TUR-SINAI, Naphtali Herz (13. Nov. 1886 - 11. Dez. 1973) Semitist, Bibelwissenschaftler, Übersetzer. - T. wurde als Harry Torczyner 1886 in Lemberg, österr. Galizien (heute Lwow in der Ukraine), als Sohn des aus Brody stammenden Kaufmannes und hebräischen Schriftstellers Isaac Eisig Torczyner geboren. Der Name weist auf eine Herkunft der Familie aus dem südostpolnischen Ort Terczyn (ca. 100 km nö von Lemberg; ab 1795 zu Rußland, nach 1945 wie Lemberg zur ukrainischen S.S.R. gehörig). Lemberg war das damals bedeutendste Zentrum jüdischen Lebens in Polen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten dort neben dem traditionellen und chassidischen Judentum die aufgeklärten Strömungen die Führung übernommen und es war ein breites Bildungswesen und ein vielfältiges Kultur- und Geistesleben entstanden, an dem auch T.s Elternhaus beteiligt war, und in dem auch die Gedanken der »Freunde Zions« Anklang fanden. T. lernte wahrscheinlich bereits in seiner Kindheit gesprochenes Hebräisch kennen. Er kam 1892 nach Wien, wo sein Vater einer enthusiastischen zionistischen Gruppe angehörte und wo er seine Schulbildung erhielt und das Gymnasium absolvierte. Seine Ausbildung wurde durch seinen Vater und durch lebhaften Verkehr seines Vaters mit Schriftstellern und jüdischen Gelehrten gefördert. 1905-09 studierte er an der Israelitisch Theologischen Lehranstalt und an der Universität in Wien. Seine wichtigsten Lehrer waren der Orientalist David Heinrich Müller (hebraisiert: David Zwi Miller; 1846-1917) und Meir Friedmann (hebraisiert: Isch-Schalom, 1831-1908). 1909/10 studierte er auch an der Universität in Berlin Assyriologie, u.a. bei Friedrich Delitzsch. 1910 erhielt T. auf Grund seiner Arbeit »Zur Bedeutung von Akzent und Vokal im Semitischen. Zur Begründung einer neuen Theorie des Verbums« (1908, erschienen 1910), die von der phil. Fakultät als Habilitationsschrift anerkannt wurde, einen Lehrauftrag an der Universität Wien. Er reiste jedoch noch 1910 nach Jerusalem, wo er bis 1912 blieb. Er war dort Mitbegründer und Lehrer am Hebräischen Gymnasium. Noch 1910 lernte er Eliezer Ben-Jehuda, den wichtigsten Begünder der neuhebräischen Sprache kennen, der ihn auch bald an seiner Arbeit beteiligte. T. wurde zum Mitglied von »Wacad ha-Laschon« (Komitee für die hebräische Sprache); Ben-Jehuda hebraisierte dabei seinen Namen als T(u)rz(i)n. Von 1913 bis 1919 war er wieder in Wien, und zwar als Privatdozent an der Universität. 1916 erschien sein Buch »Die Entstehung des semitischen Sprachtypus. Ein Beitrag zum Problem der Entstehung der Sprache«, dessen Thesen allerdings heftigen Widerspruch hervorriefen, und das T. im Unterschied zu anderen seiner Werke später nicht ins Hebräische übersetzte. Wahrscheinlich auf Grund seiner Erfahrungen in Palästina übersetzte er Schriften von Achad Ha-Am (»Einer aus dem Volk« = Ginsburg Ascher, 1856-1927; Vertreter des sog. Kulturzionismus) und beteiligte sich so an der Diskussion um den Zionismus bzw. an seiner Vermittlung (2. Aufl. 1923 zusammen mit Israel Friedländer). 