USENER, Hermann Carl, Geheimrat, evangelischer Altphilologe und Religionswissenschaftler, * 23.10. 1834 in Weilburg, † 21.10. 1905 in Bonn. - U., Sohn des Hofrates und Herzoglich-Nassauischen Landschultheißen Georg Usener (1789 - 1857) und dessen Gattin Charlotte geb. Vogler (+ 1855), einer Medizinalratstochter, erhielt seine Schulausbildung auf dem Weilburger Gymnasium unter dem Philologen Karl Friedrich Wilhelm Alfred Fleckeisen (23.9. 1820 - 7.8. 1889), einem Schüler Friedrich Wilhelm Ritschls (8.4. 1806 - 9.11. 1876). Nach dem Abitur studierte U. ein Semester in Heidelberg und wechselt zum Wintersemester 1853/1854 nach München. Nach kurzer Studienunterbrechung wegen des Tods seiner Mutter setzt U. seine Studien im Sommer 1855 in Göttingen fort, wo er seine Erstlingsarbeit über Anaximenes (s.u.) anfertigt, die dem Andenken seiner beiden Lehrer Karl Friedrich Hermann (1804 - 31.12. 1855) und Friedrich Wilhelm Schneidewin (1810 - 10.1. 1856) gewidmet ist. In Bonn wird U. im Wintersemester 1857/1858 mit einer Abhandlung über Theophrast (s.u.) promoviert. Von 1858 bis 1861 wirkt U. als Gymnasialprofessor am Berliner Joachimsthaler Gymnasium. 1861 folgt U. der am 7.5. ausgesprochenen Berufung in das Berner Extraordinariat, das mit einem Gymnasiallehrauftrag verbunden war, und 1863 wechselt U. als Nachfolger Georg Friedrich Schönemanns (28.6. 1826 - 30.4. 1901) auf den Lehrstuhl nach Greifswald, wo er neben Franz Susemihl (1826-1901) doziert. Am 6.1. 1866 wird U. als Nachfolger Ritschls, der nach unersprießlichen Differenzen mit dem Altphilologen und Archäologen Otto Jahn (16.6. 1813 - 9.9. 1869) nach Leipzig gewechselt war, aufgrund des Sondervotums Jahns nach Bonn berufen, wo er 1874/1875 das Dekanat bekleidet; seinen Greifswalder Lehrstuhlnachfolger Franz Bücheler (3.6. 1837 - 3.5. 1908) holt U. zum Sommersemester 1870 ebenfalls nach Bonn, dem er 1899 in der Redaktion des »RheinMus« ablöst und mit dem ihn eine freundschaftliche Kollegialität verbindet, die die Bonner Altphilologie bis zum Berliner Aufstieg Ulrich von Wilamowitz-Moellendorffs (s.d.) zur führenden in deutschsprachigen Raum macht. 1866 heiratet U. Lil[l]y Dilthey (1846 - 1920), die Tochter des Hessen-Nassauischen Kirchenrats und Oberhofpredigers Maximilian Dilthey (1804 - 1867) und Schwester des Göttinger Archäologen Carl Dilthey und des Berliner Philosophen Wilhelm Christian Ludwig Dilthey (s.d.), mit der er vier Kinder hatte (Marie [verh. mit Albrecht Dieterich [s.d.], 11.11. 1867 - 1931], Hans [* 1872], Walther [* 1875], Hermann [* 1876]). Im Winter 1873/1874 hält sich U. zu Handschriftenstudien in Italien auf. 1877 (in diesem Jahr präsidiert U. der 32. Philologenversammlung in Wiesbaden) steht U. mit Hermann Alfred Frhr. von Gutschmidt (1831 - 1887), dem Tübinger Ordinarius, auf der Göttinger Berufungsliste zur Besetzung zweier historischer Ordinariate, doch lehnt das Kultusministerium dieses Ansinnen ab. Im akademischen Jahr 1882/1883 bekleidet U. das Rektorat, er selber hat, gesundheitlich angegriffen, von Mai bis September 1882 ärztliches Lese- und Schreibverbot. Seit 1896 mach ein Sehleiden, das schließlich zu halbseitiger Erblindung führt, U. merklich zu schaffen. U.s Lehrstuhlnachfolger wurde 1902 sein 1893 habilitierter Schüler August Brinkmann (29.8. 1863 - 28.7. 