|
Verlag Traugott Bautz
|
![]() |
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
SOPHOKLES, griechischer Tragiker des 5. Jhs. v. Chr., lebte von 497/6 - 406/5 in Athen und bildet das Verbindungsglied zwischen dem älteren Aischylos (525/4-456/5) und dem jüngeren Euripides (485/4-407/6). Sein Verdienst liegt in der Einführung wesentlicher Neuerungen in die Aufführungspraxis des antiken Theaters. - 496 v. Chr. (nach manchen Versionen 497) im attischen Demos Kolonos als Sohn des Sophillos, eines wohlhabenden Unternehmers, geboren, genoß S. eine ausgezeichnete Erziehung. Er erhielt Unterricht in Gymnastik, Musik, Tanz, verkehrte in Intellektuellenkreisen und machte früh die Bekanntschaft mit den führenden Persönlichkeiten Athens. S. war von Jugend auf in das geistige und politische Leben Athens integriert, woher auch seine lebenslange enge Verbindung und Liebe zu seiner Heimat rührt. Als `Philathenaios' und angesehener Bürger bekannt, erklärte er sich bereit, verschiedene politische Ämtern zu übernehmen. So bekleidete er 443/2 die Position eines Hellenotamias (Kassenverwalter im Seebund), 441/40 das Strategenamt - zusammen mit Perikles - und 428 war er wiederum Stratege mit Thukydides als Kollegen. 413 fungierte S. als Mitglied der beratenden Versammlung der Probuloi, widmete sich darüber hinaus kultischen Ämter, z.B. als Priester des Heilheros Halon oder des Asklepios. Im Mannesalter heiratete S. Nikostrate, die ihm den Sohn Iophon gebar, der später selbst Tragiker werden sollte. Größere Bekanntheit als er sollte aber Sophokles d.J. erlangen, sein zweiter, illegaler Sohn mit Theoris. Er war für die postume Aufführung des Ödipus auf Kolonos, 401, verantwortlich. Zu den Größen des damaligen politischen und geistigen Lebens, mit denen S. Umgang pflegte, gehörten außer dem führenden Politiker Perikles und seinen Tragikerkollegen Aischylos - den er verehrte - und Euripides - mit dem ihn eine wechselseitige Inspiration verband - auch Herodot, Ion von Kos, Phidias, Anaxagoras und vielleicht sogar Sokrates. - S. durchlebte eine überaus ereignisreiche Zeit, die mit der Existenz des attischen Seebundes zusammenfiel und die Spanne zwischen Perserkriegen, der Hochblüte Athens unter Perikles und schließlich den aufkeimenden Konflikt mit Sparta und die Peloponnesischen Kriege umfaßte. Kein Wunder, daß zwischen seinem Leben und Werk eine enge Beziehung bestand. Bleibt nur die Frage, inwieweit es im Werk S's Zeitanspielungen bzw. konkrete historische Bezüge gab. Vermutlich wird man es dabei belassen müssen, seine Werke lediglich als `komprimierte Zusammenfassungen' der Zeitereignisse zu sehen. Geschickt sind geistige Strömungen und Zeittendenzen in den Mythos eingeflochten, ohne dabei einzelne Geschehnisse explizit herauszuheben. - Von insgesamt 123 in der Hauptquelle, der Vita, erwähnten Dramen des S. sind 114 bekannt, d.h. es liegt eine relativ gute Überlieferungssituation vor. Hinzu kommt, daß die Stücke bereits in der Antike, von Plutarch, gesammelt worden sind. Von diesen 114 waren 30 Tetralogien, d.h. ein Dreigespann von Stücken, die anläßlich der jährlich stattfindenden großen attischen Feste, den Großen Dionysien und den Lenäen, in einer Art Wettstreit zwischen verschiedenen Dichtern aufgeführt wurden. Eusebios überliefert, daß S. bereits wohl 468, als 25jähriger (mit dem nicht erhaltenen Triptolemos), den ersten Sieg im Dionysostheater, wo die Aufführungen stattfanden, davongetragen hat. Die `Premieren' der Antigone, 442, des Philoktet, 409, und des Oidipus (posthum 401) waren weitere Erfolge. Man geht davon aus, daß S. mit seinen insgesamt 30 Tetralogien um die 20mal den Sieg davongetragen haben wird. Mit den sieben uns überlieferten Tragödien (mit Scholien), die wohl aus sieben verschiedenen Tetralogien stammen, sind nicht einmal 10% seines Gesamtwerkes auf uns gekommen; neben den Tragödien sind fragmentarische Satyrspiele erhalten. Um über diese eingeschränkte Beurteilungsbasis hinauszukommen, wurden in der S.