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Verlag Traugott Bautz
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SCHMIDT, Wilhelm SVD, Ordenspriester, Ethnologe und Religionshistoriker; * 16. Februar 1868 (Dortmund-) Hörde, † 10. Februar 1954 Fribourg. - Im Jahr 1883 trat W. Sch. in die Missionsschule zu Steyl/Niederlande ein, wo sich das Mutterhaus der 1875 von Arnold Janssen gegründeten »Gesellschaft des Göttlichen Wortes« (SVD) befindet, weil er Priester und Missionar werden wollte. Hier vervollständigte er seine Ausbildung in Philosophie und Theologie. Nach der Priesterweihe im Mai 1892 und einjähriger Unterrichtstätigkeit im Missionsgymnasium Heiligkreuz bei Neisse/Schlesien studierte er von 1893 bis 1895 an der Universität Berlin; er hörte vornehmlich Vorlesungen über semitische Sprachen, außerdem manches, was ihn persönlich interessierte, so etwa ein Semester Geschichte der polnischen Literatur. Danach erhielt er die Bestimmung zum Lektor für das 1889 errichtete Missionspriesterseminar St. Gabriel in Mödling bei Wien; letztere Stadt wurde in der Folgezeit der Wirkbereich, wo er seine diversen Aktivitäten entfaltete, so daß die von ihm später begründete Richtung der Ethnologie auch als »Wiener Schule« bezeichnet wird. In St. Gabriel dozierte er mehrere theologische Fächer sowie alte und moderne Sprachen, unter anderem auch Polnisch. - Recht bald nahmen allgemeine sprachwissenschaftliche Sachverhalte das Interesse von W. Sch. derart in Beschlag, daß der Schwerpunkt seiner Tätigkeit sich zunehmend vom Vorlesungsbetrieb auf die Forschung verlagerte. Zunächst widmete er sich den ozeanischen und südostasiatischen Sprachen. Schon früh fanden die sprachvergleichende Studien des Autodidakten Beachtung in den wissenschaftlichen Wiener Kreisen, in der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften sowie in der Wiener Anthropologischen Gesellschaft. Mit der Zeit richtete sich sein Hauptinteresse auf Völkerkunde (Ethnologie) und Religionsgeschichte als neue Forschungsfelder. Dazu hatten ihn die Kontakte zu namhaften Wiener Orientalisten und Ethnologen, vor allem aber diverse Aufzeichnungen sowie verschiedene Anfragen und Probleme der Steyler Missionare, namentlich im deutschen Schutzgebiet Papua-Neuguinea, veranlaßt: zukünftig wollte er darüber sachgemäß Auskunft geben können. Diesem Zweck diente wesentlich die 1906 von ihm gegründete Internationale Zeitschrift für Völker- und Sprachenkunde »Anthropos«, die derzeit eine der großen anerkannten internationalen Periodika der Ethnologie ist. Es war die Absicht und ständige Hoffnung von W. Sch., mit dieser Fachzeitschrift im Rahmen des Steyler Missionswerkes das zu fördern, was gegenwärtig unter multikultureller Begegnung verstanden und gefördert wird. Intendiert war die Zeitschrift primär als Hilfe für Missionare, aber auch als Forum, wo diese ihre unschätzbaren, oft unausgeschöpften Informationen über fremde Völker und Kulturen weitergeben konnten, wo sie andererseits ein breites Fachwissen der Ethnologie zur Verfügung hatten. Dabei sollte »Anthropos« als ethnologische Fachzeitschrift wissenschaftliches Niveau aufweisen. Die heute für die Zeitschrift Verantwortlichen sind bemüht, diesem Doppelziel weiterhin gerecht zu werden. Etwa ein Drittel der Beiträge befassen sich mit religionsethnologischen und -wissenschaftlichen Themen. Die Redaktion erachtet es als eine ihrer vornehmsten Pflichten - damit