Verlag Traugott Bautz
www.bautz.de/bbkl
Zur Hauptseite
Bestellmöglichkeiten
Abkürzungsverzeichnis
Bibliographische Angaben für das Zitieren
Suche in den Texten des BBKL
Infobriefe des aktuellen Jahres

NEU: Unser E-News Service
Wir informieren Sie vierzehntägig über Neuigkeiten und Änderungen per E-Mail.

Helfen Sie uns, das BBKL aktuell zu halten!



Band XI (1996)Spalten 824-832 Autor: Wolfgang Kuhoff

THEODAHADUS, Flavius, König der Ostgoten 534-536, * zu unbekanntem Zeitpunkt um 480, + Anfang Dezember 536 nördlich von Rom. T. war Mitglied des Königsgeschlechtes der Amaler, dessen wichtigster Vertreter Theoderich der Große war, und Sohn von dessen Schwester Amalafrida aus erster Ehe, doch bleibt sein Vater unbekannt. In frühester Jugend dürfte er mit seiner Mutter Theoderichs Feldzüge auf dem Balkan mitgemacht (Malchus Philadelph., Frg. 18) und sich mit ihr wohl auch eine Zeitlang im Kaiserpalast in Konstantinopel aufgehalten haben (Johannes Antioch., Frg. 214, 8), jedoch wird sein Name nicht ausdrücklich genannt. Amalafrida heiratete um das Jahr 500 den Vandalenkönig Thrasamund, während T.s wohl jüngere Schwester Amalaberga um 510 ebenfalls im Sinne der theoderichschen Bündnispolitik den Thüringerkönig Herminifridus ehelichte. T. zog 488 mit dem ostgotischen Volke nach Italien, wo Theoderich nach langem Kampf 493 den germanischen Heerkönig Odovacer besiegte und umbringen ließ. Innerhalb der ostgotischen »gens regia« nahm T. unter Theoderich (+ 526) keine herausragende Rolle ein: Ein an ihn adressierter Brief des Königs aus der Zeit der Heirat Amalabergas, der im Corpus der offiziellen Korrespondenz des Fl. Magnus Aurelius Cassiodorus Senator, des bedeutendsten römischen Senators jener Epoche, erhalten ist (Cass., Var. III 15), benennt ihn als »vir spectabilis« mit der zweithöchsten Ehrenbezeichnung innerhalb der spätrömischen Titelhierarchie. Kurze Zeit später erhielt T. den ersten Rang, denn zwei weitere Briefe Theoderichs aus denselben Jahren bzw. der Zeit um 523/526 bezeichnen ihn als »vir inlustris« (Cass., Var. IV 39; V 12): In keinem Falle war damit aber die Ausübung eines zugehörigen Amtes im ostgotisch-römischen Staate verbunden. Stattdessen beschränkte sich T. auf das Privatleben auf seinen weiten Landbesitzungen in Etrurien, die er auch mit gewaltsamen Mitteln zu erweitern trachtete (Prokop., BG I 3, 2); verschiedentlich mußte er unrechtmäßig erworbene Ländereien auf die Klagen der bisherigen Besitzer hin zurückerstatten (Cass., Var. IV 39; V 12; X 4,4 von 534; Prokop., BG I 4, 1f.). Diese dauernde Abwesenheit vom Königshof in Ravenna läßt vermuten, daß T. bewußt von der Politik ferngehalten wurde. Im Jahre 527 erbte er das Besitztum seiner Mutter Amalafrida, die nach dem Tode ihres Gatten Thrasamund 523 auf Befehl des neuen Vandalenkönigs Hilderich gefangengenommen worden und unter dubiosen Umständen verstorben war (Prokop., BV I 9,4; Cass., Var. IX 1). Mit den als »massae« bezeichneten und teilweise dem königlichen Staatsland, dem »patrimonium«, zugehörigen Ländereien arrondierte T. seinen Besitz (Cass., Var. VIII 23): Im Nachhinein konnte er deshalb von Ferne sogar als »rex Etruriae« erscheinen (Gregor von Tours, Hist. Franc. III 31). Andererseits werden T. eine ausführliche, römisch geprägte Bildung und sogar die Beschäftigung mit der klassisch griechischen Philosophie zugeschrieben (Prokop., BG I 3, 1; I 6, 10 und 16); darüberhinaus kannte sich T. auch im christlich-kirchlichen Schrifttum aus (Cass., Var. X 3, 5). Verheiratet war er mit der sonst unbekannten