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Band IX (1995)Spalten 185-191 Autor: Klaus-Gunther Wesseling

SCHIAN, Martin, evangelischer praktischer Theologe, Generalsuperintendent, * 10.8. 1869 in Liegnitz, † 11.6. 1944 in Breslau. - S., Sohn des Pfarrers Robert Schian und dessen Gattin Marie geb. Merensky, studierte nach abgelegtem Abitur von 1888 bis 1892 Theologie in Greifswald, Breslau und Halle; zu seinen Lehrern zählt S. (s.d.) Willibald Beyschlag, David Erdmann, Hermann Gunkel, Martin Kähler, Julius Köstlin und Adolf Schlatter. 1892 legt S. das Examen pro concionandi ab und tritt den Einjährig-Freiwilligen-Militärdienst in Magdeburg an. 1893/1894 absolviert S. das Wittenberger Predigerseminar und wendet sich dann wieder wissenschaftlichen Studien zu. S.s Arbeit über die Homiletik Andreas Hyperius' (s.d.; s.u.), mit der er 1896 in Breslau zum Licentiaten promoviert, geht auf die Anregung seines Lehrers Gustav Kawerau (s.d.) zurück. Von 1896 bis 1908 versieht S. den Pfarrdienst in den schlesischen Gemeinden Dalkau bei Glogau, Görlitz (1902) und Breslau (1906); hier wirkt er zudem als Privatdozent. Von 1908 bis 1924 ist S. als Lehrstuhlnachfolger Paul Drews' (s.d.) Professor für Praktische Theologie in Gießen; das Dekanat bekleidet S. zweimal (1911 und 1916), und im akademischen Jahr 1916/1917 steht S. der Ludoviciana als Rektor vor. Den 1. Weltkrieg begrüßt S. in national-religiöser Deutung (Das deutsche Christentum im Kriege; Volk, Religion, Kirche [Rektoratsrede], s.u.) wie viele seiner Zeitgenossen genauso euphorisch, wenngleich im Pathos zurückhaltender, wie er seinen Ausgang als traumatisch empfindet. Die Sozialdemokratie zuvor attackierend anerkennt S. in der Weimarer Zeit ihre gesellschaftsrelevante Funktion; S. selber wird sich bei der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) engagieren. 1903 referiert S. auf der Eisenacher Zusammenkunft der »Freunde der Christlichen Welt« über »Die Evangelische Kirche und der Staat« (1904, s.u.), 1907 über die Grenzen der Lehrfreiheit; er vertritt innerhalb der positionellen Fraktionierung die Mitte, trennt sich aber im Zusammenhang mit den Kontroversen um Karl Jatho (s.d.) von dem Freundeskreis und wird federführend bei der Gründung und Leitung der »Preußischen Kirchenzeitung« (PKZ) mitwirken. 1910 ruft S. zusammen mit August Stock (s.d.) auf Anregung Emil Sulzes (s.d.) die »Konferenz für Evangelische Gemeindearbeit« (Evangelischer Gemeindetag [ab 1916]) ins Leben. Zum 1.7. 1924 übernimmt S. in der Evangelischen Kirche der altpreußsichen Union das Amt des Generalsuperintendenten für den Westsprengel Liegnitz in Schlesien, 1928 die Honorarprofessur in Breslau. S., der Glaubensbewegung Deutsche Christen (DC) schon längst lästig, wird noch am Tage des Dienstantritts des Kirchenkommissars August Jäger (24.6. 