in der Tradition ihres Gründers stehend - ethnographische und ethnologische Beiträge aus der Hand von Missionaren zu publizieren, selbst wenn diese ein höheres Maß an Redaktionsarbeit erfordern. - W. Sch. errichtete 1931 das »Anthropos-Institut« als Arbeitsgemeinschaft der Redakteure und Mitarbeiter des »Anthropos« in Mödling, dem er bis 1950 als Direktor vorstand. Nach dem Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 wurde das Anthropos-Institut mit der Redaktion von St. Gabriel nach Froideville bei Freiburg/Schweiz verlegt. Seit 1962 hat die Zentrale des Instituts, das sich mit dem Studium der Wissenschaften vom Menschen im Bereich der Ethnologie und verwandter Kulturwissenschaften (z.B. Religionswissenschaft, Linguistik, Geschichte) beschäftigt, seinen Sitz in Sankt Augustin; hier befinden sich die Leitung und Verwaltung des Instituts, die Redaktionen der Zeitschriften »Anthropos« und »Anthropology & Mission«, die Redaktion der Buchserien »Studia Instituti Anthropos« und »Collectanea Instituti Anthropos«, die umfangreiche Bibliothek des Instituts mit dem ihr angeschlossenen Archiv. Als eine Einrichtung der Gesellschaft des Göttlichen Wortes sieht es sich eingebunden in die missionarische Zielsetzung dieser Gesellschaft. Die Mitglieder des Instituts bemühen sich, in ihren wissenschaftlichen Arbeiten und Publikationen die Wechselbeziehungen zwischen verschiedenen Kulturen zu erforschen und darzustellen. Nach der erwähnten Verlegung des »Anthropos-Instituts« samt seiner Redaktion in die Schweiz übernahm W. Sch. im Herbst 1939 die Lehrtätigkeit für Ethnologie an der Universität Fribourg, von 1939 bis 1942 als Lehrbeauftragter und von 1942 bis 1948 als Ordinarius. - Das gesteigerte Interesse von W. Sch. an der Kultur und der Religion der Jäger und Sammler führte 1910 zur Veröffentlichung der Studie »Die Stellung der Pygmäenvölker in der Entwicklung des Menschen«, durch die ein neuer Abschnitt in der Pygmäenforschung eingeleitet worden ist, die hauptsächlich sein Schüler Paul Schebesta SVD weitergeführt hat. Der Beschäftigung mit dem Höchsten Wesen der Jäger und Sammler verdankt sich die Artikelserie »L'origine de l'Idée de Dieu« (1908-1910), aus der das zwölfbändige Monumentalwerk »Der Ursprung der Gottesidee« erwuchs, dessen erster Band 1912 und letzter 1955 posthum erschien. Als Privatdozent hielt W. Sch. von 1921 bis 1937 Vorlesungen an der Universität Wien. In diesem Zeitraum gelangte das 1914 begonnene, dann unter Mitarbeit von Wilhelm Koppers SVD fortgesetzte Opus »Völker und Kulturen« zum Abschluß. Es ist ein beachtlicher Entwurf des Systems der Kulturkreise - eine Art Summa ethnologica -, die er als Basis der gesamten Kulturgeschichte der Menschheit ansah. Auf diesem System gründet auch sein Versuch, eine Synthese der »Sprachfamilien und Sprachenkreise der Erde« (1926) zu erstellen. Während der Arbeit an den Bänden zwei bis fünf des »Ursprungs der Gottesidee« recherchierte W. Sch. Materialien für den ersten Band eines dreibändigen Werkes über das Eigentum, das in den Jahren 1937-1942 erschien. Das 1937 publizierte »Handbuch der Methode der kulturhistorischen Ethnologie« enthält die theoretischen Grundlagen seiner Forschungsarbeiten und war gedacht, das grundlegende Oeuvre von Fritz Graebner (1911) weiter zu entfalten beziehungsweise zu ersetzen. Zur Verifikation seines Verständnisses der Evolutionstheorie betrieb W. Sch. empirische Studien, des