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Band VIII (1994)Spalten 1371-1378 Autor: Bernd Kettern

SARTRE, Jean-Paul, * 21.6. 1905 in Paris, † 15.4. 1980 in Paris, französischer Philosoph und Schriftsteller. S.s Mutter Anne-Marie, geb. Schweitzer, entstammte einer Elsässer Lehrerfamilie, sein Vater war Marineoffizier und starb kurz nach der Geburt des Sohnes. Die Erziehung und Bildung des jungen S. wurde weitgehend vom als Deutschlehrer tätigen Großvater Charles Schweitzer übernommen (vgl. zu dieser Lebensphase den autobiographischen Essay »Die Wörter«). Nach Besuch des Gymnasiums und des Pariser Lycée Henri IV. immatrikulierte sich S. 1924 an der Ecole Normale Supérieure zunächst für Philologie. Später bestand er Examina in Psychologie, Soziologie und Logik, arbeitete an einer Dissertation über »Die Einbildungskraft in der Psychologie« und, begleitend dazu, an einem Roman. In diese Jahre fiel 1929 die Bekanntschaft mit der späteren Lebensgefährtin Simone de Beauvoir. Auch sie entstammte dem gehobenen Bürgertum und teilt S.s Kritik dieser besonderen Form des gesellschaftlichen Lebens. Während seiner achtzehnmonatigen Militärzeit verfaßte S. Theaterstücke und den Romanessay »Epiméthée«. Anschließend war er im Schuldienst tätig: 1931 Gymnasial-Professor für Philosophie in Le Havre, 1936 in Laon, 1937 in Neuilly-sur-Seine und Paris, seit 1945 Beurlaubung vom Lehramt. 1933-1934 verbrachte S. als Stipendiat des Institut Français in Berlin. Aufgrund der Lektüre von Husserl und Heidegger überarbeitete er seinen im Entstehen befindlichen Roman »Der Ekel«. Die Beschäftigung mit der Phänomenologie spiegelte sich zudem im Essay »Die Transzendenz des Ego«. In der 1940 erschienenen Abhandlung »Das Imaginäre. Phänomenologische Psychologie der Einbildungskraft« faßte S. die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung zusammen. Seit 1938 war S. als Schriftsteller einem größeren Publikum durch die Veröffentlichung des Romans »Der Ekel« bekannt geworden. Ein Jahr später folgte eine Sammlung Kurzgeschichten (»Die Mauer«). Unterbrochen vom Kriegsdienst und Gefangenschaft nahm S. nach der Rückkehr die schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Neben Theaterstücken entstand sein philosophisches Hauptwerk »Das Sein und das Nichts«. Das Werk erschien 1943 und fand zunächst kaum Beachtung. Nach Kriegsende wurde S. Amerika-Korrespondent für die Zeitungen »Combat« und »Figaro«. 1945 wurde er Chefredakteur der Zeitschrift »Les temps modernes«, dem wichtigsten Organ der französischen Existentialisten. S. wirkte nach 1945 in die Diskussionen über Kollektivschuld, Freiheit, Faschismus und Totalitarismus hinein. S.s Plädoyer für den Kommunismus führte zum Bruch mit Raymond Aron, André Gide, André Malraux und anderen. S.s Literaturtheorie fand ihren Niederschlag im 1947 publizierten Aufsatz »Was ist Literatur?«; der Versuch, die Theorie von der engagierten Literatur konkret umzusetzen, wurde in der Fragment gebliebenen Roman-Tetralogie »Die Wege der Freiheit« (1945-1949) unternommen. S. dokumentierte in »Der Kommunismus und der Frieden« (1952) sowie durch die Teilnahme am Weltfriedenskongreß auch öffentlich seine Parteinnahme für den Kommunismus. Nach Reisen durch die Sowjetunion und China (Herbst 1955) trennte er sich 1956 jedoch von der Partei. Dennoch verbanden sich in der Folge weiterhin in S.s Schriften Elemente des Existenzialismus mit solchen einer materialistisch-marxistischen Weltsicht, insbesondere im zweiten philosophischen Hauptwerk »Kritik der dialektischen Vernunft« (1960). 