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Band XXIV (2005) Spalten 1493-1512 Autor: Christian Kahl

VIVES, Juan Luis (latin. Johannes Ludovicus Vives), span. Humanist, Philosoph und Pädagoge, * 6.3. 1492 in Valencia, † 6.5. 1540 in Brügge. - Vives entstammte einer nicht sehr reichen span. Familie. Seine Eltern waren zum Christentum übergetretene Juden, was allerdings in der historischen Forschung erst seit Mitte des 20. Jh. bekannt ist. Dem Vater, Luis Vives, wurde auf Grund eines angeblichen Rückfalls zum Judentum am 6. September 1524 von der span. Inquisition der Prozeß gemacht, welcher mit dem Urteil der Todesstrafe endete. Die Mutter, Blanca March, starb bereits 1508, doch wurde ihr Leichnam in Folge des Inquisitionsprozesses gegen ihren Mann exhumiert und verbrannt. - Vives' Mutter hatte sich stets mit großem Eifer um die Erziehung und den Unterricht ihres Sohnes bemüht, womit sie vermutlich den Grundstein für dessen spätere pädagogischen Anschauungen legte. Juan Luis Vives begann zunächst ein Studium an der - von dem ebenfalls aus Valencia stammenden Papst Alexander VI. - 1500 gegründeten Universität seiner Heimatstadt. Nach dem Tod der Mutter zog er 1509 nach Paris und studierte an der Sorbonne Philosophie und Theologie. Dabei kam er vermutlich erstmals in Kontakt mit den Gedanken des Humanismus. 1512 verließ Vives Paris und zog nach Brügge. Dort unterrichtete er die achtjährige Tochter Margarethe der span. Kaufmannsfamilie Valdaura, die 1524 seine Ehefrau wurde. - Ab 1516 hielt sich Vives vorwiegend in Löwen auf. Obwohl ihm noch der offizielle Studienabschluß samt des akademischen Grades fehlte, erhielt Vives die Erlaubnis an der Universität Löwen öffentlich zu lehren. Im gleichen Jahr wurde er als Lehrer des damals 18jährigen Guillaume de Croy (1498-1521), Bischof von Cambray eingestellt, welcher im darauffolgenden Jahr zum Erzbischof von Toledo, Primas von Spanien ernannt wurde. In jene Zeit fällt auch das erste Zusammentreffen Vives mit Erasmus v. Rotterdam. Zeitweilig war dieser selbst Lehrer des Spaniers in Latein und Griechisch. Bezugnehmend auf den intensiven und erfolgreichen Unterricht des Erasmus nannte sich Vives selbst in späteren Jahren gerne Schüler und Sohn des Erasmus und sprach den Niederländer stets als seinen Lehrer an, was aber eher Ausdruck der großen Bewunderung für den Niederländer war, als wirklich auf dessen Tätigkeit als Lehrer Vives' zurückgeführt werden kann. In jedem Falle bedeutete diese Bekanntschaft die vollständige Hinwendung Vives zum Humanismus. Auch Erasmus war von dem intelligenten Spanier sehr beeindruckt. Er verfaßte sogar ein empfehlendes Vorwort in dessen Werk Declamationes quinque Syllanae (1520). Ferner schlug er bereits 1519 dem kaiserlichen Hof vor, Vives als Lehrer des kaiserlichen Bruders Ferdinand einzustellen. Dieses mögliche Engagement zerschlug sich aber wegen interner politischer Differenzen am Hof. Vives war in jener Zeit sehr um die Nähe des kaiserlichen Hofes bemüht. Während des Aufenthaltes Karls V. und Kardinals Wolsey in Brügge 1520 blieb auch der Spanier an diesem Ort, bevor er wieder nach Löwen zurückkehrte. Ein Angebot des Herzogs von Alba, als Lehrer dessen Kinder zu arbeiten, zerschlug sich 1522 ebenfalls wegen einer Intrige. - Während seines bis 1523 andauernden Aufenthaltes in Löwen verfaßte Vives bereits mehrere Schriften. Vorwiegend waren es theologische, philosophische und juristische Werke. Dazu zählten die beiden bedeutenden Werke In Pseudodialecticos (1519) und De Civitate Dei (1521). Schon hierbei zeichnete er sich als Gegner der Scholastik und als Pionier des Humanismus aus. 1523 bekam Vives von der span. Universität Alcalá de Henares einen Lehrstuhl angeboten. Doch das unnachgiebige