weiteren suchte er dies theologisch mit der Lehre von der Uroffenbarung zu untermauern. Er hatte selbst keine Feldforschungen außerhalb Europas durchgeführt - im Jahr 1935 unternahm er eine Reise über die USA nach Japan und China -, was als Defizit eines derartigen methodischen Verfahrens zu rubrizieren ist. Dieses kompensierte er weithin durch sein aufmerksames Wahrnehmen des wissenschaftlichen Diskurses und seiner Beteiligung daran im europäischen Raum sowie durch sein Engagement auf kolonialpolitischem Gebiet. Erwähnenswert sind die Veranstaltungen religionsethnologischer Wochen, die erstmals 1912 in Löwen und bis 1929 in anderen europäischen Städten durchgeführt wurden. - W. Sch. war 1923 von Papst Pius XI. beauftragt worden, die Ethnologische Abteilung der breit angelegten vatikanischen Missionsausstellung (1925) zu organisieren und anschließend das »Museo Missionario-Etnologico« im Lateran einzurichten, als dessen Direktor er von 1926 bis 1938 amtete; in dieser Position wurde er 1937 Mitglied der neubegründeten Päpstlichen Akademie der Wissenschaften wie er überhaupt Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften gewesen und seiner respektablen Leistung wegen mit der Ehrendoktorwürde von sechs Universitäten ausgezeichnet worden ist. Dank seiner guten Beziehungen zu Vatikankreisen erörterte man mit ihm etwa Ideen der Gründung einer katholischen Universität in Salzburg, wie auch solcher auf dem asiatischen Kontinent. - Die wissenschaftliche Bedeutung von W. Sch. läßt sich erkennen zum einen an seinem Gesamt-Oeuvre sowie an den zahlreichen Impulsen und Anregungen, die sich ihm verdanken. Hier sind vorrangig zu nennen: das Wissen um die Relevanz der Sprachen für das adäquate Verständnis von Völkern und Kulturen, die Weiterentwicklung der Kulturkreislehre, der Ansatz seines wissenschaftlichen Forschens bei den schriftlosen Völkern (»Primitivvölkern«) und schließlich das Bemühen um die ursprüngliche Gottesidee (Monotheismus). Bei seinem methodischen Vorgehen hat er konstruktiv-synthetische Theoriebildung und gleichzeitiges Bestreben nach einer empirisch-historischen Verifikation der zugrundegelegten Hypothesen und Theorien miteinander verknüpft. Die jeweiligen Forschungsergebnisse sind nachhaltig beeinflußt worden von seinem biographischen Umfeld wie auch vor allem von den zeitgenössischen Denkströmungen, wozu insbesondere die damalige Virulenz des Evolutionismus gezählt hat. Zwar hat er die Geschichte unter dem optimistischen Aspekt ihrer geradlinigen Entwicklung betrachtet, ohne ein Anhänger des Evolutionismus gewesen zu sein. W. Sch. hat einen beachtlichen Beitrag zur Erforschung der Methode der kulturhistorischen Ethnologie und der darauf basierenden Theorie über den ursprünglichen Monotheismus der Naturvölker geleistet. Als Urheber dieser Theorie und als prominente Gestalt auf dem Gebiet der Ethnologie und Religionswissenschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist er zugleich auch Begründer der Wiener Schule der Ethnologie und ihr bekanntester, aber auch umstrittenster Repräsentant. Seine Religionstheorie setzt die von F. Graebner entwickelte Methode der Ethnologie und die Forschungen A. Langs über die Religionen der schriftlosen Völker voraus. Seine Bedeutung besteht nicht so sehr in der Herausarbeitung der Prinzipien der kulturhistorischen Methode, als vielmehr in ihrer konsequenten Anwendung in seinem Werk »Der Ursprung der