Gudeliva; Kinder aus dieser Ehe waren der Sohn Theudegisclus und die Tochter Theodenantha, mit vollem Namen wahrscheinlich Fl. Amala Amalafrida Theodenanda (ILS 8990 = ILCV 40), die einen nicht dem Königshaus angehörenden Goten namens Ebrimuth heiratete. Als Theoderich der Große am 30. August 526 starb, übernahm aufgrund der Minderjährigkeit seines Enkels Athalaricus (* um 517), des neuen Königs, dessen Mutter Amalaswintha, T.s Cousine, die Regentschaft. In dieser Zeit begann sich die politische Situation im Mittelmeerraum zu verändern: Nachdem bereits Jahre zuvor die Franken das Westgotenreich aus Südgallien nach Spanien zurückgedrängt hatten und seine Fortexistenz nur durch Theoderichs Eingreifen gesichert worden war, geriet auch das Vandalenreich im ehemaligen römischen Nordafrika (einschließlich der Inseln Sardinien und Korsika) mit seiner Hauptstadt »Carthago« beim Regierungsantritt des Königs Hilderich 523 in eine tiefe Krise. Am 1. August 527 trat Kaiser Iustinianus in Konstantinopel als neuer alleiniger »Augustus« die Herrschaft an. Er begann schon bald Pläne zu entwerfen, um die germanischen Nachfolgereiche im Westteil des »Imperium Romanum« wieder unter direkte römische Herrschaft zu bringen. Theoderich hatte jedenfalls stets die nominelle Oberherrschaft der Kaiser anerkannt. Noch vor dem frühen Tode Athalarichs am 2. Oktober 534 artikulierte sich eine innergotische Opposition gegen die Politik Amalaswinthas; wegen ihrer prorömischen Haltung suchten die Gegner sich der Erziehung Athalarichs zu bemächtigen, woraufhin die Königin einige von ihnen umbringen ließ. Die Befürworter einer unabhängigen Politik sahen ihre Auffassung bestätigt, als Iustinianus Mitte 533 eine Flotte samt Landtruppen unter Befehl des »magister militum« Belisar nach Nordafrika entsandte: Dieser Armee gelang es rasch, das Heer des neuen Vandalenkönigs Gelimer zu schlagen, diesen gefangenzunehmen und sein Reich zu erobern. Die wohlwollende Neutralität der ostgotischen Königin angesichts der Einnahme des vandalischen Westteils von Sizilien ist einerseits auf die vermutliche Ermordung ihrer Tante Amalafrida durch Hilderich, zum anderen auf ihre eigene innenpolitisch unsichere Stellung zurückzuführen. In dieser Situation machte T. dem Kaiser durch die in Italien weilenden Bischöfe Hypatius von Ephesos und Demetrius von Philippi das Angebot, ihm Etrurien auszuliefern, wenn er unter günstigen Bedingungen in Konstantinopel leben dürfe (Prokop., BG I 3, 4 und 9). Die Verhandlungen mit Justinians Unterhändler Petrus zogen sich freilich in die Länge. Daß derartige Abmachungen für den Kaiserhof nicht ungewöhnlich waren, zeigt der Fall Gelimers, der noch jahrelang in Kleinasien als Staatspensionär lebte. Noch im Herbst 534, vielleicht am 3. Oktober, ließ Amalaswintha T., den letzten verbliebenen Angehörigen der Amalerdynastie, dem sie wohl aufgrund seiner ebenfalls romanophilen Haltung meinte vertrauen zu können, nach Ravenna kommen und erhob ihn zu ihrem Mitregenten (Cass., Var. IX 3: »consors regni«; Jordanes, Get. 306), doch gedachte sie ihm nur eine rein zeremonielle Funktion zu und wollte die Macht selbst ausüben (Prokop., BG I 4, 4-11). Um dem Kaiser T.s Erhebung zum »rex« anzuzeigen, wurde eine Gesandtschaft nach Konstantinopel geschickt, die getrennte, im höfischen Stil ihrer Zeit geschriebene Briefe beider Mitherrscher überbrachte (Cass., Var. X 1 und 2); ebenso wurde der Senat in Rom durch zwei Briefe informiert (ebd. X 3 und 4): Tatsächlich wurde der neue König als rechtmäßig anerkannt (Cod. Iust., App. const. disp. VII 1). Nur kurze Zeit später wandte sich T. jedoch offen der nationalgotischen Partei zu, der er bereits zuvor insgeheim angehört hatte, ließ einige Anhänger Amalaswinthas umbringen und sie selbst auf der kleinen Insel Martana im Bolsena-See in Etrurien, wohl seinem eigenen Besitztum, gefangensetzen (Prokop., BG I 4, 12-15; Agnellus, Lib. pont. eccl. Ravennat. 