VIALE PRELÀ, Michele, Nuntius, Kardinal, * 29. Sept. 1799 in Bastia (Korsika), + 15. Mai 1860 in Bologna. Er entstammte einer patrizischen Familie; der Bruder Benedetto (1796-1874) war Leibarzt Papst Pius' IX. und Medizinprofessor der röm. Universität, weitere Brüder fungierten als engl. Vize-Konsul in Korsika bzw. Richter am obersten korsischen Gericht. Seit 1814 studierte er am Seminario Romano, offenbar gefördert von seinem Onkel Tommaso Prelà, Leibarzt Pius' VII. in Rom. Nach dem Theologiestudium am Collegio Romano (Dr. theol. 10. Sept. 1823) und der Priesterweihe (29. Sept. 1823) war er ab 1824 im römischen Staatssekretariat tätig. Gleichzeitig studierte V. Jura an der römischen Universität Sapienza. Von 1828 bis wahrscheinlich Ende 1835 war er Nuntiatur-Auditor in der Schweiz (Luzern), dazu auserwählt von seinem früheren Theologielehrer Pietro Ostini, der 1828 als Nuntius nach Luzern zog (verstorben 1849 als Kardinal). Eine Zeitlang (14. Sept. 1829 bis 1. Juni 1830) fungierte V. dort als Nuntiatur-Geschäftsträger wegen der 1829 erfolgten Versetzung von Ostini. Von 1836 bis 1838 wirkte V. in Rom im Staatssekretariat als Sachbearbeiter (Minutante aggiunto) des Kardinalstaatssekretärs Luigi Lambruschini, befaßt bes. mit dem schweren Staat-Kirche-Konflikt in Preußen nach der Verhaftung der Erzbischöfe von Köln (1837) und von Gnesen-Posen (sog. »Kölner Wirren«). In dieser Affäre arbeitete V. so effizient und so vorteilhaft für die harten Vertreter des Ultramontanismus in Deutschland, daß einer von ihnen, Bischof Karl August v. Reisach (Eichstätt), den jungen Korsen in Rom bei Kard. Lambruschini als Nuntius in Bayern empfahl (März 1838). Die Kurie ließ V. im Oktober 1838 beim bayerischen Hof nur als »Internuntius« im Rang eines Gesandten akkreditieren, wertete ihn aber 1841 durch Ernennung zum Titularerzbischof (12. Juli) und zum Nuntius (20. Juli) auf (Botschafterrang). 1845 erfolgte der Wechsel als Nuntius nach Wien (27. Mai). 1852 (15. März) kreierte Papst Pius IX. ihn zum Kardinal, behielt diese Wahl zunächst noch geheim (in petto) und verkündete sie ein Jahr später (7. März 1853). V. blieb in Wien mit dem Titel Pro-Nuntius, auch nach seiner Ernennung zum Erzbischof von Bologna (28. Sept. 1855) bis zu seiner Abreise (1856). - Mindestens seit 1835 gehörte V. zur römischen Fraktion um den Kardinal Lambruschini, der sich durch schroffe Intransigenz in kirchlichen Fragen und durch eine reaktionäre Außen- und Innenpolitik einen Namen machte (antiliberale Politik, mit enger Bindung an das System des österreichischen Kanzlers Metternich). V. wurde eine wichtige Stütze dieser römischen Kirchenpolitik, besonders wegen seines enormen Arbeitspensums, seines diplomatischen Geschicks, wegen seiner Sach- und Sprachkenntnisse (er war wohl der erste Nuntius in Deutschland, der die Landessprache sprach) und wegen seiner Erfolge. Obwohl nur für das Königreich Bayern akkreditiert, verstand es V., den faktischen Wirkungskreis der Münchener Nuntiatur auf ganz Deutschland (außer Österreich) und darüber hinaus nach Nordeuropa auszudehnen. König Ludwig I. von Bayern und sein 1837 bis 1841 amtierendes Ministerium v. Abel betrieben damals eine betont konservative Politik nach »katholischen« Prinzipien, und V. fand in diesem Milieu bis hinauf zum König soviel Echo und Zuneigung für seine Ziele, daß München dem preußischen Gesandten als der Ort einer »Geheimregierung des römisch-katholischen Reichs deutscher Nation« erschien (23.10. 