mainfränkisches Museum. Ausstellung: Tilman Riemenschneider - Frühe Werke, Pantheon 40, 1982, 66 f.; - Tilman Rienemschneider - Frühe Werke. Katalog der Sonderausstellung im Mainfränkischen Museum Würzburg vom 5.9. - 1.11.1981 (Berlin-Regensburg 1981); - J. Rasmussen, Tilman Riemenschneider - Frühe Werke. Ausstellung im Mainfränkischen Museum Würzburg vom 5.9. bis 1.11.1981, Kunstchronik 34, 1981, H. 11, 413-420; - B. Buczynski-A. Kratz, Untersuchungen an Steinbildwerken Tilman Riemenschneiders in: Tilman Riemenschneider - Frühe Werke (1981) 335-375; - E. Soder von Güldenstubbe, Kulturelles Leben im Würzburg der Riemenschneiderzeit. Beiheft zum Katalog Tilman Riemenschneider - Frühe Werke (1981); - W. Trappe, Tilman Riemenschneider. Zwischen Krummstab und Morgenstern (1983); - M. Baxandall, Die Kunst der Bildschnitzer. Tilman Riemenschneider, Veit Stoß und ihre Zeitgenossen (1984); - I. Kalden, Tilman Riemenschneiders Kaisergrab im Bamberger Dom (1499-1513) (unpubl. 1985); - dies., Beiträge zu Tilman Riemenschneiders Kaisergrab im Bamberger Dom, 123. Bericht des Historischen Vereins für die Pflege der Geschichte des ehemaligen Fürstbistums Bamberg, 1987, 69-119; - dies., Tilman Riemenschneider: Werkstattleiter in Würzburg: Beiträge zur Organisation einer Bildschnitzer- und Steinbildhauerwerkstatt im ausgehenden Mittelalter (1990); - E. Zimmermann, Die mittelalterlichen Bildwerke in Holz, Stein, Ton und Bronze mit ausgewählten Beispielen der Bauskulptur (= Katalog Badisches Landesmuseum Karlsruhe) (1985); - E. Schneider, Zu den Spuren Riemenschneiders im Aschaffenburger Raum. In: Aschaffenburger Jahrbuch für Geschichte, Landeskunde und Kunst des Untermaingebietes 1990, 13-13, 47-87. - allgemeine Werke: J. Baum, Die Ulmer Plastik um 1500 (1911); - M.J. Liebmann, Die deutsche Plastik 1350-1550 (1982).
Margit Brinke
Werkeergänzung:
Petrus, Mittelpunkt des Apostelabschiedsaltars von Tilman Riemenschneider. Ein Frühwerk von 1491. Allerheiligenkirche in Kleinschwarzenlohe bei Nürnberg.
Literaturergänzung:
1999
Julien Chapuis (Hrsg.): Tilman Riemenschneider. Master Sculpture of the Late Middle Ages (Ausstellungskatalog: Washington und New York, The Metropolitan Museum of Art, 3. Okt. 1999 - 9. Jan. 2000), Washington 1999; -
2000
Holger Simon: Der Creglinger Marienaltar von Tilman Riemenschneider, Berlin 1998; -ders.: Eine Hl. Barbara von Tilman Riemenschneider im Schnütgen-Museum, in: Kölner Museen Bulletin 1, Köln 2000, 2-9; -ders.: Zur Ausstellungsinszenierung "spätgotischer" Skulptur mit Anmerkungen zur Riemenschneider-Forschung, in: Pantheon, München 2000, 184-187; -
2004
T.R., c.1460-1531. Ed. by Julien Chapuis. New Haven 2004 (=Studies in the history of art ; 65: Symposium papers; 42); - Erik Soder von Güldenstubbe ; Ariane Weidlich, T.R. u. sein Erbe im Taubertal. Großrinderfeld 2004; - Tilman Röhrig, Riemenschneider. Piper Verlag, München 2007; -
2009
Hanswernfried Muth, R. in Franken. Aktualisiert von Iris Kalden-Rosenfeld. Königstein im Taunus 2009; - Tilman Röhrig, Riemenschneider. Taschenbuchausgabe. Piper Verlag, München 2009; - Iris Kalden-Rosenfeld, Tilmann Riemenschneider, Der Creglinger Altar. Königsteim im Taunus 2009.
Letzte Änderung: 20.01.2010