62). Eine zweite Gesandtschaft, deren Wichtigkeit die Entsendung des angesehenen »patricius« Liberius und des hohen Zivilbeamten Opilio samt anderer Senatoren zeigte, sollte Iustinianus einen Brief der entmachteten Königin übergeben und ihre Schonung versprechen (Prokop., BG I 4, 15): Die Gesandten schilderten aber mit Ausnahme Opilios T.s Verhalten negativ (ebd., I 4, 23-25). Als die Verwandten der ermordeten Gegner Amalaswinthas Vergeltung forderten, ließ T. seine Cousine am 30. April 535 umbringen (ebd. I 4, 25f.; Marcellinus Comes, Addit. ad ann. 534, Jordanes, Get. 306); der oströmische Gesandte Petrus soll entgegen den offiziellen Instruktionen Justinians im Auftrag der Kaiserin Theodora diese Tat nicht verhindert haben (Prokop., Anekdota 16, 1-5). T. forderte nunmehr vom römischen Senat einen Loyalitätseid ((Cass., Var. X 16f.), verstärkte aber zugleich die gotische Garnison in Rom (ebd. 18). Seit seinem Herrschaftsantritt wurden für T. Münzen geprägt: Während die Goldstücke beidseitig Iustinianus gewidmet sind, weisen die Vorderseiten der silbernen des Kaisers Kopf und Titel, die Rückseiten aber T.s Namen auf. Unter den Bronzemünztypen ragen diejenigen großen heraus, deren Vorderseiten des Königs Büste mit Prunkhelm und Staatsgewand, deren Rückseiten eine Viktoria zeigen; ihr Bildnis T.s dürfte dem wirklichen Aussehen nahekommen. Es handelt sich um die qualitätsvollsten aller jemals auf den eigenen Namen geprägten Münzen ostgotischer Könige. Kaiser Iustinianus bediente sich Amalaswinthas Ermordung zur Rückeroberung Italiens. Sein Feldherr Belisar nahm bis zum 31. Dezember 535 ganz Sizilien ein. Auf Drängen der Kriegspartei bot T. währenddessen das ostgotische Heer nach Rom hin auf und zog selbst von Ravenna dorthin. Gleichzeitig befaßte er sich mit zivilen Angelegenheiten, als er der Wahl von Papst Agapitus am 5. Juni 535 sein Einverständnis gab und damit das gute Verhältnis zur römischen Kirche demonstrierte, deren Primat Iustinianus kurz zuvor in einem Edikt vom 10. Mai 535 bestätigt hatte (Nov. Iust. IX). Mit des Kaisers Gesandtem Petrus verhandelte T. zur gleichen Zeit über einen Thronverzicht, entsandte aber dennoch seinen Schwiegersohn Ebrimuth mit einem Heeresteil an die Straße von Messina, um den Übergang Belisars nach Italien zu verhindern (Marcellinus Comes, Addit. ad ann. 536; Jordanes, Get. 308); andere Truppen sollten das nordwestliche Balkangebiet gegen oströmische Einheiten unter dem »magister militum per Illyricum« Mundus, einem früheren Feldherrn Theoderichs in Italien, verteidigen (Prokop., BG I 5, 2. 11). Während sich der Hauptteil des ostgotischen Aufgebots vor den Toren Roms sammelte, da sich die Zivilbevölkerung über die anfängliche Einquartierung in der Stadt selbst beklagte (Cass., Var. X 13. 14. 