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Verlag Traugott Bautz
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SCHLEGEL, (Karl Wilhelm) Friedrich von, Philosoph und Dichter, * 10.3. 1772 in Hannover als jüngster Sohn des Generalsuperintendenten Johann Adolf Schl.; Bruder von August Wilhelm Schl., seit 1804 verh. mit Dorothea Veit, † 12.1. 1829 in Dresden. »In meinem Leben ist ein beständiges Suchen nach der ewigen Einheit (in der Wissenschaft und in der Liebe) und ein Anschließen an ein äußeres, historisch Reales oder ideal Gegebenes; zuerst Idee der Schule und einer neuen Religion der Ideen - dann Anschließen an den Orient, an das Deutsche [...], endlich an die Kirche, da sonst überall das Suchen nach Freiheit und Einheit vergeblich war. - War jenes Anschließen nicht ein Suchen nach Schutz, nach einem festen Fundamente?« (Tagebucheintrag von 1817) Schl. selbst tritt mit dieser Äußerung Deutungskonzeptionen vehement entgegen, die sein Leben und Schaffen durch den 1808 erfolgten Übertritt zur katholischen Kirche in zwei Hälften zerfallen sehen: hier das theoretisierende Genie der Frühromantik, dort der dem Katholizismus anheimgefallene alternde Philosoph im Dienste Metternichscher Restauration. Die Suche nach dem festen Fundament durchzog tatsächlich Schl.s ganzes Leben; nicht zu übersehen bleibt hingegen die Diskrepanz zwischen dem hohen Bekanntheitsgrad und der weitreichenden Wirkung seines früheren Schaffens und der demgegenüber nur in sehr viel geringerem Maße erfolgten Rezeption seiner philosophischen Systeme der späteren Jahre. - Bereits der äußere Lebenslauf zeigt sich geprägt von steter Wanderschaft und Suche. Nach einer abgebrochenen Kaufmannslehre widmete sich der schwierige Knabe dem Studium und eignete sich mit hoher Auffassungsgabe vor allem die alten Sprachen an sowie Geschichte, Literatur und Philosophie des Altertums. Diese Art philologisch-philosophischen Grundlagenstudiums betrieb er neben dem der Jurisprudenz in Göttingen (1790/91) und Leipzig (1791-1793) intensiv weiter. 1793 entsagte er der Rechtwissenschaft und versuchte unter dem Einfluß Caroline Böhmers, sich als freier Schriftsteller zu etablieren. Auf zwei Jahre in Dresden folgte 1796/97 ein erster Aufenthalt in Jena, schließlich seit Juli 1797 die Berliner Zeit, in der er u.a seiner späteren Lebensgefährtin und Frau Dorothea Veit, der ältesten Tochter Moses Mendelssohns, Friedrich Daniel Schleiermacher und Ludwig Tieck nahetrat. Als eigentlicher Höhepunkt im Leben und Schaffen Schl.s sind wohl die Jahre von 1798 bis 1801 anzusehen. Der Übersiedlung nach Jena im Herbst 1799 war im Jahr zuvor die Begründung der Zeitschrift »Athenäum« zusammen mit dem Bruder August Wilhelm vorausgegangen. Neben den Gebrüdern Schl. versammelte sich mit deren wesentlichen Mitarbeitern zugleich der Kern der frühromantischen Schule in Jena zu gemeinsamem Leben und literarischem Schaffen: Caroline Böhmer und Dorothea, Friedrich von Hardenberg (Novalis), mit Schl. seit den Leipziger Studienjahren eng befreundet, Ludwig Tieck; hinzu gesellten sich die Philosophen Fichte und Schelling. Kaum zwei Jahre dauerte freilich diese Jenaer Symbiose. Bereits 1800 mußte das »Athenäum« mit dem dritten Jahrgang sein Erscheinen einstellen; Novalis starb im März 1801, August Wilhelm ging nach Berlin. Schl., in permanenten Existenznöten, versuchte vergeblich, sich in Jena als Privatdozent für