Gottesidee«, sowie im Versuch, die Theorie vom ursprünglichen Monotheismus zu begründen. Trotz der aufgrund der massiven Kritik vorgenommenen Präzisierung des Begriffs »Kulturkreis« sowie der Änderungen und Modifikationen des von ihm festgelegten Systems der Kulturkreise läßt sich seine Gesamtkonzeption der Kulturentwicklung nicht mehr aufrechterhalten. Die religionsgeschichtliche Theorie vom Hochgottglauben verschiedener Wildbeuter-Völker findet dagegen bei Ethnologen und Religionswissenschaftlern Beachtung, wenngleich diese das Vorkommen eines reinen Monotheismus prinzipiell anfechten; sie akzeptieren jedoch die von W. Sch. im »Ursprung der Gottesidee« nachgewiesene Existenz eines Glaubens an das Höchste Wesen und seines Kults bei vielen »Urvölkern«, unabhängig davon, wie man dieses auf breitem Quellenmaterial basierende Faktum interpretieren mag. Anfechtbar und historisch nicht beweisbar ist seine These vom monotheistischen Charakter der rekonstruierten Urreligion und seine These von der Uroffenbarung als letzter Quelle dieser Urreligion. Damit hat W. Sch. die empirischen Erkenntnismöglichkeiten der Geisteswissenschaften überschritten. Dank seiner Initiative gehören die Sammler- und Jägervölker zu den am gründlichsten erforschten schriftlosen Völkern. In der Geschichte der Ethnologie und Religionswissenschaft nimmt er nicht nur als Forscher und Theoretiker, sondern auch als Organisator wissenschaftlicher Arbeit einen achtenswerten Platz ein; er hat zugleich auf die Missionswissenschaft stimulierend gewirkt. - In der Auseinandersetzung mit Gegnern führte W. Sch. - eine Persönlichkeit von eiserner Disziplin, enormer Willenskraft und künstlerischem Empfinden - bisweilen eine spitze Feder; er konnte recht ironisch und sarkastisch reagieren. Gleichwohl waren dies keine typischen Charaktereigenschaften, vielmehr zeichneten ihn Geselligkeit, Sensibilität, Hilfsbereitschaft, soziale Kompetenz, Güte und Menschenfreundlichkeit aus. Musizieren und Komponieren zählten zu seiner liebsten Erholung. Ende Januar 1954 mußte er einer starken Erkältung und eines hohen Fiebers wegen die Klinik aufsuchen. Infolge einer Herzinsuffizienz entschlief er elf Tage später. Er wurde auf dem Friedhof des Missionshauses St. Gabriel beigesetzt, wo er über vierzig Jahre gelebt und gewirkt hatte.
Werke: Die Ursprachen der synoptischen Evangelien (o. J., unveröffentlicht); Die sprachlichen Verhältnisse Oceaniens (Melanesiens, Polynesiens, Mikronesiens und Indonesiens) in ihrer Bedeutung für die Ethnologie, in: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien (1899) 245-258; W. Wundts »Völkerpsychologie«. Bd 1: Die Sprache, in: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien (1903) 361-389; Einladung zu Mitarbeit und Abonnement auf »Anthropos« - Internationale Zeitschrift für Völker- und Sprachenkunde, 1905; Epistolae commendatitiae pro Ephemeride internationali ethnologico-linguistica »Anthropos«, 1905; Die Mon-Khmer-Völker, ein Bindeglied zwischen Völkern Zentralasiens und Austronesiens, in: Archiv für Anthropologie (1906) 59-109; außerdem: Braunschweig 1906; Welcher Dialekt der Evhe-Sprache verdient zur Schrift- und Verkehrssprache in Evheland (Togo) erhoben zu werden?, in: Beiträge zur Kolonialpolitik (1906) 65-70; Die moderne Ethnologie, in: Anthropos 1 (1906) 134-163; 318-387; 593-643; 950-997; Die Sprachlaute und ihre Darstellung in einem allgemeinen linguistischen