1964 lehnte S. den ihm verliehenen Literatur-Nobelpreis ab. Während der Pariser Studentenunruhen von 1968 lieh S. dem Protest seine Stimme. Allmählich erfolgte aber der resignierte Rückzug aus der Politik. Die großangelegte Biographie Flauberts sollte das letzte literarische Projekt werden. Philosophisch beschäftigte ihn in den letzten Lebensjahren die Arbeit an einer Ethik. - Philosophische, politische und literarische Werke, Dramen, Romane und Novellen machten S. zeitweilig zu einem der einflußreichsten und umstrittendsten Denker. Sein umfangreiches Werk widersetzt sich jedem Versuch einer Einordnung. In kritischer Anlehnung an Hegel, Marx, Freud, Husserl, und Heidegger entwickelte er eine existentialistische Phänomenologie, die ontologisch und anthropologisch ausdifferenziert wurde. Unter den Bedingungen der philosophischen Bewegungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts versuchte S. in seinem Denken den Weg von Hegel zu Marx nachzuvollziehen. Dem An-sich-Sein der Dinge stellte der frühe S. das Für-sich Sein des Menschen entgegen. Die Seinsfülle bestimmt ersteres positiv und als mit sich identisch, letzteres hingegen wird durch den Seinsmangel negativ als in seinem Wesen unbestimmt bestimmt. Es gibt keine Natur des Menschen, seine Existenz geht seiner Essenz voraus. Der Mensch ist nicht, sondern verhält sich zum Sein und zu sich selbst. Als solcher ist er nicht mit sich identisch wie dies die Dinge sind, und er leidet unter diesem inneren Zwiespalt. Weil der Mensch nicht ist, sondern zu sein hat, ist seine Existenz ein stets zu realisierender Entwurf, der aber nie bleibend ist. Die konkrete Existenz entscheidet sich in freier Wahl durch Engagement. Geschichte und Moral sind Ergebnisse des schöpferischen Prozesses menschlichen Entscheidens: der Mensch ist sich selbst Maßstab. Existenz ist Freiheit, Freiheit damit Aufgabe und und Würde des Menschen; diese ist aber begrenzt durch die Freiheit des Anderen. Geschichte hat beim frühen S. nur den Sinn, den ihr der Mensch gibt; der spätere marxistische S. tritt hingegen für eine dieser Weltanschauung entsprechende Geschichtsauffassung ein. Sinngebung im Sinnlosen, so ließe sich die Absurdität der menschlichen Existenz formulieren, gegen die sie sich auflehnt. Diese Ambivalenz der Welt gilt es für den Menschen auszuhalten. Dabei spricht S. dem Akt der Wahl beim Sich-Entwerfen zentrale Bedeutung zu, erkennt jedoch nicht die Gefahr des Dezisionismus. S. s früher Grundentwurf ist die Vorstellung nach einer Vereinigung des An-sich-Sein mit dem Für-sich-Sein. Dieses Verlangen ist vergeblich. Das eine ist mit dem anderen als seiner Nichtung (néantisation) unvereinbar. An-sich-für-sich ist Ideal, das der Mensch entworfen hat, und »das die Religionen Gott nennen«. Es handelt sich aber um ein unmögliches Ideal; es gibt Gott nicht, es kann ihn nicht geben. Der Roman »Der Ekel« (1938) - Vorläufer und literarisches Pendant des Werkes von 1943 - leugnet alle transzendentale Gehalte; er schildert, wie in einem Individuum angesichts der allseitigen Absurdität ein Ekel aufsteigt, der sich allerdings als Anstoß zur Freiheit erweist: Die radikale Erkenntnis des Sinnlosen läßt den Willen zum Durchhalten entstehen. Die Romanreihe »Die Wege der Freiheit« ist in absichtlich kunstloser Prosa geschrieben. Sie zeigt gleichfalls, daß der Mensch frei werden kann, wenn er sich in seinem Wissen um Verlassenheit zu irgendeinem Tun oder auch Nichttun entscheidet. S.s »Kritik der dialektischen Vernunft« enthält den Versuch, individuelle Freiheit und Kollektivbewußtsein zu vereinen, und damit den Versuch, das politisch-sozialistische Engagement mit einer theoretischen Grundlage zu versehen. Der Existentialismus verweise auf die Subjektivität, die auch im marxistischen Denken nicht auflösbar sei.