Philosophie zu etablieren, und verließ die Stadt nach diesem Mißerfolg im April 1801. In den folgenden Jahren äußerer wie innerer Wanderungen, die Schl. zunächst wieder nach Dresden, dann, 1802, nach Paris führten, dehnte er seine »Suche nach dem festen Fundament« auf andere Gebiete aus. Mythologie und Mystik, bildende Kunst und Geschichte besetzten zunehmend die entscheidenden Positionen seines Denkens. Umfangreiche Sanskritstudien legten in den Paris den Grund zum späteren Werk über »Sprache und Weisheit der Indier« (1808). Noch in Paris heiratete er im Frühjahr 1804 Dorothea - gleichfalls ein Hinweis auf eine veränderte Lebensanschauung - , um schließlich auf eine Einladung der Gebrüder Boisserée hin, denen er 1803/04 ein Privatissimum über die Geschichte der europäischen Literatur gehalten hatte, nach Köln überzusiedeln. Auch dort wartete aber weder eine eigentliche Stelle noch ein ausreichendes Einkommen auf ihn. Erst nachdem er 1808 die lange geplante Konversion zum Katholizismus vollzogen hatte, gelang es August Wilhelm, ihn nach Wien zu vermitteln. 1809 erhielt Schl. eine Anstellung als Hofsekretär. Von 1815 bis 1818 diente er als österreichischer Legationsrat beim Bundestag in Frankfurt. Allerdings litt seine Tätigkeit auf dem Felde der Diplomatie ebenso unter mangelndem Sinn für die Erfordernisse real-alltäglicher Politik wie seine politische Publizistik, die der geschichtsphilosophischen Spekulation zu viel Raum ließ und wohl auch zu katholisch und zu wenig österreichisch war, um den Anforderungen Metternichs genügen zu können. Seit 1818 wieder zurück in Wien widmete sich Schl. fortan unermüdlicher Arbeit an seinen eigenen Denkgebäuden, insbesondere der Ausarbeitung großer philosophischer Systeme in Form von Vorlesungszyklen. Auf einer Vortragsreise starb er im Januar 1829 in Dresden. - Fand Schl. im Zyklus von Vorlesungen die eigentliche Ausdrucksform seines Spätwerkes, so verdichtete sich im Fragment das weltanschauliche Substrat seiner frühen Jahre. Beides verbindet freilich die Neigung zur essayistischen Abhandlung, zum Aufsatz, zur Kritik, zum »Gespräch« als literarischer Form sowie die Publikation im Rahmen von »Zeitschriften«. Um die »größten Tendenzen des Zeitalters«, wie er sie im Athenäumsfragment 216 benannte, die Französische Revolution, Fichtes Wissenschaftslehre und Goethes »Meister«, bewegt sich - cum grano salis - inhaltlich das Denken des jüngeren Schl. Hatten bereits seine Studien zur Literatur des Altertums die Frage nach Freiheit und Schönheit gestellt, die Erscheinungen künstlerisch autonom, frei schaffender Individuen innerhalb dieser Literatur verfolgt sowie die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit ihr dargelegt (v.a. Vom ästhetischen Wert der griechischen Komödie; Über das Studium der griechischen Poesie; Über die Diotima), so versuchte er nun, diese Erkenntnisse in Zusammenhang mit den drei »größten Tendenzen« zu einer Theorie des schöpferischen Menschen als höchster Ausprägung des Menschlichen zu integralisieren. »Alle Kunst soll Wissenschaft, und alle Wissenschaft soll Kunst werden; Poesie und Philosophie sollen vereinigt sein« (Lyceums-Fragment 115). Dem Künstler und seiner autonomen schöpferischen Potenz eigne »Willkür«, die »kein Gesetz über sich leide«. Im »Republikanismus« andererseits liege das Wesen der neuen Poesie. »Die Poesie ist eine republikanische Rede, eine Rede, die ihr