-Forschung die in Handschriften und Papyri überlieferten Fragmente mit in die Beurteilung einbezogen (S. Radt, Hrsg., TGF IV, 1977). Darüber hinaus ist überliefert, daß S. auch Elegien und Päane sowie eine Prosaschrift über den Chor geschrieben haben soll. Die Werke S's verteilen sich auf eine Zeitspanne von über 60 Jahren, belegen damit eine ungewöhnlich große Produktivität des Dichters und bezeugen zugleich, zusammen mit den zahlreichen Siegen, seine Beliebtheit und seinen Einfluß über eine lange Zeitspanne. Anscheinend war es S. gelungen, mit Hilfe der adäquaten Ausdrucksmittel die Vorlieben und Stimmungen der Zeit genau zu treffen, so daß die Polis-Gemeinschaft seinen Werken eine besondere Bedeutung zumaß. Doch woran lag es, daß S. bereits zu Lebzeiten hochanerkannt war und daß das Publikum - im Unterschied zu Aischylos oder Euripides - stets auf seiner Seite stand, ihn bejubelte und gewinnen ließ? Wie kam es, daß er bereits kurz nach seinem Tod durch die Aufstellung einer Statue im Dionysostheater geehrt wurde? - S. gilt als Neuerer der attischen Tragödie in mehrfacher Hinsicht. Sein Vorbild Aischylos vor Augen, gelang es ihm, Aufführungspraxis und Inhalte gleichermaßen dem `Zeitstil' anzupassen. Er entfernte sich zunehmend von den `klassischen' Inhaltstetralogien seines Vorgängers in Richtung inhaltlich und dramatisch abgeschlossener Einzelstücke. Sein Verdienst war es, einen dritten Schauspieler (der zweite war von Aischylos eingeführt worden) und damit eine weitere Rolle hinzugefügt zu haben. Die Schauspieler wurden dabei möglichst passend zur Rolle ausgewählt und S. selbst agierte gelegentlich auf der Bühne. Er hatte überdies die Zahl der Chorsänger (Choreuten) von 12 auf 15 angehoben. Beide Maßnahmen bewirkten größere Lebendigkeit, schnellere Handlungen, mehr Spannung und insgesamt eine dramatische Straffung auf der Bühne. Das Schwergewicht hatte sich zugunsten der Einzelfiguren, der Schauspieler, verschoben und der vormals eher langweilig agierende, dominante Chor erhielt eine neue Funktion (Plutarch, Moralia 79B). Er wurde zum wesentlichen Teil des Ganzen, integriert statt, wie bisher, isoliert. Gesteigert wurde die Handlung noch durch Einführung der Szenenmalerei (Skenographie), die Entstehung erster Bühnenbilder zur Verstärkung der dramatischen Effekte und zur Erhöhung der illustionistischen Wirkung. Überrascht war sein Publikum zudem, als es Musen-Thiasos, Krummstab und weiße Schuhe als neue Elemente auf der Bühne sah. - Inhaltlich machte sich eine insgesamt kritischere Haltung des S. bemerkbar. Obwohl er dieselben mythologischen Figuren wie sein Vorgänger, Aischylos, verwendete (z.B. Oidipus, Elektra, Aias, Philoktet) - vorwiegend Gestalten aus dem trojanischen und thebanischen Sagenkreis - schilderte er sie weniger titanenhaft, wenn auch immer noch `heroisch'. Und er ließ sie im Unterschied in einer veränderten, weniger künstlich-gezierten Sprache reden. Insbesondere seine Chorlieder zeigen diese Tendenz, sie zeichnen sich zudem durch treffsichere Formulierungen, exzellente Klangfiguren und große Bildhaftigkeit aus. - Obwohl S. seine Gestalten und deren tiefes Leid auf tragische Weise schilderte, war er vom Wesen her ein gottgläubiger, fröhlicher und ausgeglichener Mann. Die tiefe Frömmigkeit, die S. eigen war, spiegeln auch seine Werke wieder. Unter Zeitgenossen als »Götterliebling« bekannt, stellte er in seinen Tragödien das Verhältnis zwischen Mensch und Göttern in den Vordergrund. Dabei unterscheidet ihn von seinem Tragiker-Vorgänger, daß er dem Menschen größeres Gewicht zumißt, die strikte Antithese Gott-Mensch aufgehoben ist und die Götter in keiner entrückten, fremden Welt mehr leben. Sein Zeitgenosse bzw. Nachfolger Euripides hat die Verbindung zwischen göttlichem und menschlichem Handeln hingegen fast völlig aufgelöst. Erstmals wird bei S. der Mensch mit all seinen Leiden als Individuum geschildert. Sein Schicksal muß er zwar immer noch als gottgegeben akzeptieren, weiterhin bestimmen die göttlichen Pläne unentrinnbar menschliches Handeln und Sein, doch sind diese nicht mehr willkürlich und zufällig, sondern bedacht und gezielt. Bei Euripides hingegen besteht kaum mehr eine Verbindung zwischen dem Handeln der Götter und dem der Menschen. Letzterer kann die Weltordnung nicht übersehen, er gewinnt lediglich einen Einblick, wenn er sich tugendhaft verhält und Hybris und Arroganz vermeidet. Andererseits bedeutet beispielhaftes Verhalten für S. nicht zwingend