18; Prokop., BG I 11, 1), ermöglichte Ebrimuth Belisars Heer das Übersetzen nach Italien, weil er sich im August auf die Seite der Feinde schlug (Marcellinus Comes, Addit. ad ann. 536; Jordanes, Rom. 370; Ders., Get. 309); später wurde er in Konstantinopel vom Kaiser dafür mit der Würde eines »patricius« belohnt. Ein Bündnisvertrag T.s mit den Frankenkönigen Theuderich, Chlotar und Childebert scheiterte, weil diese lieber die Entwicklung abwarteten (Prokop., BG I 13, 14). Einem ersten Angebot, Sizilien offiziell abzutreten, eine Jahreszahlung von 300 Pfund Gold zu leisten und ein Hilfskorps von 3000 Mann für den Kaiser bereitzuhalten (ebd. I 6, 2-5), ließ T. jetzt ein zweites folgen, das Petrus in Konstantinopel unterbreiten sollte: Gegen die Zahlung einer Jahrespension wollte der König Iustinianus ganz Italien übergeben, abdanken und sich mit seiner Frau in die oströmische Hauptstadt begeben. Um dieses Angebot zu beglaubigen, sandte er Petrus Papst Agapitus und Bischof Rusticus von »Faesulae« nach, um entsprechende Briefe zu übergeben (Cass., Var. X 19. 20. 22-25; XI 13; XII 20; Prokop., BG I 6, 13; Liberatus Carthag., Brev. 21; Marcellinus Comes, Addit. ad ann. 535; Lib. Pont. 59, 2; Zonaras, Hist. III 279); gleichzeitig soll er den Senatoren mit Repressalien gedroht haben, wenn sie seine Haltung nicht gegenüber dem Kaiser unterstützten (Lib., Brev., ebd.). Als Agapitus nach seiner Ankunft am 22. April verstarb, wählten Priester und Volk in Übereinstimmung mit T. den Subdiakon Silverius auf den römischen Bischofsstuhl (Marcellinus Comes, Addit. ad ann. 536; Lib. Pont. 60, 1: Theodahad-feindliche Darstellung). Als im Herbst 536 der Gesandte Petrus die Annahme des Unterwerfungsangebotes durch Iustinianus überbrachte, ließ der König den Gesandten gefangennehmen, weil kurz zuvor ein gotischer Sieg in »Illyricum« und der Tod des oströmischen Befehlshabers Mundus gemeldet worden waren und er daher entschiedener gegenüber dem Kaiser auftreten zu können glaubte (Prokop., BG I 7, 11-25). Als T. danach jedoch dem Vormarsch von Belisars Truppen auf Neapel trotz Hilfeersuchens der Bevölkerung nicht entgegentrat, weil er weiterhin auf Verhandlungen setzte, wandte sich die Stimmung im gotischen Heer entschieden gegen ihn. Erst nachdem Neapel gefallen war, sandte er die Hauptmacht nach Süden. Bei »Tarracina« aber erreichten seine Gegner in einer Heeresversammlung T.s Absetzung: An seiner Stelle wurde der angesehene, schon recht alte Witigis, wohl Kommandeur der königlichen Leibwache, zum neuen »rex« gewählt (Agathias, Hist. I, prooem. 30; Jordanes, Rom. 371f.; Lib. Pont. 60, 2; Paulus Diac., Hist. Roman. XVI 15). Dieser schickte sofort eine Abteilung Soldaten nach Rom, um T. gefangenzunehmen. Daraufhin suchte der bisherige König Anfang Dezember 536 auf der »Via Flaminia« nach Norden zu fliehen, um das sichere Ravenna zu erreichen, er wurde jedoch bald eingeholt und von seinem persönlichen Feinde Optaris getötet (Prokop., BG I 11, 6-9; Jordanes, Rom. 372; Ders., Get. 309f.; Marcellinus Comes, Addit. ad ann. 536; Agnellus, Lib. pont. eccl. Ravennat. 62; Lib. Pont. 60, 2)); sein Sohn Theodegisclus wurde in Haft genommen (Prokop., BG I 11, 10). Eine aus Rom stammende Mosaikinschrift, die sich heute in der Kirche S. Nicola in Genazzano bei Palestrina befindet, überliefert das Bruchstück eines Gedichtes in elegischen Distychen, in dem eine der Amalerfamilie angehörende Frau namens Fl. Amala Amalafrida Theodenanda, die als »clarissima femina« bezeichnet ist, einen zweifachen Verlust beklagt, den ihres Vaters und wohl eines Sohnes (ILS 8990 = ILCV 40): Nach der Nomenklatur kann es sich nur um T.s Tochter handeln, die sonst nur einmal als Theodenanthe genannt ist (Prokop., BG I 8, 3). Deshalb ist das Grabgedicht ein weiterer, postumer Hinweis auf die guten Beziehungen, die T. zur römischen Kirche pflegte. Mit seinem Tode erlosch das ostgotische Königshaus der Amaler im Mannesstamme.