Alphabet, in: Anthropos 2 (1907) 282-329; 508-587; 822-897; 1058-1105; Über die entwicklungsgeschichtliche Stellung der Pygmäenstämme, in: Korrespondenzblatt der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte (1908), Nr. 9-12; Zur Entwicklungsgeschichte des Menschen, in: Kölnische Volkszeitung, Nr. 677 vom 6. August 1908; Die ethnologischen Grundlagen der Soziologie, in: Fünf Vorträge von der Limburger Generalversammlung, Köln 1908, 7-24; L'origine de l'Idée de Dieu. Etude historico-critique et positive, in: Anthropos 3 (1908) 125-162; 336-368; 559-611; 801-836; 1081-1120; ebd. 4 (1909) 207-250; 505-524; 1075-1091; ebd. 5 (1910) 231-246; ebd. 6 (1911) 1041; ebd. 7 (1912) 796-797; Die soziologische und religiös-ethische Gruppierung der australischen Stämme, in: Zeitschrift für Ethnologie 41 (1909) 328-377; Die Errichtung einer Professur für Völkerkunde an der Wiener Universität, in: Die Freistatt (1909) 151-155; Die Stellung der Pygmäenvölker in der Entwicklungsgeschichte des Menschen, Stuttgart 1910; Grundlinien einer Vergleichung der Religionen und Mythologien der austronesischen Völker, Wien 1910; Die soziologischen Verhältnisse der südostaustralischen Stämme, in: Globus 97 (1910) 157-160; 173-176; 186-189; Die deutschen Katholiken und die theoretischen Wissenschaften, in: Jubiläums-Festnummer der Kölnischen Volkszeitung vom 1. April 1910; Neue Wege der vergleichenden Religions- und Gesellschaftswissenschaften, in: Die Kultur (1911) 3-25; Die kulturhistorische Methode in der Ethnologie, in: Anthropos 6 (1911) 1010-1036; ebd. 7 (1912) 253-254; Sur la mythologie australienne des rhombes (bull-roarer), in: Anthropos 7 (1912) 1059-1060; Die Anwendung der kulturhistorischen Methode auf Amerika, in: Anthropos 7 (1912) 505-506; Die Uroffenbarung als Anfang der Offenbarungen Gottes, in: Religion, Christentum, Kirche. Eine Apologetik für wissenschaftlich Gebildete. Bd 1, hrsg. von Gerhard Esser und Joseph Mausbach, Kempten 1911, 479-632 [Gedruckte Denkschrift] (Eminence de Lai 1912); 2. Aufl. Kempten 1913, 481-636; Die Gliederung der australischen Sprachen, in: Anthropos 7 (1912) 230-251; 463-497; 1014-1048; 8 (1913) 526-554; 9 (1914) 980-1018; 12/13 (1917/18) 437-493; 747-817; La Semaine d'Ethnologie Religieuse. Cours d'Introduction à la Science comparée des Religions, tenu à Louvain du 27 août à 4 septembre 1912, in: Anthropos 6 (1912) 1049-1055; Der Ursprung der Gottesidee. Eine historisch-kritische und positive Studie. Bd 1: Historisch-kritischer Teil, Münster i.W. 1912; 2. Aufl. ebd. 1926; Kulturkreise und Kulturschichten in Südamerika, in: Zeitschrift für Ethnologie 45 (1913) 1014-1130; Über die Verbreitung des Ruders mit Krückengriff, in: Anthropos 8 (1913) 559-562; L'étude de l'ethnologie. Histoire, objet et méthodes, in: La Semaine d'Ethnologie religieuse 1, Bruxelles 1913, 35-56; Germanentum, Slaventum und die Balkanereignisse. Von einem österreichischen Zuschauer, in: Hochland 12/1 (1914/15) 66-82; 197-226; Wenn von Frieden gesprochen wird, von Austriacus Observator, in: Hochland 13/1 (1915/16) 81-90; Ein Fall kausaler Priorität rationeller Zweckhandlung vor irrationellen Zauberpraktiken, in: Anthropos 10/11 (1915/16) 274-277; Totemismus, viehzüchterischer Nomadismus und Mutterrecht, in: Anthropos 10/11 (1915/16) 593-610; Die polnische Frage und die Verfassungsreform, von Austriacus Observator, in: Reichspost, Morgenblatt vom 13. November 