Belohnung von seiten der Götter, hingegen werden Fehltritte und Übermut unweigerlich bestraft, denn das höchste Prinzip ist die Achtung von Normen und Gesetzen. Das Leben kann nach S's Ansicht grausam und unberechenbar sein, doch steht hinter allem eine grundlegende, höhere Ordnung. Leid bedeutet für ihn eine heilende Prüfung, die dem Menschen Größe und Kraft verleiht und ihn gleichzeitig von einem Gott unterscheidet. Als schwaches Nichts kann der Mensch zwar Fähigkeiten und Stärken entwickeln, diese können nach S. jedoch sofort wieder ins Negative, in Übermut (Hybris) und Arroganz, umschlagen und Leid verursachen. Die Figuren selbst treten bei S. als zentrale Einzelgänger mit festen Prinzipien und Vorstellungen auf. - S's Tragödien zeichnen sich dadurch aus, daß das Verborgene erst allmählich sichtbar wird. Kennzeichnend ist die diptychische Form, die Stücke zerfallen in zwei deutlich voneinander geschiedene Teile, deren Kontrastierung erst die endgültige Einsicht in den Handlungssinn ermöglicht. S's Figuren sind treffend charakterisiert, nicht umsonst gilt er als Meister der tragischen Ironie, der gedanklichen Tiefe und sprachlichen Ausdruckskraft. Die veränderte Rolle des Chors und die erhöhte Schauspielerzahl haben zur Folge, daß sich sophokleische Tragödien als geschlossenes Kunstwerk darstellen. S. Hauptverdienst liegt darin, die Entwicklung von rein choristischer Darstellung zum `dramatischem Spiel' vollendet zu haben. - Überlieferung: Im Falle des S. liegen glücklicherweise Primärquellen vor: Eine anonyme Sophoklesvita aus dem 2./1. Jh. v. Chr. (=Vita), außerdem legen Plutarch (De Profectibus in virtute), Suda, Marmor Parium und Scholien Zeugnis über S. ab. Editiert wurden die sophokleischen Texte wie die der anderen Tragiker von den Alexandrinern im 3. Jh. v. Chr., v.a. von Aristophanes von Byzanz im Museion von Alexandria. Es lag ein `Staatsexemplar' des Rhetors Lykurg vor, der um 340/30 v. Chr. zur Einschränkung des Plagiats die Tragödien aller drei großen Tragiker niederschrieb und damit für eine relativ authentische Überlieferung sorgte; Ptolemaios Philadelphos hatte es für die Bibliothek von Alexandria erworben. Die beste Überlieferung stellt eine byzantinische Handschrift von ca. 950 n. Chr. dar. Diese gelangte 1423 als Gesamtkonvolut mit den Werken des Aischylos mit Giovanni Aurispa von Konstantinopel nach Florenz, wo sie heute als `Florentinus (Mediceus) Laurentianus' in der Medici-Bibliothek aufbewahrt wird. Daneben existierten andere Fassungen, z.B. Von Manuel Moschupulos (Wende 13/14. Jh.), die jedoch weniger zuverlässig und vollständig sind. Bereits ab dem 16. Jh. fanden einzelne Aufführungen statt, ein Jahrhundert später entstanden die ersten Übersetzungen (1636: M. Opitz, Antigone). Insgesamt muß bedauerlicherweise festgestellt werden, daß die Sophokles-Handschriften beileibe noch nicht gründlich genug bearbeitet sind.
Werk: Bei der Behandlung des sophokleischen OEuvres standen immer mehrere Faktoren im Vordergrund: Untersuchungen zu Form und Gestalt, Einzelinterpretationen und Spezialfragen, der Vergleich mit seinen Tragikerkollegen und schließlich das Nachleben. Problematischer als andere Fragen war in der Forschung diejenige nach Verhältnis und zeitlicher Abfolge der Stücke. Man versuchte, nach stilistischen Kriterien und vergleichend mit den thematisch entsprechenden, datierbaren Werken der anderen Tragiker eine Reihenfolge aufzustellen. Dennoch konnten bis heute die kontroversen Meinungen hinsichtlich der Zeitstellung der einzelnen Stücke und ihrem Verhältnis zueinander nicht aus dem Weg geräumt werden. Sie stellen in diesem Zusammenhang jedoch eine zu vernachlässigende Spezialfrage dar. Zeitlich gesichert sind lediglich zwei Stücke: Philoktet und Oidipus auf Kolonos; die übrigen können nur ungefähr eingeordnet werden. Relativ übereinstimmend wird Aias als ältestes Werk, Philoktet als Vertreter der Spätstufe und die Trachinierinnen und Oidipus Tyrannos als Werke der mittleren Schaffensphase des S. betrachtet. - Im folgenden eine kurze Behandlung der sieben Hauptstücke des S.. Neben diesen sind zahlreiche Fragmente von Tragödien und Satyrspielen erhalten, darunter die Spürhunde (`Ichneutai') und `Inachos' (Papyrusfunde). - 