Vorgehen der span. Inquisition war für ihn der Grund diese Offerte abzulehnen. Nach dem Urteil gegen seinen Vater erhärtete sich Vives Angst vor der Inquisition, so daß er seit seiner Abreise 1509 bis zu seinem Tode nie mehr in seine Heimat zurückkehrte. - 1523 zog es Vives nach England. Der Kardinal Thomas Wolsey hatte den Spanier zu einem Besuch auf der Insel aufgefordert. Zunächst arbeitete Vives am Corpus Christi College in Oxford als Lektor für Griechisch. Zum Ende des Jahres 1523 wurde er schließlich in Oxford zum Doktor für Zivilrecht promoviert. Anschließend hielt er sich länger am königlichen Hofe auf, mit dem er - auf Grund seines hervorragenden wissenschaftlichen Rufes - seit längerer Zeit enge Beziehungen unterhielt. Der Spanier war dort als Lehrer der Tochter Heinrichs VIII., der späteren Königin Maria von England beschäftigt. In dieser Funktion arbeitete er für jene einen Studienplan aus, De ratione studii puerilis (1523). Später widmete er ihr sein Werk Satellitium animi vel symbola (1524). Vives genoß ein hohes Ansehen und wurde von Heinrich VIII. persönlich gefördert, denn der Spanier gehörte neben Erasmus v. Rotterdam, Guillaume Budé und Thomas More zu den hervorragendsten Humanisten der Renaissance. Zudem war er in vielen Bereichen moderner als jene gewesen. Thomas More lernte Vives erst in England kennen und stand seitdem mit ihm in enger Freundschaft. Er zeigte sich tief beeindruckt von den Werken und der Persönlichkeit des Spaniers (Vgl. Brief Mores an Erasmus v. 26. Mai 1520, b. Allen, Opus, IV, 266ff.). Der Aufenthalt Vives in England, wurde nur von kurzen Besuchen in Brügge unterbrochen. Der Grund war seine Heirat am 26. Mai 1524 mit Margarete Valdaura, seiner ehemaligen Schülerin, die auch weiterhin in Brügge wohnen blieb. Nach dieser Hochzeit reiste Vives noch viermal - Sommer 1524, Winter 1525/26, Winter 1526/27, Juli 1527 - zu seiner in Brügge gebliebenen Frau. - Während seiner Anwesenheit am königlichen Hof Heinrichs VIII., aber auch in den späteren Jahren, versuchte Vives stets dessen Politik dahingehend zu beeinflussen, Kriege zwischen den christlichen Nationen zu vermeiden. In seinem ausführlichen Brief De pace inter caesarem et Franciscum Galliarum regem (1525) verurteilte Vives die blutigen Auseinandersetzungen der großen europäischen Nationen. Dieser Mißstand wie auch die akute Gefahr durch die Türken veranlaßten Vives zu den folgenden Schriften De Europae dissidiis et bello turcico (1526) und De conditione vitae Christianorum sub Turca (1526). Neben den europäischen Monarchen wandte sich Vives auch an den Papst, mit dem Wunsch nach echtem und dauerhaften Frieden. Bereits 1522 hatte er jenem den Brief De Europae statu ac tumultibus zukommen lassen. Besonders große Hoffnungen setzte Vives aber in Kaiser Karl V. Er zeigte sich gerne als dessen großen Bewunderer und knüpfte an den Habsburger die Hoffnung auf einen Friedenskaiser, der eine neue Epoche einläutet und als Führer das christliche Europa vor den Türken schützen möge. - 1527 kam es zum Zerwürfnis mit dem englischen König. Vives ergriff Partei für Katharina v. Aragon, die erste Frau Heinrichs VIII., die jener verstieß und die Ehe annullieren lassen wollte. Vives unterstützte Katharina v. Aragon - zugleich eine Tante Kaiser Karls V. - schriftlich und mündlich gegen den englischen König. Daraufhin ließ dieser den Humanisten sechs Wochen unter Hausarrest stellen. Anschließend wurde Vives aus dem Lande gewiesen und kehrte nach Brügge zurück. Die Rückkehr in die Niederlande hatte ihm auch die englische Königin selbst geraten, die sich ebenso wie Heinrich VIII. allmählich von ihrem Schützling distanzierte. - In Brügge spürte Vives nun die fehlende Zuwendung des Königs. Er litt finanzielle