1923), kurz zuvor zum Königsberger Ordinarius ernannt, nachdem U. am 13.6. emeritiert worden war; U. verstarb 1905 an einem Herzinfarkt und wurde auf dem Bonner Alten Friedhof beigesetzt. Seine Bibliothek kaufte das Kunstmuseum auf. - U.s Edition der griechischen Rezension der Akten der scillitanischen Märtyrer wurde 1891 durch Joseph Armitage Robinsons (s.d.) Veröffentlichung der lateinischen Fassung und dessen Nachweis der Originalität korrigiert. U. wirkte schulbildend auf (s.d.) Eduard Schwartz; zu seinen herausragenden altphilologischen Schülern gehören Hermann Diels (s.d.), unter den Theologen ragt Hans Lietzmann (s.d.), der in Studienzeiten Seminarmitglied und nach dem Licenteatenexamen U.s langjähriger Amanuensis war, heraus. - Aus dem Jahr 1873 datieren U.s erste religionsgeschichtliche Fragestellungen. In den »Italischen Mythen« (s.u.) setzt sich U. mit italischer Folklore und Kultgeschichte auseinander. U.s Schrifttum ist heute zu manchen Teilen überholt, da seine Resultate sowohl von der altphilologischen als auch von der religionsgeschichtlichen Forschung korrigiert worden sind. In seinen »Götternamen« (s.u.) entwickelte U. im Versuch einer Lehre der religiösen Begriffsbildung die Theorie der Sondergötter, sich hierbei von Herbert Spencers Vorstellung der Priorität von Ahnenkulten abgrenzend; U. konstruiert eine schwer haltbare lineare Entwicklungslinie vom Poly- zum Monotheismus durch die »Verschmelzung zahlreicher Einzelgötter mit ihren Sonderfunktionen zu immer weniger, stärker individualisierten, komplexen Göttergestalten« (Mette, 78) auf einer recht willkürlich begrenzten Quellenbasis. U. unterscheidet dabei drei Entwicklungsstufen: am Beginn stehen Augenblicksgötter, die sich nur einmal zu einem bestimmten Anlaß zu erkennen geben; ihnen folgen Sondergötter, die in regelmäßig wiederkehrenden Situationen in den menschlichen Gesichtskreis treten, schließlich die persönlichen Götter, ständig gegenwärtig und in ihrer Unergründlichkeit doch menschlichem Zugriff entzogen. U.s als Programmschrift zu lesende Rektoratsrede von 1882 (Philologie und Geschichtswissenschaft, s.u.) postuliert, nicht unwesentlich beeinflußt durch Wilhelm Dilthey, die romantisch gestimmte Forderung, daß gerade erst die historische Forschung Wissenschaft im Vollsinn ist, wenn sie allgemeingültige Menschheitsgesetze erhebe. Altphilologie ist als historische Teilwissenschaft und historische Kulturwissenschaft des Altertums zu verstehen, habe sich von der reinen Textphilologie, wie sie durch August Boeckh (24.11. 1785 - 3.8. 1867) als hermeneutische Aufgabe postuliert worden war, abzulösen und verstärkt antike Breitenanschauungen zu rekonstruieren. U.s Konzept altphilologischer Forschung ist daher wenig an den Größen der Antiketradition interessiert, sondern richtet ihr Augenmerk verstärkt auf volkskundliche Fragestellungen und folkloristische Merkmale. Auf Kritik stieß U.s Historikbegriff, darunter philosophische Methodenlehre und Enyklopädik zu verstehen (Philologie und Geschichtswissenschaft, 34). - Mit seinem »Weihnachtsfest« (s.u.) sucht U. die konstruktive Auseinandersetzung mit der Traditionsgeschichte christlichen Brauchtums; werkbiographisch ist dies der Gegenentwurf zu Friedrich Nietzsches (s.d.) zeitgleicher Christentumskritik »mit dem Hammer«. U. erweist aus der Analyse von Lk 2,11, Mt 3,17 parr und Mt 17,5 parr sowie der Untersuchung des römischen Festkalenders, wie das Geburtsfest Christi unter dem Pontifikat Liberius' (s.d.) vom 6.1. auf den 25.12. umgelegt und in welcher Beziehung Mariä Lichtmeß (2. 