Verlag Traugott Bautz |
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RIMBERT (Rembert), Hl., OSB. EB v. Hamburg-Bremen, * um 830 in Flandern, † 11.6. 888 in Bremen (Festtag nach dem Martyrologium Romanum am 4. Februar, im MA in den Diöz. Hamburg-Bremen u. Ratzeburg am 11. Juni). - R. stammte aus flandrischem Adel und wurde im Kloster Thurolt (Flandern) erzogen. Stand unter dem prägendem Einfluß und im Dienst v. Ansgar, als dessen Nachfolger er 865 zum EB v. Hamburg-Bremen gewählt wurde; die Investitur erfolgte durch Kg. Ludwig den Deutschen, die Verleihung des Palliums durch Papst Nikolaus I. R. versuchte 866-876 großenteils erfolglos, die unter Ansgar begonnene Missionierung Dänemarks und Schwedens fortzusetzen. Für Bremen konnte er 888 das Münz- und Zollregal erwerben, was zur finanziellen Stärkung des Erzbistums führte. - R. verfaßte eine Vita sancti Ansgari, die nicht nur biographisch wertvoll, sondern aufschlußreich auch für die Kenntnis der Gesch. Nordeuropas (ehemaliges Missionsgebiet Ansgars) ist.
Lit.: Max Manitius, Gesch. der lat. Lit. des MA, I, 1911, 705-707; - Franz Brunhölzl, Gesch. der lat. Lit. des MA, I, 1975, 385 u. 563; - LThK VIII, 1313; - Wolgang Buchwald/Armin Hohlweg/Otto Prinz, Tusculum-Lexikon griech. u. lat. Autoren des Altertums u. des MA, 19823, 700.
Achim Krümmel
Literaturergänzung:
1991
Walter Berschin, Biographie u. Epochenstil im lat. Mittelalter. Bd. 3. Stuttgart 1991, S. 341-351; -
2004
Stephan Waldhoff, Psalmenfrömmigkeit im frühen Mittelalter. Das Zeugnis der "Vita Anskarii", in: ALW 46.2004, S. 37-56; -
2005
David Fraesdorff, D. barbarische Norden. Vorstellungen und Fremdheitskategorien bei Rimbert, Thietmar von Merseburg, Adam von Bremen u. Helmold von Bosau. Berlin 2005 (=Orbis mediaevalis; 5); - Hilde Rieper, Rimbert - e. Leben mit Ansgar. Überarb. Neuaufl. Hamburg 2005.
Letzte Änderung: 09.04.2011