Nöte, denn plötzlich und unvorbereitet fehlte ihm ein großzügiger Gönner. Erst während seiner letzten Jahre in Brügge erhielt er von Kaiser Karl V. eine kleine Rente, die ihn vor größerer Not bewahrte. Auch sein Verhältnis zu Erasmus war nicht mehr so intensiv wie in früheren Jahren, obwohl sich Vives in seinen Briefen stets lobend und bewundernd über den großen Humanisten äußerte. Die Ursache für das schlechter werdende Verhältnis der beiden Humanisten lag in dem nur mäßigen Erfolg von Vives De civitate Dei. Bereits 1521/22 hatte Vives auf Betreiben Erasmus die Kommentierung von Augustins Civitas Dei verfaßt, welche bei Froben in Basel gedruckt wurde. Doch der geringe Absatz dieses Werkes enttäuschte Erasmus so sehr, daß er Vives selbst dafür verantwortlich machte, was nicht ohne Folgen blieb, denn Erasmus veranlaßte Froben die Schriften Vives nicht mehr zu drucken. Dieser Umstand änderte sich erst nach dem Tode Erasmus 1536. Dennoch zeigte sich Vives in seinen Briefen an oder über Erasmus nicht nachtragend, und er versäumte es nicht auch weiterhin die Leistungen des Niederländers zu loben. - Vives Aufenthalt in Brügge, der bis zu seinem Tode dauerte, wurde nur durch seine zwischenzeitliche Flucht vor der Pest nach Lille und anschließend nach Paris unterbrochen, sowie einer Beratertätigkeit in den Jahren 1537-39 bei der Hzgn. v. Nassau, Mencía de Mendoza, in Breda. Seine humanistisch, fortschrittlichen Gedanken faßte er auch weiterhin in seinen zahlreichen Werken zusammen. Neben theologischen und philosophischen Schriften stach Vives besonders durch seine pädagogischen Werke hervor, die ihm den Ruf als Begründer der modernen Pädagogik einbrachten. Vives vertrat im schulischen Bereich neue Ansätze; den pädagogischen Unterricht, wie er zum Ende des Mittelalters herrschte, lehnte er wie die dazugehörigen Ansichten der Scholastiker stets ab. Vives betonte die absolute Notwendigkeit der schulischen Erziehung, denn sie sei das Umfeld, welches den Kontakt zu den Wissenschaften herstellt und daraus die Persönlichkeit des Individuums formt. Entsprechend bemühte sich Vives um neue Akzente in der Bildung. Mit Latinae Linguae Exercitatio (1538) gelang Vives ein Lehrbuch, welches in vielen Schulen und über das 16. Jh. hinaus als Standardwerk galt. Doch sein pädagogisches Hauptwerk war De tradendis disciplinis (1531) und leitete den Fortschritt der Wissenschaften mit ein. Vives wollte in der Bildung echtes Sachwissen vermitteln, welches sich aus den Erkenntnissen der Naturwissenschaften herleiten ließe. Der Mensch sollte sich die Natur zu Nutze machen. Er forderte ausdrücklich, daß Erfahrung und Beobachtung die veralteten Methoden im naturwissenschaftlichen Bereich verdrängen. Mit dieser Meinung war Vives ein eindeutiger Gegner der Scholastiker geworden. In Erkenntnis und menschlicher Vernunft sah Vives den direkten Weg, um Gott zu finden. Doch beschritt er mit seinem Werk keine völlig neuen Wege, denn er hielt beispielsweise an den septem artes liberales fest. Für den Spanier bauten auf diesen freien Künsten andere Wissenschaften wie die Medizin, Theologie oder Jurisprudenz auf. Vives vertrat die Ansicht, daß sich die Wissenschaften ideal zum Christentum ergänzen. Die Wissenschaft ist in ihrem Fortschritt sogar eine Bestätigung des Christentums, was auch in den Werken Introductio ad veram sapientiam (1524) und De veritate fidei Christianae (1540) hervorstach. - Die bildungspädagogischen Verdienste des Spaniers sind aber auch deshalb herausragend, weil er sich als erster für die umfangreiche Erziehung der Frauen einsetzte. Er widmete 1523 der ersten Gemahlin Heinrichs VIII., Katharina v. Aragon, mit Blick auf deren Tochter, der Prinzessin Maria, den Erziehungsplan De Institutione