2., purificatio Mariae, occursus Domini) und die altrömischen robigalia stehen. Die Weihnachtsfestfeier erscheint nunmehr als christliche Umdeutung des Sol Invictus-Kultes. - Die romantische Mythenforschung und Untersuchung ihres sprachetymologischen Gehaltes entwickelte U. in den »Götternamen« weiter; U.s Verhältnis zu seinem ehemaligen Bonner Hörer und Berliner Antipoden Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff ist unterkühlt, hatte dieser ihm zwar sein gewidmet, so trennte beide doch eine grundlegende methodische Differenz: ging es Wilamowitz, so spürt U. dem geschichtlichen Kern hinter dem Mythos nach. In seinen »Sintfluthsagen« vergleicht U. das Gilgameschepos, Gen 6,5-8; 7,1-22; 8,1-13 (J) sowie griechische Parallelen. Mit den religionsgeschichtlichen Wurzeln christlicher Legendenbildung setzte sich U. wiederholt auseinander: 1879 mit Pelagia von Jerusalem (s.d.), später mit dem zyprischen Bischof und Heiligen Tychon, der einen heidnischen, Priapos nahestehenden Fruchtbarkeitsdämon Tychon ablöst. - U.s »Mythologie« (1904, s.u.) stellt in gewisser Hinsicht U.s wissenschaftliches Testament dar, als U. dieses religionsgeschichtlich und altphilologisch lange stiefmütterlich behandelte Genus verstärkte Aufmerksamkeit zuwendet; U.s Ansatz wirkt u.a. bei James George Frazer und der englischen sog. »Ritual School« fort. - Dem Sermon In natalem Christi (MPG XLVI, 1128-1149) spricht U. die Verfasserschaft Gregors von Nyssa (s.d.) und damit die Authentizität ab. - U. wurde Ende 1888 zum korrespondierenden Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt; auf Eduard Zellers (s.d.) Vorschlag wurde U. am 4. 6. 1891 als korrespondierendes Mitglied in die Preußische Akademie der Wissenschaften gewählt. Am 13.2. 1902, im Jahr des Erhalts des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste, promovierte die Bonner theologische Fakultät U. ehrenhalber.
Werke: Quaestiones Anaximenae. Piae memoriae Caroli Friderici Hermani pridie cal. Ian. MDCCCLVI Frider. Guil. Schneidewini ante d. IV. id. Ian MDCCCLVI mortuorum praeceptorum dilectissimorum has inferias vovebant seminarii regii philologici Gottingensis sodales, Göttingen 1856 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 1-49); Analecta Theophrastea. Dissertatio philologica quam summorum in philosophia honorem auctoritate amplissimi philosophorum ordinis in Universitate Fridericia Guilelmia Rhenana rite obtinendorum caussa una cum sententiis controversis die II mensis martii a. MDCCCLVIII publice defendet scriptor, Leipzig 1858 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 50-90, darin: Vita Hermanni Vseneri, 45f. [= 88]); Alexandri Aphrodisiensis quae feruntur problematorum Liber III et IV ex libris manuscriptis recensuit [GProgr. Joachimsthaler Gymnasium], Berlin 1859; Zu Theophrasts metaphysischem Bruchstück: RheinMus NF 16 (1861), 259-281) (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 91-111); Zu Aristoteles: RheinMus NF 16 (1861), 312-313 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 112-113); Theophrasts Bücher über die Gesetze: RheinMus NF 16 (1861), 470-472 