Lit.: Malchus von Philadelphia, Fragment 18 (Fragmenta Historicorum Graecorum IV); Johannes Antiochenus, Fragment 214, 8 (FHG V 1); - Cassiodorus, Variae III 15; IV 39; V 12; VIII 23; X 1-7. 9. 11 20. 22-30; XI 13; XII 20; - Prokopios, Bellum Goticum I 3, 1-4. 9. 29; 4, 1-15. 21. 25-28; 6, 1-27; 7, 11-25; 8, 3; 11, 1-10; 12, 22; 13, 2; 14, 14; - Ders., Bellum Vandalicum I 9, 4; - Ders., Anekdota 16, 1-5; - Jordanes, Romana 370-372; Ders., Getica 299, 306, 308-310; - Liberatus Carthaginiensis, Breviarium 21; - Marcellinus Comes, Additamenta ad annos 534-536; - Euagrius, Historia Ecclesiastica IV 19; - Agnellus, Liber pontificalis ecclesiae Ravennatensis 62; - Agathias, Historiae I, prooemium 30; - Liber Pontificalis 59f.; - Paulus Diaconus, Historia Romana XVI 15; - Zonaras, Historiae III 279; - Codex Iustinianus, Appendix constitutionum dispersarum VII 1; - Novellae Iustinianae IX; - Gregor von Tours, Historia Francorum III 31; - Inscriptiones Latinae Selectae 8990 = Inscriptiones Latinae Christianae Veteres 40; - Otto Abel, Theodahad, König der Ostgoten, Stuttgart 1855; - Felix Dahn, Die Könige der Germanen. Das Wesen des ältesten Königthums der germanischen Stämme und seine Geschichte bis auf die Feudalzeit Bd. 2, München 1861, Bd. 3, Würzburg 1866; - Horst Kohl, Zehn Jahre ostgotischer Geschichte vom Tode Theoderichs des Großen bis zur Erhebung des Vitigis (526-536), Leipzig 1877; - John B. Bury, A History of the Later Roman Empire from Arcadius to Irene (395 A.D. to 800 A.D.), London 1889, NDr. Amsterdam 1966; - Heinrich Leuthold, Untersuchungen zur ostgotischen Geschichte, Jena 1908; - Theodor Mommsen, Ostgothische Studien, in: Ders., Gesammelte Schriften Bd. 6, Berlin 1910, NDr. Berlin/Dublin/Zürich 1965, 362-484; - Oskar Körbs, Untersuchungen zur ostgotischen Geschichte I, Diss. Jena 1913; - Johannes Sundwall, Abhandlungen zur Geschichte des ausgehenden Römertums, Helsinki 1919, NDr. New York 1975; - Ludo Moritz Hartmann, Geschichte Italiens im Mittelalter, Bd. 1: Das italienische Königreich, 21923; - Davide A. Petrini, Genazzano e il suo territorio. Studi e ricerche dalle origini al 1565, Rom 1924, 29-32; - Norman H. Baynes, Justinian and Amalasuntha, English Historical Review 40, 1925, 71-73; - Franz F. Kraus, Die Münzen Odovacers und des Ostgotenreiches in Italien, Halle 1928, NDr. Bologna 1967; - Eduard Schwartz, Zu Cassiodor und Prokop, München 1939; - Ludwig Schmidt, Geschichte der deutschen Stämme bis zum Ausgang der Völkerwanderung. Die Ostgermanen, München 21941, NDr. ebd. 1969; - Wilhelm Schubart, Justinian und Theodora, München 1943; - Pierre LeGentilhomme, La monnayage et la circulation monétaire dans les royaumes barbares en Occident (Ve-VIIIe siècle), Revue Numismatique 7, 1943, 45-112; - Joseph Jakob Van den Besselaar, Cassiodorus Senator en zijn Variae. De hoveling de diplomatieke oorkonden der Variae de Rhetor, Nijmegen/Utrecht 1945; - Pierre Courcelle, Histoire littéraire des grandes invasions germaniques, Paris 1948; - Bruno Lavagnini, Belisario in Italia Bd. 1: Storia di un anno (535-36), Palermo 1948; - Ernest Stein, Histoire du Bas-Empire, Paris/Brüssel/Amsterdam 1949; - Hanno Helbling, Goten und Wandalen, Zürich 1954; - Arnaldo Momigliano, Cassiodorus and Italian Culture of His Time, Proceedings of the British Academy 41, 1955, 207-245, NDr. in: Ders., Studies in Historiography, New York 1966, 181-210; - Wilhelm Ensslin, Theoderich der Große, München 