Feminae Christianae. Vives vertrat darin die Meinung, daß auch die Frau ein Recht auf Erziehung und Bildung hat. Dies beinhaltete auch das Studium der klassischen Sprachen Latein und Griechisch. Mit diesem Fürstenspiegel erregte der Humanist großes Aufsehen und es erschienen bald Übersetzungen, so bereits 1529 die englische Fassung The Instruction of a Christian Woman. Nach diesem überaus erfolgreichen Werk verfaßte Vives als Ergänzung dazu 1529 De officio maritii. Davon erschien in Augsburg 1544 die erste deutsche Übersetzung von Christoph Bruno unter dem Titel Von gebirlichem Thun und Lassen aines Ehemanns. Eine weitere deutsche Ausgabe erschien 1566 in Frankfurt. - Ein weiterer Höhepunkte von Vives wissenschaftlicher Arbeit war die Schrift De anima et vita (1538) - welche Vives' psychologisches Hauptwerk war und noch heute als Vorläufer der empirischen Psychologie angesehen wird. Auch mit dem Werk De subventione pauperum (1526), in dem er sich mit der Versorgung der Armen befaßte, äußerte Vives neue Gedanken, die selbst heute von aktueller Brisanz sind. Er vertrat die Meinung, daß die Pflege und Fürsorge der Armen nicht allein Aufgabe der Kirche sei, sondern des gesamten christlichen Staates. Jedoch soll der Staat keine absolute und vollständige Versorgung der Bevölkerung garantieren, sondern er sei in erster Linie dazu verpflichtet, seine Möglichkeiten für die Beschaffung von Arbeitsmöglichkeiten auszuschöpfen. - Auch wenn Vives in vielen Bereichen eine sehr moderne und fortschrittliche Einstellung hatte, konnte er sich nie für die Gedanken der Reformation begeistern. Er lehnte einen Abfall oder gar eine Spaltung von der katholischen Kirche strikt ab und trat für eine sachliche und friedliche Diskussion der rivalisierenden Lager ein. In religiösen Themen war er sich stets der auftauchenden Schwierigkeit zwischen den Freiheiten der Wissenschaften und der kirchlichen Macht bewußt. Er zeigte hingegen eine kluge und vorausschauende Haltung und lehnte - nicht zuletzt auf Grund seiner persönlichen familiären Erfahrungen mit der Inquisition - jede Form von Radikalität ab und forderte stattdessen christliche Toleranz. - Die zahlreichen Werke des span. Humanisten und Philosophen Juan Luis Vives zeigen noch heute seine Vielseitigkeit auf den Gebieten der Wissenschaften. Dabei bewies er sich stets als Gegner der Scholastik, indem er sich bemühte alle Erkenntnis aus der Natur zu ziehen. Seine Einsichten, vor allem im Bereich der Psychologie und Pädagogik, führten zu neuen Forschungen und Strömungen, auf die sich die moderne Wissenschaft zumindest teilweise gründet. Vives erkannte die Mängel der Wissenschaften seiner Zeit, er vermittelte neue Vorstellungen und Methoden für das Bildungswesen und setzte sich als erster für die Bildung der Frau ein. - Im 16. und 17. Jh. gehörte Juan Luis Vives neben Erasmus v. Rotterdam und Petrus Ramus (Pierre de la Ramée, 1515-1572) zu den meist gelesensten Autoren. Obwohl seine Werke ursprünglich ausnahmslos in Latein geschrieben waren - auch seine Lehrtätigkeit übte Vives anders als manche Kollegen ausschließlich in Latein aus - hatten sie eine große Popularität. Noch zu seinen Lebzeiten erschienen die Werke in mehr als einhundert versch. Ausgaben. Alleine die Schrift Latinae Linguae Exercitatio erlebte im 16. Jh. eine über 50fache Auflage. Vives Popularität galt nahezu für die gesamte Frühe Neuzeit; danach sank das Interesse rapide und der Spanier geriet zunehmend in Vergessenheit. Erst zum Ende des 19. Jh. wurden einige Schriften für die Pädagogik und Psychologie neu entdeckt. Heute bekommen die Werke Vives in seiner span. Heimat die meiste Aufmerksamkeit. In England, Frankreich und Deutschland hingegen ist die Vives-Forschung noch eher spärlich.