1. Aias (450er Jahre). Der trojanische Mythos wird in der charakteristischen Diptychonform geschildert: der erste Teil erzählt vom Selbstmord des Aias, der zweite von seiner Bestattung. Dabei befaßt sich das Stück weniger mit den Ereignissen selbst als vielmehr mit dessen Folgen. Nachdem sich der von Wahn gepackte Aias ins Schwert gestürzt hat, folgt im zweiten Part seine Auffindung, die Reaktion seiner Umgebung und die schwerwiegende Frage nach seiner Bestattung. Der Selbstmord des Aias erfolgt in der Interpretation des S. nicht aus gekränkter Ehre, sondern aus Scham, sein Tod ist die Folge übermäßigen Stolzes und gesteigerter Ehrliebe. S. prangert damit die Kompromißlosigkeit und den Starrsinn des trojanischen Helden an, der aufgrund der Unbeugsamkeit seines Wesens nur noch die Alternative Tod sieht. Als Kontrastfigur und als Spiegelbild seiner Weltanschauung baut S. den Odysseus auf: Kompromißbereit verkörpert er den idealen Menschen, der in der Lage ist, sich den gegebenen Umständen anzupassen - anstatt wie Aias einen unverrückbar-festen Standpunkt einzunehmen. - 2. Antigone (442 - Aufführung im Dionysostheater). Antigone gilt als erstes `Widerstandsstück' der Weltliteratur, wurde zum Programmstück z.B. für die deutsche Klassik, Hegel oder Bert Brecht. Dies würde aber eine zu starke Beschränkung auf einen einzelnen Aspekt bedeuten und die komplexe Aussagekraft des sophokleischen Werkes mindern. Wie Aias wird auch diese Episode aus dem thebanischen Mythenzyklus prinzipiell zweiteilig geschildert. Steht Aias in der ersten Hälfte im Zentrum, ist es in der zweiten die Antigone - doch sind dieses Mal die beiden Teile bereits deutlicher miteinander verflochten. Neu ist, daß S. durch wohlkomponierte Diaologe verstärkt dramatische Höhepunkte schafft. In Antigone jongliert S. mit der Gegeneinandersetzung der beiden Bereiche Schein-Wahrheit oder göttliche Wahrheit und menschliche Verblendung. Antigone und Kreon verkörpern konträre Wesen und verschiedene Lebensauffassungen. Kreon als kompromißloser, sich selbst für unfehlbar haltender Egoist gibt sich seiner Hybris hin, wird zum Tyrannen und steht im krassen Gegensatz zu der einsichtigen und vernünftigen Antigone. Doch S. betreibt keine Schwarzweiß-Malerei, stellt keinen schlichten Gut-Böse-Gegensatz auf. Stehen auch Gefühle gegen angelernte Ideologie, so bleibt auch Antigone nicht unschuldig, sie, die göttlichen Gesetze zur Norm erheben will und dabei Menschengesetze verwirft. Kreon verhält sich falsch, indem er die Polisgesetze absolut setzt. Nur so läßt sich rechtfertigen, daß Antigone in den Tod gehen muß, da auch sie ihr Bündel an Schuld zu tragen hat. S. stellt mit dieser Tragödie die Folgen übermäßiger Rechtsgewißheit dar. - 3. Trachinierinnen (438) Aufgrund der Bezüge zur Alkestis des Euripides wird dieses zeitlich umstrittenste Werk mehrheitlich in die späten 30er Jahre datiert. Oft zu Unrecht als schwächstes Stück des S. betrachtet steht ein bis heute aktuelles Thema im Zentrum: die Ehe. Unter Zuhilfenahme des Heros Herakles und seiner beiden Frauen Deianeira und Iole wird die unausweichliche Tragik von Ehe im übergeordneten Sinn geschildert; ein antikes Ehedrama. Klar gegliedert, besteht die Hauptaussage des Stückes liegt darin, daß die Liebe es war, die Deianeira und Herakles zusammenführte, aber daß sie es auch war, die beide schließlich tötete, indem sie sich ins Negative umgekehrte. S. stellt die Folgen übermäßiger Gattenliebe dar, führt den stets vorhandenen Gegensatz zwischen dem Verlangen der Frau nach alleinigem Besitzen des Mannes und dessen Streben nach außen, der zur Zerstörung der Ehe führt, eindringlich vor Augen. Die wartende Deianeira - sie steht in Teil 1 im Vordergrund - erfährt von der Geliebten ihres Mannes Herakles (Zentralfigur des 2. Teils), Iole, und sendet ihm daraufhin ein mit dem Zaubertrank des Nessos getränktes Gewand. Sie erkennt ihren Irrtum zu spät und tötet sich selbst - Herakles, der das Gift überstanden SOPHOKLEShatte, nimmt sich nach einem Orakelspruch das Leben auf dem Scheiterhaufen. - 4. Oidipus Tyrannus (um 430) Diese Geschichte aus dem thebanischen Sagenkreis - wie Antigone - stellt wohl den Höhepunkt im Werk des S. dar. Oidipus befindet