1933) amtsenthoben. Am 19.7. wird S.s Suspendierung zwar widerrufen, doch tritt er den Dienst nicht mehr an. S.s 1937 erfolgter Vermittlungsversuch zwischen den DC und der Bekennenden Kirche bleibt ebenso ohne greifbaren Erfolg wie sein 1931 erfolgter Vermittlungsversuch zwischen (s.d.) Otto Dibelius und Karl Barth. - In seiner Inaugural-Dissertation (Die Ebed-Jahwe-Lieder, s.u.) vertritt S. in zeitweilig polemischer Auseinandersetzung mit der Fachwelt die These, daß die Gottesknechtslieder kein ursprünglicher Bestandteil von Jes 40-55 seien; Jes 62,13-53,12 gar glaubt S. nach den anderen drei Liedern datieren und dem DtJes absprechen zu können, da hier keine Weissagung, sondern eine Schilderung des Vergangenen vorliege. - S.s praktisch-theologische Arbeiten sind dem Entwurf Emil Sulzes (s.d.) verpflichtet. S., entschiedener Gegner der Perikopenordnung, plädierte für eine Trennung der dogmatischen Topoi vom individuellen Glaubensgrund, der über das eigene Erleben und Denken als Glaubensweg und -gestaltung ernst zu nehmen sei, und der Einbeziehung dieses Gedankens in die systematische Reflektion sowohl unter soteriologischem Aspekt als auch hinsichtlich einer ethischen Toleranz (vgl. Der Einfluß; Glaube und Individualität, s.u.); dieser Ansatz korrespondiert S.s Christologie, der es weniger um Jesus als den »Mann der Wunder« gehe als um den, »der das Wunder ist«. Andererseits warnt S. vor einer einseitigen Orientierung der kirchlichen Praxis am Individuum, da sie seinen sozialen Kontext vernachlässige, den Einzelnen isoliere und seine Verantwortlichkeit für die Gesamtheit verkürze (»Verloren ist, wer einzeln glaubt zu dem ersehnten Ziel zu kommen. Wen Gott vernichten will, den macht er zum Individuum - und dann lacht er« (S. [Der moderne Individualismus, 39] nach Henrik Ibsen [s.d.]). S.s Arbeit über die Militärseelsorge während des 1. Weltkriegs, die erste ihrer Art, enstand auf Veranlassung des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses. S.s Untersuchungen intendieren die Methodik und Pragmatik kirchlichen als auch praktisch-theologischen Handelns auf die Kongruenz mit dem Wesen des Christentums hin zu hinterfragen; so gelangt S. auch zur Erkenntnis, daß das vorfindliche Staatskirchentum keine der Sache des Evangeliums sonderlich zuträgliche Lösung darstellt. - Ebenfalls erstmals widmet S. der Sokratik als pädagogischer Figur eine Monographie, deren starre Begrenzung auf das Thema trotz S.s Belesenheit etwas störend wirkt. - S.s homiletisches Konzept fordert von der Predigt konkret, zeitgemäß und psychologisch zu sein; homiletische Kompetenz des Pfarrers erfordere gediegene belletristische Literaturkenntnis (S. selber ergreift zugunsten des Autors Partei bei der 1905/1906 vehement geführten Christusbild-Diskussion um Gustav Frenssens Roman »Hilligenlei«), da sich profan auch Religiöses artikuliere und folglich ebenso vermitteln lasse. Modernität des Pfarrers erweise sich in gebildeter Kenntnis und sozialem Verantwortungsbewußtsein. - S.s Werke kranken, trotz ihrer praktischen Fundierung, bisweilen an einer störenden terminologischen Unschärfe. - S. redigierte zusammen mit Wilhelm Kahl (+ 1916) die »Deutsch-evangelische Monatsblätter für den gesamten deutschen Protestantismus« (Dt.-ev.) und war Mitherausgeber der Vierteljahresschrift »Der evangelische Kirchenvorstand« (1, 1915 ff.); er redigierte als Abteilungsleiter ferner die Sparten Kirchenrecht und Kirchenpolitik in der RGG1. - Von der Straßburger Fakultät wurde S. 1906 mit der theologischen Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. - 1898 hatte S. die Offizierstochter Vally Lincke in Breslau geheiratet; aus der Ehe gingen zwei Kinder (Ursula, * 1899; Walter, * 1905, Kirchenrat in Berlin) hervor.