eignes Gesetz und ihr eigner Zweck ist, wo alle Teile freie Bürger sind und mitstimmen dürfen« (Lyceums-Fragment 62). In der Definition romantischer Poesie als »progressiver Universalpoesie« im 116. Athenäumsfragment fand Schl. zur klassischen Formulierung dieser Bestrebungen; im gemeinsamen Wirken des frühromantischen Jenaer Kreises schien zumindest zeitweise jene angekündigte »ganz neue Epoche der Wisenschaften und Künste« anbrechen zu können, »wenn die Symphilosophie und Sympoesie so allgemein und so innig würde, daß es nichts Seltnes mehr wäre, wenn mehre sich gegenseitig ergänzende Naturen gemeinschaftliche Werke bildeten« (Athenäums-Fragment 125). - Schl.s einziges dichterisches Werk von langanhaltender Nachwirkung, der Roman »Lucinde« (1799), versuchte auf andere Weise, diese poetologischen Vorgaben umzusetzen. Seine Berühmtheit datiert jedoch weniger von daher, sondern resultiert vielmehr aus skandalsüchtigen Reduktionen des in ihm thematisierten Verlangen Schl.s nach der »ewigen Einheit [...] in der Liebe« auf die Ebene des rein Sinnlichen sowie deren Verknüpfung mit den zweifellos vorhandenen autobiographischen Rückbezügen des Romans auf das Verhältnis Schl.s und Dorotheas. Die kunstvoll gedrechselten Verskaskaden des Trauerspiels »Alarcos« (1802) schließlich fielen, obwohl von Goethe in Weimar aufgeführt, unmittelbar der Vergessenheit anheim. - Nach dem Auseinanderbrechen des Jenaer Kreises teils infolge zwischenmenschlicher Spannungen, teils infolge der Unvereinbarkeit der jeweiligen persönlichen Interessen und Fähigkeiten, galt für Schl. die Suche nach dem festen Fundament im Sinne einer »Idee der Schule« sowie »einer neuen Religion der Ideen« als gescheitert. In den Mittelpunkt seines Denkens rückte zunehmend die Frage einer veränderten inhaltlichen Füllung seines Religionsbegriffes sowie - seit 1800 eigentlich schon (»Ideen«-Fragmente des dritten Athenäum-Bandes, »Rede über die Mythologie« im »Gespräch über die Poesie«) - das Bemühen um eine »Mythologie« als neuem geistigen Kern seiner Poetik. »Das Zentrum der Poesie ist in der Mythologie zu finden und in den Mysterien der Alten« (»Ideen«-Fragment 85). Vom subjektiven Idealismus kehrte Schl. damit zurück zum Studium konkreter geistesgeschichtlicher, letztendlich aber auch geschichtlicher Erscheinungen im allgemeinen. Die philologischen Studien seiner Pariser Jahre eröffneten ihm indische Philosophie und Mythologie ebenso wie die provenzalische Literatur des Mittelalters. Wichtiger noch für die Wendung zum Katholizismus sowie Schl.s damit untrennbar verbundene Entdeckung des mittelalterlichen Kaiserreiches sowie des frühneuzeitlichen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation als eines geschichtspolitischen Modells erscheint aber die ebenfalls in Paris begonnene Auseinandersetzung mit der christlichen Malerei des Mittelalters und der Renaissance, deren Ergebnisse er in Form von Gemäldebeschreibungen in seiner Zeitschrift »Europa« (1803-1805) publizierte. Mit diesen wie auch mit dem Aufsatz »Reise nach Frankreich«, der 1803 das »Europa«-Projekt eröffnete, trat Schl. in jene Phase seines Schaffens ein, die als sein »Spätwerk« gilt und die, vom »Anschließen an das Deutsche [...], endlich an die Kirche« geprägt, ein deutlich konservativ-katholisches Weltbild auf der Basis religions-, sprach- und geschichtsphilosophischer sowie politischer Reflexion entwickelt. Das