sich auf Geheiß des delphischen Orakels auf der Suche nach dem Mörder des Laios. Zwei Fragen ziehen sich als roter Faden durch das Stück, um am Ende aufgelöst zu werden: Ist Oidipus der Mörder des Laios? Wer sind seine Eltern? Als Oidipus die Wahrheit erkennt, blendet er sich selbst. Neu am Oidipus Tyrannus ist die formale Vollendung des Stückes. Statt wie bisher zweigeteilt, dominiert nun die Hauptfigur das gesamte Geschehen und läßt das Drama zu einem homogenen Ganzen verschmelzen. In der Figur des Oidipus führt S. die Beschränktheit der menschlichen Fähigkeiten vor Augen und weist auf den Fehler hin, zu stolz auf seine eigene Intelligenz zu sein, die im Falle des Oidipus aber dessen einziger Besitz war. Das Stück spiegelt den Zeitgeist wieder: entstanden zur Blütezeit der Sophistik mit deren Maxime `Wissen ist Macht' - warnt S. vor zu großer Rationalität, vor zuviel Wissen und Überheblichkeit in der Kenntnis davon. - 5. Elektra (vor 417). Elektra, eine Episode aus dem Atridenzyklus, verkörpert das Spätwerk S's und stellt ein `Intrigendrama' dar. Im Zentrum stehen die Ermordung des heimkehrenden Agamemnon durch seine Gemahlin Klytaimnestra und deren Geliebten Aigisthos. Die vernachlässigte Tochter Elektra wendet sich um Hilfe an ihren auswärtig lebenden Bruder Orestes. Dieser kehrt ohne Wissen der Schwester als Bote seines eigenen Todes zurück. Die Problematik des Muttermordes wird ausführlich in Gestalt der Tatvorbereitung geschildert, ebenso die Unvermeidbarkeit der Rache. Die Intrige geht im Unterschied zum Philoktet erfolgreich aus. - 6. Philoktetes (409). Ebenfalls ein Intrigendrama, diesmal allerdings mit negativem Ausgang und aus dem Troja-Zyklus herausgegriffen. Philoktet, der nach dem Tod des Herakles dessen Bogen und giftige Pfeile erhalten hatte, avanciert zum Retter der Hellenen bei der Belagerung von Troja, denn nach einem Orakel waren diese Waffen für die Eroberung unabdingbar. War er zuvor von den Atriden wegen einer Fußwunde ausgesetzt worden, wurde er nun als letzte Rettung auf einen Seherspruch hin geholt, um den Sieg zu bringen. Erneut steht die Vorbereitung der Tat im Vordergrund der Schilderung, die Intrige des Odysseus, die Wandlung des Neoptolemos, Herakles als befehlender »deus ex machina«. Philoktet bildet ein Musterbeispiel für den neuartigen Einsatz des Chors und stellt gleichzeitig das reifste und künstlerisch vollendetste Stück S. dar. Radikal rechnet er mit den Intellektuellen seiner Zeit ab, wendet sich vehement gegen die alleswissenden und -könnenden Sophisten. Philoktet wird durch göttliche Erhöhung zum einzigen Erretter und personifiziert den unbeirrbar Treuen, für den Werte und Frömmigkeit noch Gültigkeit haben. Als Gegenpart führt S. den Neoptolemos vor. - 7. Oidipus auf Kolonos (401 postum aufgeführt). Der fast 90jährige S. verfaßte ein zweites Oidipus-Stück, nun erstmals in heroisierender Form. Eine eigentlich ungeheuerliche Paradoxie erhält das Mäntelchen der Apotheose umgehängt: Oidipus tötet den Vater, schläft mit der Mutter und wird dennoch zum Gott und Schutzgeist Athens erhoben. Er entwickelt sich zur Inkarnation des menschlichen Verstandes, erst seine Erkenntnis von der Beschränktheit desselben führt zur Aufnahme in den Heroenkreis. Den Intellekt läßt S. zum Werkzeug werden, um Gültigkeit und Wirksamkeit übergeordneter Werte und Normen nachzuweisen. Das Göttliche hat eine neue Bedeutung gefunden, als der blinde Ö. mit Antigone zum Hain der Eumeniden im Demos Kolonos kommt, um Heimat und Ruhe zu finden und dort am Ende stirbt. - Lassen sich Elektra (417), Philoktet (409) und Oidipus auf Kolonos (401) zu einem stilistischen Komplex zusammenfassen, kennzeichnet sie insbesondere ihr zeitlicher Abstand zu den vorher entstandenen Werken und die homogene Einheit in der Struktur. Eine Zentralgestalt dominiert die Geschehnisse und wird am Ende erhöht (in zunehmend gesteigerter Form). Verfehlte in den früheren Stücken der Einzelne die Norm und scheiterte, erfüllt er sie hier und behält seinen Platz. S. scheint sich im Spätwerk zu einer positiveren Weltsicht durchgerungen zu haben. Waren es zuvor `Verhängnisdramen', handelt es sich nun um `Intrigendramen' (5-6) bzw. um ein Heriosierungs/Apotheosen-Drama (7).