1918 wurde er Direktor des von ihm zusammen mit Siegfried Bernfeld mitbegründeten hebräischen Pädagogiums in Wien. 1919 erhielt er einen Ruf nach Berlin an die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Dort lehrte er Bibelwissenschaft und Semitische Philologie. An exegetischen Arbeiten aus dieser Zeit sind zu nennen: »Das Buch Hiob. Eine kritische Analyse des überlieferten Hiobtextes« (1920), das mit seinem Untertitel T.s Begeisterung an Textrekonstruktionen anzeigt, und »Die Bundeslade und die Anfänge der Religion Israels« (1922; 21930). Er beschäftigte sich weiterhin mit Aufgaben des Wacad ha-Laschon, woraus u.a. das auf einem Manuskript von Simeon Menachem Laser basierende Deutsch-Hebräische Wörterbuch (1927) erwuchs, welches Impulse für den neu zu gestaltenden hebräischen Wortschatz vermitteln sollte, und das noch 1967 in 15. Aufl. erschien. Darüber hinaus war er Mitherausgeber der großen »Encyclopedia Judaica« (1927ff.; 1934 bei Bd. 10, »L« abgebrochen; T. ist darin geführt als »Dr. phil.« und zuständig für »Alter Orient und semitische Sprachwissenschaft«) und Autor beim kleineren Gegenstück »Jüdisches Lexikon« (Bd. I bis IV/2, 1927-1930). 1929 hielt er Gastvorlesungen am Jewish Institut of Religion in New York. - T. war auch Vorstandsmitglied der Akademie für die Wissenschaft des Judentums und Mitglied weiterer wissenschaftlicher Gesellschaften. - Außerdem war T. Mitglied des Komitees, das im Auftrag der jüdischen Gemeinde in Berlin eine deutsche Bibelübersetzung erarbeitete. Die Übersetzung wurde danach von T. nochmals bearbeitet und erschien in vier Teilen 1934 (1935) bis 1937 und als einbändige Ausgabe 1937. Diese Übersetzung wurde 1954-1959 in Jerusalem zusammen mit dem hebräischen Text (nach M. H. Letteris) in vier Bänden neu herausgegeben und 1995 in Deutschland als zweite Auflage nachgedruckt. - 1933 ging er wieder nach Palästina, wo er für sein weiteres Leben bleiben und wirken sollte. 1934 wurde er Professor für Hebräische Sprache an der Hebrew University in Jerusalem. Bei seiner Antrittsvorlesung mit dem Titel »Die wissenschaftliche Arbeit am hebräischen Wortschatz« umriß er das Arbeitsprogramm, das bis zu seinem Tode Gültigkeit haben sollte. Dabei ging es vor allem darum, daß das Hebräische inzwischen zu einer lebendigen Alltagssprache geworden war, womit sich auch die Aufgaben anders stellten als in der Pionierphase. Er wurde auch einer der Vizepräsidenten und später Präsident von Wacad ha-Laschon. Als solcher gab er von 1934 bis 1954 die Zeitschrift des Wacad, »Leschonenu« (Unsere Sprache), heraus, die im Sinne der (auch historischen) Erforschung der hebräischen Sprache und der Begleitung ihrer lebendigen Entwicklung arbeitete. - Eine wichtige Quellenarbeit wurde seine Edition der bei den Ausgrabungen in Lachisch gefundenen, von ca. 587 v.Chr. stammenden Lachischbriefe (London 1938). - Ab 1944 führte er das große Wörterbuch der Hebräischen Sprache »Milon Ha-Laschon Ha-Ivrit hyšnh whçdšh« (= Thesaurus Totius Hebraitatis) des 1922 verstorbenen Ben-Jehuda weiter und bearbeitete Band 10 - 14 (insgesamt Bd. 1-17, 1908-1959). T. gründete den hebräischen Philologenverband und war führend beteiligt an der Umwandlung des Wacad in die Akademie für Hebräische Sprache, die 1953 durch Beschluß der Knesset gegründet wurde und deren erster Präsident er bis zu seinem Lebensende war. - T. war 1946-1947 Vorsitzender des Institut of Jewish Studies und 1948-1950 Dekan der humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität in Jerusalem. 