1841; Chroust III 233). Bei der Beilegung der »Kölner Wirren« (1842) kam dem bayerischen König eine wichtige Vermittlerrolle zu, die sich u.a. in der Ernennung eines bayerischen Bischofs (Joh. v. Geissel) zum Nachfolger des inhaftierten Kölner Erzbischofs Clemens Auguste Droste zu Vischering niederschlug. Bei der Durchführung dieses komplizierten Unternehmens war auch V. äußerst engagiert und konnte konkrete Resultate vorweisen. Dazu gehören die gemeinsam mit v. Geissel betriebene Ausschaltung der Philosophie und Theologie des katholischen Professors Georg Hermes (1775-1831) und die Absetzung seiner Schüler im Erzbistum Köln; diese Aktion gegen die sog. Hermesianer gehört zu den bedeutenden Erfolgen von V. bei der Förderung einer zentralistischen und ultramontanen Kirchenpolitik und bei der Zurückdrängung aller kirchlichen Richtungen, die sich etwa an der Aufklärung oder an liberalem Gedankengut statt nur an den beim Hl. Stuhl genehmen Autoren orientierten. In Bayern verwickelte sich V. zweimal in öffentliche Konflikte, deren zweiter ihm auch mit dem König Ärger einbrachte: bei der sog. Kniebeugenaffäre von 1838 (Anordnung zum Niederknien auch nichtkatholischer Soldaten vor dem Allerheiligsten) und beim Tod der protestantischen Königinmutter 1841 (Verbot von Trauermessen, nur Erlaubnis von Gebeten in kath. Kirchen). Metternich erbat sich den für die reaktionäre Partei so erfolgreichen Diplomaten als Nuntius nach Wien, - ein Wunsch, den Kard. Lambruschini sogleich erfüllte (1845). Aus Wien floh V. während der Revolution von 1848 zunächst nach Innsbruck, wohin auch die kaiserliche Familie sich begeben hatte, dann reiste er nach Soden bei Frankfurt/Main, um über die Deutsche Nationalversammlung zu berichten (Frankfurter »Paulskirche«). Als päpstlicher Delegat nahm er im August 1848 am Kölner Dombaufest teil und überbrachte seinem Schützling v. Geissel ein päpstliches Breve, bevor er im September 1848 nach Wien zurückkehrte. In der danach beginnenden »neoabsolutistischen« Phase der Kaiserpolitik in Wien verfolgte er zielstrebig den Plan eines Konkordates. Der Abschluß des österreichischen Konkordates (1855) ist der Höhepunkt im Leben von V., sein zweifellos bedeutendster Erfolg, trotz des zentralen Anteiles von Kardinal Othmar v. Rauscher (Wien) am Zustandekommen dieses Vertragswerkes. Besonders wegen seiner Ehebestimmungen (kirchliches Recht wurde bestimmend im Staat) und wegen zahlreicher anderer Details galt das Konkordat als reaktionär, und schon 1869 mußte Österreich auf Druck der Liberalen den Vertrag aufkündigen. Auch im österr. Norditalien (Lombardei, Venetien) führte das Konkordat zu Schwierigkeiten, als die Bischöfe die kirchliche Bücherzensur mit staatlichen Sanktionen einforderten. Zu den großen politischen Fragen, mit denen V. in Wien neben der Konkordatsfrage konfrontiert wurde, gehört der Krimkrieg zwischen Rußland und dem Osmanischen Reich (an dessen Seite Großbritannien und