Werke: `Florentinus (Mediceus) Laurentianus', Gesamtausgabe der Sophokles- und Aischylos-Werke (1423, Medici-Bibliothek Florenz); A. Nauck, Tragicorum Graecorum Fragmenta (TGF) (1889); A.C. Pearson, OCT I-VII (1906 ff./1924) mit Kommentar von R.C. Jebb; A. Dain-P. Mazon, 3 Bde (1955-60); Sophokles. Die Tragödien; dt. von E. Staiger, K. Reinhardt, W. Schadewaldt, E. Buschor (1963); S. L. Radt u.a. (Hrsg.), Tragicorum Graecorum Fragmenta, IV: Sophokles (1977) - grundlegend; K. Bayer (Hrsg.) Sophokles. Tragödien und Fragmente (19852); H. Lloyd-Jones-N.G. Wilson (1990), Sophoclis fabulae; dazu: ders. Sophoclea. Studies on the Text of Sophocles (1990) und Rez.: B. Zimmermann, Gnomon 65, 1993, 100-109.
Übersetzungen: H. Weinstock (1941/19675); E. Staiger (1944); E. Buschor (1954/59); W. Willige-K. Bayer (1966/19852 Tusculum/ dtv-TB 1990).
Lit.: Zur Tragödie allgemein: U.v. Wilamowitz-Moellendorff, Einleitung in die griechische Tragödie (1889/1981 Nachdr.); - T.v. Wilamowitz, Die tragischen Gestalten der Griechen in der Weltliteratur (1920); - E. Howald, Die griechische Tragödie (1930); - M. Pohlenz, Die griechische Tragödie (1930/19542), grundlegend; - W. Kranz, Stasimon. Untersuchungen zu Form und Gehalt der griechischen Tragödie (1933); - A. Lesky, Die griechische Tragödie (1938/19582), grundlegend; - ders., Griechische Tragödie. In: Anzeiger für die Altertumswissenschaften 1 (1948); 2 (1949); 3 (1950), 5 (1952); 7 (1954); 12 (1959); 14 (1961); 16 (1963); 20 (1967); 21 (1968); fortges. v. H. Strohm: 22 (1969); 24 (1971); 26 (1973)); 27 (1974); 29 (1976); 30 (1977); - ders., Die tragische Dichtung der Hellenen (1956/19713); - ders., Greek Theatre Production (1956/19702); - ders., Geschichte der griechischen Literatur (1957-58/19713); - H.D.F. Kitto, Greek Tragedy. A Literary Study (1939/19707); - A.M. Dale, The Lyric Metres of Greek Drama (1948/19682); - H. Hunger u.a., Geschichte der Textüberlieferung der antiken und mittelalterlichen Literatur (1961); - ders., Lexikon der griechischen und römischen Mythologie (19888); - K.v. Fritz, Antike und moderne Tragödie (1962); - L. Aylen, Greek Tragedy and the Modern World (1964); - B.M.W. Knox, The Heroic Temper. Studies in Sophoclean Tragedy (1964); - R.A. Pack, The Greek and Latin Literary Texts from Graeco-Roman Egypt (1965); - W. Steidle, Studien zum antiken Drama (1968); - J. de Romilly, La Tragédie Grecque (1970/19822); - W. Jens (Hrsg.), Die Bauformen der griechischen Tragödie (1971); - B. Snell, Szenen aus griechischen Dramen (1971); - H.-D. Blume, Einführung in das antike Theaterwesen (1978); - O. Taplin, Greek Tragedy in Action (1978); - S. Melchinger, Die Welt als Tragödie I: Aischylos, Sophokles (1979) II: Euripides (1980); - J.A. Harrison, Greek Tragedy and Greek Theatre (1979); - G.A. Seeck (Hrsg.), Das griechische Drama (1979) (= Seeck 1979); - ders., Geschichte der griechischen Tragödie. In: Seeck 1979, 155-203, grundlegend; - H.-J. Newiger, Drama und Theater. In: Seeck 1979, 434-503; - F. Kolb, Polis und Theater. In: Seeck 1979, 504-45; - J. Redmond (Hrsg.), Themes in Drama I-VII (1979-85); - H.C. Baldry, The Greek Tragic Theatre (1981); - F. Kolb, Agora und Theater, Volks- und Festversammlung (1981); - A. Brown, A New Companion to Greek Tragedy (1983); - S. Goldhill, Reading Greek Tragedy (1986); - K. Mackinnon, Greek Tragedy into Film (1986); - B. Zimmermann, Die griechische Tragödie. Eine Einführung (1986), grundlegend; - C.R. Beye (Hrsg.), La Tragedia Greca. Guida Storica e Critica (1988); - C. Meier, Die politische Kunst der griechischen Tragödie (1988); - M. Baldock, Greek Tragedy. An Introduction (1989); - M.L. West, The Early Chronology of Attic Tragedy. In: ClassQu 39, 1989, 251-54; - W.B. Yeats, The writing of Sophocles King Oedipus (1989); - E. Fischer-Lichte, Geschichte des Dramas: Epochen der Identität auf dem Theater von der Antike bis zur Gegenwart. I: Von der Antike bis zur deutschen Klassik (1990); - H. Flashar, Inszenierung der Antike. Das griechische Drama auf der Bühne der Neuzeit (1991); - J. Latacz, Die griechische Literatur in Text und Darstellung. I: Archaische Periode (1991); - B. Gauly u.a. (Hrsg./Arbeitsgruppe d. Philol. Seminar der Univ. Tübingen), Musa tragica, Die griechische Tragödie von Thespis bis Ezechiel. Ausgewählte Zeugnisse und Fragmente griechisch und deutsch (1991); - E.-R. Schwinge, Griechische Tragödie: Das Problem ihrer Zeitlichkeit. In: Antike und Abendland 38, 1992, 48-66; - J. Latacz, Einführung in die griechische Tragödie (1993), gute Einführung.