geplante universale »System der christlichen Philosophie« konnte Schl. jedoch nicht mehr vollständig ausarbeiten; als dessen Eckpfeiler erscheinen die Kölner Vorlesungen über Universalgeschichte von 1805/06, von Schl. in seinem letzten vollständigen Vorlesungszyklus von 1828, »Philosophie der Geschichte«, wieder aufgegriffen (veröffentlicht 1829), die »Philosophie des Lebens« (1828), schließlich die »Philosophie der Sprache und des Wortes«, über deren Abfassung Schl. in Dresden verstarb. Wenn er dagegen mit den Wiener Vorlesungen über neuere Geschichte von 1810/11 sowie mit dem »Concordia«-Aufsatz von 1820/23 eher vordergründig-tagespolitische Zielsetzungen verfolgte, so fügen sich doch auch diese als sinnvolle Ergänzungen in das System ein. Leben insgesamt sowie, als dessen besondere Ausformungen, Geschichte und Sprache, begreift Schl. in den philosophischen Vorlesungen als Kampf des Menschen um die Wiederherstellung des verlorengegangenen Bewußtseins der Gottebenbildlichkeit. Die Möglichkeit einer »vollendeten religiösen Wiederherstellung des Staates und der Wissenschaft« als des vollständigen Sieges der »Sache Gottes und des Christentums [...] auf Erden« (Philosophie der Geschichte, 18. Vorlesung) rückt ihm als eine Art Ziel der so verstandenen Menschheitsgeschichte zwar in den Blick, auch unter Anspielung auf die restaurativen Tendenzen der »Heiligen Allianz« seiner Zeit; andererseits verharrt er jedoch bewußt in der Schwebe einer Mystik, welche Hoffnung weckt und Erfüllung verheißt, ohne aber eine Erlangung des Heils definitiv zu verkünden. Präzisere Vorstellungen geschichtspolitischer Art entwickelte Schl. demgegenüber in den Vorlesungen über neuere Geschichte, die sich mit dem zentralen Gedanken, daß Österreich im Ganzen der »vorzüglichere« Teil Deutschlands sei, dem die führende Rolle bei Deutschlands Erhebung gegen den Usurpator Napoleon zufalle, an das Wiener Publikum wenden. Zehn Jahre später knüpfte er hier wieder an und entwarf im Aufsatz »Signatur des Zeitalters« ein katholisch-ständestaatlich geprägtes Staatsideal, das gleichfalls an den in den Vorlesungen zur neuere Geschichte dargelegten »österreichischen Grundsätzen« (11. Vorlesung) zu orientieren sei. Wenn er auch mit diesem Konzept der aufkommenden Idee des modernen Nationalstaates de facto wenig entgegensetzen konnte, so legte er doch mit seinen philosophischen Systemen insgesamt »die Grundlagen einer neuen Form der christlichen Philosophie« (Behler), die konservatives, insbesondere katholisch-konservatives Denken über Staat und Geschichte im 19. Jh. intensiv mitprägen sollten. Nicht nur dem jungen F. Schl. - durch seine zentralen Beiträge zu einer spezifisch »romantischen« Weltsicht - , sondern auch dem späteren gelang es also, die verschiedenen Stadien seiner »Suche nach dem festen Fundament« über ein rein persönliches Bemühen hinaus zu allgemeiner und impulsgebender Bedeutung sowie sich selbst in den Rang eines der einflußreichsten Wegweiser der europäischen Geistesgeschichte des 19. Jh. zu erheben.