Frankreich sich stellten). Er begann 1853 mit dem russischen Einmarsch in die Donaufürstentümer (Moldavien und Walachei) zum »Schutz« der orthodoxen Christen und endete 1855 mit der russ. Niederlage auf der Krim. Wien war ein wichtiger Beobachtungspunkt für die römische Kurie, die V. in diesem Zusammenhang zu einem wirksamen Schutz der Katholiken im Zarenreich drängte (Polen, Litauen u. a.). Zu den innerkirchlichen Konflikten zählt der Streit um die Lehren des Wiener Philosophen und Theologen Anton Günther und seiner Schüler, gegenüber denen V. anfangs zurückhaltend taktierte, die er später aber durch denunzierende Berichte in Rom diskreditierte und die 1857 tatsächlich vom Papst verurteilt wurden. Am 24. August 1856 verließ V. Wien und empfing am 28. September in Rom auf einem Konsistorium den Kardinalshut. Der römische Staatssekretär Kardinal Giacomo Antonelli, der sich wiederholt negativ über V. äußerte, soll verhindert haben, daß dieser als Kardinal an die römische Kurie berufen wurde aus Angst, dieser fähige Diplomat könne an Antonellis Stelle aufsteigen. Auf dessen Rat hin kam V. weit weg von Rom als Erzbischof nach Bologna, wo er am 30. Oktober eintraf. Zu den Höhepunkten während seines Lebens als Erzbischof von Bologna gehört eine der seltenen Reisen des Papstes, und zwar die Rundreise Pius' IX. 1857 durch die nördlichen Provinzen des Kirchenstaates. Bei dieser Gelegenheit unterzeichnete Pius IX. in Bologna auch ein bedeutsames Lehr-Breve mit der Verurteilung der Lehre Anton Günthers, die V. schon seit langem bekämpfte (sog. »Bologneser Breve« v. 15. Juni 1857). 1859 kam es zu einer Katastrophe für den Kirchenstaat: Bologna mit den nördlichen Provinzen fiel an das gegen den Papst kämpfende Königreich Sardinien, das die politische Einheit Italiens betrieb. Im Widerstand gegen die neuen Machthaber in Bologna blieb V. unflexibel und reagierte nur ablehnend mit der Berufung auf seinen Kardinalseid, das Papsttum bis zum Blutvergießen verteidigen zu müssen. In das letzte Lebensjahr V.s fällt die in ganz Europa beachtete Verhaftung des Paters Pier Gaetano Feletti OP in Bologna durch die neue Regierung (1859). Dieser hatte 1858 als Inquisitor von Bologna den 7-jährigen Edgar Mortara seinen jüdischen Eltern gegen deren Willen durch päpstliche Gendarmen weggenommen, um ihn christlich erziehen zu lassen, nachdem ein Hausmädchen das Kind heimlich getauft hatte (sog. Mortara-Fall). Die Aktion Felettis hatte V. nicht angeordnet, aber er hatte als Verfechter des Ultramontanismus die römische Oberherrschaft über die Bischöfe gefördert und damit das päpstliche Nebenregime im eigenen Bistum, hier in Form eines neben dem Bischof operierenden Inquisitors. Dementsprechend kam das Bistum von V. nun europaweit ins Gerede (Intervention Kaiser Napoleons III., zahlreiche diplomatische Aktivitäten und Veröffentlichungen). Vor seinem Tod erlebte V. noch den gerichtlichen Freispruch Felettis von der Anklage der Kindesentführung (März 1860) mit der wenig schmeichelhaften Begründung, der Angeklagte habe nur im Auftrag des Staatsoberhauptes gehandelt, also des Papstes, der als Präfekt der römischen Inquisition die gewaltsame Trennung des Kindes von den Eltern aus Religionsgründen legal anordnete. - V. gehört zu den fähigsten und zu den erfolgreichsten Diplomaten der päpstlichen Kurie im 19. Jahrhundert und zu den wichtigsten Akteuren beim Ausbau des Zentralismus in der katholischen Kirche.
