Uwe Czubatynski

700 Jahre Quitzöbel

Beiträge zur Ortsgeschichte auf der Grundlage des Pfarrarchivs

 

228 Seiten, broschiert

 

Konkreter Anlass für die vorliegende Darstellung ist das 700 jährige Jubiläum der Ersterwähnung von Quitzöbel. Um einen eigenständigen Beitrag für die Ortsgeschichte zu leisten, wurde im Vorfeld das Pfarrarchiv Quitzöbel einer vollständigen Neuordnung und einer zumindest teilweisen Auswertung unterzogen. Die im Text und in den Anmerkungen des öfteren mit dem Bestandskürzel "Qu" = Quitzöbel zitierten Quellen verweisen auf das Pfarrarchiv Quitzöbel, dessen Findbuch in Kapitel 12 abgedruckt ist. Aus dieser bewusst gewählten Quellengrundlage ergibt sich, dass ein besonderer Schwerpunkt der Untersuchung auf der Geschichte der Kirchengemeinde liegt, die bis nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend identisch mit der Einwohnerschaft des Ortes war.

Die Verwendung lokalspezifischer Quellen in Verbindung mit der einschlägigen Literatur ermöglicht bei aller Zufälligkeit der Erscheinungen gleichsam eine Perspektive von unten, die einerseits landläufige Geschichtsbilder zu korrigieren imstande ist und andererseits neue Fragestellungen provozieren kann. Die Erforschung dieser anderen, nämlich sehr konkreten Art von Kirchengeschichte ist um so dringlicher, als es kaum gedruckte Vorarbeiten gibt und die Auswertung der zahlreich erhaltenen Pfarrarchive immer noch in den Kinderschuhen steckt. Aus diesem Grunde ist auch die Geschichte und der Bestand des Pfarrarchivs selbst sehr ausführlich untersucht worden, da sich viele Entwicklungslinien und Quellengattungen in ähnlicher Form auch an anderen ländlichen Pfarrarchiven beobachten lassen. Überhaupt sind Ortschroniken einzelner Dörfer, die einen halbwegs wissenschaftlichen Anspruch erheben können, nicht nur für die Prignitz bis heute eine ausgesprochene Seltenheit geblieben.

Es versteht sich jedoch von selbst, dass das Pfarrarchiv allein keine hinreichende Materialbasis ist, um alle denkbaren Aspekte der Ortsgeschichte mit der gebotenen Gründlichkeit darzustellen. Dies gilt insbesondere für die Archäologie, die verschiedenen Bereiche der Kommunalverwaltung, die Entwicklung der Landwirtschaft, die Alltagsgeschichte des 20. Jahrhunderts und das Vereinswesen der jüngsten Zeit. Dennoch ist die Tatsache nicht zu übersehen, dass das Pfarrarchiv den einzigen geschlossenen Bestand an Schriftgut darstellt, der am Ort selbst entstanden ist und der Forschung zur Verfügung steht. Eine wirklich umfassende Auswertung der im Pfarrarchiv überlieferten Materialien, namentlich auch für die Filialdörfer Lennewitz und Roddan sowie die Baugeschichte ihrer Kirchen, konnte aufgrund der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nicht geleistet werden. Die vorliegende Abhandlung ist daher in vielerlei Hinsicht ergänzungsbedürftig und kann nicht behaupten, ein auch nur annähernd vollständiges Bild der Ortsgeschichte zu zeichnen. Insofern konnte ein ursprünglich gesetztes Ziel wegen des enormen Arbeitsaufwands nicht verwirklicht werden.

Es mag sein, dass das Buch aufgrund seiner langen Entstehungsgeschichte an manchen Punkten den Charakter einer Materialsammlung nicht ganz verbergen kann und manches Kapitel im Grunde genommen ein Torso geblieben ist. Der Zweck der Darstellung ist freilich erreicht, wenn einerseits solide Grundlagen gelegt sind und andererseits die ernst zu nehmende Forschung sich mehr als bisher der Lokalgeschichte annimmt.

Uwe Czubatynski - 700 Jahre Quitzöbel

Artikelnummer: ISBN 978-3-88309-537-0
20,00 €Preis
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