Werke: a) Einzelausgaben: Die Griechen und Römer, Neustrelitz 1797 (enthält u.a. Über das Studium der griechischen Poesie; Über die Diotima); Geschichte der Poesie der Griechen, Berlin 1798; Lucinde, Berlin 1799; dass., mit Schleiermachers Briefen, Leipzig 1907, 21919; Charakteristiken und Kritiken, 2 Bde. (zusammen mit August Wilhelm, enthält von F. Schl. u.a die Aufsätze über Georg Forster, über Lessing sowie über Goethes »Meister«), Königsberg 1801; Alarcos, Berlin 1802; Lessings Gedanken und Meinungen, 3 Bde., Leipzig 1804; Über die Sprache und Weisheit der Indier. Ein Beitrag zur Begründung der Alterthumskunde, Heidelberg 1808; Gedichte, Berlin 1809; Über die neuere Geschichte, Wien 1811; Geschichte der alten und neuen Litteratur, 2 Bde., Wien 1815; Philosophie des Lebens, Wien 1828; Philosophie der Geschichte, 2 Bde., ebd. 1829; Philosophische Vorlesungen insbesondere über Philosophie der Sprache und des Wortes, ebd. 1830; dass., 2 Bde., Bonn 1836/37; F. Schl. Seine prosaischen Jugendschriften, hrsg. von Jakob Minor, 2 Bde., Wien 1882, 21906; Fragmente, hrsg. von Friedrich von der Leyen, Jena / Leipzig 1904; Signatur des Zeitalters, Mainz 1926; Neue philosophische Schriften, hrsg. von Joseph Körner, Frankfurt/M. 1935; Über das Studium der griechischen Poesie, hrsg. von Paul Hankamer, Godesberg 1947; Kritische Schriften, hrsg. von Wolfdietrich Rasch, München 21964; Gemälde alter Meister, hrsg. von Hans Eichner und Norma Lelless, 21994; - b) von Schl. herausgegebene Zeitschriften: Athenäum (zusammen mit August Wilhelm), 1798-1800, ND 1992; Europa, Frankfurt/M. 1803-1805; Deutsches Museum, Wien 1812/13; Concordia, Wien 1823; c) Briefsammlungen: Oskar Walzel (Hrsg.), F. Schl.s Briefe an seinen Bruder August Wilhelm, Berlin 1890; Max Rottmanner (Hrsg.), F. Schl.s Briefe an Frau Christine von Stransky geborene Freiin von Schleich, 2 Bde., Wien 1907-11; Heinrich Finke (Hrsg.), Briefe an F. Schl., Köln 1917; ders. (Hrsg.), Der Briefwechsel F. und Dorothea Schl.s 1818-20 während Dorotheas Aufenthalt in Rom, Kempten 1923; Joseph Körner (Hrsg.), Briefe von und an F. und Dorothea Schl., Berlin 1926; ders. (Hrsg.), Krisenjahre der Frühromantik. Briefe aus dem Schl.kreis, 2 Bde., Bern / München 21969; Max Preitz (Hrsg.), F. Schl. und Novalis. Biographie einer Romantikerfreundschaft in ihren Briefen, Darmstadt 1957; - d) Gesamtausgaben: Sämmtliche Werke, 10 Bde., Wien 1822-1825; dass., 2. Original-Ausgabe, 15 Bde., 4 Suppl.bde., Wien / Bonn 1846; Ernst Behler / Jean-Jacques Anstett / Hans Eichner (Hrsg.), F. Schl. Kritische Ausgabe, 35 Bde. (noch nicht abgeschlossen; Abt. 1: Kritische Neuausgabe; Abt. 2: Schriften aus dem Nachlaß; Abt. 3: Briefe; Abt. 4: Editionen, Übersetzungen, Berichte), Paderborn u.a. 1958 ff.; Ernst Behler (Hrsg.), F. Schl. Studienausgabe, 6 Bde., ebd. 1988; Wolfgang Hecht (Hrsg.), F. Schl., Werke, 2 Bde., Berlin / Weimar 1980.
Bibliographie: Goedeke VI, 17-27, 796; VII, 856.
Lit.: a) Gesamtdarstellungen und Biographien: Rudolf Haym, Die romantische Schule, 1870, 61949; - Ricarda Huch, Die Romantik, 2 Bde, 1899/1902 u.ö.; - Carl Enders, F. Schl. Die Quellen seines Wesens und Werdens, 1913; - F. Imle, F. Schl.s Entwicklung von Kant zum Katholizismus, 1927; - Benno von Wiese, F. Schl. Ein Beitrag zur Geschichte der romantischen Konversionen, 1927; - Friedrich Gundolf, Romantiker, 1930; - Richard Benz: Die deutsche Romantik. Geschichte einer geistigen Bewegung, 1937 u.ö.; - Ernst Behler, F. Schl., 1966; - ders., F. Schl., in: Benno von Wiese (Hrsg.), Deutsche Dichter der Romantik, 21983, 197-223; - Hans Eichner, F. Schl., 1970; - Klaus Peter, F. Schl, 1978; - b) zum Forschungsstand: E. Behler, Der Stand der F. Schl.-Forschung, in: Jahrbuch der deutschen Schillergesellschaft 1 (1957), 253-289; - Volker Deubel, Die F. Schl.