Werke: dt.: Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Reinbek (siehe zu den jeweiligen Titeln); Philosophische Schriften I, 4 Bde., Reinbek 1994 (enthält die bis 1948 entstandenen philosophischen Schriften); La transcendance de l'ego. Esquisse d'une description phénoménologique, in: Recherches philosophiques 6 (1936/37), 85-123 (Einzelausgabe: Paris 1965; dt.: Die Transzendenz des Ego. Versuch einer phänomenologischen Beschreibung. Übers. von Herbert Schmitt, in: Die Transzendenz des Ego. Drei Essays, Reinbek 1964); L'imagination. Étude critique, Paris 1936 (Neuausgabe: Paris 1956 [Nouvelle Encyclopédie Philosophique, 10]; dt.: Über die Einbildungskraft. Übers. von Abelle Christaller, in: Die Transzendenz des Ego. Drei Essays, Reinbek 1964); La nausée, Paris 1938 (dt.: Der Ekel, Stuttgart 1949, Reinbek 1963); Esquisse d'une théorie des émotions, Paris 1939 (dt.: Entwurf einer Theorie der Emotionen. Übers. von Alexa Wagner, in: Die Transzendenz des Ego. Drei Essays, Reinbek 1964); Le mur, Paris 1939 (dt.: Die Mauer, Stuttgart 1950); L'imaginaire. Psychologie phénoménologique de l'imagination, Paris 1940 (dt.: Das Imaginäre. Phänomenologische Psychologie der Einbildungskraft [Mit einem Beitrag »S. über S.«]. Übers. von Hans Schöneberg, Reinbek 1971); L'être et le néant. Essai d'ontologie phénomenologique, Paris 1943 (dt.: Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie. Bearb. und übers. von Justus Streller, Reinbek 1952; Neuausgabe mit Übers. von Justus Streller, Karl August Ott und Alexa Wagner, Reinbek 1962); Les mouches, Paris 1943 (dt.: Die Fliegen, Stuttgart 1949); Huis clos, Paris 1945; S. (Hrsg.), Les temps modernes. Revue mensuelle, Paris 1945 ff.; Les chemins de la liberté, 3 Bde., Paris 1945-1949 (dt.: Die Wege der Freiheit, 3 Bde., Reinbek 1949-1951); L'existentialisme est un humanisme, Paris 1946 (dt.: Ist der Existentialismus ein Humanismus? Zürich 1947; wiederabgedr. in: Drei Essays, Frankfurt 1960); Morts sans sépulture, Lausanne 1946; La putain respectueuse, Paris 1946; Réflexions sur la question juive, Paris 1946 (dt.: Betrachtungen zur Judenfrage. Psychoanalyse des Antisemitismus. Übers. von Hedi Wurzian, Zürich 1948; wiederabgedr. in: Drei Essays, Frankfurt 1960); Baudelaire, Paris 1947 (dt.: Baudelaire. Ein Essay. Übers. von Beate Möhring, Hamburg 1953; Neuausgabe in: Gesammelte Werke in Einzelausgaben. Schriften zur Literatur 2, Reinbek 1978); Les jeux sont faits, Paris 1947, L'engrenage, Paris 1948; Situations I-III, Paris 1947-1949 (dt.: Auswahl in: Situationen. Essays. Übers. von Hans Georg Brenner und Günther Scheel, Reinbek 1956; Erweiterte Neuausgabe, Reinbek 1965; Was ist Literatur? Übers. von Hans Georg Brenner, Reinbek 1950 (Neuausgabe 1958); Materialismus und Revolution, Zürich 1950 (wiederabgedr. in: Drei Essays, Frankfurt 1960); Der Mensch und die Dinge. Aufsätze zur Literatur 1938-1946, Reinbek 1978; Bewußtsein und Erkenntnis. Philosophische Aufsätze 1943-1949, hrsg. von Traugott