Werke: Die innere Mission in Schlesien, Liegnitz 18866; Die Ebde-Jahwe-Lieder in Jesaias 40-66. Ein litterarkrit. Vers. (Inaugural-Diss., Leipzig 1894), Halle 1895; Wider die Perikopen (Hh. z. ChW 29), Leipzig 1897; Die Homiletik des Andreas Hyperius: ZprTh 18 (1896), 289-324; 19 (1897), 27-66.120-149; Der Einfluß der Individualität auf Glaubensgewinnung u. Glaubensgestaltung: ZThK 7 (1897), 513-543; Der Begriff der »Erfahrung« in der Dogmatik: PrM 2 (1898), 378-388; Glaube u. Individualität: ZThK 8 (1898), 170-194; Moderne Predigt: ChW 12 (1898), 301-303.704-706; Die Sokratik im Zeitalter der Aufklärung. Ein Btr. z. Gesch. des Religionsunterrichts, Breslau 1900; Friedrich Nietzsche u. das Christentum, Görlitz 1902; - Unser Christenglaube, Göttingen 1902, 19102; Das kirchliche Leben der ev. Kirche der Prov. Schlesien (Ev. Kirchenkunde 2), Tübingen 1903; Jörn Uhl, 1903; Die ev. Kirchen u. der Staat, Görlitz 1904; Der dt. Roman seit Goethe, 1904; Fragen der Zeit (Moderne Predigt-Bibl. 4,2), Göttingen 1905; Die ev. Kirchen u. der Staat. Leit-, Zeit- u. Streitsätze v. S., Foerster, Naumann, Katzer, v. Soden, Baumgarten (Hh. z. ChW 52), Tübingen 1905; Die Neuorganisation der Mittelpartei: ChW 19 (1905), 661-667; Neuzeitliche Predigtideale: MPTh 1 (1905), 88-109; Die Predigt. Eine Einf. in die Praxis (Praktisch-Theol. Handbibl. 2), Göttingen 1906 (2. Aufl. u.d.T.: Praktische Predigtlehre, Göttingen 1911, 19233. Teilnachdr. in: Gert Hummel [Hrsg.], Aufgabe der Predigt [Wege der Forsch. 234] [Darmstadt 1971], 75-89); Die ev. Kirche in Preußen vor hundert J.: DEBl NF 6 [31] (1906), 256-278; Einzelgemeinde u. Gesamtkirche: ebd., 462-482; Wilhelm v. Polenz, ein Oberlausitzer Dichter: Niederlausitzer Magazin 81 (1906), 201-221; Rel. u. Kirche bei Wilhelm v. Polenz: ebd., 692-716; Die ev. Kirchengemeinde, Gießen 1907; Zur Beurteilung der modernen positiven Theol., Gießen 1907; Zur Einf. der Union u. Agende in Preußen unter Friedrich Wilhelm III.: DEBl NF 7 [32] (1907), 318-341; Die moderne dt. Erweckungspredigt. Antrittsvorlesung, gehalten am 14. Juli 1906: ZThK 17 (1907), 235-269; Gemeinde u. Kirche in ihrem Verhältnis z. Inneren Mission: DEBl NF 7 [32] (1907), 225-239; Ethische Predigten: MPTh 3 (1907), 446-451; Die religionsgeschichtl. Forsch. u. der christliche Glaube: DEBl NF 8 [33] (1908), 1-16; Die innere Mission u. die kirchlichen Richtungen, unter Rückgang auf Wichern: ebd., 513-551; PT. KR u. Kirchenverfassung: ThR 11 (1908), 41-46; 13 (1910), 210-249; 16 (1913), 160-171; 19 (1916), 41-52; Wernles Einf. in das theol. Studium: ThR 11 (1908), 291-300; Johann Jakob Rambach als Pr. u. Predigttheoretiker: Btrr. z. Hessischen KG 4 (1909), 89-149; PT. Liturgik: ThR 12 (1909), 71-79; 15 (1912), 133-143; 17 (1914), 446-459; 19 (1916), 166-175; Gemeindereform - die Voraussetzung aller Kirchenreform: MPTh 7 (1910), 422-427; Was braucht unsere ev. Kirche?: Dt.