1917;Germanentum, Slaventum, Orientvölker und die Balkanereignisse. Kulturpolitische Erwägungen, von Austriacus Observator, Kempten 1917; Zur Wiederverjüngung Österreichs: Versuch eines Entwurfes der Verfassungsreform, von Austriacus Observator, 1917; Der nahende Entscheidungskampf zwischen Geist und Materie, in: Reichspost vom 19., 22. und 24. Juni 1919; La Semaine d'Ethnologie religieuse. Cours d'Introduction à la Science comparée des Religions, in: Anthropos 14/15 (1919/20) 492-495;Die kulturhistorische Methode und die nordamerikanische Ethnologie, in: Anthropos 14/15 (1919/20) 546-563; La généalogie des instruments de musique et les cycles de civilisation, in: Anthropos 14/15 (1919/20) 565-570; Aufbau der Gesellschaft vom katholischen Standpunkt, in: Bericht über den ersten Katholikentag der Erzdiözese Wien am 24. und 25. März 1920, Wien 1920, 71-92; Über den Anschluß an Deutschland und die Donaumonarchie, in: Deutsches Volksblatt/Wien vom 2. Juni 1920; Der Deutschen Seele Not und Heil. Eine Zeitbetrachtung, Paderborn 1920; Überblicke über den Aufbau der vier Einzel-Evangelien und über das gesamte Leben unseres Herrn Jesus Christus nach den vier Evangelien. Untersuchungen von P. R. Cladder, S.J. †. Kurz dargestellt und weitergeführt von Wilhelm Schmidt, 1920; Der strophische Aufbau des Gesamttextes der vier Evangelien, in: Anzeiger der Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse (1921), Nr. IX, 10-43; Übersicht der Christus-Vorträge, 1921; Die Zeitgemäßheit der Arbeit für die Glaubenseinheit in Deutschland. Referat auf der ersten Generalversammlung des Winfried-Bundes am 10. August 1920 zu Fulda, 1921; Die Abwendung vom Evolutionismus und die Hinwendung zum Historismus in der Amerikanistik, in: Anthropos 16/17 (1921/22) 487-519; Der Ursprung der Gottesidee. Eine weiterführende Überschau, in: Anthropos 16/17 (1921/22) 1006-1051; Die Altstämme Nordamerikas, in: Festschrift Eduard Seler. Dargebracht zum 70. Geburtstag, hrsg. von W. Lehmann, Stuttgart 1922, 471-502; Le sacrifice chez les primitifs d'après M. Loisy, in: Revue des Sciences Philosophiques et Theologiques 12 (1922) 416-425; Wie stehen wir zu der Heidenmission?, in: Unser Weg. Blätter für zeitgerechtes Studententum (1922) 55-58; Zusammen mit Pinard de la Boullaye, Woche für Religions-Ethnologie III. Tagung vom 6. bis 14. September 1922 in Tilburg/Holland [gedrucktes Einladungsblatt]; Ethnologische Bemerkungen zu theologischen Opfertheorien, in: Jahrbuch des Missionshauses St. Gabriel 1 (1922) 1-68; Die religiöse Not unserer Großstädte. Baut ihnen Heimatkirchen! Errichtet ihnen Gottessiedlungen!, in: Reichspost vom 8. Juli 1923; Wichtige Mitteilung an unsere lieben Missionar-Mitarbeiter (deutscher und französischer Text) vom 1. Juli 1923; Menschheitswege zum Gotterkennen: rationale, irrationale, superrationale. Eine religionsgeschichtliche und religionspsychologische Untersuchung, Kempten 1923; Die geheime Jugendweihe eines australischen Urstammes. Mit einem Abriß der soziologischen und religionsgeschichtlichen Entwicklung der südostaustralischen Stämme, Paderborn 1923; Papst Pius XI. aus nächster Nähe, in: Amerikanisches Familienblatt und Missionsbote (1923) 273-275; 286-288; Mission und Wissenschaft, in: Jahrbuch des akademischen Missionsbundes der Universität Freiburg/Schweiz 4 (1923) 9-22; Die sozialen Formen der einzelnen Kulturkreise, in: La Semaine d'Ethnologie religieuse III, 48-67; Critères pour établir la position ethnologique des cercles culturels des plus anciens, in: La Semaine d'Ethnologie religieuse IV, 126-142; Die Moral-Ethnologie, ebd., 143-156; Les cercles culturels, ebd., 341-353; Der Neulandtechniker in seiner sozialen Stellung, in: Neuland. Blätter jungkatholischer Erneuerungsbewegung (1923/24) 49-55; Zur Einführung, in: Ephemeris internationalis Bibliotheca ethnologica-linguistica Africana, hrsg. von Albert Drexel (1924) 3-6; Zusammen mit Wilhelm Koppers, Völker und Kulturen. 