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 114-116 ); Zu Appian: RheinMus NF 16 (1861), 481 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 117 ); Zu Porphyrios: RheinMus NF 16 (1861), 481 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 118 ); Ein Graecum in Ciceros Briefen: RheinMus NF 22 (1867), 459-460 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. II, 159-161); Zu den Hesiodeischen Scholien: RheinMus NF 22 (1867), 587-597 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 119-131); Ein Donatglossar: RheinMus NF 23 (1868), 223-224 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. II, 169-171); Kallone: RheinMus 23 (1868), 316-377 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. IV, 1-93); Vier lat. Grammatiker: RheinMus NF 23 (1868), 490-507.543 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. II, 171-192); Zur lat. Literaturgesch.: RheinMus NF 23 (1868), 676-680 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. II, 193-199); Ovidius Naso oder Varro?: RheinMus NF 23 (1868), 681-682 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. II, 199-201); Warnung: RheinMus NF 23 (1868), 669-671 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 8-9); Lectiones Graecae: RheinMus NF 23 (1868), 147-169; 25 (1870), 574-616 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 132-204); Die heraklitischen Briefe, Berlin 1869; Ein Frgm. des Androtion: Jbb. f. class. Philologie 103 (1871), 311-316 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 204-211); Ueber den unter Apuleius' Werken stehenden Hermetischen Dialog Asclepius (1871, in: GA, I 326-346); PLEIN u. DEIN: Jbb. f. class. Philologie 105 (1872), 741-746 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 212-219); Lysias' Rede über die Wiederherstellung der Demokratie: Jbb. f. class. Philologie 107 (1873), 145-174 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 262-295); Vergessenes: RheinMus 28 (1873), 389-435 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 9-55); Grammatische Bem. I. Praecipitare. II. Singular des Hilfszeitwortes mit pluralischem Relativsatz. III. Zur Gesch. des lat. Participiums. IV. AEIDW. V. Templum. VI. Adverbia auf TEN. VII. DH AN. VIII. Metrisches. IX. Hypostase: Jbb. f. class. Philologie 107 (1873), 398-400; 117 (1878), 51-80 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 220-261); Ein Epigramm v. Knidos: RheinMus NF 29 (1874), 25-50 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 382-410); De Iliade carmina quodam Phocaico, Bonn 1875 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 411-459); Ad historiam astronomiae symbola, Bonn 1876 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 323-371); Anecdoton Holderi. Ein Btr. z. Gesch. Roms in ostgothischer Zeit. Festschr. z. Begrüssung der XXXII. Versammlung dt. Philologen u. Schulmänner z. Wiesbaden, Bonn 1877 (= Nachdr. Hildesheim 1969); Index scholarvm qvae [...] in vniversitate Fridericia Gvilelmia Rhenana per m. aest. a. 1878 [...] habebvntvr. Praefatvs est Hermannvs Vsener de Dionysii Halicarnassensis libris manvscriptis, Bonn 1878; Legenden der Pelagia. Festschr. f. die XXXIV. Versammlung dt. Philologen u. Schulmänner z. Trier v. 24.