„Der Glaube an den erlösenden und befreienden Gott ist der
mächtige Gegenspieler der Angst. Er wird sie freilich auch
nicht wie durch Zauberschlag verschwinden lassen. Auch
der glaubende Mensch bleibt ein Mensch und darum allem
Menschlichen ausgesetzt. Aber er hat etwas, womit er
seine Angst im Prinzip überwinden kann.“
Bernhard Welte, „Dasein als Hoffnung und Angst“ (1982)
Dieser Jahrgang der Schriftenreihe der Bernhard-Welte-
Gesellschaft rückt das Phänomen der Angst und ihre
Erscheinungsformen in das Zentrum unserer Betrachtung.
Dabei wird zunächst die Angst in den Gesamtzusammenhang
der menschlichen Emotionen eingeordnet
und emotionstheoretisch bestimmt, um davon ausgehend
natürliche Ängste von pathologischen Angststörungen
zu unterscheiden und in ihrem therapeutischen
Anwendungsbezug zu betrachten. In einem weiteren
Schritt wird die angsttherapeutische und -immunisierende
Wirksamkeit von weltanschaulichen Überzeugungen
aus (religions-)philosophischer und theologischer
Sicht beleuchtet, insb. bei Bernhard Welte und Eugen
Biser. Zudem wird die Bedeutung der Angst im interreligiösen
Vergleich an Beispielen aus der Mystik des Islams
und des Christentums aufgewiesen.
174 Seiten
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Artikelnummer: ISBN 978-3-68911-059-8
20,00 €Preis
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