König, Reinbek 1982; Paris unter der Besetzung. Politische Artikel 1944-1945, Reinbek 1983; Reisen, Reinbek 1983; Schwarze und weiße Literatur. Aufsätze zur Literatur 1948-1960, Reinbek 1982; Die Suche nach dem Absoluten. Schriften zur bildenden Kunst und Musik, Reinbek 1982); Les mains sales, Paris 1948; Conscience de soi et connaissance de soi, in: Bulletin de la Société Française de Philosophie 42 (1948), 49-91 (dt.: Bewußtsein und Selbsterkenntnis. Die Seinsdimension des Subjekts. Übers. von Margot Fleischer und Hans Schöneberg, Reinbek 1973); Entretiens sur la politique (gemeinsam mit David Rousset und Gérard Rosenthal), Paris 1949; Le diable et le bon dieu, Paris 1951; Saint Genet, comédien et martyr, Paris 1952; L'affaire Henri-Martin. Commentaire, Paris 1953 (dt: Wider das Unrecht. Übers. von Karl Heinrich, Berlin 1953); Kean, Paris 1954; Nekrassov, Paris 1956; Question de méthode, in: Les temps modernes 13 (1957/58), 338-417.658-697 (dt.: Marxismus und Existentialismus. Versuch einer Methodik. Übers. von Herbert Schmitt, Reinbek 1964); Les séquestrés d'Altona, Paris 1960; Critique de la raison dialectique, précédé de Question de méthode, Bd. 1: Thèorie des ensembles practiques, Paris 1960 (dt.: Kritik der dialektischen Vernunft, Bd. 1: Theorie der gesellschaftlichen Praxis. Übers. von Traugott König, Reinbek 1967); Marxisme et existentialisme. Controverse sur la dialectique, Paris 1962 (dt.: Existentialismus und Marxismus. Eine Kontroverse zwischen S., Garaudy, Hyppolite, Vigier und Orcel. Übers. von Elisabeth Schneider, Frankfurt a.M. 1965); Les mots, Paris 1964 (dt.: Die Wörter. Übers. von Hans Mayer, Reinbek 1965); Situations IV. Portraits, Paris 1964 (dt.: Porträts und Perspektiven, Reinbek 1968); Situations V. Colonialisme et néo-colonialisme, Paris 1964 (dt.: Kolonialismus und Neokolonialismus. Sieben Essays, Reinbek 1968); Situations VI. Problèmes du marxisme I, Paris 1964; Situations VII. Problèmes du marxisme II, Paris 1965; Euripide. Les Troyennes, Paris 1965; L'idiot de la famille. Gustave Flaubert de 1821 à 1857, 3 Bde., Paris 1971-1972 (dt.: Der Idiot der Familie. Gustave Flaubert 1821-1857, 5 Bde. Übers. von Traugott König, Reinbek 1977-1979); Situations VIII. Autour de 68, Paris 1972 (dt.: Das Vietnam-Tribunal oder Amerika vor Gericht, Reinbek 1968; Das Vietnam-Tribunal II oder die Verurteilung Amerikas, Reinbek 1969; Mai '98 und die Folgen. Reden, Interviews, Aufsätze, 2 Bde., Reinbek 1974-1975); Situations IX. Mélanges, Paris 1972 (dt.: u.a. Was kann Literatur?, Reinbek 1979; Determination und Freiheit, Reinbek 1983); Un théâtre de situations, Paris 1973 (dt.: Mythos und Realität des Theaters, Reinbek 1979); On a raison de se révolter. Discussions, Paris 1974 (dt.: Der Intelektuelle als Revolutionär. Streitgespräche, Reinbek 1976); Situations X. Politique et autobiographie, Paris 1976 (dt.: S. über S., Reinbek 1977); S. Un film réalisé par Alexandre Astruc et Michel Contat, Paris 1977 (dt.: S., Reinbek 1977).

