SIMON RINALDUCCI von Todi, * ? in Todi, + 20. April 1322 in Bologna. Im Jahre 1280 schloß er sich dem Augustiner-Eremitenorden (OESA) an. Nach seinen Studien empfing er die Priesterweihe und wurde Lektor der Theologie. S. war ein angesehener Prediger; leider ist das Manuskript seiner Predigten heute nicht mehr auffindbar. Öfters wurde er als Prior mit der Leitung verschiedener Klöster betraut; eine Zeitlang war er Provinzialoberer der umbrischen Ordensprovinz. Von neidischen Mitbrüdern wurden im Jahre 1318 gegen ihn zu Unrecht schwere Anschuldigungen auf dem Generalkapitel von Rimini erhoben, die er mit bewunderswerter Geduld ertrug. Seinen nahen Tod sagte er voraus. Schon an seinem Sarg geschahen viele Wunder, die notariell beglaubt wurden. Kurze Berichte über sein Leben finden wir bei den Augustinertheologen Heinrich von Friemar d. Ä. (ca. 1245-1340) sowie bei dessen Schüler Jordanus von Quedlinburg (Jordanus von Sachsen, ca. 1300-1370/80).
Lit.: A. Possevino, Vita de' Santi e Beati di Todi, Perugia 1597, 115 f.; - Bollandus etc. (Hrsg.), Acta Sanctorum Apr. II, Antwerpen-Paris 1675, 815-831; - A. Torelli, Scuole Agostiniani, Bologna 1678; - Positio pro confirmatione cultus, Rom 1833; - Bolletino Storico Agostiniano 8 (Florenz 1931-32), 20-25, 43-49; - D. A. Perini, Bibliographia Augustiniana, 4 Bde, Florenz 1929-1935, III, 123; - R. Arbesmann-W. Hümpfner (Hrsg.), Jordani de Saxonia Liber Vitasfratrum, New York 1943, 122 f., 461; - H. Thurston-D. Attwater (Hrsg.), Butler's Lives of the Saints, edited, revised and supplemented, London 1956, II, 137; - LThK 2IX, 771.