1. Teil: Gesellschaft und Wirtschaft der Völker, Regensburg 1924; Zur Pressefrage, in: Das Neue Reich 7 (1924/25) 997-999; Der »geistige Arbeiter« und der »körperliche Arbeiter«, in: Das Neue Reich 7 (1924/25) 1039-1042; Rede bei der geistlichen Festfeier der akademischen Rompilgerschaft im großen Konzerthaussaal zu Wien. Teilweise wiedergegeben, in: Reichspost vom 7. Januar 1925; Familie, in: Handwörterbuch der Staatswissenschaften, Bd 3, 4. Aufl. Jena 1925, 921-940; Das ethnologische Alter von Pfeil und Bogen, in: Zeitschrift für Ethnologie 57 (1925) 63-76; Die Forschungsexpedition von P. Paul Schebesta S.V.D. in 1924/25 bei den Semang-Pygmäen und den Senoi-Pygmoiden auf der Halbinsel Malakka (Britisch Malaya), in: Anthropos 20 (1925) 718-739; Die Pygmäenvölker als älteste derzeit uns erreichbare Menschheitsschicht, in: Hochland 23 (1925/26) 574-592; Travaux faits et travaux à faire, in: Compte rendu. Semaine d'Ethnologie Religieuse (1926) 20-32; Heilbringer bei den Naturvölkern, in: La Semaine d'Ethnologie religieuse IV, 247-261; Die Ethnologische Abteilung der Vatikanischen Missionsausstellung, in: Die katholischen Missionen 54 (1926) 99-103; 136-141; La formation du monothéisme, in: Anthropos 21 (1926) 269-272; Gründung eines Museums für Missiologie und Ethnologie im Lateran zu Rom, in: Anthropos 21 (1926) 996-999; Zwei Mythen kalifornischer Indianer, Düsseldorf 1926; Die Sprachfamilien und Sprachenkreise der Erde, Heidelberg 1926; Rasse und Volk, in: Hochland 24 (1926/27) 407-425; 558-580; Wege zur Religion der Urvölker, in: Akademische Missionsblätter 15 (1927) 1-7; Museo Missionario-Etnologico, in: Piccola Guida dei Musei Lateranensi Profano-Christiano, Missionario-Etnologico (1928) 16-55; Die Bedeutung der Ethnologie und Religionskunde für Missionstheorie und -praxis, in: Zeitschrift für Missionswissenschaft und Religionswissenschaft 18 (1928) 117-131; Historische Tatsächlichkeiten des Zustandekommens meines »Der Ursprung der Gottesidee«, in: Anthropos 23 (1928) 471-474; Ein Versuch zur Rettung des Evolutionismus, in: Internationales Archiv für Ethnographie 29 (1928) 99-126; Menschenweihe an das Höchste Wesen bei den Samojeden, in: Donum Natalicium Schrijnen, Chartres 1929, 785-787; Der Entwicklungsgedanke und die moderne Völkerkunde, in: Germania vom 30. Januar 1930; Der Monotheismus der Primitiven, in: Anthropos 25 (1930) 703-709; Vernichtung von Manuskripten, in: Anthropos 25 (1930) 1085-1088; Handbuch der vergleichenden Religionsgeschichte zum Gebrauch für Vorlesungen an Universitäten, Seminaren usw. und zum Selbststudium. Ursprung und Werden der Religion. Theorien und Tatsachen, Münster i. W. 1930; Eigentumsfragen der Enzyklika, in: Reichspost vom 14. Mai 1931; Liebe, Ehe, Familie. Sechs Vorträge, Innsbruck-Wien-München 1931; 2. Aufl. Luzern 1945; Methodologisches und Inhaltliches zum Zweigeschlechterwesen, in: Anthropos 26 (1931) 55-98; Zusammen mit