-Forschung 1945-1972, in: DVjS 47 (1973), 48-181; - K. Peter (Hrsg.), Romantikforschung seit 1945, 1980; - c) Einzeluntersuchungen: [Friedrich Schleiermacher], Vertraute Briefe über F. Schl.s Lucinde, 1800; - dass. mit einer Vorrede von Karl Gutzkow, 1835; - Richard Fester, Rousseau und die deutsche Geschichtsphilosophie, 1890, hier 188-211 über F. Schl.; - Friedrich Meinecke, Weltbürgertum und Nationalstaat, 1907, 91969, 58-83; - J. Krüger, Schl.s Bekehrung zu Lessing, 1913, ND 1978; - Heinrich Finke, Über F. Schl. und Dorothea Schl., 1918; - Walter Benjamin, Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik, 1920; - Paul Kluckhohn, Die Auffassung der Liebe im 18. Jh. und in der deutschen Romantik, 1922, ND 1968; - B. M. Blok, Romantisches in Schl.s Trauerspiel »Alarcos«, 1931; - Otto Mann, Der junge F. Schl. Eine Analyse von Existenz und Werk, 1932; - Oskar Walzel, Romantisches, 1934; - R. Feifel, Die Lebensphilosophie F. Schl.s und ihr verborgener Sinn, 1938; - Ernst Robert Curtius, F. Schl. und Frankreich, in: ders., Kritische Essays zur europäischen Literatur, 1950, 78-94; - Alois Dempf, Der Schl.-Nachlaß der Görres-Gesellschaft, in: HJb 74 (1955); - W. Mettler, Der junge F. Schl. und die griechische Literatur, 1955; - Beda Allemann, Ironie und Dichtung, 1956, 55-82; - G. P. Hendrix, Das politische Weltbild F. Schl.s, 1961; - Eugen Rosenstock-Huessy, Die europäischen Revolutionen und der Charakter der Nationen, 31961, hier 427-435; - H. Nüsse, Die Sprachtheorie F. Schl.s, 1962; - Marianne Thalmann, Romantik und Manierismus, 1963; - U. Struc-Oppenberg, Quellenstudium zu F. Schl.s Übersetzungen aus dem Sanskrit, 1965; - Karl Konrad Polheim, Die Arabeske. Ansichten und Ideen aus F. Schl.s Poetik, 1966; - Helmut Schanze, Romantik und Aufklärung. Untersuchungen zu F. Schl. und Novalis, 1966, 21976; - ders. (Hrsg.), F. Schl. und die Kunsttheorie seiner Zeit, 1985 (Sammlung maßgeblicher Aufsätze); - Werner Weiland, Der junge F. Schl., 1968; - H. J. Heiner, Das Ganzheitsdenken F. Schl.s, 1971; - Eberhard Huge, Poesie und Reflexion in der Ästhetik des frühen F. Schl., 1971; - Franz Norbert Mennemeier, F. Schl.s Poesiebegriff, dargestellt anhand der literaturkritischen Schriften, 1971; - Manfred Frank, Das Problem »Zeit« in der deutschen Romantik, 1972; - ders., Der kommende Gott, 1982; - ders., Einführung in die frühromantische Ästhetik, 1989; - Heinz D. Weber, F. Schl.s »Transzendentalpoesie«, 1973; - G. Heinrich, Geschichtsphilosophische Positionen der Frühromantik. F. Schl. und Novalis, 1976; - Jochen Hörisch, Die fröhliche Wissenschaft der Poesie. Der Universalitätsanspruch von Dichtungen der frühromantischen Poetologie, 1976; - E. Keller, Kritische Intelligenz. G. E. Lessing, F. Schl., L. Börne. Studien zu ihren literaturkritischen Werken, 1976; - Ingrid Strohschneider-Kohrs, Die romantische Ironie in Theorie und Gestaltung, 21977; - Hermann Timm, Die heilige Revolution. Schleiermacher, Novalis, F. Schl., 1978; - Hans Dierkes, Literaturgeschichte als Kritik. Untersuchungen zu F. Schl., 1980; - G. Dischner, F. Schl.s »Lucinde« und Materialien zu einer Theorie des Müßiggangs, 1980; - Klaus Peter, Stadien der Aufklärung. Moral und Politik bei Lessing, Novalis und F. Schl., 1980; - Annelen Grosse-Brockhoff, Das Konzept des Klassischen bei F. und August Wilhelm Schl., 1981; - M. Brück, Antikerezeption und frühromantischer