-ev. 1 (1910), 1-9; Der konfessionelle Friede: ebd., 503-509; Caspar Neumann als geistlicher Redner: Corr.-Bl. des Ver. f. Gesch. der ev. Kirche Schlesiens (1910), 29-45; Das Problem der PT: ThR 13 (1910), 329-347; Der moderne Individualismus u. die kirchliche Praxis (Vortrr. der theol. Konferenz z. Gießen 31), Gießen 1911; PT. Homiletik: ThR 14 (1911), 258-268; 17 (1914), 155-162; 19 (1916), 370-375; E. Chr. Achelis' Lehrbuch der PT: ThR 14 (1911), 303-313; Orthodoxie u. Pietismus im Kampf um die Predigt. Ein Btr. z. Gesch. des endenden 17. u. beginnenden 18. Jh.s (Stud. z. Gesch. des neueren Prot. 7), Gießen 1912; Ideelle Gemeinde u. empirische Gemeinde, in: Lebendige Gemeinden. Festschr., Emil Sulze z. 80. Geb. am 26. Februar 1912 dargebr. v. Carl Clemen, Johannes Eger, Paul Grünberg, Paul Kirmss, Walter Kötzschke, Carl Lammers, Heinrich Matthes, Paula Mueller, Friedrich Niebergall, M. S., Jakob Schoell, Friedrich Siegmund-Schultze, Friedrich Spitta, August Stock (Stud. z. PT 6,1) (Gießen 1912), 141-154; Die Behandlung der »letzten Dinge« in der Predigt: Jb. der pastoral-theol. Konferenz f. Westfalen (1912), 84-112; Armen-Ordnung aus der Stadt u. Vestung Giessen 1720 mitgeteilt: Dt.-ev. 3 (1912), 156-165; Modernes Christentum u. geschichtl. Überl.: ebd., 705-725; Der Pfarrer u. die Gemeindeorganisation, Leipzig 1913; Der gegenwärtige Stand der Gemeindeorganisation in den größeren Orten Dtld., aufgrund einer v. Paul Drews veranstalteten Umfrage (Hh. der Konferenz f. ev. Gemeindearbeit 3/4), Leipzig 1913; Ein russ.-orth. Kinderkatechismus aus der Zeit Peters d. Gr.: ThStKr 86 (1913), 140-153; Staatskirche? Volkskirche!: Dt.-ev. 4 (1913), 93-103; Die mittleren Richtung im kirchlichen Leben: ebd., 488-492.554-561; Der ev. Pfarrer der Ggw. wie er sein soll, Leipzig 1914, 19202; Eine Gedenkmünze auf J. J. Rambach: Arch. f. Hessische Gesch. NF 10 (1914), 130 ff.; Bedeutet der gegenwärtige Krieg den Bankerott der Christenheit?: Dt.-ev. 5 (1914), 663-671; Ernste Gedanken in Kriegszeiten: ebd., 545-548.582-591.637-640; 6 (1915), 170 ff.529 ff.; 7 (1916), 219 ff.; 8 (1917), 124 ff.; Die Kriegsbetstunde: Mitt. an die Mitgll. der Konferenz f. ev. Gemeindearbeit Nr. 8 (1914), 14-18; ST. Theol. Enz.: ThR 17 (1914), 283-289; PT. Allgemeines: ebd., 391-396; Nochmals: Ein russ.