Werke: Epistola pastoralis ad clerum et populum dioecesis Bononiensis. Romae 1856; Lettera pastorale al clero e al popolo della diocesi di Bologna nell'occasione della prima visita diocesana. Bologna 1857.
Quellen: Der schriftliche Nachlaß Viales (über 2.000 Nuntiaturberichte von V. aus Wien 1848-1856 sowie private Briefschaften 1822-1860, davon 154 Briefe an seine Brüder) befindet sich in Mailand, Civiche Raccolte Storiche Archivio Viale Prelà. Vgl. I Carteggi delle biblioteche lombarde. Censimento descrittivo. A cura di Vanna Salvadori. Vol. 1. Milano 1986, 141. Dazu: Herman H. Schwedt, Rez. in: RQ 89 (1994) 152-155. - Zu den Quellen in Rom (Archive der Nuntiaturen v. München und Wien sowie des päpstlichen Staatssekretariates) vgl. Lajos Pásztor, Archivio Segreto Vaticano. Città del Vaticano 1970 (Collectanea Archivi Vaticani, 2).
Lit.: Joseph Feßler, Studien über das österreichische Konkordat vom 18. August 1855. Wien 1856; - Nicolò Vergottini, Analisi del concordato austriaco. Venezia 1856; - Francesco Fantoni, Della vita del Cardinale Michele Viale Prelà arcivescovo di Bologna commentario. Bologna 1861; - Karl Theodor Dumont (Hrsg.), Diplomatische Correspondenz über die Berufung des Bischofs Johannes von Geissel von Speyer zum Coadjutor des Erzbischofs Clemens August Freiherrn von Droste zu Vischering von Köln. Freiburg 1880; - Vinzenco Tarozzi, De Archiepiscopis Ecclesiae Bononiensis Commentarii. Bononiae 1885, S. 46-53; - Peter Knoodt, Anton Günther. Eine Biographie. Bd. 1-2. Wien 1887; - Cölestin Wolfsgruber, J. Othmar Cardinal Rauscher, Fürsterzbischof von Wien. Freiburg/Br. 1888; - ders., Friedrich Kardinal Schwarzenberg. Bd. 1-3. Wien-Leipzig 1906-1917; - Otto Pfülf, Cardinal von Geissel. Aus seinem handschriftlichen Nachlaß geschildert. Bd. 1-2. Freiburg/Br. 1895-1896; - Raffaele De Cesare, Roma e lo Stato del Papa dal ritorno di Pio IX al XX Settembre. Vol. 1-2. Roma 1907; ND Milano 1970; - Johann Friedrich v. Schulte, Lebenserinnerungen. 3 Bde. Gießen 21908; - Jean Boyer d'Agen, Une dernière amitié de Metternich d'après une correspondance du Prince de Metternich au Cardinal Viale Prelà. Paris 1919; - Max Hussarek, Die Verhandlungen des Konkordates vom 18. August 1855: Archiv für Österreichische Geschichte 109 (1921) 447-811; - ders., Die Krise und die Lösung des Konkordates vom 18. August 1855. Ein Beitrag zu Geschichte des österreichischen Staatskirchenrechts. Wien-Leipzig 1932; - Hubert (Beda) Bastgen, Ein Briefwechsel zwischen Bischof Reisach und Kardinal Lambruschini: RQ 34 (1926) 199-237; - ders., Forschungen und Quellen zur Kirchenpolitik Gregors XVI. Paderborn 1929 (Veröffentlichungen zur Kirchen- und Papstgeschichte der Neuzeit, 1); - ders., Bayern und der Heilige Stuhl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach den Akten des Wiener Nuntius Severoli und der Münchener Nuntien Serra-Cassano, Mercy d'Argenteau und Viale Prelà, sowie den Weisungen des römischen Staatssekretariates aus dem Vatikanischen