Bibliographie: Régis Jolivet, Französische Existenzphilosophie, Bern 1948; - Kenneth Douglas, A critical bibliography of existentialism (The Paris School), New Haven/Conn. 1950; - Maurice Natanson, Bibliography, in: Ders., A critique of J.-P. S.'s ontology, Lincoln 1951, 127-136; - Allen J. Belkind, J.-P. S. S. and existentialism in English. A bibliographical guide, Kent/Ohio 1970; - Michel Contant/Michel Rybalka, Les écrits de S. Bibliographie commentée, Paris 1970; - François Lapointe, Bibliography on J.P. S., in: Man and World 5 (1972), 193-346; - François und Claire Lapointe, S. and his critics. An international bibliography (1938-1975), Bowling Green (Ohio) 1975; - Robert Wilcocks, J.P. S. A bibliography of international criticism, Edmonton 1975; - Gernot U. Gabel, S.: a comprehensive bibliography of international theses and dissertations 1950-1985, Hürth-Effern 1992.

Lit.: Claude-Edmonde Magny, S. ou la duplicité de l'être. Ascèse ou mythomanie, in: Ders., Les sandales d'Empédocle, Neuchâtel 1945, 105-172 (Neuauflage Paris 1960); - Pierre Boutang/Bernard Pingaud, S. est-il un posséde? Suivi de un univers figé, Paris 1946; - August Brunner, Zur Freiheit verurteilt. J.-P. S. s Existenzialphilosophie, in: Stimmen der Zeit 140 (1947), 178-190; - Francis Jeanson, Le problème moral et la pensée de S., Paris 1947 (Neuausgabe 1966); - Simone de Beauvoir, L'existentialisme et la sagesse des nations, Paris 1948; - André Brissaud, Situation de J.-P. S., in: Synthèses 2 (1948), 215-228. 332-347; - Pierre-Henri Simon, J.-P. S. ou la navigation sans étoiles, in: Ders., L'homme en procès, Neuchâtel 1949, 53-91; - Friedrich Hirth, Vier französische Dichter unserer Tage, in: Romanistische Beiträge 1 (1950), 3-25; - H.J. Blackham, J.-P. S., in: Ders., Six existentialist thinkers, London 1951, 110-148; - Hans H. Holz, J.-P. S. Darstellung und Kritik seiner Philosophie, Meisenheim/Glan 1951; - Karl August Horst, S. oder die Kunst im Vakuum, in: Merkur 6 (1952), 744-757; - Gotthard Montesi, S. und die Sartristen oder Hybris und Erniedrigung des Menschen, in: Wort und Wahrheit 7 (1952), 656-674; - J. Wahl, Les philosophies de l'existence, Paris 1954; - Joseph Möller, Absurdes Spiel? Eine Auseinandersetzung mit der Ontologie J.-P. S.s, Stuttgart 1959; - Maria Otto, Reue und Freiheit. Versuch über ihre Beziehung im Ausgang von S.s Drama, Freiburg 1961; - Rüdiger Bubner, Phänomenologie, Reflexion und cartesianische Existenz. Zu J.-P. S.s Begriff des Bewußtseins, Heidelberg Univ. Diss. 1964; - Ghanem-Georges Hana, Freiheit und Person. Eine Auseinandersetzung mit der Darstellung J.-P. S.s, München 1965; - M.A. Burnier, Les Existentialistes et la politique, Paris 1966; - P. Tody, S.: A biographical introduction, London 1971; - P. Veerstraten, Violence et éthique. Esquisse d'une critique de la morale dialectique à partir du theâtre politique de S., Paris 1972; - G. Hasenhüttl, Gott ohne Gott. Ein Dialog mit J.-P. S., Graz-Wien 1972; - Gerhard Seel, S.s Dialektik. Zur Methode und Begründung seiner Philosophie unter besonderer Berücksichtigung der Subjekts-, Zeit- und Werttheorie, Bonn 1971; - Peter Kampits, S. und die Frage nach dem Anderen. Eine sozialontologische Untersuchung, Wien 1975; - Ingbert Knecht, Theorie der Entfremdung bei S. und Marx, Meisenheim am Glan 1975; - Christian Descamps, Formen des Existentialismus, in: François Châtelet (Hrsg.), Geschichte der Philosophie, Bd. 8, Frankfurt a.M. 1975, 198-235, hier: 199-214; - Rupert Neudeck, Die politische Ethik bei J.-P. S. und Albert Camus, Bonn 1975; - Max Charlesworth, The existentialists and J.