-orth. Kinderkatechismus aus der Zeit Peters d. Gr.: ThStKr 88 (1915), 268-271; Der unbelehrbare Pazifismus: Dt.-ev. 6 (1915), 462-466; Das dt. Christentum im Kriege, Leipzig 1916; Drei neuere Arbeiten z. PT: ThR 19 (1916), 399-405 (= Gerhard Krause [Hrsg.], PT. Texte z. Werden u. Selbstverständnis der praktischen Disziplin der ev. Theol. [Wege der Forsch. 264] [Darmstadt 1972], 281-287); Das allgem. Priestertum u. die kirchliche Praxis, in: Stud. z. Reformationsgesch. u. z. PT. Gustav Kawerau z. seinem 70. Geb. dargebracht (Leipzig 1917), 113-128; Johannes Eger/Otto Großmann/Waldemar Macholz/M. S., Die Durchführung des Gemeindegedankens in großstädtischen Gemeinden. Bedenken u. Entgegnungen, hsrg. von August Stock (Hh. des dt. ev. Gemeindetages 7), Leipzig 1917; Volk, Rel., Kirche: Dt.-ev. 8 (1917), 404-411.455-463; Was ist uns Luther? Ein Wort z. Reformationsjub.: ebd., 432-437; Die ev. Kirchengemeinden in der Kriegszeit (Dt. Liebesarbeit im Weltkrieg 2), Leipzig 1918; Die Dorfkirchenbewegung: Dt.-ev. 9 (1918), 365-369; Der Bankerott der Weltmoral: Dt.-ev. 10 (1919), 289-294; Die Arbeit der ev. Kirche im Felde (Die dt. ev. Kirche im Weltkriege 1), Berlin 1921, 19252; Die Reform des Gottesdienstes u. die hochkirchliche Bewegung, Gießen 1922; Grdr. der PT. (Smlg. Töpelmann 6), Gießen 1922, 19282, 3., neubearb. Aufl. 1934; Gericht über die Kirche: MPTh 20 (1924), 18-22; Kirche u. KR: MPTh 20 (1924), 73-78.108-112; Die Arbeit der ev. Kirche in der Heimat (Die dt. ev. Kirche im Weltkriege 2), Berlin 1925; Kirchlicher Parlamentarismus: PKZ 22 (1926), 16-19; (Hrsg.) Hdb. f. das kirchliche Amt, Leipzig 1928, Ergänzungsh. 1931; Das Wort Gottes u. die Predigt: MPTh 24 (1928), 230-240; Die bleibende Bedeutung des Prot., in: Vortrr. v. der 33. Generalversammlung des Ev. Bundes (1929), 15-22; (Hrsg.), Die ev. Kirche der Neuzeit in Dtld. u. in den benachbarten Gebieten dt. Sprache, bes. in der Schweiz u. in Österreich, Wiesbaden 1930 (darin: Staat u. Kirche im neuen Dtld., 47-61); Ecclesiam habemus. Ein Btr. z. Auseinandersetzung zw. Karl Barth u. Otto Dibelius, Berlin 1931; Luth. u. Bischofsamt: Das Ev. Dtld. 13 (1936), 122-123; Kirchliche Erinnerungen eines Schlesiers, Görlitz 1940. - Art.: Fakk., theol.: RGG1 II, 813-820; Krieg: Weltkrieg u. Kirche: RGG2 III, 1312-1316; Gesch. der Predigt: RE3 XV, 623-747; Modern-positiv: RGG2 IV, 126-128; Predigt, Gesch. der christlichen: RE3 XXIV, 333-346; Seeberg, Reinhold: RGG2 V, 367 f.