Geheimarchiv 2 Bde. München 1940 (Beiträge zur altbayrischen Kirchengeschichte, NF 4-5); - O. F. Tencajoli, Cardinali corsi e Michele Viale Prelà. Livorno 1935; - Anton Chroust (Bearb.), Gesandtschaftsberichte aus München 1814-1848. Abt. I. Die Berichte der französischen Gesandten. Bd. 1-6. München 1935-1937; Abt. II. Die Berichte der österreichischen Gesandten. Bd. 1-5. Ebd. 1939-1949; Abt. III. Die Berichte der preußischen Gesandten Bd. 1-5. Ebd. 1949-1951; - Settimio Cipriani, Instructio matrimonialis Rev.mi Domini de Rauscher archiepiscopi Vindobonesis (1853-1856). Inquisitio historico-juridica. Romae 1952; - Rodolfo Fantini, Il clero bolognese nella crisi del 1859-60: Bollettino del Museo del Risorgimento 3 (1958) 109-161; - ders., Un Arcivescovo bolognese nelle ultime vicende dello Stato Pontificio. Il Card. Michele Viale Prelà (+ 1860): Pio IX 2 (1973) 210-247; - Giuseppe De Marchi, Le Nunziature Apostoliche dal 1800 al 1956 Roma 1957 (Sussidi eruditi, 13); - Friedrich Engel-Janosi, Österreich und der Vatikan. Bd. 1-2. Graz 1958-1960; - ders., Die politische Korrespondenz der Päpste mit den österreichischen Kaisern 1804-1918. Wien-München 1964; - Enrico Bottrigari, Cronaca di Bologna. A cura di Aldo Berselli. Vol. 2. Bologna 1960; - I. Cassoli, Il Cardinale Michele Viale Prelà Arcivescovo di Bologna, nel I Centenario dalla morte (1860-1960): Bollettino della Diocesi di Bologna 51 (1960) S. 72-80; - Gemma Volli, Il caso Mortara, nel primo centenario: Rassegna mensile di Israele (Rom) 26 (1960) 29-39, 108-112, 149-157, 274-279; - Erika Weinzierl-Fischer, Die österreichischen Konkordate von 1855 und 1933. München 1960; - Bernhard Zittel, Die Vertretung des Hl. Stuhles in München 1785-1934. In: Der Mönch im Wappen. Aus Geschichte und Gegenwart des katholischen München. München 1960, S. 419-494; - Rudolf Lill, Die Beilegung der Kölner Wirren 1840-1842. Vorwiegend nach den Akten des Vatikanischen Geheimarchivs. Düsseldorf 1962 (Studien zur Kölner Kirchengeschichte, 6); - Gabor Adrianyi, Die Stellung der ungarischen Kirche zum österreichischen Konkordat von 1855. Roma 1963; - Peter Leisching, Die Bischofskonferenz. Beiträge zu ihrer Rechtsgeschichte, mit bes. Berücksichtigung ihrer Entwicklung in Österreich. Wien-München 1963 (Wiener rechtsgeschichtl. Arbeiten, 7); - [Antonio Piolanti,] La Pontificia Università Lateranense. Profilo della sua storia, dei suoi maestri e dei suoi discepoli. Roma 1963, S. 396; - Rupert Hacker, die Beziehungen zwischen Bayern und dem Hl. Stuhl in der Regierungszeit Ludwig I. (1825-1848). Tübingen 1967; - Remigius Ritzler et Pirminus Sefrin, Hierarchia Catholica medii et recentioris aevi. Vol. 7. Patavii 1968; - Albert Bruckner (Hrsg.), Helvetia Sacra. Abt. I, Bd. 1: Schweizerische Kardinäle; Das Apostolische Gesandtschaftswesen in der Schweiz; Erzbistümer und Bistümer I. Bern 1972, S. 17; - Monika Schlichting, Das österreichische Konkordat vom 18. August 1855 und die Publizistik in Bayern. München 1974; - Giacomo Martina, Pio IX (1846-1850). Roma 1974; - ders., Pio IX (1851-1866). Roma 1986; - Luciano Meluzzi, I vescovi e gli arcivescovi di Bologna. Bologna 1975-1976, S. 506-513 (mit Porträt); - Christoph Weber, Kardinäle und Prälaten in den letzten Jahrzehnten des Kirchenstaates. Elite-Rekrutierung, Karriere-Muster und soziale Zusammensetzung der kurialen Führungsschicht zur Zeit Pius' IX. (1846-1878). Bd. 1-2. Stuttgart 1978 (Päpste und Papsttum, 13. 