-P. S., New York 1976; - Pietro Chiodi, S. and marxism, Hassocks (Sussex) 1976; - Marcos Lutz-Müller, S.s Theorie der Negation, Frankfurt a.M. 1976; - Phyllis Sutton Morris, S's concept of a person. An analytic approach, Amherst 1976; - George J. Stack, S's philosophy of social existence, St. Louis (Miss.) 1977; - Peter Caws, S., London, 1979; - Martin Gisi, Der Begriff Spiel im Denken J.-P. S.s. Entfremdete und authentische Existenz dargestellt anhand des Begriffes Spiel, Königstein/Ts. 1979; - Philippe Hodard, S. entre Marx et Freud, Paris 1979; - Rupert Neudeck, S., in: Religionskritik von der Aufklärung bis zur Gegenwart, hrsg. von Karl-Heinz Weger, Freiburg 1979, 268-274; - Dieter Hombach, Die Grundlegung der Dialektik, J.-P. S. als Initiator einer freien Praxis, Frankfurt a. M. 1980; - Iris Murdoch, S. - romantic realist, Brighton 21980; - Joseph Kariuki, The possibility of universal moral judgement in existential ethics. A critical analysis of the phenomenology of moral experience according to J.-P. S., hrsg. von Arthur F. Utz, Frankfurt a.M. 1981; - Dorando J. Michelini, Der Andere in der Dialektik der Freiheit. Eine Untersuchung zur Philosophie J.-P. S.s, Frankfurt 1981; - Paul Arthur Schilpp (Hrsg.), The philosophy of J.-P. S., La Salle (Ill.) 1981; - Rudolph Berlinger, S.s Existenzerfahrung - ein Anlaß zu philosophischer Nachdenklichkeit, Würzburg 1982; - Christoph König, Dialektik und ästethische Kommunikation. J.-P. S.s philosophische Phasen, Frankfurt a.M. 1982; - Simone de Beauvoir, Die Zeremonie des Abschieds und Gespräche mit J.-P. S. August - September 1974, Reinbek 1983; - Klaus Hartmann, Die Philosophie J.-P. S.s. Zwei Untersuchungen zu L'être et le néant und zur Critique de la raison dialectique, Berlin 1983 (vereint »Grundzüge der Ontologie S.s in ihrem Verhältnis zu Hegels Logik« und »S.s Sozialphilosophie«); - Christoph Miething, Saint-S. oder der autobiographische Gott, Heidelberg 1983; - Wolfgang Röd, Dialektische Philosophie der Neuzeit, München 21986, 283-286. 308-311; - Simon Glynn, S. - an investigation of some major themes, Aldershot 1987; - Manfred Thiel, J.-P. S. - Schriftsteller oder Philosoph? Oder Schriftsteller für alle sucht Publikum, Heidelberg 1987; - Annie Cohen-Solal, S. 1905-1980, Reinbek 1988; - David Detmer, Freedom as a value. A critique of the ethical theory of J.-P. S., La Salle (Ill.) 1988; - Christopher M. Fry, S. and Hegel. The variations of an enigma in »L'être et le néant«, Bonn 1988; - Emil Kaufmann, Macht und Arbeit. J.-P. S. und die europäische Neuzeit, Würzburg 1988; - Thomas H. Damast, S.s Einleitung in die phänomenologische Ontologie, Bonn Univ. Diss. 1989; - Martin Dornberg, Gewalt und Subjekt. Eine kritische Untersuchung zum Subjektbegriff in der Philosophie J.-P. S.s, Würzburg 1989; - Walter Lesch, Imagination und Moral. Interferenzen von Ästhetik, Ethik und Religionskritik in S.s Literaturverständnis, Würzburg 1989; - Ute Sorg, Freiheit und Entfremdung. Die Philosophie J.-P. S.s und deren Bedeutung für die Pädagogik, Zürich Univ. Diss. 1989; - Alexander Schwan, Existenzphilosophie und Existentialismus, in: Karl Graf Ballestrem/Henning Ottmann (Hrsg.), Politische Philosophie des 20. Jahrhunderts, München-Wien 1990, 211-242; - Christina Howells (Hrsg.), The Cambridge Companion to S., Cambridge 1992; - Kari Palonen, Politik als Vereitelung. Die Politikkonzeption in J.-P. S.s »Critique de la raison dialectique«, Münster 1992; - Michael Scriven, S. and the media, Basingstoke 1993; - Thomas Damast, J.-P. S. und das Problem des Idealismus. Eine Untersuchung zur Einleitung in »L'être et le néant«, Berlin 1994.