Lit.: Paul Drews, Dogmatik oder rel. Psychologie?: ZThK 8 (1898), 134-151; - Karl Eger, Drei neue Lehrbb. der PT: MPTh 20 (1924), 55-58 (= Gerhard Krause, PT [s.o.], 288-292); - O. Raack, Ernstes Wort an unsere Freunde u. solche, die es werden wollen: PKZ 21 (1925), 85-87; - Paul Althaus, Das Wesen des ev. Gottesdienstes. Ein Vortr.: ZSTh 4 (1926), 266-308; - Otto Dibelius, Bußtag: Das ev. Dtld. 8 (1931), 379-380; - Alfred Uckeley, Rez. M. S., Kirchliche Erinnerungen eines Schlesiers [s.o.]: ZKG 3. F. 11 [60] (1941), 303-304; - Johannes Steinbeck, In memoriam M. S.: ThLZ 69 (1944), 192; - Georg Schreiber, Dt. Kirchenpolitik nach dem ersten Weltkrieg. Gestalten u. Geschehnisse der Novemberrev. 1918 u. der Weimarer Zeit: HJ 70 (1951), 296-333; - Johannes Rathje, Die Welt des freien Prot. Ein Btr. z. dt.-ev. Geistesgesch. Dargestellt an Leben u. Werk v. Martin Rade, Stuttgart 1952, Reg.; - Walter Birnbaum, Theol. Wandlungen v. Schleiermacher bis Karl Barth. Eine enzyklopädische Stud. z. PT, Tübingen 1963; - Gerhard Ehrenfort, Die schlesische Kirche im Kirchenkampf 1932-1945 (Arbeiten z. Gesch. des Kirchenkampfes. Ergänzungsr. 4), Göttingen 1968, passim; - Friedrich Wintzer, Die Homiletik seit Schleiermacher bis in die Anfänge der »dialektischen Theol.« in Grdzz. (Arbeiten z. Pastoraltheol. 6), Göttingen 1969, Reg.; - Manfred Schick, Kulturprot. u. soz. Frage. Verss. z. Begründung der Sozialethik, vornehmlich in der Zeit v. der Gründung des Ev.-soz. Kongresses bis z. Ausbruch des 1. Weltkrieges (1890-1914) (Tübinger wirtschaftswiss. Abhh. 10), Tübingen 1970, 72 f.; - Friedrich Hahn, M. S. (1869-1944) / Theologe, in: Hans Georg Gundel/Peter Moraw/Volker Press (Hrsg.), Gießener Gelehrte in der ersten Hälfte des 20. Jh.s. Lbb. aus Hessen (Veröff. der Hist. Kommission f. Hessen 35,2.2) (Marburg 1982), 829-835; - Andreas Husar, Missionar. Predigt im Gottesdienst. Zur Beurteilung der missionarischen Intention der gottesdienstlichen Predigt in der Homiletik seit Schleiermacher (Theol. Arbeiten 45), Berlin 1987; - Volker Drehsen, Neuzeitliche Konstitutionsbedingungen der PT. Aspekte der theol. Wende z. soziokulturellen Lebenswelt christlicher Rel., 2 Bde., Gütersloh 1988; - Christian Möller, Lehre v. Gemeindeaufbau. Bd. 1: Konzepte - Progrr. - Wege, Göttingen 19913, Reg.; - Christian-Erdmann Schott, Die Neuordnung der schlesischen Kirche nach 1924 in veröff. u. unveröff. Erinnerungen v. Gen.Sup. S.: Jb. f. Schlesische KG 70 (1991), 7-23; - Wilhelm Gräb, Der Pfarrer als Musterprotestant - zum Wandel einer kirchlichen Funktionselite, in: Friedrich Wilhelm Graf/Klaus Tanner (Hrsg.), Prot. Identität heute (Gütersloh 1992), 246-255.297-298; - Ders., Liberale Theol. als Theorie volkskirchlichen Handelns, in: Friedrich Wilhelm Graf (Hrsg.), Liberale Theol. Eine Ortsbestimmung (Troeltsch-Stud. 7) (Gütersloh 1993), 127-148; - Johannes Gröger/Joachim Köhler/Werner Marschall (Hrsg.), Schlesische Kirche in Lbb., Sigmaringen 1992; - Eckhard Lessing, Zw. Bekenntnis u. Volkskirche. Der theol. Weg der Ev. Kirche der altpreußischen Union (1922-1953) (Unio et Confessio 17), Bielefeld 1992, 78-82 u.ö.- RGG2 V (1931), 154; - RGG3 V (1961), 1403.

Klaus-Gunther Wesseling

Letzte Änderung: 20.01.2010