-27. Sept. 1879 im Auftrag der Rhein. Friedrich-Wilhelms-Univ. z. Bonn verfasst, Bonn 1879 (Wiederabdr. in: Vortrr. u. Aufss. [Leipzig/Berlin 1907, 19142], 189-215); De Stephano Alexandrino commentatio, Bonn 1880 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 247-322); Chronologische Btrr.: RheinMus NF 34 (1879), 388-441.508 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 472-532); Abfassungszeit des Platonischen Phaidros: RheinMus NF 35 (1880), 131-151 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 55-74); Index scholarvm qvae [...] in vniversitate Fridericia Gvilelmia Rhenana per m. aest. a. 1881 [...] habebvntvr. Insvnt Acta martrorvm Scilitanorvm graece edita ab Hermanno Vsenero, Bonn 1881; Philologie u. Geschichtswiss., Bonn 1882 (Wiederabdr. in: Aufss. u. Vortrr., 1-35; Wolfgang Schmid [Hrsg.], Wesen u. Rang der Philologie. Zum Gedenken an H. U. u. Franz Bücheler. Für den 5. Internat. Kongreß der Fédération Internationale des Associations d'Études Classiques [Bonn, 1.-6. September 1969] [Stuttgart 1969], 13-36); OLUMATOPOIOS: RheinMus NF 38 (1883), 480 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 296); Organisation der wiss. Arbeit . Bilder aus der Gesch. der Wiss.: PrJ 53 (1884), 1-25 (Wiederabdr. in: Aufss. u. Vortrr. [Leipzig/Berlin 1907, 19142], 69-102); Jacob Bernays, Gesammelte Abhh. Hrsg. v. H. U., 2 Bde., Berlin 1885; Acta S. Marinae et S. Christophori edidit Hermannus U., in: Festschr. z. fünften Säcularfeier der Carl Ruprechts-Univ. z. Heidelberg überreicht v. Rektor u. Senat der Rhein. Friedrich-Wilhelms-Univ. (Bonn 1886); Chronistische Aufzeichnungen über die J. 1414-1420: SMBO 7 (1886), 171-176 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. IV, 177-182); Weihnachtspredigt des Sophronios: RheinMus NF 41 (1886), 500-516 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. IV, 162-177); Altgriech. Versbau. Ein Versuch vergleichender Metrik, Bonn 1887 (= Nachdr. Osnabrück 1965); Epicurea, Leipzig 1887 (= Nachdr. Rom 1963, Stuttgart 1966 [Smlg. wiss. Commentare]); Alte Bittgänge. Ein religionsgeschichtlicher Btr., in: Philos. Aufss. Eduard Zeller z. seinem fünfzigj. Doctor-Jub. gewidmet (Leipzig 1887 [= Nachdr. 1962]), 275-302; Btrr. z. Gesch. der Legendenlit.: Jbb. f. Prot. Theol. 14 (1887), 219-259 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 74-104); Das Weihnachtsfest (Reliigonsgeschichtliche Unterss. Erster Theil: Das Weihnachtsfest Kap. I-III. Zweiter Theil: Christlicher Festbrauch), Bonn 1888, 19112, 19693; Altertümliche Verse: RheinMus 43 (1888), 149-150 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 326-327); Anaximenes auch Dichter: RheinMus 43 (1888), 150 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 328-329); Epikureische Spruchsmlg. Entdeckt u. mitgeteilt v. Dr. K. Wotke in Rom: Wiener Stud. Zschr. f. klass. Philologie u. Patristik 10 (1888), 175-201; 11 (1889), 170; 12 (1890), 1-4 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 297-325); Dionysi Halicarnasei ad Ammaeum de Thucydidis idiomatis epistula, Bonn 1889; Dionysii Halicarnasei librorum de imitatione reliquiae, Bonn 1889 ; Sophronii de praesantatione Domini sermo, Bonn 1889 ; Variae lectionis specimen primum: Jbb. f. class. Philologie 139 (1889), 369-397 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 330-361); De Philodemi loco: Jbb. f. class. Philologie 139 (1889), 776 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 362); Italische Mythen; Die Sintfluthsagen, . Sintflutsagen. Mit einem Anh.: Die Flutsagen v. Richard Andree, Essen ; Vita S. Theodosii abbatis a Theodoro episcopo scripta, Bonn 1890; Der hl. Theodosios. Schrr. des Theodoros u. Kyrillos, Leipzig 1890 (Nachdr. 