Poesiebegriff. Studien zur »Gräkomanie« F. Schl.s, 1981; - Emil Staiger, F. Schl.s Sieg über Schiller, 1981 (= SB AkdW Heidelberg, 1981,3); - W. Michel, Ästhetische Hermeneutik und frühromantische Kritik. F. Schl.s fragmentarische Entwürfe, Charakteristiken und Kritiken, 1982; - Ernst Behler, Die Zeitschriften der Brüder Schl., 1983; - ders, Unendliche Perfektibilität. Europäische Romantik und Französische Revolution, 1989; - ders. zus. mit Jochen Hörisch (Hrsg.), Die Aktualität der Frühromantik, 1987; - S. Friedrichsmeyer, The Androgyne in Early German Romanticism, 1983; - Uwe Japp, Theorie der Ironie, 1983; - J. Schreiber, Das Symptom des Schreibens. Roman und absolutes Buch in der Frühromantik, 1983; - Steven E. Alford, Irony and the logic of the Romantic Imagination, 1984; - Klaus Behrens, F. Schl.s Geschichtsphilosophie (1794-1808). Ein Beitrag zur politischen Romantik, 1984; - Jochen Fried, Die Symbolik des Realen. Über alte und neue Mythologie in der Frühromantik, 1985; - Cornelia Hotz-Steinmeyer, F. Schl.s »Lucinde« als »neue Mythologie«, 1985; - Bernd Bräutigam, Leben wie im Roman. Untersuchungen zum ästhetischen Imperativ im Frühwerk F. Schl.s (1794-1800), 1986; - S. Gürtler, Magie der Vernunft. Zur Rekonstruktion einer semiologischen Erkenntnistheorie in der deutschen Frühromantik, 1987; - Winfried Menninghaus, Unendliche Verdoppelung. Die frühromantische Grundlegung der Kunsttheorie, 1987; - F. Garber (Hrsg.), Romantic Irony, 1988; - Klaus Günzel, Romantikerschicksale, 1988; - M. Finlay, The Romantic Irony of Semiotics. F. Schl. and the Crisis of Representation, 1988; - E. Th. Schmidt, Die Geschichtlichkeit des frühromantischen Romans, 1989; - Ulrike Zeuch, Das Unendliche. Höchste Fülle oder Nichts? Zur Problematik von F. Schl.s Geist-Begriff, 1991; - ADB XXXIII, 737 ff.; - Eppelsheimer II, 8/9; - Killy X, 260-264; - Kindlers neues Lit.lexikon XIV, 967-981; - Kosch, Dt. Lit.lexikon, 3. Aufl., XV, 102-121; - Anne Käfer, "Die wahre Ausübung der Kunst ist religiös". Schleiermachers Ästhetik im Kontext d. zeitgenöss. Entwürfe Kants, Schillers u. Friedrich Schlegels. Tübingen 2006.
Thomas Brechenmacher
Werkeergänzung:
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2009
Fragmentos. Seguido de sobre la incomprensibilidad. Trad. y notas de Pere Pajerols. Barcelona 2009.
Literaturergänzung:
1979
Mielke, Andreas, "Überlegungen zu ‘Des Teufels Taschenbuch’ von Bonaventura und Schlegels Begriff der ‘diabolischen Dichtkunst’." Aurora: Jahrbuch der Eichendorff-Gesellschaft 39 (1979): 197-205; —
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Alain Muzelle, L'arabesque. La théorie romantique de F.S. à l'époque de l'Athenäum. Paris 2006; -
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Veli-Matti Saarinen, The daybreak and nightfall of literature. F.S.s idea of romantic literature. Frankfurt/M. 2007; - Franz Norbert Mennemeier, Die romant. Konzeption e. objektiven Poesie. F.S.s Poesiebegriff dargest. anhand d. literaturkrit. Schriften. 2., verb. Aufl. Berlin 2007; - Jan-Steffen Mohr, Epigramm u. Aphorismus im Verbund. Kompositionen aus kleinen Textformen im 17. u. 18. Jhr. (Daniel Czepko, Angelus Silesius, Friedrich Schlegel, Novalis). Frankfurt/M. 2007; - Elizabeth Millán-Zaibert, F.S. and the emergence of romantic philosophy. Albany, NY 2007; -
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Letzte Änderung: 28.01.2010