Werke: Christi Jesu Triumphus. Virginis Dei Parentis Ovatio, Paris 1514; - Veritas fucata, Paris 1514; - Fabula de homine, Löwen 1518; - Meditationes in septem psalmos, quos vocant poententiae, Löwen 1518; - Praelectio in Georgica Vergilii, Löwen 1518; - Anima senis, Löwen 1518; - Clypei Christi descriptio, Löwen 1518; - Genethliacon Jesu Christi, Löwen 1518; - De initiis, sectis et laudibus philosophiae, Löwen 1518; - De tempore quo, id est, de pace in qua natus est Christus, Löwen 1518; - In Pseudodialecticos, Löwen 1519; - Praefatio et Vigilia in Somnium Scipionis Ciceroniani, Paris 1520; - In leges Ciceronis Praelectio, Löwen 1520; - Declamationes quinque Syllanae, Löwen 1520; - Aedes legum, Paris 1520; - Declamatio qua Quintiliano respondetur pro noverca contra caecum, Löwen 1521; - Commentarii in XXII libros De Civitate Dei Divi Aurelii Augustinii, Löwen 1521; - Praelectio in convivia Francisci Philephi, Löwen 1521; - Praelectio in quartum Rhetoricorum ad Herennium, Löwen 1522; - In Suetonium quaedam, Löwen 1522; - Dialogus qui sapiens inscribitur, Löwen 1522; - De Europae statu ac tumultibus, Löwen 1522; - De Institutione Feminae Christianae, Löwen / Oxford 1523; - Veritas fucata, sive de licentia poetica, quantum poetis liceat Veritate abscendere, Löwen 1523; - De ratione studii puerilis, Oxford / London 1523; - Liber de consultatione, Oxford / London 1523; - Isocratis Areopagitica Oratio, Oxford / London 1523; - Satellitium animi vel symbola, Brügge 1524; - Introductio ad veram sapientiam, Brügge 1524; - De Francisco Galliae Rege a Caesare capto, Oxford 1525; - De pace inter caesarem et Franciscum Galliarum regem deque optimo regni statu, Oxford 1525; - De subventione pauperum, Brügge 1526; - De Europae dissidiis et bello turcico, Brügge 1526; - De conditione vitae Christianorum sub Turca, Brügge 1526; - De officio maritii, Brügge 1529; - Sacrum diurnum de Sudore Domini nostri Jesu Christi, Brügge 1529; - Concio de sudore nostro et Christi, Brügge 1529; - De concordia et discordia in humano genere, Brügge 1529; - Liber de pacificatione, Brügge 1529; - Meditatio de Passione Christi in psalmum XXXVII, Brügge 1529; - De disciplinis libri XII (setzt sich zusammen aus 7 Büchern De causis corruptarum artium und 5 Büchern De tradendis disciplinis), Brügge 1531; - De ratione dicendi, Brügge 1532; - Descriptio Templorum et Rerum Populi Romani, Brügge 1534; - De communione rerum ad Germanos inferiores, Brügge 1535; - Exercitationes animi ad deum, Brügge 1535; - De conscribendis epistolis, Paris 1536; - De Aristotelis operibus censura, Breda 1537; - Bucolicorium Vergilii interpretatio, Breda 1537; - De anima et vita, Brügge 1538; - Latinae Linguae Exercitatio, Breda 1538; - De Veritate Fidei Christianae, Brügge 1540.