Bernd Kettern

Werkeergänzung:

2005

Entwürfe f. e. Moralphilos. Übers. von Hans Schöneberg, Vincent von Wroblewsky. Reinbek 2005;

2008

Huis clos. Texte et documents. Prés. et annotés par Monika Beutter. Neubearb. Stuttgart 2008.

Literaturergänzung

1982

Stuart Z. Charmé, Normative and religious elements in S.'s existential psychoanalysis, in: JAAR 50.1982, S. 557-574; -

1989

Claudio Tognonato, A proposito di J.-P.S., in: Aquinas 32.1989, S. 153-182; -

1990

Francoise Lamoureux, Une philosophie en images. (J.P. Sartre et G. Marcel), in: Angelicum 67.1990, S. 73-85; - Claudio Tognonato, La dialettica come "dépasser" in S., in: Aquinas 33.1990, S. 365-404; -

1992

J.-P. S. Ulrike Bardt (Hrsg.). Darmstadt 2008;- Claudio Tognonato, L'impegno come morale nei "Cahiers" di J.-P. S., in: Aquinas 35.1992, S. 181-218; -

1993

Rivca Gordon ; Haim Gordon, S. on Genet's consecration of evil. A rejection of fanaticism, in: ACPQ 67.1993, S. 185-200;-

1996

Heiner Wittmann, Sartre und die Kunst. Die Porträtstudien von Tintoretto bis Flaubert, Tübingen 1996; - Themenheft von ACPQ 70.1996, S. 461-618; -

1997

Francoise Lamoureux, L'esistenza umana e il tempo. Un accesso fenomenologico esistenzialista, in: Angelicum 74.1997, S. 95-115; -

1999

Oreste Aime, Fenomenologia e religione. 2, in: ATT 5.1999,1, S. 89-121; -

2004

Martin Suhr, Jean-Paul Sartre zur Einführung. 2., vollst. überarb. Aufl. Hamburg 2004 (=Zur Einführung; 294); - Dorothea Wildenburg, J.-P.S. Frankfurt a.M. 2004;- Alexei Krioukov, D. Problem d. Intersubjektivität bei Husserl u. S. Stuttgart 2004:-

2005

Peter Kelbel, Praxis und Versachlichung. Konzeptionen kritischer Sozialphilosophie bei Jürgen Habermas, Cornelius Castoriadis u. Jean-Paul Sartre. Hamburg 2005 (=Monographien zur philosophischen Forschung; 287); - Verfehlte Begegnung. Levinas und Sartre als philosophische Zeitgenossen. Hrsg. von Thomas Bedorf und Andreas Cremonini. Paderborn [u.a.] 2005 (=Übergänge; 54); - Marco Stahlhut, Schauspieler ihrer selbst. D. Performative, S., Plessner. Wien 2005; - Hans-Martin Schönherr-Mann, Die unbegrenzte Verantwortung des modernen Menschen. J.-P.S.s Wegbereitung d. eth. Denkens im 20. Jh., in: Scheiderwege 35. 2005/06, S. 35-55; - Jean-Paul S. zum 100. Geb. Raúl Fornet-Betanourt (Hrsg.) Aachen 2005 (=Concordia : Reihe Monographien; 39); - Jürgen Hengelbrock, J.-P. S. Freiheit als Notwendigkeit. Einf. in d. phil. Werk. Vollst. überarb. u. erw. Neuausg. Freiburg i.Br. [u.a.] 2005; - Emmanuel Godo, S. en diable. Paris 2005; - Florence Caeymaex, S., Merleau-Ponty, Bergson. Les phénoménologies existentialistes et leur héritage bergsonien. Hildesheim 2005;- Isabelle Grell-Feldbrügge, "Les chemins de la liberté" de S. Genèse et écriture 1938-1952. Bern [u.a.] 2005;- Heiner Hastedt, S. Leipzig 2005;- Benedict O'Donohoe, S's theatre. Acts for life. Oxford 2005;- Hans-Martin Schönherr-Mann, S. Philos. als Lebensform. München 2005;- Rainer E. Zimmermann, J.-P.S. interkulturell gelesen. Nordhausen 2005; - Detlef Michelers, Brigitte Röttgers, In Freiheit leben - J.-P.S. u. seine Zeit. Hamburg 2005. 1 CD; - Isabelle Grell, Les chemins de la liberté de S., genèse et écriture (1938-1952). Bern [u.a.] 2005; - Peter Kelbel, Praxis u. Versachlichung. Konzeptionen krit. Sozialphilos. bei Jürgen Habermas, Cornelius Castoriadis u. J.-P. S. Berlin 2005; - J.-P.S. E. Lesebuch mit Bildern. Ausgew. von Christa Hackenesch. Reinbek bei Hamburg 2005; - Emmanuel Godo, S. en diable. Paris 2005; - Rainer E. Zimmermann, J.-P.S. interkulturell gelesen. Nordhausen 2005; -