1975); Ein altes Lehrgebäude der Philologie: SAM 1892, 582-648 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. II, 265-314); Die Perle. Aus der Gesch. eines Bildes, in: Theol. Abhh. Carl v. Weizsäcker z. seinem 70. Geb. 11. Dezember 1892 gewidmet (Freiburg 1892), 201-213 (Wiederabdr. in: Vortrr. u. Aufss. [Leipzig/Berlin 1907], 19142, 217-231); Zur Inschr. v. Elaia: RheinMus NF 47 (1892), 154-157 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 460-463); Diogenens v. Oinoanda: RheinMus NF 47 (1892), 414-467; Epikureische Schrr. auf Stein: RheinMus 47 (1892), 414-456; Unser Platontext: NGWG (1892), 26-50.181-215 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 104-162); Die Unterlage des Laertius Diogenes: SAB 1892, 1023-1034 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 163-175); Acta SS. Anthusae, Athanasii episcopi, Charissimi et Neophyti, edidit Hermannus U.: AnBoll 12 (1893), 5-42; Über vergleichende Sitten- u. Rechtsgesch. [1893]: Hessische Bll. f. Volkskunde 1 (1902), 195-228 [auch separat Leipzig 1902] (Wiederabdr. in: Aufss. u. Vortrr. [Leipzig/Berlin 1907, 19142], 103-148); Acta martyris Anastasii persae graece primum edidit. Ex libello universitatis Rhenanae natalicia regis Guilelmi III die III. m. Augusti a. MDCCCXCIV celebranda indicentis, Bonn 1894 (auch u.d.T.: Sacram memoriam Regis Serenissimi Divi Friderici Gvilelmi III, vniversitatis Fridericae Gvilelmiae Rhenanae conditoris mvnificentissimi, ab eadem vniversitate d. III m. Avg. a. 1894 [...] pie recolendam victorvumque renvuntiationem e litterarvm certaminibvs providentivm [...] indicit Gvilelmvs Bender ord. philos. h.a. decanvs. Insvnt Acta m. Anastasii Persae ab Hermano Vsenero edita, Bonn 1894); Die Flucht vor dem Weibe. Eine altchristliche Novelle. Erneuert v. E. Schaeffner: Westermanns Mhh. 75 (1894), 480-491 (Wiederabdr. in: Vortrr. u. Aufss. [Leipzig/Berlin 1907, 19142], 233-259); Pasparios. Beil. z. dem Buche »Götternamen« : RheinMus NF 49 (1894), 461-471 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. IV, 182-194); Dionysii Halicarnasei quae fertur ars rhetorica recensuit H. U., Leipzig 1895; Übersehenes: RheinMus NF 50 (1895), 144-147 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. IV, 194-198); Götternamen. Vers. einer Lehre v. der rel. Begriffsbildung, Bonn 1896, 19292. Götternamen. Vers. einer Lehre v. der rel. Begriffsbildung. Mit Geleitworten v. Martin P. Nilsson u. Eduard Norden. 3., unveränd. Aufl., Frankfurt/M. 1948. Pasparios . Beil. z. dem Buche »Götternamen«, Bonn 1894; Der Stoff des griech. Epos (SAW.PH 137,3), Wien 1897, 1-63 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. IV, 199-259); Julian v. Halikarnass, in: Hans Lietzmann, Catenen. Mitt. über ihre Gesch. u. hss. Überl. Mit einem Btr. v. H. U., Freiburg/Leipzig/Tübingen 1897, 28-34; Göttliche Synonyme: RheinMus NF 53 (1898), 329-379 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. IV, 259-306); Religionsgeschichtliche Unterss. Dritter Theil: Die Sintflutsagen unters., Bonn 1899; Dionysii Halikarnassei