SCHRÖDER, Alfred, Geistlicher, Archivar und Historiker, * 4.2. 1865 in Passau als Sohn des Joseph Schröder und dessen Frau Rosa, geb. Leeb, + 16.3. 1935 in Dillingen. Besuch des humanistischen Gymnasiums bei St. Stephan in Augsburg 1874-1883; Studium der Philosophie und Theologie in Dillingen 1883-1887; 1887 Priesterweihe. Anschließend Studium in München; 1890 Promotion in Theologie. 1889/90 Kaplan in Erpfting, 1890/91 Stadtkaplan bei St. Moritz in Augsburg, 1891-1898 Archivar und Bibliothekar der Diözese Augsburg, 1898-1930 Professor für Geschichte und Kunstgeschichte an der staatlichen Hochschule in Dillingen. Sch. erforschte die Geschichte des Bistums Augsburg und vor allem dessen Kunstgeschichte.
Werke: Werkeverzeichnis bei Specht 222-223; Zöpfl: Das Bistum Augsburg, Bd. 9, 13*-19*; Das Bistum Augsburg, Bd. 5-9, Augsburg 1895 ff.; Die staatsrechtlichen Verhältnisse im bayr. Schwaben um 1801, Dillingen 1907; Alt-St.Stephan in Augsburg, Au 1928; - Begründer (1909) des Archivs für die Geschichte des Hochstifts Augsburg, 6 Bde, Dillingen 1909-1929 (darin viele eigene Beiträge).
Lit.: Jahn, Joachim, Schröder, Alfred. In: Bosls Bayerische Biographie, Regensburg 1983; - Thomas Specht, Geschichte des Kgl. Lyceums Dillingen (1804-1904), Regensburg 1904, 221 ff.; - Andreas Bigelmair, Nachruf Alfred Schröder. In: ZBLG 8, 1935, 174 ff.; - Friedrich Zoepfl, Dem Bistumshistoriker Alfred Schröder zum Gedächtnis. In: Ders.. Das Bistum Augsburg historisch und statistisch beschrieben, Bd. 9, 5*-19*, Augsburg 1939; - Ders., Schröder, Alfred. In: LThk, Bd. 9, Freiburg 1964, 496, 497.
Margit Ksoll-Marcon
Letzte Änderung: 09.04.2011