GW / GA: Joannis Ludovici Vives Valentini Opera Omnia, 2 Bde., hrsg. v. Nicolás Episcopius, Basel 1555; - Joannis Ludovici Vives Valentini Opera Omnia, 8 Bde., hrsg. v. Gregorio Mayans y Síscar, Valencia 1782-90, Nachdruck London 1964; - Obras Completas de Juan Luis Vives, 2 Bde., hrsg. v. Lorenzo Riber, Madrid 1947f.; - Selected Works of Juan Luis Vives, hrsg. v. Charles Fantazzi / Constantinus Matheeussen, Leiden 1977ff.; - Opera Omnia Ioannis Lodovico Vivis Valentini, 4 Bde., hrsg. v. Antonio Mestre / Jordi Pérez Dura / Josep Maria Estellés Gonzàlez, Valencia 1992ff; - Obras políticas y pacifistas, hrsg. v. Francisco Calero, Madrid 1999.

Neuere krit. Ausg. und Übers.: Percy Stafford Allen, Opus Epistolarum Desiderii Erasmi Roterodami, Oxford 1906-58 (enthält Vives' Briefe v. und an Erasmus); - Latinae Linguae Exercitatio, hrsg. v. Foster Watson, London 1908; - Tudor school-boy life. The dialogues of Juan Luis Vives, hrsg. und übers. v. Foster Watson, London 1912/1970; - Vives and the Renaissance education of women, hrsg. und übers. v. Foster Watson, London / New York 1912; - De disciplinis, hrsg. v. Foster Watson, Cambridge 1913 repr. 1971; - Instrucción de la mujer Christiana, hrsg. v. S. F. Ramirez, Madrid 1936; - The Instruction of the Christian Woman: A Critical Ed. of the Tudor Translations, hrsg. v. Ruth Lina Marie Kuschmierz, (Diss. Pittsburgh) 1961; - The instruction of the christian woman, hrsg, übers. und mit krit. Anm. v. J. G. Wutterich, (Diss. Boston) 1969; - De subventione pauperum, krit. Ed. v. Armando Saitta, Florenz 1973; - De anima et vita, hrsg. und übers. v. Mario Sancipriano, Padua 1974; - De Communione rerum, hrsg. und übers. v. Luigi Gallinari, Cassino 1974; - De la concordia y de la discordia. De la pacificación, übers. v. Enrique Rivera, Madrid 1978; - Juan Luis Vives. Epistolario, hrsg. v. Jose Jiménez Delgado, Madrid 1978; - In pseudodialecticos, krit. Ed., eingel., übers. und komm. v. Charles Fantazzi, Leiden 1979; - De tradendis disciplinis, eingel., übers. und mit Anm. v. Luigi Gallinari, Cassino 1984; - Praefatio in Leges Ciceronis et Aedes Legum, krit. Ausg. v. Constant Matheeussen, Leipzig 1984; - Las disciplinas, I-II, hrsg. u. übers. v. Lorenzo Riber, Barcelona 1985; - Early Writings: De initiis sectis et laudibus philosophiae, Veritas fucata, Anima senis, Pompeius fugiens, krit. Ausg., eingel. und übers. v. Constant Matheeussen / Charles Fantazzi / Edward George, Leiden u.a. 1987; - Somnium et Vigilia in Somnium Scipionis. (Commentary on the Dream of Scipio by Juan Luis Vives), hrsg., übers. und mit Anm. v. Edward V. George, Greenwood 1989; - De conscribendis epistolis, krit. Ed., eingel., übers. und mit Anm. v. Charles Fantazzi, Leiden u.a. 1989; - The passions of the soul. The third book of De anima et vita, eingel. und übers v. Carlos G. Norena, Lewiston (N.Y.) 1990; - Early writings: Epistula Forti, Vita Ioannis Dullardi, Christi triumphus, Ovatio Mariae, Clipeus Christi, Praelectio in quartum rhetoricorum ad Herrenium, Praelectio in Convivia Philelphi, krit. Ed., eingel., übers. und