1941 erhielt er den (Chajjim Nachman) Bialik-Preis für seine Untersuchung zu den Lachisch-Briefen und 1956 den Israel-Preis. - Neben und in Verbindung mit der Sprachforschung hatte T. auch immer Interesse an der Bibelwissenschaft, wie seine zahlreichen Veröffentlichungen zu Büchern des Alten Testaments bzw. zu einzelnen Texten und Problemen zeigen. Er beschäftigte sich gerne gerade mit schwierigen Stellen und trug oft überraschende Vorschläge oder auch gewagte Konjekturen vor, die nicht nur Zustimmung fanden. Seine Grundvorstellung war, daß die biblischen Überlieferungen hohes Alter haben, daß sie sehr umfangreich waren und daß die verschiedenen Gattungen (Erzählungen, Gesetze, Gedichte, Gebete, Prophetien) eng miteinander verflochten tradiert wurden. Nur ein kleiner Teil dieser reichen Überlieferung Israels blieb, mit mancherlei Störungen und Textverderbnissen, erhalten und bildete die Grundlage für die ab dem babylonischen Exil schriftlich aufgezeichneten Texte der hebräischen Bibel. Diese Störungen und Verderbnisse und die hinter den biblischen Texten stehende reiche Überlieferung machten für T. seine oft kühnen Rekonstruktionen notwendig und rechtfertigten sie. Die Beschäftigung mit den vorisraelitischen Amarnabriefen und den Texten aus Ugarit bestätigten für T. das hohe Alter der biblischen Inhalte. - Dieser Grundvorstellung T.s entsprach besonders auch das Buch Hiob, dessen Hauptperson in vorisraelitische Zeit gehört (»ein Mann im Lande Uz«, Hi 1,1), und das andererseits besonders viele exegetische und sprachliche Probleme bietet. T. wandte sich diesem Buch immer wieder und offensichtlich gerne zu. - Die Namensänderung zu Tur-Sinai ist in den biographischen Artikeln und im Nachruf von Ben-Hayim nicht thematisiert. Wie die Publikationsliste zeigt, verwendete T. die hebraisierte Form seines Namens ab der Zeit der Staatsgründung Israels, sie war also sein Name als israelischer Staatsbürger. Der Name entspricht in seinen Konsonanten T-r-z-n-j genau der Bedeutung des deutsch-polnischen Namens Torczyner = »der aus Torczyn« und wurde dann durch leichte Ablautung und Trennung in zwei Wörter zu Tur-Sinai = Fels des Sinai. Die Ablegung des deutschen Vornamens Harry ist aus den Umständen der Zeit verständlich. Die Vornamen Naphtali und Herz entsprechen seinen weiteren Vornamen Naphtali und Hirsch. Während über der englischen Ausgabe der Lachischbriefe noch Harry Torczyner stand, steht im hebräischen Beitrag von 1940 »N.H. Íor÷šyn[e]r«. Der biographische Artikel von Rosenthal, 1943, nennt Torczyner und alle drei Vornamen. - T. war verheiratet mit Malka Silberstein und hatte zwei Kinder. - T. verstarb am 16. Kislew 5734 = 11. Dez. 1973. Mit ihm ging die Epoche der Gründerväter, für die die Wiederbelebung der hebräischen Sprache eine lebenslange Aufgabe war, zu Ende.