Opuscula Quae exstant. Ed. Hermannus U. et Ludovicus Radermacher, Leipzig 1899. Editio steroetypica, Stuttgart o.J. (= Bibliotheca scriptorum Graecorum et Romanorum Teubneriana); Zwillingsbildungen, in: Strena Helbingiana. Sexagenario obtulerent Amici (Leipzig 1900), 315-333 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. IV, 334-356); Jacob Bernays: ADB XLVI (1900), 393-404 ; De Stobaei loco: RheinMus NF 55 (1900), 311 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. I, 362); Italische Volksjustiz: RheinMus NF 56 (1901), 1-28 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. IV, 356-382); Philonides: RheinMus NF 56 (1901), 145-148 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 188-192); Eine hesiodische Dichtung: RheinMus NF 56 (1901), 174-186 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. III, 176-187); Zu den Sintfluthsagen. An Carl Dilthey in Göttingen: RheinMus NF 56 (1901), 481-496 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. IV, 382-396); Divus Alexander: RheinMus NF 57 (1902), 171-173; Über vergleichende Sitten- u. Rechtsgesch. (Sonderabdr. aus den Hessischen Bll. f. Volkskunde, Bd. I, H. 3), Leipzig 1902; Eine Spur des Petrusev.: ZNW 3 (1902), 353-357; Dreiheit. Ein Vers. mythologischer Zahlenlehre: RheinMus 58 (1903), 1-48.161-208.321-362 (= Nachdr. Hildesheim 1966); Geburt u. Kindheit Christi: ZNW 4 (1903), 1-21 (Wiederabdr. in: Vortrr. u. Aufss. [Leipzig/Berlin 1907, 19142], 159-187); Mythologie: ARW 7 (1904), 6-32 (Wiederabdr. in: Aufss. u. Vortrr., 37-65); Hl. Handlungen: ARW 7 (1904), 281-339; Keraunos: RheinMus 60 (1905), 1-30 (Wiederabdr. in: Kleine Schrr. IV, 471-497); Sol Invictus: RheinMus 60 (1905), 465-491 (Wiederabdr. in: Das Weihnachtsfest, Bonn 19693, 348-378); Vortrr. u. Aufss., Leipzig 1907, 19142; Der hl. Tychon (Sonderbare Hll. Texte u. Unterss. 1), Berlin/Leipzig 1907 [mehr nicht erschienen]; Zu den Mysterienbräuchen: ARW 14 (1911), 317-318; Kleine Schrr. I. Arbeiten zur griech. Philos. u. Rhetorik. Grammatische u. Textkrit. Btrr., hrsg. v. K. Fuhr, Leipzig/Berlin 1912. II. Arbeiten z. lat. Sprache u. Lit., hrsg. v. P. E. Sonnenberg, Leipzig/Berlin 1913. III. Arbeiten zur griech. Literaturgesch., Gesch. der Wiss., Epigraphik, Chronologie, hrsg. v. Ludwig Radermacher, Wilhelm Kroll, F. Koepp u. A. Wilhelm, Leipzig/Berlin 1914. IV: Arbeiten z. Religionsgesch., hrsg. v. Richard Wünsch, Leipzig/Berlin 1912 (= Nachdr. Osnabrück 1965); Glossarium Epicureum edendum curaverunt Marcello Gigante et Wolfgang Schmid, Rom 1977; Aristoteles: Opera Vol. IV. Scholia in Aristotelem coll. Chrsitianus A. Brandis. Supplementum scholiorum Syriani in metaphysica commentaria. Ed. Hermannus U. Accedit vita marciana. Photomechanischer Nachdr. der Ausgabe [Berlin] 1836 [sic!] o.O. 1961. Briefwechsel/Qu.: Der junge Dilthey. Ein Lb. in Briefen u. Tagebüchern 1852-1870. Zusammengest. v. Clara Misch, geb. Dilthey. Mit einem Jugendbild, Leipzig/Berlin 1933; U. u. Wilamowitz. Ein Briefwechsel 1870-1905, hrsg. v. Hermann Dieterich u. Friedrich Hiller v. Gaertringen, Leipzig/Berlin 1934 ( U. u. Wilamowitz. Ein Briefwechsel 1870-1905. Mit einem Nachwort u. Indices v. William M[usgrave] Calder III, Stuttgart/Leipzig 19942); Alfred Körte, H. U. - Ulrich v. Wilamowitz-Moellendorff. 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