TURNKOPF, Hans, Glocken- und Stückgießer in Regensburg, * in Regensburg, † 19. Sept. 1555 in Regensburg. - Hans Turnkopf übernimmt die Regensburger Gießerhütte "Am Hülling" von Cunzc Has († 1505/1506). Am 10. Nov. 1506 erhält er das Bürgerrecht und wird dabei als der "Husin Hauswirt" bezeichnet. Hans Turnkopf ist mit etlichen Glocken belegt und goß zudem viele Kanonen für Regensburg, darunter die sog. "Pfeiferin". Die Werkstatt ging nach Turnkopfs Tod über Peter Schulthaiß der Ältere und Peter Schulthaiß der Jüngere an Georg Schelchshorn, und gelangte damit in den Besitz der bedeutenden Glockengießerfamilie Schelchshorn, die von 1580 bis 1731 in Regensburg wirkte.
Quellen/Lit.: Matrikel St. Kassian Regensburg; - Wiedemann, Richard, Die Glockengießerfamilie Schelchshorn und ihre Regensburger Vorgänger, In: Blätter des Bay. Landesvereins für Familienkunde, 24. Jg., Nr. 2, 1961.
Bernhard Hemmerle
Letzte Änderung: 17.12.2011