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Band XXV (2005) Spalten 1236-1237 Autor: Bernhard Hemmerle

SCHELCHSHORN, Johann Georg, * 1637 (getauft 2. Juni 1637) in Regensburg, † vor 13. Mai 1676 in Ehrenbreitstein - Stück- und Glockengießer. - Johann Georg gehörte zur IV. Generation der aus Regensburg stammenden Glockengießer-Dynastie Schelchshorn. Er ging bei seinem Bruder Johann in die Lehre. Von der Lehrzeit wurde ihm ein halbes Jahr erlassen, wahrscheinlich nur damit er heiraten konnte. Er ehelichte am 13. Sept. 1660 Veronika Bayer, und schon am 11. Nov. des gleichen Jahres ließ das Ehepaar im Regensburger Dom eine Tochter taufen. Im Frühjahr 1661 verläßt Johann Georg Schelchshorn Regensburg. Er wird 1664 in München bei der Hochzeit des Glockengießers Joh. Melchior Ernst als Trauzeuge genannt. Erst ab dem Jahre 1668 liegen dann weitere Nachrichten vor. Joh. G. Schelchshorn goß in diesem Jahr eine Glocke für die Pfarrkirche in Montabaur, und läßt zwischen 1668 und 1675 als "Kurfürstlich Trierischer Grottenmeister, Stück- und Glockengießer auf Ehrenbreitstein" fünf Kinder taufen. Beim Taufeintrag des jüngsten Kindes vom 13. Mai 1676 heißt es: "Nata est Margaretha, fil. Georgi Schelchshorn Bayerin, nata post obitum dicti parentis sui". Joh. Georg Schelchshorn ist danach vor dem 13. Mai 1676 gestorben. Seine Söhne Johann Caspar, Johann Leonhard und Christoph führen die Tradition der Familie weiter.

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Lit.: Walter, Karl, Glockenkunde, Regensburg 1913; - Wagner, J. Jacob, Alte Glockengießerfamilien in Koblenz und Umgegend, abgedr. Zwischen 1920-30 in der Koblenzer Zeitung; - derselbe: Biographische Nachrichten über einige alte Coblenzer und Ehrenbreitsteiner Familien, Koblenz 1923; - Widamann, Richard, Die Glockengießerfamilie Schelchshorn und ihre Regensburger Vorgänger, in: Blätter des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde, Nr. 2 1961; - Hemmerle, Bernhard, Ein Meisterwerk des Glockengusses. Die Schelchshorn schrieben Glockengießergeschichte, in: Almanach 2000 für das Bistum Limburg, Mainz 2000.

Bernhard Hemmerle

Letzte Änderung: 09.04.2011