21959; - Bertold Rubin, Das Zeitalter Justinians, Berlin 1960; - Georg Ostrogorsky, Geschichte des byzantinischen Staates, München 31963; - Arnold H.M. Jones, The Later Roman Empire 284-602. A Social, Economic and Administrative Survey, Oxford 1964, NDr. Baltimore 1986; - John M. Hussey, The Cambridge Medieval History Bd. IV 1: Byzantium and His Neighbours, Cambridge 1966; - Åke Fridh, Contributions à la critique et à l'interprétation des Variae de Cassiodore, Göteborg 1968; - Walter E. Kaegi, Byzantium and the Decline of Rome, Princeton 1968; - Robert Browning, Justinian and Theodora, London 1971; - James A.S. Evans, Procopius, New York 1972; - Volker Bierbrauer, Zur ostgotischen Geschichte Italiens, Studi Medievali 14, 1973, 10-26; - Herwig Wolfram, Gotisches Königtum und römisches Kaisertum von Theodosius dem Großen bis Justinian I., Frühmittelalterliche Studien 13, 1979, 1-28; - Ders., Geschichte der Goten von den Anfängen bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts, München 21980; - James J. O'Donnell, Cassiodorus, Berkeley/Los Angeles/London 1979; - Dietrich Claude, Die ostrogotischen Königserhebungen, in: Herwig Wolfram - Falko Daim, Die Völker an der mittleren und unteren Donau im 5. und 6. Jahrhundert, Wien 1980, 149-186; - Walter Goffart, Barbarians and Romans, A.D. 418-584: The Techniques of Accomodation, Princeton 1980; - Thomas Burns, The Ostrogoths. Kingship and Society, Wiesbaden 1980; - Ders., A History of the Ostrogoths, Bloomington 1984; - Frank E. Wozniak, East Rome, Ravenna, and Western Illyricum: 454-536 A.D., Historia 30, 1981, 351-382; - Stefan Krautschick, Cassiodor und die Politik seiner Zeit, Bonn 1983; - Jochen Martin, Spätantike und Völkerwanderung, München 1987; - Alexander Demandt, Die Spätantike. Römische Geschichte von Diocletian bis Justinian 284-565 n. Chr., München 1989; - Bernhard Tönnies, Die Amalertradition in den Quellen zur Geschichte der Ostgoten. Untersuchungen zu Cassiodor, Jordanes, Ennodius und den Excerpta Valesiana, Hildesheim/Zürich/New Yok 1989; - Christoph Schäfer, Der weströmische Senat als Träger antiker Kontinuität unter den Ostgotenkönigen (490-540 n. Chr.), St. Katharinen 1991; - Beat Meyer-Flügel, Das Bild der ostgotisch-römischen Gesellschaft bei Cassiodor. Leben und Ethik von Römern und Germanen in Italien nach dem Ende des Weströmischen Reiches, Bern/Frankfurt a. M./New York/Paris/Wien 1992; - Teoderico il Grande e i Goti d'Italia. Atti del XIII Congresso internazionale di studi sull'Alto Medioevo (Milano 2-6 novembre 1992), 2 Bde., Spoleto 1993; - John Moorhead, Theodoric in Italy, Oxford/New York 1993; - Johannes Weißensteiner, Cassiodor / Jordanes als Geschichtsschreiber, in: Anton Scharrer - Georg Scheibelreiter, Historiographie im frühen Mittelalter, Wien/München 1994, 308-325; - Volker Bierbrauer, Archäologie und Geschichte der Goten vom 1. 7. Jahrhundert, Frühmittelalterliche Studien 28, 1994, 51-171; - Assunta Nagl, RE V A, 2, 1934, 1705-1710, s. v. Theodahad; - Hans Norbert Roisl, Der Kleine Pauly 5, 1975, 682, s. v. Theodahad; - Reinhard Wenskus, Reallexikon der Germanischen Altertumskunde I2, 1973, 246-248, s. v. Amaler; - John R. Martindale, PLRE II, 1980, 1067f. s. v. Theodahadus; ebd. 520, s. v. Gudeliva; PLRE III, 1992, 1234, s. v. Theodegisclus; ebd. 1236f. s. v. Fl. Amala Amalafrida Theodenanda und Theodenanthe; ebd. 433f. s. v. Ebrimuth.

Wolfgang Kuhoff

Letzte Änderung: 17.07.1999