Werke (in Auswahl): (* = unter dem Namen Torczyner erschienen) * Zur Bedeutung von Akzent und Vokal im Semitischen. Zur Begründung einer neuen Theorie des Verbums, 64 (1910) 269-311; * Zur semitischen Verbalbildung, Leipzig 1912; * Altbabylonische Tempelrechnungen. Nach A.T. Clays Kopien, Denkschriften der Kaiserlichen Akad. d. Wiss. in Wien, Phil.hist.Kl. 55, 1913; * Die Enstehung des semitischen Sprachtypus. Ein Beitrag zur Entstehung der Sprache, Bd. I, Wien 1916; * (Übers.:) Achad Ha`am, Am Scheideweg [= `al paraschat derachim, Bd. II], Berlin 1916 (2. Aufl. mit Israel Friedländer, 1923); * Vom Ideengehalt der hebräischen Sprache, Wien 1917; * Das Buch Hiob. Eine kritische Analyse des überlieferten Hiobtextes, Wien 1920; * 'abir kein Stierbild, ZAW 39 (1921), 296-300; * Die Bundeslade und die Anfänge der Religion Israels, Berlin 1922, 21930; * Zur historischen Erforschung der biblischen Rhythmik, in: FS Paul Haupt, 1926, 135-142; * Mlwn kys germny - `bry / Deutsch-Hebräisches Woerterbuch (zusammen mit Simeon Menachem Laser), Berlin 1927; 15. Aufl. Tel Aviv 1967; * Der Numerus im Problem der Sprachentstehung, in: Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin 45, Berlin 1928, 23-47; * Das literarische Problem der Bibel, 1931. * (ed.), Festschrift für Joseph Klausner zum 60. Geb., Tel Aviv 1936/37; * Mzmwr `l mwt hr š`, in FS Joseph Klausner, 1936/37, 30-43; * How Satan came into the World, ExpTimes 48 (1936/37), 563-565; * Lachish I (Tell ed Duweir). The Lachish Letters, London - New York - Toronto 1938; * Lhbnt htrgwm h'rmy ltwrh [Zur Entstehung des aramäischen Targums zur Thora], FS Judah Leon Magnes, Jerusalem 1938, 143-151; * [N.H. Íwr÷šynr!] T`wdot Lakiš... = The Lachish Ostraca. Letters of the time of Jeremiah transcribed and interpreted, Jerusalem 1940; * The Book of Job interpreted (in 2 Bänden), Jerusalem 1941, 21954; * `d ky-yb'šylh (Gen 49,10), Tarbiz Jerusalem 13 (1942), 213-217; * Šyr hšyrym [ = Das Hohelied], Tel-Aviv 1943; (*) Mlwn hlšwn h`bryt hyšnh whçdšh = Thesaurus Totius Hebraitatis = Complete Dictionary of Ancient and Modern Hebrew, Bd. 10ff., 1944ff; * Lptç çt't rbó (Gen 4,7), Tarbiz Jerusalem 16 (1944), 8-10; * Dbry qhlt [The Words of Kohelet], in: Studies in Memory of Moses Schorr, New York 1944, 149-162; * Gilead, a city of them that work iniquity, Bulletin of the Jewish Palestine Exploration Society (=BJPES) 11 (1944), 9-16; * A New Interpretation of the Gezer Calendar, BJPES 13 (1944-45), 1-7; * Abbreviation or Haplography?, JBL 64 (1945), 399; * Yes, Haplography!, JBL 64 (1945), 545f.; * Semel ha-qin`ah ha-maqneh (Ez 8,3.5), JBL 65 (1946), 293-302; * Mishlê Shelomoh [= Sprüche Salomos], Tel-Aviv 1946-47; * »Rains in their Time«, BJPES 13 (1946-47), 100-104; * A Hebrew Incantation against Night-demons from Biblical Times, JNES 6 (1947), 18-29; * The Firmament and the Clouds, Studia theologica 1 (1947), 188-196; * On Egyptian Ideas and names in Canaan and the Bible, Revue