Wilhelm Koppers, Erklärung zum Werk von Dr. Winthuis »Einführung in die Vorstellungswelt primitiver Völker«, in: Anthropos 26 (1931) 323-324; Das Rassenprinzip des Nationalsozialismus, in: Schönere Zukunft 7 (1931/32) 999-1000; Preface et Appendice: Breuil, H., Le gisement à Sinanthropos de Chou-Kou-Tien/Chine et ses vestiges de feu et d'industrie, in: Anthropos 27 (1932) 1-3; 9-10; Anonyme Angriffe und Anfragen, in: Literarische Beilage zur Augsburger Postzeitung, Nr. 17, 1932; Zum Nachdenken angesichts politischer Niederlage, in: Reichspost vom 1. Mai 1932; Die Errichtung des Anthropos-Instituts, in: Anthropos 27 (1932) 275-277; Die Stellung der Religion zu Rasse und Volk, Augsburg 1932; Les musées des missions et en particulier le musée pontifical du Lateran pour l'étude des missions et de l'ethnographie, in: Baron Descamps, L'histoire générale comparée des missions, Bruxelles 1932, 605-636; Völkerkunde und Pädagogik, in: Lexikon der Pädagogik der Gegenwart, Bd 2, Freiburg i. Br. 1932, 1208-1210; Um die rechte katholische Wissenschaft, in: Schönere Zukunft 8 (1932/33) 1204-1206; Der Sinn der Gegenwart: Die deutsche Sendung, in: Reichspost vom 7. Mai 1933; Zur Judenfrage, in: Schönere Zukunft (1933/34) 408-409; Was vermag der Katholizismus der Wissenschaft zu bieten? Katholischer Universitätsgedanke und gegenwärtige Zeitlage, in: Schönere Zukunft 9 (1933/34) 793-794; 811-812; Die Grundgedanken der Katholischen Universität für die Länder deutscher Zunge, in: Schönere Zukunft 9 (1933/34) 1345-1347; 1373-1375; Die Katholische Universität in Salzburg. Bericht über den Akademischen Festakt vom 15. August 1934 mit der Ansprache des Bundespräsidenten Wilhelm Miklas und der Festrede des Universitätsprofessors Dr. P. Wilhelm Schmidt S.V.D., 1934; Freiheit und Bindung des Christen in der Gesellschaft, in: Allgemeiner Deutscher Katholikentag in Wien vom 7. bis 12. September 1933, Wien 1934, 91-96; Fritz Graebner. Zum Tode des Hauptgründers der kulturhistorischen Ethnologie, in: Reichspost vom 29. Juli 1934; O istocie modlitwy i ofiary u Indian Selish w Ameryce Pólnocnej, in: Annales Missiologicae 6 (1934) 11-24; The Religion of Earliest Man, London 1934; The Religion of Later Primitive Peoples, London 1934; Os circulos culturais etnológicos segundo W. Schmidt, in: Guy de Hollanda, Novo conceito de História da Civilização à luz da Etnologia e Prehistória (1934) 45-57; Politische Willensbildung und Familie, in: Reichspost vom 10. November 1934; Göttliches Geben und menschliches Erfassen in Wesen und Geschichte der Religion. Tatsachen und Begrenzung des Entwicklungsgedankens in der Religion, in: A. Mager (Hrsg.), Die dritten Salzburger Hochschulwochen vom 22. August bis 5. September 1933. Aufrisse und Gedankengänge der Vorlesungen, Seminare und Vorträge, Salzburg 1934, 31-37; Gedanken zur Missionierung der Heiden, in: Verordnungen und Mitteilungen für die Region SVD Südschantung (1935) 195-204; englische Übersetzung: Considerations on Missions in Pagan Countries, in: Verbum 1 (1961) 26-38; Der Ursprung der Gottesidee. Eine historisch-kritische und positive Studie. Bd 1: Historisch-kritischer Teil, 2., erw. Aufl. Münster i. W. 1926; Bd 2 (2. Abt.: Die Religionen der Urvölker): Die Religionen der Urvölker Amerikas, Münster i. 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Karl Josef Rivinius
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Letzte Änderung: 05.06.2009