Literatur zu Sophokles und seinen Werken: Eine ausführliche Literaturzusammenstellung findet sich bei H. Diller (Hrsg.), Sophokles. Wege der Forschung XCV (1967). - F. Ellendt-H. Genthe, Lexicon Sophocleum (1872/repr. 1958); - T. v. Wilamowitz, Die dramatische Technik des Sophokles. Philologische Untersuchungen 22 (1917); - K. Reinhardt, Sophokles (1933/19764) - J.C. Kamerbeek, Studien over Sophocles (1934); - G. Perrotta, Sofocle (1935); - ders., The plays of Sophocles (1984); - M. Untersteiner, Sofocle. Studio critico. I-II (1935); - A. v. Blumenthal, Sophokles. Entstehung und Vollendung der griechischen Tragödie (1936); - T.B.L. Webster, An Introduction to Sophocles (1936/19692); - C.M. Bowra, Sophoclean Tragedy (1944),grundlegend; - F. Fochi, Il valore drammatico dell'opera di Sofocle (1946); - J.T. Sheppard, The Wisdom of Sophocles (1947); - K. Reinhardt, Sophokles (19483); - H. Weinstock, Sophokles (19483); - R.F. Goheen, The imagery of Sophocles' Antigone (1951); - A.J.A. Waldock, Sophocles the Dramatist (1951); - C.H. Whitman, Sophocles: A Study of Heroic Humanism (1951); - J.C. Opstelten, Sophocles and Greek Pessimism (1952); - F.J.H. Letters, The Life and Work of Sophocles (1953); - V. Ehrenberg, Sophocles and Pericles (1954), grundlegend; - S.D. Adams, Sophocles the Playwright (1957); - G. Méautis, Sophocle. Essai sur le héros tragique (1957); - G.M. Kirkwood, A Study of Sophoclean Drama (1958); - H.D. F. Kitto, Sophocles. Dramatist and Philosopher (1958); - G.M. Kirkwood, A Study of Sophoclean Drama. Cornell Studies in Class. Phil. 31 (1958); - A. Spira, Untersuchungen zum Deus ex machina bei Sophokles und Euripides (1960); - J. Lacarrière, S. dramaturge (1960); - J. Havekoss, Untersuchungen zu den S.-Scholien (1961); - S.M. Adams, S. the Playwright. Phoenix, Suppl. Vol. 3, 1962; - H.F. Johansen, Sophokles 1939-59. In: Lustrum 7, 1962; - K. Hamburger, Von S. zu Sartre. Griechische Dramenfiguren antik und modern (1962); - W. H. Friedrich, Aristoteles und Lessing. Euphorion 57, 1963, 4-27; - H.Diller-W.Schadewaldt-A. Lesky, Gottheit und Mensch in der Tragödie des Sophokles. 3 Vorträge (1963); - A. Maddalena, Sofocle (19632); W.B. Stanford, Sophocles, Ajax (1963); - W.N. Bates, Sophocles, Poet and Dramatist (1964); - H.A. Pohlsander, Metrical Studies in the Lyrics of S. (1964); - H. Frey, Deutsche Sophokles-Übersetzungen (1964); - W. Lange, Zu den Ichneutai des S. In: Rhein. Mus. 108, 1965, 342-45; - R. Pfeiffer, Sophoclea. In: Wien. Studien 79, 1966, 63-66; - T. Woodard, Sophocles. A collection of Critical Essays (1966); - H. Diller (Hrsg.), Sophokles (1967); - ders., Sophokles. Wege der Forschung 95 (1967); - A.A. Long, Language and thought in Sophocles (1968); - C.A. Uhsadel, Der Chor als Gestalt. Seine Teilnahme am Geschehen sophokleischer Stücke (Diss. 1969); - J.P. Poe, Heriosm and divine justice in Sophocles' Philoctetes (1974); - C.A. Lobeck, Sophocles Aiax (1976); - H. Strohm, Forschungsbericht `Griechische Tragödie', 12. Forts. (Sophokles, Euripides). In: Anzeiger für die Altertumswissenschaft 30, 1977, 129-66; - R.P. Winnington-Ingram, Sophocles (1980); - R.W. Burton, The Chorus in Sophocles' Tragedies (1980); - R.P. Winnington-Ingram, Sophocles. An Interpretation (1980); - P.E. Easterling, Sophocles: Trachiniae (1982); - R.D. Dawe, Sophocles: Oedipus Rex (1982); - A.C. Moorhouse, The syntax of Sophocles (1982); - J. de Romilly (Hrsg.); Sophocle. Sept exposés suivis de discusions. (= E... 29, 1982, Entretiens Hardt 29); - D. Seale, Vision and Stagecraft in Sophocles (1982); - R.G.A. Buxton, Sophokles (1984); - C. W. Müller, Zur Datierung des Sophokleischen Ödipus AbhAkWiss Mainz 5, 1984); - S. Said, Cinq Ans de Récherches sur la Tragédie Grecque (1980-84). I: Eschyle et Sophocle. In: Revue des Etudes Anciennes 86, 1984, 259-94; - R. Scodel, Sophocles (1984); - D.F. Sutton, The Lost Sophocles (1984); - C.P. Gardiner, The Sophoclean Chorus. A Study of character and Function (1987); - A. Lefèvre, Die Unfähigkeit, sich zu erkennen. Unzeitgemäße Bemerkungen zu Sophokles `Oidipus Tyrannus'. In: Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft 13, 1987, 37-58; - ders., Die Unfähigkeit, sich zu erkennen: Sophokles' Trachiniai. In: WüJb. 1990, 43-62; ders., Die Unfähigkeit sich zu erkennen: Sophokles' Aias. In: WüJb. 17, 1991, 91-117; - ders., Die Unfähigkeit, sich zu erkennen: Sophokles' Antigone. In: WüJb.18, 1992, 89-123; - ders., Die Unfähigkeit, sich zu erkennen: Sophokles' Elektra. In: WüJb, 19, 1993, in Druck; - H. Patzer, Die dichterischen Formgesetze der Gattung `Tragödie'. In: Festschrift für Helmut Rahn (Hrsg. F.R. Varwig, 1987) 95-128; - M.L. West, Introduction to Greek Metre (1987); - ders., The Early Chronology of Attic Tragedy. In: ClassQu 39, 1989, 251-54; - D. Jakob, Bibliographie Sélective concernant Eschyle, Sophocle et Euripide (1500-1900). In: Métis 3, 1988, 363-407; - A. Schmitt, Bemerkungen zu Charakter und Schicksal der tragischen Hauptpersonen in der Antigone. In: Antike und Abendland 34, 1988, 1-16; - H.Bloom, Sophocles (1990); - F. Ahl, Sophocles' Oedipus (1991); - M. Davies, Sophocles Trachiniae (1991); - J.C. Hogan, A commentary on the plays of Sophocles (1991); - D.-A. Kukofka, Sophokles: Oidipus auf Kolonos. Eine Interpretation. In: Gymnasium 99, 1992, 101-118; - B. Zimmermann, Sophoclis fabulae. In: Gnomon 65, 1993, 100-109; - M. Coray, Wissen und Erkenntnis bei Sophokles (1993); - R. Klimek-Winter, Andromedatragödien (1993); - N. Zink, Sophokles: König Ödipus (1993).
Peter Kränzle
Werkeergänzung:
2004
The Oedipus plays of S. Transl. by R. Bagg. Amherst 2004;- Plays. Ajax. Publ. and komm. by R.C. Jebb. London 2004;
2006
Three theban plays. Transl. by J. Hecht. Hertfordshire 2004; Antigone. Aus d. Griech. von Walter Amelung. Köln 2006;
2009
Bodo Wartke, König Ödipus. Neudichtung nach d. antiken Drama von S. Mitarb.: Sven Schütze. Mit e. Glossar von Til Tessin. Hamburg 2009.
Literaturergänzung:
2005
Theodor Pelster, S., König Ödipus. Stuttgart 2005; - Thomas Möbius, Erläuterungen zu S., Antigone. 3. Aufl. Hollfeld 2005; -
2006
Manolis Papathomopoulos, Concordantia Sophoclea. 2 Bde. Hildesheim 2006; -
2008
Anne Saskia Stuhler, Hannah Arendts Theorie d. Urteilskraft. Am Beisp. von S. Antigone. Saarbrücken 2008; -
2009
Giovanni Cucci, L'"Edipo re": una tragedia della verità, in: CivCatt 160.2009, S. 471-480; - Kurt Roeske, Antigones tödl. Ungehorsam. Text, Deutung, Rezeption d. "Antigone" d. S. Würzburg 2009; - Türkan Soman-Celik, Die ethischen Werte in Sophokles', Bertolt Brechts u. Kemal Demirels Antigone. Berlin 2009; -
2010
Bernd Matzkowski, Erläuterungen zu S., König Ödipus. 5. Aufl. Hollfeld 2010
Letzte Änderung: 16.07.2010