de l'Histoire Juive en Egypte 1 (1947), 105-110.157-154 (arab.); * Ha-Lashon we-ha-Sepher [Die Sprache und das Buch. Grundlegende Fragen für eine wissenschaftliche Erkenntnis des Hebräischen und seiner Ursprünge], Jerusalem 1947; Lachish Letter IV: New Light on the Ostraca of Tell ed-Duweir, JQR 39 (1948), 365-377; Šitir šamê »die Himmelsschrift«, ArOr 17 II (1949), 419-433; `wtwt bmqr' wbmktby lkyš [Zeichen in der Bibel und in den Schriften von Lachisch], Tarbiz Jerusalem 20 (1949) = FS Jacob Nahum Epstein, ed. Simha Asaf, 49-57; A Psalm by the Sons of Heman [zu 1 Chron 25,4.23-31], JBL 68 (1949), 247ff.; Zum literarischen Charakter der Psalmen, OTS 8 (1950), 263-281; Ha-Lashon we-ha-Sepher ... II, Jerusalem 1950; Riddles and Their Vicissitudes in Biblical Literature (hebr.), Ha-Lashon we-ha-Sefer II (1950), 58-93; Metathesis in the Bible (Hebr.), Ha-Lashon we-ha-Sefer II (1950), 106-149; Hktwbh hkn`nyt hgdwlh miqqara'-tepäh [= Die große kanaanäische Inschrift von Karatepe], Leshonenu 17 (1951), 195-206; The Development of the Letters and the Date of the Dead Sea Scrolls, Bulletin of the Israel Exploration Society (=BIES) 16,3 (1951), 5-13; The Ark of God at Beth Shemesh (1 Sam 6) and Peres `Uzza (2 Sam 6; 1 Chron 13), VT 1 (1951), 275-286; Unverstandene Bibelworte I, VT 1 (1951), 307-309; Some Ideas on the Place of Ugaritic among the Semitic Languages, Tarbiz Jerusalem 23 (1951/52), 143ff; Ex labore in dictionario hebraico, World Congress of Jewish Studies, (Jerusalem 1947), Jerusalem 1952, 90-94; Hiob IX und die Sprache der Amarna-Briefe, Bibliotheca Orientalis 9 (1952), 162f; Language and Phraseologie in the Tractate Aboth de Rabbi Nathan, Sepher M.M. Kaplan, New York 1953, 83-93; Die Hl. Schrift neu ins Deutsche übertragen. Hebräisch und Deutsch, I: Der Pentateuch, Jerusalem 1954; spr 'ywb `m pyrwš çdš [= Buch Hiob mit neuer Erklärung], Tel-Aviv 1954; El Shadday, ErIs 3, 1954 = Gedenkschrift Moshe David Cassuto, 39-41; Šyrt 'ywb kyór sprwtyt, Hçynwk 25,3 s (1954), 300-305; Prov. 3,9, Publicationes Associationis investigationem S. Scripturae in Israel promoventis 1 (1955) (hebr.); Ha-Lashon we-ha-Sepher, III: Beliefs and Doctrines (hebr.), Jerusalem 1955/56; 'çryk bnymin, [Jdc 5,13f; Os 5,8], Beth-Mikra 1 (1956), 19f; B`qrwt hlšwn whspr [= Auf den Spuren der Sprache und des Wortes, Angaben nach Elenchus Bibliographicus 41 (1960), 1070]: 1. Gen 35,16 etc.: nkrh 'ró, Leshonenu 20 (1956), 1-7; 2. Job 25,8f, Leshonenu 20 (1956), 7ff; 3. De lingua mysteriorum Oseae proph., Leshonenu 20 (1956), 85-97; 4. De variis locis Is et Jer, Leshonenu 21 (1956/57), 69-81; 5. De quibusdam locis 1. Sam, Leshonenu 22 (1957/58), 1-6; 6. 