mit Anm. v. Jozef Ijsewijn and Angela Fritsen with Charles Fantazzi, Leiden2 u.a. 1991; - De Europae dissidiis et Republica. Sobre las disensiones de Europa y sobre el estado, übers. und mit Anm. v. Francisco Calero y Maria José Echarte, Valencia 1992; - Vives. Edicions prínceps, hrsg. v. Enrique González, Valencia 1992; - Linguae Latinae Exercitatio. Ejercicios de lengua latina, übers. und mit Anm. v. Francisco Calero y Maria José Echarte, Valencia 1994; - De institutione feminae christianae: liber primus, krit. Ed., eingel., übers. und mit Anm. v. Charles Fantazzi / Constant Matheeussen, Leiden u.a. 1996; - De institutione feminae christianae: liber secundus & liber tertius, krit. Ed., eingel., übers. und mit Anm. v. Charles Fantazzi / Constant Matheeussen, Leiden u.a. 1998; - The education of a Christian woman: A sixteenth century manual, hrsg. v. Charles Fantazzi, Chicago 2000; - De subventione pauperum sive de humanis necessitatibus: libri II, krit. Ed., eingel., übers. und mit Anm. v. Constant Matheeussen / Charles Fantazzi / J. de Landtsheer, Leiden 2002.

Dt. Übers. und Ausg. (Auswahl): Christoph Bruno, Von gebirlichem Thun und Lassen aines Ehemanns, Augsburg 1544; - Johann Ludwig Vives. Ausgewählte päd. Schrr., übers., eingel. und mit Anm. v. Rudolf Heine, Leipzig 1881; Juan Luis Vives' Ausgewählte Schrr., eingel., übers. u. hrsg. v. Jacob Wychgram, Wien / Leipzig 1883 (enthält De tradendis disciplinis, De Vita et Moribus Eruditi, De Institutione Feminae Christianae, De ratione studii puerilis, De causis corruptarum artium); - Johannes Ludowicus Vives' päd. Schrr., eingel., übers. u. erl. v. Friedrich Kayser, Freiburg / i. Br. 1896; - Die Dialoge des Johann Ludwig Vives. Zum ersten Male vollständig ins Deutsche übertragen v. Dr. Julius Bröring, Oldenburg 1897; - Rudolf Heine, Vives Schrr. über Erziehung und Unterricht, in: Päd. Bibl., hrsg. v. Karl Richter, Berlin 1905; - Johann Ludwig Vives' päd. Hauptschrr.: ‚Die Erziehung der Christin' und 'Über die Wissenschaften', übers. u. eingel. u. mit Anm. v. Theobald Edelbluth, Paderborn 1912; - Eine Fabel v. Menschen, übers. v. Jürgen v. Stackelberg, in: Ders., Humanistische Geisteswelt, Baden-Baden 1956, 249-258; - Dietrich Briesemeister, Die gedruckten dt. Überss. v. Vives' Werken im 16. Jh., in: August Buck (Hrsg.), Juan Luis Vives. Arbeitsgespräch, Hamburg 1981, 177-191; - Ders., Vives in dt. Überss. (16.-18. Jh.), in: Christoph Strosetzki (Hrsg.), Juan Luis Vives. Sein Werk und seine Bedeutung für Span. und Dtld., Frankfurt a. M., 1995, 229-246; - Über die Gründe des Verfalls der Künste. De causis corruptarum artium. Lat.-dt. Ausg., hrsg. v. Emilio Hidalgo-Serna, München 1990; - Juan Luis Vives: De ratione dicendi, lat.-dt. Übers. v. Angelika Ott. Mit einer Einleitung v. Emilio Hidalgo-Serna, Marburg 1993.

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Christian Kahl

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2005

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2006

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Letzte Änderung: 25.09.2009