2006

Matthias Mayer, Ohnmächtige Ethik. Psychoanalyse u. Marxismus bei J.-P.S. Göttingen 2006; - Lukas Ohly, D. reale Andere u.d. Realität Gottes. Sartre u. Levinas, in: NZSTh 48.2006, S. 184-199; - Thomas Hock, J.-P.S. gegenlesen. Norderstedt [2006]; - Carnets J.-P.S. Peter Knopp ; Vincent van Wroblewsky (Hrsg.). Frankfurt a.M. 2006; - Teodor Bernardus Baba, D. Mensch - d. Philos. - d. Geschichte. J.-P.S.s Anthropologie als Metaphysik d. Vernichtung. Göttingen 2006; - Stephen Wang, The ambiguity of the self and the construction of human identity in the early S., in: ACPQ 81.2006, S. 73-88; -

2007

M. King, Believers and their disbelief, in: Zygon 42.2007, S. 779-791; - Wolfgang Theile, Dramaturgie d. Hölle. Sartres "Huis clos" u. Becketts "Fin de partie", in: Im Dienst von Kirche und Wissenschaft. Berlin 2007, S. 1107-1120; - Hazel Rowley, Tete-à-tete. Leben u. Lieben von Simone de Beauvoir u. J.-P.S. Berlin 2007; - Peter Bürger, S. Eine Philos. d. Als-ob. Frankfurt/M. 2007; - Bouchard, Sartre le maitre du soupcon. Critique de l'étude sur Nietzsche et Sartre: "Le nihilisme est-il un humanisme?", in: LTP 63.2007, S. 597-604; - J.-P.S. Eine Einf. in Leben u. Werk. Gelesen von Stefan Hunstein u. C. Bernd Sucher. Berlin 2007. 1 CD; - Dániel Biró, Moralität aus grenzenloser Freiheit. S.s existentialistische Ethik. Saarbrücken 2007; -

2008

Eine kurze Einf. Berlin 2008. 1 CD; - Ute Tometten, J.-P.S., Huis clos. Paderborn 2008; - S. u.d. Medien. Michael Lommel ; Volker Roloff (Hrsg.). Bielefeld 2008; - Sam Coombes, The early S. and Marxism. Oxford 2008; - Matthias Gillissen, Philos. d. Engagements. Bergson, Husserl, Sartre, Merleau-Ponty. Freiburg/Br. 2008; - Karl Karpisek, Sisyphos, e. Revolteur u.e. Hilfsbuchhalter. Camus, Sartre, Pessoa. Anstreifungen. Wien 2008; - Anton Distler, Kein Verstehen ohne fundamentale Ontologie. Eine philosoph. Analyse d. Werks von W.G. Sebald aufgrund d. "existentiellen Psychoanalyse" J.-P. S.s. Würzburg 2008; - Eine Moral in Situation. Peter Knopp ; Vincent von Wroblewsky (Hrsg.). Frankfurt/M. 2008; -

2009

Yaffa Wolfman, Gide and S. on Jews and Judaism, in: Interaction between Judaism and Christianity in history, religion, art and literature. Leiden [u.a.] 2009, S. 527-538; - Lebendiger S. 115 Begegnungen. Hrsg. u. übers. von Vincent von Wroblewsky. Berlin 2009; - Klaus Harms, Vor Gott ohne Gott. Freiheit, Verantwortung u. Widerstand im Kontext d. Religionskritik bei Dietrich Bonhoeffer u. Jean-Paul Sartre. Ein Beitr. zur polit. Ethik. Berlin 2009; - Heiner Wittmann, Aesthetics in Sartre and Camus. The challenge of freedom. Frankfurt/M. 2009; - Madalina Akli, Conventional and original metaphors in French autobiography. New York 2009; - Sophie Zervos, S. zwischen Freud u. Marx. Subjektivität u. Identität in Theorie u. Literarur. Hamburg 2009; - Yvonne M. Fleischmann, War Kafka Existentialist? Gracchus, Orestes, Sisyphos - literar., mytholog. u. philosoph. Brücken zu Sartre u. Camus. Marburg 2009; - Lucia Theresia Heumann, Ethik u. Ästhetik bei Fichte u. S. Eine vgl. Studie über d. Zshang von Ethik u. Ästhetik in d. Transzendentalphilosophie Fichtes u.d. Existenzialismus S.s. Amsterdam 2009; -

2010

Andrea Eder, Und ein Buch soll ja sein wie ein Kreuzworträtsel. Intertextuelle Spurensuche in Thomas Bernhards "Auslöschung": Joris-Karl Huysmans, André Gide, J.-P. S. Frankfurt/M. 2010.

Letzte Änderung: 18.03.2010