'ytn [Etan], Leshonenu 22 (1957/58), 83-88; 7. De folio novo Siracidis, Leshonenu 22 (1957/58), 213-222; 8. Ps 62,12, Leshonenu 23 (1958/59), 1-34; 9. De locis »clausis« Jer, Leshonenu 23 (1958/59), 201-218; [Passages of 1 Sam], Leshonenu 22 (1957), 1-6; Die hl. Schrift ins Deutsche übertragen. II: Nebi'im r'išonim - Die Vorderen Propheten, Jerusalem 1957; The Book of Job; a new commentary, Jerusalem 1957 (588S.!); The Origin of Language, in: Language: An Enquiry into its Meaning and Function, Science of Culture Series VIII, 1958, 41-79; `l kmh prw š y rmzym hys÷wryym šbmqr' [On some Historical References in the Bible], ErIs 5 = FS Benjamin Mazar, Jerusalem 1958, 74-79; Job 30,17ff, pyrwš mqr' stwm, Sefer Jobel Samuel Kalman Mirsky, New York 1958; ·ydh, Enc. Bibl. Inst. Bialik 3 (1958), 108-111; ·akam, çokmah, Enc. Bibl. Inst. Bialik 3 (1958), 127-133; The Double Dating of Ez 1,1, BIES 23 (1959), 5-7; How Far Extended the Fighting against the Kings of Canaan after the Battle at the Waters of Merom ? (Jos 11, 1-8), BIES 24 (1959/60), 33-35; B`qrwt hlšwn whspr [= Auf den Spuren der Sprache und des Wortes]: 10, Leshonenu 24 (1959/60), 1-7; B'qrwt hlšwn whspr [= Auf den Spuren der Sprache und des Wortes]: 11, Leshonenu 24 (1959/60), 123-136.185-206; The Riddle of Gen 6,1-4, The Expository Times 71 (1959/60), 348-350; Was There an Ancient »Book of the Wars of the Lord«?, BIES 24 (1960), 146-148; Elucidation of Prov. 9,1, in: FS Yehezkel Kaufmann, Jerusalem 1960, 109-111; The Revival of the Hebrew Language, Jerusalem 1960; 'rmyt bnbw't yrmhw [Aramäisch in Jeremia], in: FS Zvi Karl, ed. 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A New Commentary. Revised ed., Jerusalem 1967; Pšwtw šl mqr' ...: IV/1.: 'l spr thlym w'l mšly šlmh [Zum Buch der Psalmen und zu den Sprüchen Salomos]; IV/2.: `l spr 'ywb, çmš mgylwt wspry dny'l, 'zr` wnçmyh [Zum Buch Hiob, den Fünf Megillot und zu den Büchern Daniel, Esra und Nehemia], Jerusalem 1967/68; Artikel in Encyclopedia Judaica, u.a.: Müller, David Heinrich (1846-1912), EJ 12, 1971, 502; `l ktb wktyb blšwn, Leshonenu la'Am 25,2/3 (1973/74), 41-48.
Bibliographie: S.I. Feigin, in: Haolam 26 (1938), 56f., 75f. 96-98; Ders., Anschei Sefer (1950), 78-130, 417-423; J. Klausner, in: Leshonenu, 15 (1947), 3-9; ebd. 10-26; 21 (1957), 149-154; Sefer [= Festschrift] Tur-Sinai, Hg. von Menachem Haran und Benzion Lurie, Pirsumei ha-·evra la-·aqir ha-Miqra be-Yisrael 8, mugaš likbwd ha-Profš N. H. Tur-Sinai, 1960, 7-10.
Lit.: (Hrsg.), Torczyner, Harry, Jüdisches Lexikon, Bd. IV/2, Berlin 1930, 998; - Torczyner, Harry (Naftali Hirsch), (Autobiograph. Skizze von 1931), S. Wininger (Hrsg.), Jüdische National-Biographie, Bd. 6, o.O., o.J. (ca. 1935), Nachdruck Nendeln/Lichtenstein 1979, 121 f.; - Jehudah Rosenthal, Torczyner, Harry (Naphtali Hirsch), The Universal Jewish Encyclopedia in Ten Volumes, Vol. 10, 1943 = New York 1969, 277-278 (mit Bild); - (H. Schneidemann, Hrsg.), Tur-Sinai (Torczyner), Naphtali Herz, in: Who's Who in World Jewry, A Biographical Dictionary of Outstanding Jews, New York 1965, 1000; - (Hrsg.), Tur-Sinai, Naphtali Herz (Harry Torczyner), Encyclopedia Judaica 15, Jerusalem 1971 (mit Bild); - E. Eitan, Tur-Sinai, Naphtali Herz, Leshonenu la'Am 25,2, Jerusalem 1973, 35-40; - Ze'ev Ben-Hayim, N. H. Tur-Sinai S.L. (Sichron leberaka). [Rede zur Gedenkfeier am 23. Kislew 5734], Leshonenu 38 (1973/74), 3-10; - Dan Cohn-Sherbok, Tur-Sinai, in: The Blackwell Dictionary of Judaica, Oxford 1992, 552.