1-2); - Winfried Baumgart (Hrsg.), Akten zur Geschichte des Krimkrieges. Serie I: Österreichische Akten. Bd. 1-3. München 1979-1980; - Herman H. Schwedt, Das römische Urteil über Georg Hermes (1775-1831). Ein Beitrag zur Geschichte der Inquisition im 19. Jahrhundert. Rom-Freiburg-Wien 1980; - ders., Die Verurteilung der Werke Anton Günthers (1857) und seiner Schüler: ZKG 101 (1990) 301-343; - Lajos Lukács, The Vatican and Hungary 1846-1878: Reports and Correspondance on Hungary of the Apostolic Nuncios in Vienna. Budapest 1981; - Otto Weiß, Die Redemptoristen in Bayern (1790-1909). Ein Beitrag zur Geschichte des Ultramontanismus. St. Ottilien 1983 (Münchener Theologische Studien, 22); - Carlo Falconi, Il Cardinale Antonelli. Vita e carriera del Richelieu italiano nella Chiesa di Pio IX. Milano 1983; - Heinrich Bacht, Die Tragödie einer Freundschaft. Fürstbischof Heinrich Förster und Professor Joseph Hubert Reinkens. Köln-Wien 1985; - Paul-Michel Villa, La maison des Viale. Paris 1985; - Heinz Gollwitzer, Ludwig I. von Bayern. Königtum im Vormärz. Eine politische Biographie. München 21987; - ders., Ein Staatsmann des Vormärz: Karl von Abel 1788-1859. Beamtenaristokratie - Monarchisches Prinzip -Politischer Katholizismus. Göttingen 1993 (Schriften der Histor. Kommission, 50); - Georges Hellinghausen, Kampf um die Apostolischen Vikare des Nordens J. Th. Laurent und C. A. Lüpke. Der Hl. Stuhl und die protestantischen Staaten Norddeutschlands und Dänemark um 1840. Roma 1987 (Miscellanea Historiae Pontificiae, 53); - Heinrich Linn, Ultramontanismus in Köln. Domkapitular Baudri an der Seite Erzbischofs Geissels während des Vormärz. Siegburg 1987 (Studien zur Kölner Kirchengeschichte, 22); - Karl-Heinz Braun, Hermann von Vicari und die Erzbischofswahlen in Baden. Ein Beitrag zu seiner Biographie. Freiburg-München 1990 (Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte, 35); - Markus Hänsel-Hohenhausen, Clemens August Freiherr Droste zu Vischering. Erzbischof von Köln 1773-1845. Die moderne Kirchenfreiheit im Konflikt mit dem Nationalstaat. Bd. 1-2. Egelsbach 1991; - Ludwig Holzfurtner, Katholische Restauration in Romantik und Vormärz. Ludwig I. In: Walter Brandmüller (Hrsg.), Handbuch der Bayerischen Kirchengeschichte. Bd. 3. St. Ottilien 1991, 131-165; - Josef Kremsmair, Interkonfessionelle Rechtsverhältnisse in Österreich im Spannungsfeld zwischen Kirche und Staat. Die römische Mission Bischof Fesslers 1863/64. Würzburg 1993 (Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft, 13); - Gianfranco Miletto, Der Mortarafall vor dem Beginn der Einheit Italiens. Neue Urkunden aus dem Vatikanischen Archiv: Zeitschr. f. Religions- und Geistesgeschichte 45 (1993) 1-17; - F. Cajani, Mons. Paolo Ballerini testimone dell'attuazione del Concordato tra Stato e Chiesa stipulato a Vienna nel 1855. Besana Brianza 1993; -Dizionario del Risorgimento Nazionale. Vol. 4 (Milano 1937); - EC XII (1954) 1352; - LThK 210 (1965) 761.